Skip to main content

Full text of "JEOL 17 (1963)"

See other formats


JAARBERICHT 

VAN HET VOORAZIATISCH-EGYPTISCH GENOOTSCHAP 

EX ORIENTE LUX 

ANNUAIRE DE LA SOCIÉTÉ 
ORIËNTALE “EX ORIENTE LUX" 


No. 17 

(1963) 




LEIDEN 

1964 



1 5 HARS 2005 
I 6 MARS 2005 


No. 17 


? 


1963 


JAARBERICHT 

VAN HET VOORAZIATISCH-EGYPTISCH GENOOTSCHAP 

EX ORIENTE LUX 

GEVESTIGD TE LEIDEN OPGERICHT 22 MEI 1933 

ANNUAIRE DE LA SOCIÉTÉ ORIËNTALE EX ORIENTE LUX 

Publié sous la direction du Comité de la Société „Ex Oriente Lux” 
Secrétaire de la rédaction: K. R. Veenhof 


TABLE DES MATIÈRES 

Babel und Bibel (II). Die Patriarchenzeit . F. M. Th. de Liagre Böhl 125 

Eine Beuteliste von Amenophis II. und das Problem der Sklaverei im 

alten Agypten.j A c. J. Janssen 141 

Achronische, anachronische und synchronische Elemente in der Genesis 

O. Eissfeldt 148 

Les origines du temple de Salomon. Th. A. Busink 165 

Psalm XIX and some of its problems (PI. IV) . . J. van der Ploeg 193 

Pronominal suffixes in the Hebrew Book of Psalms . Chr. Brekelmans 202 

Das Hiphil von ’amar in Deut. 26, 17.18. Th. C. Vriezen 207 

L’Apparition du cheval en Arabie ancienne.J. Ryckmans 211 

The Nabataean Kingdom, Provincia Arabia, Petra and En-geddi in the 

Documents from Nahal Hever (PI. V-VI) .Y. Yadin 227 

The so-called ‘priestly Messiah’ of the Essenes . . . Ch. T. Fritsch 242 

The significance of the religions of antiquity.C. J. Bleeker 249 













Copyright ig64 by Ex Oriente Lux , Leiden 
Alt rights reserved. No part of this book may be reproduced or translated 
in any form, by print y photoprint , microfilm or any other means 
without written permission from the publisher 


PRINTED IN THE NETHERLANDS 


BABEL UND BIBEL (II) 

7. Die Patriarchenzeit 

lm Gegensatz zur biblischen Urgeschichte, welche wir im ersten Abschnitt 
erörtert haben 1 ), ist die Vorgeschichte und die Frühgeschichte des Volkes 
Israël für unser Thema nur wenig ergiebig. Was die Vorgeschichte — die 
Patriarchenzeit, und hier vor allem das Zeitalter Abrahams — betrifft, so sind 
die Schwierjgkeiten, welche sich einer Einordnung der Einzelheiten in die 
Zeitgeschichte entgegensetzen, von vornherein so gross, dass sich schon aus 
methodischen Gründen erst die Notwendigkeit einer dreifachem Untersuchung 
aufdrangt: 1) nach der Art und dem Ziel des grossen prophetischen Erzahlers, 
in dessen Werk die verschiedenen „Quellen” wie in einem klaren Bach oder 
Teich zusammengeflossen sind; 2) die Frage nach dem Zeitalter und den 
Hintergründen dieser „Quellen”, d.h. der alteren Erzahhingsschichten, welche 
anfangs noch mündlich überliefert, aber durch die vortragenden Sanger oder 
Erzahler bereits in feste Formen gepragt waren; und zum Schluss erst 3) die 
schwierigste Frage nach den historischen Hintergrund der in diesen Erzahlungen 
geschilderten Persönlichkeiten und Situationen. 

Die erste dieser drei Erörterungen ist sachlich die wichtigste, aber für unser 
Thema von negativer Bedeutung. Der Tatbestand ist bekannt. Die Patriar¬ 
chen — und hier vor allem wieder Abraham — werden in einer solchen be- 
wussten Ausschliesslichkeit in ihrem Verhaltnis zu ihrem Gott und in ihrer 
Abhangigkeit von diesem ,,Gott der Vater” geschildert, dass jedes rein mensch- 
liche Moment hinter dem religiösen zurücktritt. Stets geschieht durch die 
Kr aft der göttlichen Offenbarung und Verheissung das nach menschlichem 
Ermessen Unerwartete und Paradoxe: dass der heimatlose Wanderer sein 
gelobtes Land findet, dass er trotz Alters und Kinderlosigkeit noch zum Vater 
einer grossen Menge (Gen. 17. 5) wird, dass die Kinderlose im hohen Alter 
gebiert, dass stets wieder der jüngere Sohn das Erstgeburtsrecht erwirbt. 
Infolge dieser absichtlichen Pointierung, Verallgemeinerung und Vereinfachung 
der Gestalten und Ereignisse ist eine genaue Bestimmung der historischen 
Einzelheiten mit unseren Mitteln der Forschung kaum möglich. 

Dazu kommt dann noch der einseitig dramatisch-dialogische Charakter 
der alteren hebraischen Erzahlkunst, wie man diese auch in der babylonischen 
epischen Poesie beobachten kann, z.B. im Gilgamesch-Epos 2 ). Für ausführ- 

*) Siehe JEOL., 16, S. 103-118. 

2 ) Naheres in unserer hollandischen Bearbeitung dieses Epos, 3. AufL, 1958, S. 115, 
sowie auch unsere Bemerkung in WdO II, 1959, S. 418, wo es als eine Eigentümlichkeit 

Jaarbericht 17 


9 
















I 2 Ó 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


lichere Schilderungen des Milieus oder der Zeitgeschichte hat der Erzahler 
weder Zeit noch Raum noch Interesse. Diese altere Erzahlkunst ist die direkte 
Vorlauferin der Dramatik. Alles geht hier Schlag auf Schlag in direkter Rede 1 ), 
und der Fortgang der Geschehnisse wird eigentlich nur erwahnt, soweit dies 
für das Verstandnis der Hörer oder Leser nötig ist. Erst in der Joseph-Er- 
zahlung, welche man mit Recht als eine planvoll komponierte Novelle bezeich- 
net hat, bahnt sich innerhalb gewisser Grenzen ein Neues an, welches aber in 
literarischer Hinsicht der Geschichtsschreibung gleichfalls fernsteht 2 ). 

Die zweite der drei oben postulierten Untersuchungen legt dem Historiker 
wieder andere Hindernisse in den Weg. Hier kann es sich ja nicht nur um die 
vermeintlichen Quellenschriften handeln, wie man diese more maiorum mit 
den Buchstaben L, J, E und P zu bezeichnen pflegt, sondern um ein sehr viel 
umfangreicheres Material, welches zuerst in der Frühzeit Israels durch Sanger 
und Erzahler überliefert, sodann in bestimmten Zyklen (etwa jenen „Quellen¬ 
schriften” entsprechend) aufgezeichnet, schliesslich aber nach rein religiösen 
Gesichtspunkten gesichtet und bearbeitet wurde. 

Aus der Fülle des übrigen ist in den Patriarchenerzahlungen nur das eine 
Kapitel Gen. 14 erhalten geblieben, freilich auch dieses — wie die Glossen, 
Wortspiele und gewisse Unebenheiten zeigen — verkürzt und bearbeitet. 
Nur hier findet sich durch die Nennung von Königsnamen der unerwartete 
Versuch einer Einordnung der Ereignisse in die Zeitgeschichte, und nur hier 
findet sich der sonst so friedliche Erzvater in eine kriegerische Aktion ver- 
wickelt, aus welcher er als Kriegsheld und als Sieger hervorgeht. Der Zweck 
der Erhaltung und Bearbeitung dieses Stückes ist offenbar die Einreihung 
Abrahams und Loths in eine Episode der Sodom-Geschichte gewesen. Die 
früher beliebten Gleichsetzungen jener Namen aber mit babylonischen Herr- 
schern ('Amraphel), Landern (Sin c ar) und Stadten (’Ellasar) beruhten auf 
Einbildung und können als erledigt geiten. Die fortschreitende Forschung hat 
hier manches aufgeklart, ist dabei aber von Babylon und der Hammurabi-Zeit 
im engeren Sinne abgerückt. Wir kommen hierauf noch zurück 3 ). 

Für unser Thema wichtiger ist zunachst der Hinweis auf eine allgemeinere 
Analogie in literarischer und formgeschichtlicher Hinsicht am Platze: zwischen 
der afteren hebraischen Erzahlkunst und den noch viel afteren neusumerischen 
Liederzyklen. Verglichen mit der meist dramatischen Kürze der hebraischen 

der gesamten prahellenischen Dichtkunst bezeichnet wird, dass man zwar von Tendenz 

reden kann, aber dass sie jeglicher Motivierung ermangelt: ,,.Das ist nicht Unver- 

mögen, sondern Absicht. Diese Kunst ist im höchsten Grade dramatisch, nirgends er- 
lauternd oder betrachtend. . ..” 

*) Zur Bedeutung der Oratio directa und zum Zurücktreten der indirekten Aussage im 
Dass-Satz vgl. bereits oben S. 108. 

2 ) Vgl. G. von Rad, Josephgeschichte und altere Chokma , Suppl. Vet. Test., 1953, und 
auch K. Galling, Joseph, RGG, 3. Aufl., IV, 1959, Sp. 859 f. 

3 ) Vgl. unseren Artikel Amraphel , in RGG, 3. Aufl., I, 1957, Sp. 332 f. 


BABEL UND BIBEL (il) 


127 


Erzahlungen (selbst der mehr eintönigen Quellenschrift P) sind diese sumeri- 
schen Zyklen mit ihren endlosen Paralellismen und Wiederholungen von einer 
ermüdenden Breite und Ausführlichkeit. Man versteht bei dieser alten epischen 
(und übrigens auch der hymnischen und liturgischen) Literatur ohne weiteres, 
dass es sich hier um sekündare Aufzeichnungen von aus noch alterer Zeit 
mündlich überlieferten Gesangen handelt. Diese Gesange waren eintönig und 
ausführlich, und die Dichtungen episch-erzahlenden Inhalts waren wohl immer 
nach einem bestimmten Schema bearbeitet, beginnend „ex ovo Ledae”: mit 
dem Anfang der Welt und der Dinge 1 ). 

Es ist bewunderenswert, mit welcher Kunst und mit welchem Takt schon 
der altere akkadische Dichter des Gilgamesch-Epos aus der Masse solcher — 
noch dazu in der anderen Sprache abgefassten — Dichtungen unter ganz 
bestimmten Gesichtspunkten das für seinen Zweck Brauchbare gesichtet und 
in dramatisch-anschaulicher Form zu einer grossartigen poetischen Einheit 
verschmolzen hat. Und diese Art der Bearbeitung ist nur ein Beispiel aus 
wahrscheinlich einer ganzen Reihe, wenngleich das wichtigste und am besten 
bekannte. Bei Gilgamesch sind wir in der glücklichen Lage, alle Stadiën der 
Dichtungen und der Übertragungen und Bearbeitungen beobachten zu können: 
vom sumerischen Liederzyklus an bis zu den jüngsten neubabylonischen 
Abschriften, ein Zeitraum von fünfzehn Jahrhunderten 2 ). So haben wir hier 
innerhalb der Keüschriftliteratur ein Musterbeispiel auch für die Literaturen 
der benachbarten Völker. Die Sichtung und Bearbeitung der grossen sumeri¬ 
schen Liederzyklen entspricht in formaler Beziehung durchaus der Sichtung 
und Bearbeitung unter einheitlichen Gesichtspunkten, welche den Patriarchen- 
geschichten des Buches Genesis (und natürlich nicht nur diesen) in ihrer 
überlieferten Form und Zusammenstellung zugrunde liegen. 

In Israël ist der Zeitraum der literarischen Entwicklung wesentlich kürzer 
gewesen als in Babylonien, und eigene Aufzeichnungen sind hier keinesfalls 
alter als die Periode um 1200 v. Chr. In beiden Fallen aber gehören die ent- 
scheidenden Stadiën der Bearbeitung eher an den Anfang als an das Ende 

*) Von solchen epischen Erzahlungen in neusumerischen Abschriften sind bisher bereits 
bekannt 20 Mythen (d.h. Erzahlungen mit Göttern in der Hauptrolle) und 9 Epen (mit 
Heroen in der Hauptrolle). So nach S. N. Kramer, Sumerian Literature and the Bihle, 
Anal. Biblica 12, 1959, S. 185-204. Als weniger bekannt erwahnen wir den prachtigen 
Text aus der Hüprecht-Sammlung in Jena über Enki und die Weltordnung, bearbeitet 
von I. Bernhardt und S. N. Kramer, in der Wissenschaf tl. Zeitschr. der Univ. Jena 
IX/i, 1959/60, S. 231-256 und 18 Tafeln.—Von den epischen Zyklen oder Heroen- 
Dichtungen sind die von Enmerkar, Lugalbanda und Gilgamesch die wichtigsten und 
umfangreichsten. Vor allem zu letzteren beiden fehlt noch eine befriedigende Zusammen¬ 
stellung aller bisher bekannten Texte und Fragmente in ihren Beziehungen zu den ent- 
sprechenden akkadischen Dichtungen. Auf diesem Gebiet befindet sich die Forschung 
noch im Stadium der Materialsammlung. Die Fortschritte der jungen Wissenschaft der 
Sumerologie sind ohnehin erstaunlich. 

2 ) Vgl. die Übersicht von L. Matous in Gilgames et sa légende, Paris 1960, S. 93 f. 













128 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


der Entwicklung. Beschranken wir uns für Babel wieder auf das Musterbeispiel 
des Gilgamesch-Epos, so ist dort der altere akkadische Dichter wohl beinahe 
noch ein Zeitgenosse der Schreiber, welche die sumerischen Dichtungen in 
der Endzeit der Dynastien von Isin und Larsa aufgezeichnet hatten x ). Keines- 
falls aber tausche man sich über die zeitliche Reihenfolge. Das Ausführliche, 
Stilisierte und Schematische gehort in beiden Literaturen (sowie ja meistens 
auch in der bildenden Kunst) zeitlich an den Anfang: als die Aufzeichnung 
der noch alteren mündlichen Überlieferung. Was Israël betrifft, hat man zu 
oft und zu einseitig das Umgekehrte, also das Kurze und Anschauliche, für 
das Altere gehalten. 

Doch die Analogie geht noch weiter. Auffallend in den sumerischen Lieder- 
zyklen sind die wörtlichen Anführungen ganzer Partien aus anderen Lieder- 
gruppen, wo immer sich solche in den Zusammenhang einzufügen scheinen. 
Dies geht soweit, dass manche Teile dieser Dichtungen den Eindruck von 
Kompilationen machen, die aus verschiedenen Stücken zusammengesetzt sind. 
Und auch hier sind wir wieder in der glücklichen Lage, sowohl die Originale 
wie die Entlehnungen zu kennen. Sogar noch in unserem Musterbeispiel, der 
klassischen Gilgamesch-Bearbeitung, finden sich derartige Stellen. Wenn die 
Göttin Ischtar z.B. den Vatergott Anu um Rache anruft gegen die Helden, 
die sie beleidigt haben, dann tut sie es mit genau denselben Worten, mit 
welchen sie in einer anderen Dichtung die Öffnung der Pforten des Totenreichs 
(der sieben Höllenpforten) erzwingt. Und wenn Enkidu, der sterbende Freund 
des Helden, in seiner Krankheit von diesem Totenreich traumt, in welches er 
nun bald hinabsteigen muss, so schildert er dieses mit wörtlich denselben 
Versen, die auch am Anfang desselben Liedes von Ischtars Höllenfahrt zu 
finden sind 2 ). Sogar noch in dieser klassischen Bearbeitung des Epos macht 
die Art der Darstellung also gelegentlich den Eindruck mosaikartiger Ent- 
lehnung. Solche Nachweise sind wohl hier nur darum vereinzelt, weil unsere 
Kenntnis dieser Literatur von Zufallsfunden abhangig und höchst fragmenta¬ 
risch ist. 

Ganz deutlich in dieser Hinsicht erscheint uns die ausführliche Form der 

1 ) Zu beachten ist das Urteil von J. R. Kupper im S. 127, Anm. 2 erwahnten Sammel- 

werk, S. 102: .. .nous pouvons affirmer que Tépopée de Gilgames était déja formée 

toute entière a Lépoque de la première dynastie de Babylone. . ..”. Nach unserer Ver- 
mutung [Het Gilgamesj-Epos, 3. Aufl., S. 117 f.) ware der altere akkadische Dichter ein 
Priester am Sonnentempel von Larsa gewesen wahrend der zweiten Halfte der langen 
Regierung des Königs Rim-Sin. Für solche genaueren Bestimmungen lassen sich zwar 
Argumente anführen, doch bleiben sie stets prekar. 

2 ) Die beiden Stellen sind: Gilg. VI 96-99 = Höllenf. 16-20 und Güg. VII 32-39 = 

Höllenf. 4-11. Die erstere Stelle (Gilg. VI) ist erganzt nach den Fragmenten aus Assur, 
vgl. R. Frankena in Gilgames et sa légende, S. 121, Kol. III, Z. 31-36. Das Gedicht von 
der Höllenfahrt der Göttin Ischtar ist ins Niederlandische übertragen in JEOL Nr. 15, 

1958, s. 154-159- 


BABEL UND BIBEL (ll) 


129 


Nergal-Ereskigal-Mythe, wie wir diese aus den Tontafelfunden von Sultantepe 
kennen gelernt haben. Es handelt sich in diesem Fall um das Produkt des 
Unterrichts an einer assyrischen Palastschule aus der Periode um 650 v. Chr. 
Sehr wahrscheinlich aber ist es die Übersetzung eines mindestens um ein 
Jahrtausend alteren Originals in sumerischer Sprache 1 ). Überall spielen 
hier — wie ich an anderer Stelle dargelegt habe — die wörtlichen Zitate und 
Motive aus anderen verwandten Dichtungen in die Erzahlung herein: aus 
der Mythe von Ischtars Höllenfahrt (an drei verschiedenen Stellen), aus dem 
Gilgamesch-Epos (die Erzahlung von Enkidu und der Hetare) und vor allem 
auch aus der Mythe vom weisen Adapa, mit seiner Verweigerung der ihm 
gastfreundlich angebotenen Speise und des Trankes 2 ). 

Die erweiterte Kenntnis der originalen epischen und mythologischen Lite¬ 
ratur in sumerischer Sprache wird bekanntlich vor allem Prof. S. N. Kramer 
in Philadelphia verdankt, welcher die Resultate seiner Entzifferungen mit 
eisernem Fleiss in stets neuen Veröffentlichungen auch weit eren Kreisen 
zuganglich macht 3 ). Die grosse Mehrzahl dieser Tontafeln stammte aus den 
früheren amerikanischen Grabungen an der Stelle des sumerischen Kultzen- 
trums Nippur (welche Grabungen jetzt fortgesetzt werden). Erst in jüngster 
Zeit kam auch das analoge Material aus Ur an die Reihe, aus den Grabungen 
von Sir Leonard Woolley: also aus der Stadt, die durch eine spatere Tradi- 
tion eng mit der Patriarchengeschichte verknüpft wurde (Gen. 11, 28 ff.). 
Dabei hat es sich herausgestellt, dass Art, Form und auch die Zeit der Auf¬ 
zeichnung in den Schulen beider Stadte (Nippur und Ur) genau dieselben 
waren 4 ). 

Bei genauerem Zusehen nun verstarkt sich hier der oben gewonnene Ein¬ 
druck in einem solchen Umfang, dass hier oft einerseits der Zusammenhang, 
anderseits aber die Selbstandigkeit der Einzeldichtungen trotz der Verschieden- 
heit ihrer Themen zweifelhaft bleiben. Man kann eigentlich nur Zyklen solcher 
Dichtungen unterscheiden, welche verschiedene Anordnungen erlauben. Denn 
die Sanger, aus deren Munde diese Dichtungen aufgezeichnet wurden, mussten 
ihre Themen begreiflicherweise stets aufs neue variieren, wobei neben zahl- 

x ) O. R. Gurney und J. J. Finkelstein, The Sultantepe Tablets I (British Institute 
of Ankara) 1956, Nr. 28. 

2 ) Stellenbelege und nahere Darlegung in meiner Abhandlung über Die Mythe vom 
weisen Adapa, in WdO II, 195, S. 419 f. 

3 ) Sein Buch History begins at Sumer (1958) erschien in einer französichen, einer 
niederlandischen und einer deutsclien Übersetzung. Im Sammelwerk Mythologies of the 
Ancient World (Anchor Books, New York 1961) findet sich von seiner Hand auf S. 93-137 
eine Übersicht über die Mythology of Sumer and Akkad. Seitdem erschien The Sumerians, 
their History, Culture and Character, Chicago 1963. 

4 ) Ur Excavation Texts, Vol. VI/i, London 1964 (mir noch nicht zuganglich). Eine 
Übersicht bot S. N. Kramer gelegentlich des 11. Assyriologentreffens, vgl. Compte Rendu, 
Leiden 1964, S. 93 ff. 







130 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


reichen Paralellismen und Wiederholungen auch plötzliche Übergange und 
vor allem die freie Übernahme von Stücken und Motiven aus anderen Ge- 
sangen unvermeidlich waren. Somit lag der Begriff des literarischen Eigen- 
tums diesen Dichtern und Sangern fern. Diese ganze epische Erzahlungs- 
literatur war für sie wie ein grosses einheitliches Bassin, aus dem sich frei 
schopten liess. Die Themen sind zwar verschieden, doch ist ihre Symphonie 
unverkennbar. Wurde irgenwo eine bekannte Note angeschlagen, so wird das 
Motiv aus der anderen Dichtung einfach weitergeführt und eingeschaltet. 

Die Nutzanwendung, welche sich aus diesen Beobachtungen auf die Vor- 
geschichte der alteren hebraischen Erzahlungsliteratur ziehen lasst, liegt auf 
der Hand. Zwar handelt es sich hier um eine rein formale Analogie, wobei 
man die gewaltigen Unterschiede nach Form und Inhalt zwischen den beiden 
Literaturgattungen nicht aus dem Auge verlieren dart: im Buch Genesis vor 
allem durch die Ausschaltung der Mythologie und die Vermenschlichung der 
Heroen. Nur werden wir in Babel (oder vielmehr in Sumer) wesentlich weiter 
an die mündlichen und die ersten literarischen Vorstufen herangeführt als 
dies bei den biblischen Erzahlungen der Fall ist. Auch auf eine mögliche 
Revision der Methode der Quellenscheidung fallt von dort aus vielleicht 
neues Licht. 

Nach dieser Abschweifung in das Gebiet der literar- und formgeschichtlichen 
Analogien kehren wir zu unserer zweiten Untersuchung zurück: zur Erörterung 
des historischen Hintergrundes der altesten Erzahler der Patriarchengeschich- 
ten und ihrer Vorlaufer. Hier kann als der Terminus a quo, also als der frühst 
mögliche Zeitpunkt der Aufzeichnung und Bearbeitung, die Periode um 1200 
v. Chr. geiten, welche Periode für die Einzelheiten der Frühgeschichte der 
Israelstamme vor ihrer Landnahme freilich noch zu wenig greifbar ist. Damals 
aber bahnten sich im ganzen Gebiet des vorderen Orients grundlegende 
Veranderungen an. 

Was zunachst die politische Lage betrifft: die agyptische Oberherrschaft, 
die in Kanaan schon langst zusammengebrochen war, verschwand nun trotz 
der Anstrengungen des Pharaos Ramses III x ) auch in Syrien. In Babylon 
erfolgte der Untergang der Kassitendynatie unter dem Ansturm der Elamiter, 
die ihre Herrschaft zeitweilig wohl weit nach dem Norden und Westen aus- 
dehnten. Das kleinasiatische Hethiterreich hielt sich nur wenig langer und 
verschwand bald mit der Zerstörung der Hauptstadt Hattusas (Bogazköy) 
von der Bildflache. Die Hethiter wurden nach südlicheren Gebieten verdrangt: 
nach Syrien und wohl zeitweilig auch nach Kanaan. Die Philister hessen 

*) Die Bedeutung dieser syrischen Eroberungen des Pharaos Ramses III braucht man 
nicht zu überschatzen. Er hat in Medinet Habu wohl meist die Listen der eroberten 
Stadte seines bewunderten Yorbildes Ramses II übernommen oder abschreiben lassen. 
Vgl. Jozef M. A. Janssen, Ramses III (Leiden 1948), S. 30 f., auf Grund der Unter- 
suchungen von P. J. Simons über die Egyptian Topographical Lists, Leiden 1937, S. 80. 


BABEL UND BIBEL (il) 


I3I 

sich — im Zusammenhang mit grosseren Völkerbewegungen vom Meere 
her — im palastinensischen Küstengebiet nieder und begründeten dort ihre 
Pentapolis. Im Osten und Nordosten von Kanaan aber erfolgten der Einbruch 
und die friedliche Infiltration der aramaischen Halbnomaden und ihre Staaten- 
gründungen in Syrien und im südlichen Zweistromland. 

Was sodann die kulturelle Seite betrifft, so bedeutet die Erfindung und 
Verbreitung der alphabetischen Buchstabenschrift — soviel einfacher und 
leichter erlernbar als die Keilschrift — einen grundlegenden Fortschritt, 
obwohl der Historiker den Ersatz der Tontafeln durch ein vergangliches und 
darum für uns verlorenes Schreibmaterial eher bedauert. Was die Technik 
betrifft, so beginnt mit diesem Jahrhundert die Eisenzeit (I), wenngleich die 
allgemeine Verbreitung und Verfertigung eiserner Waffen und Gerate wohl 
anfangs noch durch bestimmte Monopole gehemmt war. Auf dem Gebiet des 
Handels und Verkehrs aber verdrangte nun je langer desto mehr das Kamel 
(oder vielmehr das einhöckerige Dromedar) die zwar schnelleren, aber schwache- 
ren Last- und Reitesel, sowie die Maultiere. Das Pferd hatte als das Zugtier 
vor den Streitwagen seinen strategischen Wert langst bewiesen; bald bewies 
es ihn auch für die Reiterei. So wandelte sich in diesem Jahrhundert auf den 
verschiedensten Gebieten innerhalb weniger Jahrzehnte das Bild der Zeit. 

Im ersten Abschnitt haben wir die Figur und bestimmte Episoden aus der 
Regierungszeit des assyrischen Königs Tukulti-Ninurta I als den eigentlichen 
Hintergrund für die biblischen Erzahlungen vom Jager Nimrod und vom 
Turmbau zu Babel vermutet 1 ). Hierbei handelt es sich schon für die altesten 
Sanger und Erzahler um den Heldenkönig eines fernen und fremden Landes, 
der zudem kein direkter Zeitgenosse gewesen sein kann, doch anderseits auch 
nicht so viele Generationen zurück in der Vergangenheit lebte, dass die Erin- 
nerung an ihn verblasst und durch jüngere Helden und Ereignisse verdrangt 
ware. Übrigens unterschatze man bei diesen Halbnomaden weder die Leichtig- 
keit, mit der sie weite Abstande auch zu Fuss zurücklegen (man denke nur 
an die in Gen. 28 und 29 geschilderte Fussreise Jakobs von Beërseba nach 
Harran) noch auch die frische Kraft ihres Gedachtnisses, wie sich diese schon 
aus den Genealogien ergibt. 

Lassen wir somit im Hinblick auf die Patriarchengeschichten noch einmal 
die soeben aufgezahlten Umwalzungen rasch die Revue passieren, welche 
im 12. Jahrhundert v. Chr. stattgefunden oder sich angebahnt haben, so 
gelangen wir zu ungefahr demselben Zeitansatz für die altesten Erzahlungen 
und Aufzeichnungen, wobei aber mit einer erneuten Umarbeitung zur Zeit 
der Literaturblüte im achten Jahrhundert v. Chr. zu rechnen ist. 

Um wieder mit der politischen Lage zu beginnen: von der agyptischen 
Herrschaft über Kanaan, welche schon in der Amarnazeit, um 1350 v. Chr. 

9 Siehe JEOL 16 (1959-1962), S. 116-118. 








132 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


BABEL UND BIBEL (il) 


133 


wankte, ist nirgends mehr die Rede. Wenn Abram nach 12,10-20 nach Aegypten 
zieht, wo Sarai durch eine Halblüge die Aussicht erhalt, Königin zu werden, 
so zieht er als Fremdling ins Ausland. Dasselbe gilt von dem ,,aus dem Lande 
der Hebraer gestohlenen” (40, 15) Joseph und vom Vater Jakob mit den 
Seinen, die sich nur im Grenzland Gosen heimisch fühlen (47,4). Babylon und 
die Babylonier werden in diesen Erzahlungen nirgends erwahnt. Denn Ur, 
die traditionelle Urheimat, wird in 11,28 ff. ausdrücklich als den Chaldaeren 
oder Kaldaern gehorig bezeichnet (Ur Kasdim), also bereits dem aramaischen 
Stamme zugeschrieben, welcher in diese südbabylonischen Gebiete frühestens 
vom 12. Jahrhundert an eingedrungen war. Der einzige König aber, welcher 
nach der Sondererzahlung 14, 4 f. seine EinfluBsphare beinahe vierzehn Jahre 
lang bis zur Jordansenke hin erstreckte und damit den Handelsweg von Syrien 
durch das Ostjordanland zum Haf en des alanitischen Golf es zeitweilig be- 
herrschte, war kein Babylonier, sondern ein Elamiter 1 ). Vorausgesetzt ware 
der Fall Babylons und der Kassitendynastie, noch vor der (nur kurzen) 
Wiederherstellung babylonischer Macht unter den ersten König des Namens 
Nebukadnezar (etwa um 1115 v. Chr.). Denn auch das Land Sinear ( Sin c ar) 
kann in 14, 1.9 nicht etwa (wie in 11, 2) die babylonische Ebene bezeichnen, 
sondern (ebensowie auch Ellasar) einen Stadtstaat am mittleren Euphrat, 
welcher auch sonst erwahnt wird 2 ). 

Was sodann die Hethiter betrifft, zo erscheint in der genannten Sonderer¬ 
zahlung als der zweite der vier Gegner ein König mit einem hethitischen 
Namen ( Tid c dl = Tud c alias), doch ohne Erwahnung des Reiches Hatti , über 
welches er regiert hatte 3 ). Ist hier etwa bereits der Fall dieses Reiches und 
die Verdrangung seiner Bevölkerung bis weithin nach Syrien und Kanaan 
hinunter vorausgesetzt. Über Assyrien regierten damals übrigens wahre Schat- 
tenkönige, bis auch dort der grosse Tiglatpileser I (1117-1078) zeitweilig das 
Reich wiederherstellte. Der elamische König, welcher Babylon plünderte und 
den letzten kassitischen König um das Jahr 1160 in die Gefangenschaft weg- 
führte, hiess Kuter (oder Kudur)-Ndhhunte. Bei der nicht unwahrscheinlichen 

9 Der Abschnitt über Genesis 14 in meinen Op. Min., S. 43-48 und S. 477-479 (Anm. 
33 " 45 ) wurde geschrieben im Sommer 1952 als eine Fortführung und Erganzung von 

R. de Vaux, Les Patriarches hébreux et les découvertes modernes, in Rev. Bibl. 55, 1948, 

S. 326 ff. 

2 ) Vgl. die Belegstellen, auch für eine Identifikation des Namens Amraphel, in der 
soeben erwahnten Neubearbeitung: Op. Min., S. 45. 

3 ) Die Reihenfolge der Könige ist in 14, 1 alphabetisch, in Vers 9 dagegen nach ihrer 
Bedeutung. Die Namen beider Parteien sind z.T. durch „Kakophemismus” entstellt. 
Vgl. zu diesem Ausdruck JEOL 16 S. 116 (zu Nimrod) und S. 117 (zu Babel). Wenn 
Tid c al aber hier nicht etwa als König von Hatti, sondern ,,der Nationen’’ oder „Völker” 
erscheint, so entspricht hier der Ausdruck gojim dem auch in den Mari-Briefen nach- 
gewiesenen gdjurn, mit welchem absichtlich allgemein gehaltenen Ausdruck nach G. 
Dossin die Gesamtbevölkerung eines Gebiets gemeint ist. Vgl. Op. Min., S. 47 und 
S. 478 f., Anm. 42, und A. Malamat, Mari and the Bible, JAOS 82, 1962, S. 143 8 . 


Annahme einer spat eren Gleichsetzung der elamischen Götternamen Nahhunte 
und Lagamar ware die Gleichsetzung dieses Namens mit dem des Kedor-La y omer 
(Gen. 14, 1.9) keineswegs unmöglich, zumal sich gerade in dieser Zeit, kurz vor 
dem Untergang des Hethiterreiches, ein König Tudcalias V ( Tid c al) nachweisen 
lasst x ). 

Doch kann man, wie die dritte Untersuchung zeigt, das wirkliche Zeitalter 
Abrahams nicht in diese Übergangszeit versetzen. Auf Grund dieser Erwagung 
behalt der Versuch einer Identifikation dieser Könige von Gen. 14 mit gleichen 
oder ahnlichen Namen aus dem Ausgang der Mari-Periode seinen Wert. 

In der hier besprochenen Periode nach 1200 v. Chr. aber fand die weitgehende 
Verdrangung der kleinasiatischen Hethiter in südlicher Richtung statt. 
Hierauf weist auch die standige Erwahnung der Hethiter in den Aufzahlungen 
der Bevölkerungen Kanans (am vollstandigsten in Gen. 15, 19-21, mit Hinzu- 
fügung der „Urvölker”). Selbst in der uralten (Num. 13, 22) Stadt Hebron 
waren die Hethiter nach Gen. 23, 3 ff. die Herren, die über den Landbesitz 
verfügen. Von einem König von Hebron ist keine Rede. Ergreifend ist die 
Tragik, dass der Patriarch bei seinem Tode vom ganzen ihm verheissenen 
Land nur die Grabstatte erworben hat. Man hat gelegentlich vermutet, er habe 
auf ein grösseres Grundstück verzichtet, um den Dienstleistungen zu entgehen, 
welche die hethitische Rechtsregel in diesem Fall auferlegt 2 ). Doch das ist 
zu prosaisch. 

Diesen südlichen Hethitern entsprechen die Philister im Küstenland Palas- 
tinas: Gen. 21, 32-34 und 26, 1.14 (Gerar). Man kann in solchen Fallen von 
Anachronismen reden, welche zwar nicht zum für die Erzvater vorausge- 
setzten Zeitalter, wohl aber zu dem ihrer Sanger und Erzahler passen. 

Auch die Aramaer, deren Stamme sich anfangs mit einer appellativen 
Bezeichnung Ahlamu, d.h. „Verbündete” zu nennen pflegten, begannen sich 
nun kraftig zu regen. Ihr Name ist in den Patriarchenerzahlungen bekannt 
durch die beiden Landes- oder Landschaftsbezeichnungen Aram Naharaïm 
und Paddan Aram 3 ). Auch der Ausdruck „Hebraer” hat, wie wir sofort sehen 
werden, eine anfangs appellative Bedeutung. Es ist auffallend, dass Abraham 

b Vgl. die Belegefürdie vermutete Gleichsetzung der elamischen Gottheiten Nahhunte 
und Lagamar in der Neubearbeitung einer alteren Abhandlung über Das Zeitalter Abrahams 
in meinen Opera Minora, Groningen 1953, S. 46 f. und S. 478, Anm. 37-39. 

2 ) Vgl. diese Rechtsregel in der Übersetzung von A. Goetze in ANET, S. 191, 46 und 
dazu auch die Bemerkung von M. A. Beek, Geschiedenis van Israël, Zeist 1960, S. 18 
(zu Gen. 23, 11). 

3 ) Hierüber vor allem R. T. O’Callaghan, Aram Naharaim (Anal. Oriënt. 26, Rom 1948. 
Auf die Erwahnungen eines uralten Landes A-ra-am, wodurch die Vorgeschichte der 
Aramaer bis zur fernen Vergangenheit der Dynastie von Akkade und bis zur Regierungs- 
zeit des Königs Naram-Sin hinaufzuführen ware, sowie auf nur wenig jüngere Leute, 
welche als A-ra-mi bezeichnet werden, wies seinerzeit N. Schneider in Biblica 30, 1949, 
S. 109 ff. Doch nach J. J. Finkelstein in JCS 9, 1955, S. 2 f., Anm. 13 hat man von dieser 
Gleichnung abzusehen. 




*34 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


(Abram) in der Sonderquelle Gen. 14, 13 als „der Hebraer” bezeichnet wird, 
wahrend Jakob und vor allem sein Oheim Laban eher der aramaischen Gruppe 
zugeteilt werden. Vermutlich im Hinblick auf Jakob erklart wohl noch die 
alte Liturgie beim Anbieten der Erstlingsfrüchte in Deut. 26, 5 den Stammvater 
für einen umherschweifenden Aramaer 1 ). 

Auch die Besetzung der uralten südsumerischen Stadte und Gebiete durch 
den aramaischen Stamm der Chaldaer (. Kaldu ) bahnte sich in dieser Periode an. 
Die Lage ihrer Hauptstadt Dür-Jakïn an der Stelle des grossen Ruinenhügel 
Tell-Lachm ist nun wohl endlich klargestellt 2 ). Zwar handelt sich bei der 
Bezeichnung Ur Kasdim (d.h. Kaldim ) um denselben Anachronismus. Da die 
altberühmte Tempelstadt Ur aber gerade in der Blütezeit der Reiche von Israël 
und Juda mitten im Reich dieser Kaldu oder Kaldim , d.h. der Chaldaer gelegen 
war (im Lande Bit-Jakïn), ist an der Gleichung mit der in Gen. 11, 29 ff. 
gemeinten Heimat der Patriarchen kaum ein Zweifel. 

Man hat sich Mühe gegeben, diese Heimat irgendwo im Nordwesten Mesopo- 
tamiens nahe bei Harran zu lokalisieren 3 ). Da aber sowohl Ur wie Harran als 
berühmte Statten des Mondkultes eng verbunden und beide im Besitz ver- 
wandter aramaischer Stamme und Staaten waren, hessen sich die Schwierig- 
keiten der Entfernung, wenigstens in friedlichen Zeiten, auf dem Wasserwege 
leicht überwinden. Der Euphrat floss naher bei Ur als heutzutage und mündete 
in dieser Gegend in die Lagune, welche durch ein Haff mit dem offenen Meer 
verbunden war. Die grossen Kanale und auch die nördlichen Nebenflüsse 
Habür (Chaboras) und Balih (Belichos) waren schiffbar. Und da der Euphrat 
keine Katarakte und Stromschnellen kennt wie der Nil, war die Verbindung 
(auch stromaufwarts) weit bequemer als die zwischen Oberagypten (geschweige 
Nubien) und dem Delta. 

Sodann die kulturellen, technischen und kommerziellen Errungenschaften 
dieses Jahrhunderts. Die Eignung der Tontafel für die Buchstabenschrift ist 
gering, und das agyptische Vorbild bot dort, wo der Lehmboden fehlte, ein 
bequemeres Schreibmateiial an. Nur dass dieses Material für uns verloren ist, 
sowohl die Originale wie die afteren Abschriften einer Literatur, die sich bald 

9 Vgl. M. A. Beek, Das Problem des aramaischen Stammvaters, in OTS VIII, 1950. 
S. 193-212. 

2 ) Eine systematische Ausgrabung dieses umfangreichen Ruinenhügels würde manches 
Ratsel lösen. 

3 ) So seinerzeit schon H. Gunkel. Vgl. neuerdings A. Parrot, Abraham et son temps, 
Neuchatel 1962, S. 15 ff. (wo das ganze Problem einer nordmesopotamischen Lage 
besprochen ist, aber die Entscheidung für das berühmte UrinSüdbabyloniengefallt wird). 
Ferner die scharfsinnige Untersuchung von C. H. Gordon, Abraham and the Merchants 
of Ura, JNES 17, 1958, S. 28-31 (auf Grund einer in hethitischen Quellen belegten Stadt 
Ura, in der Gegend von Harran. Die Nachprüfung und Widerlegung dieser These durch 
H. W. F. Saggs, Ur of the Chaldees, a Problem of Identification (in einer Gedachtnisschrift 
zu Ehren Woolleys, Iraq, Bd. 22, 1960, S. 200-209) war mir nicht zuganglich. 


BABEL UND BIBEL (il) 


135 


angehauft haben muss. Bis zu den Qumrdn- Funden herunter versiegte von 
nun an in den Landern im Westen des Zweistromlandes die einheimische 
ausserbiblische Literatur. Nur aus dem trockenen agyptischen Sande ware 
dergleichen zu erwarten; aber die Aegypter hatten ihre eigenen Int ei essen. 
Wer klagt, dass solche schriftlichen Belege für die Patriarchen und auch für 
Mose fehlen, der bedenke, dass auch von der Glanzzeit Davids und Salomos 
dasselbe gilt. 

Was sodann die Eisenschmiedekunst betrifft (vgl. schon Gen. 4, 22), so musste 
das Material eingeführt werden, und Einfuhr und Verwertung waren noch zur 
Zeit König Sauls durch auswartige Privilegiën gehemmt (vgl. I Sam. 13, 19-22). 
Wenn in der begeisterten Schilderung des verheissenen Landes in Deut. 8, 9 
von eisenhaltigen Steinen die Rede ist, so ist doch wohl an Basalt zu denken. 

Was schliesslich die Zucht und die Einfuhr der Pferde und der Kamele 
(Dromedare) betrifft, so gehorte das Pferd nach den alten Erzahlern nebst den 
Streitwagen und Reitern noch ausschliesslich ins Ausland (Agypten, Gen. 
47, 17, vgl. das Schilfmeerlied Ex. 15, 21). Auch in der Poesie des Jakobssegens 
über Dan ist es ein Symbol der kriegerischen Feinde, welchen nur Schlangen- 
klugheit gewachsen war (vgl. Gen. 49, 17). Das Kamel aber oder vielmehr 
das Dromedar ist uns vertraut durch die idyllische Erzahlung von Abrahams 
Knecht und Rebekka in Gen. 24, 10 ff. Es mag sich schon früher im Besitz 
einzelner Hirtenfürsten befunden haben, doch dann nur als Ausnahme und 
als Zeichen des Reichtums 1 ). 

In einem anregenden Artikel hat A. van Selms die Zustande unter den 
kanaanaischen Stammen und Stadtstaaten zur Patriarchenzeit einheithch 
gezeichnet 2 ). Der Versuch einer Unterscheidung zwischen dem histoiischen 
und kulturellen Hintergrund der Erzahlungen und des Erzahlten erscheint 
uns j edoch trotz aller Schwierigkeiten wenigstens versuchsweise nötig. Hier 
nun dürfen wir slebst beim 12. Jahrhundert als dem anzunehmenden Hinter¬ 
grund der altesten Sanger und Erzahler nicht stehen bleiben. Über den Patriar¬ 
chengestalten liegt der Schleier einer ferneren Vergangenheit, dessen Lüftung 
die Aufgabe der dritten und schwierigsten Untersuchung ist. 

Der grosse Heidelberger Soziologe Max Weber hat einmal gesagt, mit dem 
12. Jahrhundert v. Chr. beginne „die Zwischenzeit, welche einen weitgehenden 
politischen Rückgang aller internationalen, politischen und kommerzieller 
Beziehungen bedeutete”. Die Völker waren von nun an auf sich selbst an- 
gewiesen, und das Zeitalter des Internationalismus mit seiner inneren Einheit, 
seiner Freiheit des Verkehrs und des geistigen Austausches war zu Ende 3 ). 

9 Vgl. R. J. Forbes, Studies in Ancient Technology, II, Leiden 1955, S. 202-208, mit 
reicher Bibliographie. 

2 ) A. van Selms, The Canaanites in the B ook of Genesis, in: OTS XII, 1958, S. 182-213. 

3 ) Max Weber, Gesammelte Aufsdtze zur Religionssoziologie, III, 2. Aufl. 1923, S. 9. 









136 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


BABEL UND BIBEL (il) 


137 


Vergleicht man die Stürme, welche nun begannen, mit denen zu Anfang 
unserer Neuzeit, so war Abraham nach der Gesamtschilderung eine Figur 
des Hochmittelalters. Die Patriarchen erschienen einer trüberen Gegen- 
wart als die Gestalten einer friedlichen und frömmeren Vergangenheit, und 
das Erinnerungsbild an diese besseren Zeiten wurde vereinfacht und idealisiert. 

Nicht ohne Grund vergleichen wir diese Vergangenheit mit unserem Mittel- 
alter. Zur Zeit der Kassitendynastie herrschte in Babylonien (und wohl auch 
in den umliegenden Landern) das Lehnrecht und das Lehenswesen. Die Könige 
aus der Dynastie der Kassiten haben ihre Krieger und Günstlinge mit Gross- 
grundbesitz belohnt und belehnt. Und auch in Agypten herrschte in der 
Blütezeit des Neuen Reiches zur Zeit der grossen Pharaonen der 18. Dynastie 
ein ritterlicher Geist, voll Drang in die Ferne und voller Lust an Jagd und 
Abenteuern. In der Zeit des Niederganges der zentralen Gewalt aber strebten 
die Vasallen in den Provinzen des Reiches (wie in Kanaan) immer mehr nach 
Selbstandigkeit und verbündeten sich mit auswartigen Feinden. 

Der Fund des so reichen Archivs von Keilschriftbriefen bei den Grabungen 
an der Stelle des Palastes von Mari (Teil Hariri) am Euphrat hat uns einen 
überraschenden Einblick gewahrt in eine Glanzzeit dieses Mittelalters im 18. 
Jahrhundert v. Chr. Es war eine Periode der inneren Einheit von Kultur, 
Sprache und Schrift, eine Periode des ungestörten wechselseitigen Verkehrs 
zwischen den Vólkern und des allgemeinen Austausches der materiellen und 
geistigen Güter. Auch über das Leben und die soziale Struktur der nomadischen 
und halbnomadischen Stamme erhalten wir hier manche Auf klarung 1 ). 
So bleibt der Versuch verbekend, den Erzvater Abraham mit seinen Wande - 
rungen und seiner Leichtigkeit des Verkehrs mit den Landesbewohnern gerade 
in diese Periode einzureihen. 

Freilich sind die chronologischen Schwierigkiten noch stets nicht gering. 
Die Zeitansatze, welche Gelehrte wie Albright und Cornelius berechnet 
hatten, müssen wahrscheinlich doch mit mindestens 60 (genauer 64) Jahren 
erhöht werden. Diese Unsicherheit ware für unsere Frage an sich ohne Be- 
deutung, wenn diese Verschiebung nach rückwarts für die Gesamtheit gilt 
und die Synchronismen bestehen bleiben. Somit bliebe auch die Möglichkeit 
einer Situationsschilderung, wie wir diese im oben erwahnten Artikel über 
Amraphel entworfen hatten, an sich unangetastet 2 ). Doch ist es besser, sich 
(auch für die betreffenden Namensformen) mit der Annahme eines allgemeinen 
Erinnerungsbildes zu begnügen. Freilich aber wird durch diese zeitliche 
Verschiebung die dunkele Periode wieder wesentlich verlangert: die Lücke, 

1 ) Vgl. J. R. Kupper, Les nomactes en Mêsopotamie au temps des rois de Mari, Paris 1957. 

2 ) Die Religion inGeschichte u. Gegenwart (RGG 3 ) I, 1957, Sp. 332 f. Nach O. R. Gurney, 
The Hittites, 1952, S. 217 regierte König Tudhalyas oder Tud c alias I (der erste dieses 
Namens, in diesem Fall = Tid c al) 1740-1710, also etwa 60 Jahre früher als ich seinerzeit 
angenommen habe, aber mit Erhaltung des Synchronismus. 


welche in unserer Kenntnis durch das Fehlen aller keilschriftlichen Belege 
in den Jahrzehnten nach dem Fall der ersten Dynastie von Babylon (um 
1595 v. Chr.) noch stets bestehen bleibt. Der Plünderzug des Hethiterkönigs 
Mursilis I, welcher erst Aleppo erobert hatte, erstreckte sich bis nach Babylon 
und muss schwere Folgen gehabt haben 1 ). 

Die Briefe aus dem Archiv von Mari unterrichten uns über weite Gebiete 
Vorderasiens: von Elam bis nach Kleinasien und bis Hazor (Hasur) in Nord- 
palastina. Auffallend ist das Schweigen über Agypten und das eigentliche 
Kanaan. Man hat an eine Kluft gedacht, die zur Zeit des aufkommenden 
Hyksosreiches zwischen den beiden Machtbereichen bestanden hatte. Die 
Möglichkeit ware trotzdem nicht ausgeschlossen, dass der Name der Stadt 
Jerusalem (in der Form Uru-silimma) als eines Kultzentrums des anderen 
Bereichs in Abschriften von Götterlisten aus Assur sich erhalten hatte 2 ). 
Jedenfalls war diese Kluft in der Amarna-Zeit des 14. Jahrhunderts v. Chr. 
langst überbrückt. 

Mit Recht nannte C. H. Gordon die Amarna-Periode ,,the pivotal era of 
the ancient Near East” 3 ). Damals war Babylonisch (Akkadisch) die Welt- und 
Diplomatensprache, in welcher sogar der Pharao nicht nur mit seinen Vasallen 
in Kanaan und Phönizien, sondern auch mit den befreundeten Höfen von 
Mitanni, Babylon, Assur und selbst Zypern korrespondierte. Damals wurden 
die klassischen babylonischen Dichtungen auch an den Schulen des Auslandes 
abgeschrieben und traktiert: nicht nur in den Residenzen von Amarna und 
Bogazköy, sondern auch in der alten kanaanaischen Festungsstadt Megiddo, 
wo ein wichtiges Fragment des Gilgamesch-Epos (u. zw. der 7. Tafel) gefunden 
worden ist. Dieser Fund beweist, dass dieses Epos schon lange vor dem Einzug 
der Israeliten den kanaanaischen Lehrern und ihren Schülern bekannt und 
vertraut gewesen ist, und er berechtigt zur Hoffnung auf weitere derartige 
Tontafelfunde 4 ). 

Wir sprachen soeben von einer scheidenden Kluft zwischen Ost und West 
zur Mari-Zeit. Doch gab es schon damals eine Gruppe, welche allenthalben 
und in beiden Bereichen zu finden war: die Habiru- oder Hapiru- Leute der 
Keilschrifttexte, welche den c pr .w in den agyptischen und den c pr.m in den 
ugaritischen Texten entprechen, und sodann die Hebraer ( c br-ym = Hbrim) 
in den alteren Texten des Alten Testaments. Diese Ausdrücke dürften einander 
sprachlich angeglichen sein, da sie dieselben oder doch ahnliche Bevölkerungs- 
gruppen bezeichneten. Doch sind sie trotz des Gleichklangs und trotz der 
sachlichen Übereinstimmung sprachlich und etymologisch von einander zu 

1 ) Vgl. W. von Soden in: Propylaen-Weltgeschichte I, S. 596 und S. 607. 

2 ) Vgl. Böhl, Op. Min., 1953, S. 380 ff. und S. 518. 

3 ) JNES XIII, 1954, S. 59 - 

4 ) A. Goetze and Selim Levy, Fragment of the Gilgamesh Epic from Megiddo, c Atiqot 
II, 1959, S. 121 ff. 




13 » 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


unterscheiden. Es lag zunachst nahe, in beiden Fallen an Volks- oder Stammes¬ 
namen zu denken, die — wenn auch nicht mit Israël geradezu identisch — doch 
eine grössere und altere Bevölkerungsgruppe bezeichneten, zu welcher auch 
die Israeilstamme gehörten. Mit der Vermehrung der Belegstellen aber hat es 
sich immer deutlicher herausgestellt, dass urspünglich appellative Bedeutungen 
in beiden Fallen den Vorzug verdienen. 

Diesem Problem der Habiru (Hapiru) und der altesten Hebraer in ihrem 
gegenseitigen Verhaltnis hat seit einer Erstlingsarbeit über Kanaanaer und 
Hebraer (1911) mein Interesse gegolten. Freilich hat sich das Material über 
die Habiru oder Hapiru seither in einem solchen Umfang vermehrt, dass die 
Verbreitung dieser Leute Staunen hervorruft und zu immer neuen Erörterungen 
anregt. Man könnte es bedauern, dass Bottéro und auch Greenberg in 
ihren reichen Materialsammlungen nicht auch (trotz der Verschiedenheit der 
appellativen Bedeutungen beider Begriffe) die betreffenden alttestamentlichen 
Hebraerstellen berücksichtigt und in ihre Untersuchung einbezogen haben 1 ). 
Diese Stellen sind für unser Thema von grundlegender Bedeutung. Abraham 
wird in der Sonderquelle Gen. 14, 13 ausdrücklich als ,,der Hebraer” bezeichnet, 
und Joseph wird in Agypten und gegenüber Agyptern als ein „hebraischer 
Knecht” bezeichnet und mit dieser Bevölkerung und ihren Wohnsitzen in 
Verbindung gebracht (39, 14. 17; 41, 12; 43, 32). In Exod. und I Sam. haufen 
sich solche Stellen in den Erzahlungen von der agyptischen und der philis- 
taischen Unterdrückung. Als Erganzung zu jenen beiden Sammlungen 
notieren wir zunachst einige neuere Beitrage. 

Durch eine Sammlung und Beurteilung des agyptischen Materials machte 
sich A. de Buck auch auf diesem Gebiet verdient. Diese in hollandischer 
Sprache und an et was entlegener Stelle erfolgte Veröffentlichung des grossen 
Agyptologen verdient genaue Beachtung 2 ). 

Auf kurze und klare Weise hat R. Borger das keilschriftliche Material 
über die Hab/piru- Leute noch einmal zusammengefasst und eine neue Auffas- 
sung für die Lesung und Etymologie dieses Namens vorgeschlagen: 'apiru 
[afir\. Er denkt an eine Ableitung vom Wort für ,,Staub, Er de, Sand” ('afar, 
akkad. eperu, epru) und etwa an einen Spottnamen, wobei freilich die weite 
Verbreitung dieser Benennung auffallt 3 ). Eine Analogie ware vielleicht die 
agyptische Bezeichnung der asiatischen Nachbarn als der ,,Sandbewohner” 

(. hrjw-s'). Doch ware es wohl zu kühn, an Stellen wie Gen. 13, 16 und 28, 14 
ein Wortspiel zu suchen, wodurch der Spottname zum Ehrennamen umgebogen 
wurde. Wenn die Nachkommenschaft Abrahams und Jakobs so zahlreich sein 

x ) J. Bottéro, Le problème des Habiru, Paris 1954. M. Greenberg, The Hab/piru, 
New Haven 1955. 

2 ) A. de Buck, De Hebreëen in Egypte , in: Varia Historica, Assen 1954. 

3 ) R. Borger, Das Problem der c apïru (“Habiru”), ZDPV 74, 1958, 121-132. 


BABEL UND BIBEL (il) 


139 


wird wie der Staub oder Sand ('afar) der Erde, dann waren durch diese Ver- 
heissung die ,,Sandigen” oder ,,Sandleute” zu Ehren gebracht. 

Einen neuen Erklarungsversuch für die Bezeichnung Abrahams als des He- 
braers bot sodann der Altmeister W. F. Albright 1 ). Er knüpfte an den Nach- 
weis von N. Glueck an, dass der Negeb in der Periode von etwa 2000-1800 
(der MB I-Periode) bewohnt und bevölkert gewesen ist, und fasst den Patriar¬ 
chen zunachst als einen Karawanenführer auf, welcher auf den grossen Handels¬ 
wegen von Mesopotamien nach Agypten zu ziehen pflegte. Freilich widerstrebt 
es uns unwillkürlich, dem Glaubenshelden Abraham statt des religiösen einen 
kommerziellen Hintergrund zuzuschreiben. In der biblischen Tradition findet 
sich jedenfalls von dieser ,,original situation” kaum eine Spur. 

Verdient dann etwa im Hinblick auf die kriegerische Betatigung Abrahams 
in Gen. 14 eine mehr militarische Erklarung den Vorzug? Diese Auffassung 
des Ausdrucks ,,Hebraer” in Gen. 14, 13 wurde neuerdings von N. A. van 
Uchelen in einer guten und gründlichen Dissertation vertreten. Er behandelt 
die Hebraerfrage und daneben auch die Hab/piru unter historischen, sozialen, 
juridischen und militarischen Gesichtspunkten, wobei der Patriarch und der 
Bericht Gen. 14 im Zentrum des Interesses stehen. Mit Recht spricht er auf 
S. 100 f. von einer gewissen Vieldeutigkeit (Polyvalenz) beider Begriffe 2 ). 
Was Gen. 14, 13 betrifft, so legt er (anders als Albright) den Nachdruck auf 
die kriegerischen Aspekte. Da beide Begriffe aber wohl überall eine gewisse 
soziale Abhangigkeit bezeichnen (im Sinne von Fremdlingen, Klienten, Halb- 
bürgern oder Schutzbürgern), kommen eigentlich auch auf dem militarischen 
Gebiet nur Ausdrücke wie ,,Vasall”, ,,Gefolgsmann” oder gar ,,Landsknecht” 
in Betracht. Als wessen Gefolgsmann aber sollte Abraham nach der Meinung 
des Erzahlers von Gen. 14 seinen Kriegszug unternommen haben ? 

Da diese Dissertation den Wunsch einer erneuten Verknüpfung der Hebraer¬ 
frage mit dem Hab/piru- Material auf dankenswerte Weise erfüllt hat, be- 
schranken wir uns im Folgenden nur noch auf Einzelbemerkungen und andere 
Lösungs vorschlage. 

Die Ableitung des Namens der Habiru von dem des Habür, des nördlichen 
Nebenflusses des Euphrat, verdient Erwagung. Wenn irgendwo, dann lag im 
uralten Kulturgebiet dieses Flusses das Zentrum und der Ausgangspunkt einer 
weiten Diaspora, nach der Vertreibung und Zerstreuung der westsemitischen 
Bevölkerung durch die Hurriter und verwandte Bergvölker. Sprachlich bietet 
die Annahme einer Vokaldissimilation (Haburu wurde zu Habiru ) keine 
Schwierigkeit. So würde sich auch die merkwürdig weite Zerstreuung dieser 

x ) W. F. Albright, Abram the Hebrew, BASOR 163, 1961, S. 36 ff. Vgl. dazu auch 
Th. C. Vriezen, De godsdienst van Israël, Zeist 1963, S. 244 (Anm. zu S. 95). 

2 ) N. A. van Uchelen, Abraham de Hebreëer, een literair- en historisch-kritische studie 
naar aanleiding van Genesis 14 : 13 (Acad. Proefschrift, verdedigd te Amsterdam op 
3 juli 1964), Assen 1964, 121 pp. 




140 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


Bevölkerung nach allen Richtungen der damaligen Kulturwelt und ihre nur 
halbfreie soziale Stellung erklaren: eine vorgeschichtliche Diaspora von fernen 
Vorfahren des spateren Volkes Israël. 

Das Kassitenreich in Babylonien war, wie bereits erwahnt, ein ritterliches 
Zeitalter des feudalen Grossgrundbesitzes. Dies aber gilt wohl von der so- 
genannten Amarna-Zeit im allgemeinen. Wurden etwa die vielen, die sich 
damals ihrer persönlichen Freiheit begaben und sich einem der grossen Feudal- 
herren als seine Gefolgsleite angeschlossen hatten, Habiruji d.h. dessen ,,Ge- 
fahrten” (hebr. habër , akkad. ibru, ebru) genannt. Dann ware dies trotz der 
persönlichen Abhangigkeit immerhin ein Ehrenname. Man muss mit dem 
Begriff des Feudalismus Ernst machen und seine Konsequenz bis zur ehren- 
vollen Unfreiheit ziehen. 

Eine nahere Bestimmung der staatsrechtlichen Stellung der Jakobstamme 
in Agypten ware wohl auf Grund mancher Analogien möglich. Sie entausserten 
sich ihrer Freiheit, begaben sich unter die direkte Schutzherrschaft des Pharao 
und erhielten Land in Gosen (oder diese ganze Landschaft) angewiesen. Dafür 
aber müssen sie Herrendienste leisten, sodass ihnen Agypten zum „Dienst- 
haus” wird. Es handelt sich innerhalb des (auch im agyptischen Neuen Reiche 
herrschenden) Feudalismus einerseits um Gefolgsleute und anderseits um 
Horige. Beides geht in einander fiber. Ist für die letztere und grössere Gruppe 
der Ausdruck „Königssklaven” am Platze? 

Aber bezeichnet „Hebraer” nicht auch an allen alt eren Stellen des A.T. 
solche (schon durch ihre Abstammung) halbfreie Gruppen, auch den 
Kanaanaern und den Philistern gegenüber? Der vermeintliche Stammvater 
c Eber ware dan freilich eine historische Konstruktion. In Wirklichkeit ware 
„Hebraer” anfangs eine Standesbezeichnug im Munde der Fremden gewesen, 
im Gegensatz zum Ehrennamen der „Gottesstreiter”, welchen sich die Israeliten 
selbst beilegten. Sodann aber hatte sich den Israelstammen bei ihrem Auszug, 
nach Ex. 12, 38 und Num. 11, 4, allerlei heimatloses Volk angeschlossen, das 
verachtlich als „Mischvolk” und ,,zusammengeraftes Gesindel” bezeichnet ist. 
So wird es verstandlich dass solche halbfremden Volksgruppen auch nach der 
Landnahme (also in Kanaan) ein Sonderleben führten und statt des stolzen 
Israelsnamens nur diesen untergeordneten Hebraernamen beanspruchen dürf- 
ten (vgl. i Sam. 13, 3; 14, 21). 

Doch damit haben wir bereits den Boden der Patriarchenzeit verlassen und 
den der israelitischen Frühgeschichte betreten. 


Milsbeek, Aug. 1964 


F. M. Th. de Liagre Böhl 


EINE BEUTELISTE VON AMENOPHIS II. UND DAS 
PROBLEM DER SKLAVEREI IM ALTEN AEGYPTEN 


Die Bücher, mit denen Herr Prof. Helck die Forschung regelmassig zu 
bereichern pflegt, sind nicht nur umfangreich, sondern auch immer sehr 
reichhaltig und anregend, und so enthalt auch seine jüngste Arbeit über die 
Beziehungen zwischen Agypten und Vorderasien im Altertum *) viele Be- 
merkungen, die zu weiteren Untersuchungen einladen. So handelt das 26. 
Kapitel von den Asiaten, die wahrend des Neuen Reiches in Agypten auftreten, 
und — im ersten Paragraphen — besonders von den Kriegsgefangenen. Dort 
bespricht der Verfasser auch (S. 361) die bekannte Beuteliste, die auf der Stele 
von Amenophis II. aus Memphis vorkommt. Dieser Stele, die 1942 von Ahmad 
Badawi bei mït rahïna gefunden und gleich darauf von ihm publiziert worden 
ist 2 ), hat Edel eine eingehende Untersuchung gewidmet 3 ), zusammen mit 
der schon lange vorher bekannten Karnak-Stele desselben Pharaos. Sie 
enthalt den Bericht von zwei Feldzügen, bzw. aus dem siebenten und dem 
neunten Jahre von Amenophis II., und erwahnt bei beiden Ereignissen zum 
Schluss die wahrend dieser Züge erbeuteten Gefangenen und Schatze. Edel 
nahm an, dass “den mit der Redigierung der Stelentexte beauftragten Mannern 
ein Kriegstagebuch zur Einsicht vorlag, das zwar eine Beuteliste des ersten 
Zuges umfasste, aber für die Beute des zweiten Zuges aus irgendwelchen 
Gründen auf ein anderes Dokument verwies . . .”. Und weiter: “Der Redaktor 
von M. (der Memphis-Stele) hatte sich dann wirklich die Mühe gemacht, den 
betreffenden Papyrus aufzufordern, aber entweder den falschen erhalten oder 
aus dem richtigen eine falsche Liste herausgesucht, wahrend der Redaktor von 
K. (der Karnak-Stele) dazu zu bequem war und sich lieber aus der ersten Beute¬ 
liste durch andere Auswahl seiner Streichungen eine “zweite” Beuteliste 
zurechtfrisierte” 4 ). 

Was die Karnak-Stele angeht, hat Edel zweifellos recht. Es ist aLer nicht 
ohne weiteres deutlich, wieso die Memphis-Stele nicht die richtigen Zahlen 
enthalten sollte. EDELbringt dafür folgende Gründe vor: “die Zahlen . . . sind 
so hoch, und die Herkunft der Gefangenen liegt zum Teil so weit im Norden 

1 ) Wolfgang Helck, Die Beziehungen Agyptens zu Vorderasien im 3. und 2. Jahr- 
tausend v. Chr. (Wiesbaden, 1962). [zitiert: Helck]. 

2 ) An n ales du Service des Antiquités de 1 ’Égypte (ASAE), Bd. 42, 1943, S. 1-23. 

3 ) Zeitschrift des deutschen Palastina-Vereins, Bd. 69, 1953, S. 97-176. [zitiert: Edel] 
Die Texte wurden spater auch publiziert von Helck in Urkunden des agyptischen Alter - 
tums, IV, Urkunden der 18. Dynastie, S. 1299-1316. 

4 ) Edel, S. 169. 

Jaarbericht 17 10 













142 JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 

(Nuhasse!), dass sie unmöglich zum zweiten Zug passen und von woanders 
hergeholt sein müssen” 1 ). Leuchtet die Bemerkung über die Herkunft der 
Gefangenen ohne weiteres ein, dass die hohen Zahlen slecht in diese Liste 
passen, wird nicht jeder gleich zugeben wollen 2 ). Edel hat auch damit gerech- 
net, aber verwies nur auf eine Erklarung von Alt, dass namlich "in den sehr 
hohen Zahlen offenbar nicht nur die Gefangenen dieser kleinen Strafexpedition, 
sondern auch die der vorhergegangenen Feldzüge nach Syrien und vielleicht 
auch die aus anderen Anlassen nach Agypten verpflanzten Bevölkerungs- 
elemente enthalten sind” 3 ). Er verzichtete j edoch auf eine eigene Stellungnah- 
me. Helck versuchte dieses Problem zu lösen, indem er postulierte, dass "es 
sich hier überhaupt nicht um die Beuteliste eines Feldzuges handelt, sondern 
vielleicht ist es die Zusammenstellung der Gesamtbeute aller Feldzüge Thut- 
mosis lil.” 4 ). Er bringt aber keinen einzigen Beweisgrund vor, und es ist auch 
nicht einzusehen weshalb gerade dieses der Fall sein sollte. 

Es mag nützlich sein, die diesbezügliche Stelle in Übersetzung hier folgen 
zu lassen 5 ). 

Es gelangte Seine Majestat zur Stadt Memphis, nachdem sein Herz sich 
gelabt hatte in allen Fremdlandern, indem alle Lander unter seinen Sohlen 
lagen. 

Liste der Beute, die Seine Majestat eingebracht hatte: 


Grosse von Syrien 

127 

Brüder der Grossen 

179 

c Apiru 

3600 

lebende Sasu 

15200 

Hurriter 

36300 

lebende Nuhasse-leute 

15070 

ihre Angehörigen 

30652 6 ) 

Zusammen 

89600 


4 ) Edel, S. 168-9. 

2 ) WiLSON, The Burden of Egypt, S. 201 scheint sie ohne weiteres als richtig zu betrach¬ 
ten, da er sagt: ,,In his ninth year, pharaoh brought back no less than ninety thousand 
captives”, u.s.w. 

3 ) Edel, S. 169, N. io7 = Alt, Forschungen und Fortschritte, Bd. 26, 1950, S. 87. 

4 ) Helck, S. 361. 

5 ) Text: Urkunden IV, S. 1308-9. Übersetzung von Helck, Übersetzung der Urkunden 

IV, S. 40,und von Edel, S. 135-6. . ^ 

6 ) Man achte auf die sonderbare Schreibung mit 2 Mal | und 10 Mal T. Es lasst sich 

daher schon vermuten, dass mit dieser Zahl etwas nicht stimmt. Auf der Abbildung, die 
Badawi seinem Artikel beigefügt hat (ASAE. 42, Tafel I) ist überdies das sechste Zeichen 

anders geformd als die neun überigen. 


EINE BEUTELISTE VON AMENOPHIS II. 143 

Die Gesamtsumme stimmt nicht: sie soll in Wirklichkeit 101128 sein. Edel 
bemerkte dazu, dass diese Differenz sich bewegt in der ungefahren Grössen- 
ordnung der Zahl der Nuhasse-leute, "die also ursprünglich als Teil der Horiter 
(unsere Hurriter) vielleicht tatsachlich in die Gesammtsumme nicht mit 
einberechnet wurde” 4 ), aber das ist wieder eine unbewiesene Hypothese, die 
da die Zahlen auch dann nicht genau stimmen, in Wirklichkeit nichts aufhellt. 
Aber auch wenn man annehmen möchte, dass die Gesamtsumme, wie der Text 
besagt, 89600 Mann ware, so bleibt immer noch das Problem, dass diese Anzahl 
viel zu hoch ist, als dass sie sich beziehen könnte auf die nach Agypten 
abtransportierten Kriegsgefangenen und Sklaven, und es wird um nichts 
kleiner, wenn man annimmt, dass es sich hier um die Gesamtsumme aller 
Feldzüge Thutmosis III. (und Amenophis II. ?) zusammen handelt. 

Eine Vergleichung mit den Zahlen, welche Thutmosis III. in seinen Annalen 
erwahnt, macht dies ohne weiteres klar. Die Beute der bekannten Slacht von 
Megiddo bestand z.B. aus 340 Kriegsgefangenen 2 ), wahrend in demselben 
Feldzug in den Stadten des Fürsten von Kadesh 2503 Personen verschiedener 
Gesellschaftsklassen erbeutet wurden 3 ). Von seinen folgenden Zügen brachte 
Thutmosis III. ebenfalls Gefangenen heim, aber jede dieser Gruppen ist kleiner 
als tausend Mann. Wenn man sie, insoweit sie uns überliefert sind, zusammen- 
zahlt (die sehr viel kleineren Gruppen von Kriegsgefangenen, welche für 
Nubien erwahnt werden, kann man ausser Betracht lassen 4 )), kommt man zu 
einer Gesamtsumme von 7645 Personen. Dabei wurde kein Unterschied gemacht 
zwischen mitgeführten ,,Grossen" und Sklaven und Sklavinnen, die gestellt 
wurden, obschon der Status der ersten Gruppe in Agypten wohl eine ganz 
andere gewesen ist als die der zweiten. Die tatsachlichen Zahlen sind grösser 
als 7645 gewesen, denn aus einigen Jahren besitzen wir ent weder überhaupt 
keine Angaben (z.B. aus den Jahren 24 bis 28, 36 und 40) oder die Zahlen sind 
verlorengegangen (z.B. aus den Jahren 32 und 40 5 )). Wenn wir nun annehmen, 
dass etwa die Halfte der Angaben verlorengegangen ist—das ist ja gewiss 
nicht zu wenig—so kommen wir zu einer Anzahl von ca. 15000 Personen, die 
aus Syrien als Kriegsbeute und Tribut nach Agypten gelangt sind. Aus dieser 
Beute hat Thutmosis III. dem Amontempel 1588 Syriër gescheukt 6 ), d.h. 
etwa 10%, was ein normaler Tribut zu sein scheint. 

x ) Edel, S. 172. 

2 ) Urkunden IV, S. 663, 6. 

3 ) Urkunden IV, S. 665, 12. 

4 ) Schon Save-Söderbergh hat das Problem der niedrigen Sklavenzahlen, insoweit es 
Nubien betrifft, erkannt ( Agypten und Nubien , S. 229), und erklarte es in der Weise, “dass 
nur eine Elite nach Agypten versandt wurde”, der Rest aber in Nubien geblieben sei. 

5 ) Urkunden IV, S. 691, 15 und S. 726, 15. 

6 ) Urkunden IV, S. 743, 8. 





144 JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 

Es gibt anderswo auch Zahlen, die sich mit den genannten vergleichen lassen. 
Amenophis II. erwahnt, dass er auf seinem Zuge des Jahres 7 mitgesamt 2214 
Personen erbeutet habe 1 ). Auf einer Stele aus kasr ibrim wird ein Tribut aus 
Nubien von 2657 Tragern erwahnt, wahrscheinlich Sklaven 2 ). Der Vizekönig 
von Amenophis III. erwahnt auf seiner Semneh-Stele eine Beute von 740 
lebenden Personen 3 ). Der Papyrus Harris I endlich berichtet, dass Ramses 
III. dem Amontempel 2607 Syriër und Nubier geschenkt gegeben habe 4 ), 
dem Rë Tempel 2093 5 ) und dem Ptahtempel 205 6 ). Die bedeutend höheren 
Anzahlen, die sonst in denselben Paragraphen des Papyrus Harris auftreten, 
beziehen sich nicht auf Fremde, sondern auf Agypter. 

Betrachten wir die hier gesammelten Zahlen, so ist es klar, dass sie sich 
samtlich von denjenigen unterscheiden, welche Amenophis II. auf seiner 
Memphis-Stele erwahnt. Ausserdem stimmen sie gar nicht zu dem, was die 
Texte uns hinsichtlich der Bedeutung der Sklaverei im alten Agypten lehren. 

Die agyptische Sklaverei ist quantitativ immer von untergeordneter Be¬ 
deutung gewesen. Wir meinen hier die Sklaverei im eigentlichen Sinne, wie 
Bakir sie in seiner Dissertation Slavery in Pharaonic Egypt definierte: Sklave 
ist “a person owned by another in the same way as any other chattle, so that 
he may be used as his owner pleases and be disposed of by sale, hire and so 
forth” 7 ). Obschon man was Agypten angeht bestimmt nicht zu sehr die 
Rechtlosigkeit der Sklaven betonen soll 8 ), so verliert doch der Terminus 
technicus seine einzigartige Bedeutung, wenn man, was öfters zu geschehen 
pflegt, mit dem Worte Sklave die gesamte agyptische Arbeiterbevölkerung in 
ihrer Abhangigkeit von dem Pharao und von seinen Beamten oder den Pries- 
tern bezeichnet. Dies hat in der Diskussion schon wiederholt Verwirrung 
gestiftet und zu Missverstandnissen geführt 9 ). 

Wenn wir auch durch das Studium von Bakirs Buch den Eindruck be- 
kommen, dass das Institut der Sklaverei in Aegypten weit verbreitet gewesen 

*) Auf der obengenannten Stele aus Memphis; Urkunden IV, S. 1305, 9. 

2 ) Urkunden IV, S. 1346; vgl. Save-Söderbergh, Agypten und Nubien, S. 207. 

3 ) Urkunden IV, S. 1660, 17; dazu noch 312 (abgehackte!) Hande. Vgl. Save-Söder- 
BERGH, Op. dt., S. 228 . 

4 ) Pap. Harris I, 10, 15. 

5 ) Ibidem, 31, 8. Aus den Namen snn, m c ryn 3 und c prw und aus der Tatsache, dass 
die Stelle dieser Angabe übereinstimmt mit jener der an Amon und Ptah zugewiesenen 
Gefangenen ist zu schliessen, dass es sich hier auch um Syriër handelt. 

6 ) Pap. Harris I, 51a, 9. 

7 ) Abd El-Mohsen Bakir, Slavery in Pharaonic Egypt (Suppl. ASAE, Cahier no. 18, 
Le Caire, 1952), S. 7. 

8 ) Vgl. Knaurs, Lexikon der dgyptischen Kultur (G. Posener u.a.), S. 243, s.v. 
Sklaverei. Auch Wilson, The Burden of Egypt, S. 187. 

9 ) Dasselbe gilt auch für das Wort “Horige”. Dieser Ausdruck aus dem westeuropaischen 
Mittelalter ist ohne weitere Erklarung für Aegypten nicht brauchbar. 


EINE BEUTELISTE VON AMENOPHIS II. 145 

ist (auch z.B. ein Viehhüter 1 ), ein königlicher Barbier 2 ), ein Bildhauer 3 ) und 
ein Sandalenmacher 4 ) werden unter den Sklavenbesitzern genannt), so bleiben 
die Zahlen der Sklaven doch immer verhaltnismassig klein. Die höchsten 
Zahlen, wovon wir wissen, sind: 9 Personen 5 ), 10 Personen 6 ), 19 Personen 7 ) 
und einmal 22 8 ), aber meistens handelt es sich nur um einen Sklaven oder eine 
Sklavin. Das stimmt völlig zu den Angaben von Thutmosis III. Es wird indessen 
immer deutlicher, dass die Memphis-Stele von Amenophis II. eine Ausnahme- 
situation darstellt. 

Man kann sich dem Problem der Sklaverei und besonders dessen quantita- 
tivem Aspekt aber auch noch von einer anderen Seite her nahem. Sklaverei 
ist im allgemeinen keine selbstverstandliche Einrichtung. In den meisten 
Fallen würde freie Lohnarbeit eine billigereund einfachere Lösung des Arbeiter- 
problems sein. Deshalb sollte jeder Fall von Sklaverei, besonders wenn diese in 
einer Gesellschaft eine wichtige Stelle einnimmt, u.a. auch unter wirtschaft- 
lichem Aspekt betrachtet werden. Eine solche Untersuchung nach der Funktion 
der Sklaverei bei den sogenannten primitiven Vólkern wurde schon vor einem 
halben Jahrhundert durchgeführt von J. H. Nieboer in seinem Buche Slavery 
as an industrial system 9 ), das noch immer als die grundlegende Arbeit über diese 
Materie gilt. Der Verfasser, der in diese Studie eine grosse Anzahl von Vólkern 
aus allen Teilen der Welt und auf verschiedenen Stuf en wirtschaftlicher Ent- 
wicklung einbezog, gelangte zu folgendem Schluss: “Generally speaking, the 
keeping of slaves is economically profitable to peoples with open resources 
among which subsistence is easily acquired” 10 ). Unter “offene Hilfsquellen” 
versteht er einen Überfluss von solchen Produkten, mit denen ein bestimmtes 
Volk — in Anbetracht seiner wirtschaftlichen Entwicklung — sich ernahrt. 
Gemeint ist also ein Überfluss von Jagdbeute bei einem Jagervolk, von kultur- 
fahigem, aber nicht urbar gemachtem Ackerboden in einer agrarischen Gesell¬ 
schaft. Sobald aber die Hilfsquellen nur in beschrankter Menge zur Verfügung 
stehen — und das wird für Agypten heissen: falls kein freier, zum Ackerbau 
geeigneter Boden mehr da ist — sieht der Freie, der selber keinen Acker besitzt, 

x ) Pap. Brit. Mus. 10052, 4, 15 (Peet, The Great Tomb-Robberies of the twentieth Egyptian 
Dynasty, S. 147). 

2 ) J. de Linage, B.I.F.A.O. 38, 1939, S. 217-234. 

3 ) Cerny-Gardiner, Hieratic Ostraca, 51, 2. 

27 I fi 

4 ) Stele Kairo 24 |—bei Bakir, Slavery, Tafel II-IV und S. 85-7. 

5 ) Pap. Turin 2021 (Cerny-Peet, J.E.A. 13, 1927, S. 32). 

6 ) Cerny-Gardiner, op. cit., 51, 2; möglich mehr, aber das Ostrakon ist beschadigt. 

7 ) Urkunden IV, S. 11 (Biographie des Ahmose). 

8 ) Pap. Kahun X. Die Liste des Pap. Brooklyn 35.1446 vs. (95 Personen) ist eine 
Ausnahme, falls es wirklich Sklaven aus einer Haushaltung gewesen sind. Vgl. W. C. 
Hayes, A Papyrus of the late Middle Kingdom, S. 87-99, aber auch A. Théodoridès, 
Revue Internat, des Droits de PAntiquité, 3e série, t. 7, 1960, S. 55-145. 

9 ) 2. überarbeitete Auf lage, The Hague, 1910. 

10 ) S. 423. 




J 





146 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


sich genötigt gegen Bezahlung in den Dienst eines glücklicheren Nachbars zu 
treten. Dann gibt es kein einziges gesellschaftliches Bedürfnis nach Sklaverei. 
Dabei ist selbstverstandlich die Haussklaverei in kleinerem Umfang ausser 
Acht gelassen. Es handelt sich hier ausschliesslich um massenweise Sklaverei, 
Sklaverei “as an industrial System”, wie sie uns aus dem klassischen Altertum 
oder aus den Vereinigten Staaten bis zum Jahre 1863 bekannt ist. 

Die Theorie Nieboers, dass namlich Sklaverei immer mit offenen Hilfs- 
quellen verbunden auftrete, fand vor einigen Jahren ihre Bestatigung durch 
eine Untersuchung von Fraulein Dr. Kloosterboer über die Entwicklung in 
den Landern, wo in der zweite Halfte des vorigen Jahrhunderts die Sklaverei 
beseitigt wurde 1 ). In dieser Studie zeigt sich, dass, solange die Hilfsquellen 
offen blieben, überall Zwangsarbeit irgendwelcher Art bestehen blieb, obwohl 
man das Wort ,,Sklaverei” aus politischen Gründen zu vermeiden suchte 2 ). 

Versuchen wir nun die Theorie Nieboers auf das alte Agypten anzuwen- 
den! Wir dürfen annehmen, dass es dort, jedenfalls wahrend der 18. und 19. 
Dynastie, keine offenen Hilfsquellen mehr gegeben hat. Zu beweisen ist dies 
zwar nicht, aber wenn das Gesetz von Malthus hier wirkte — und m.E. 
besteht kein Grund für die Annahme, dass das nicht der Fall sein sollte — so 
muss Agypten wohl übervölkert gewesen sein. Deshalb hatte man nicht das 
Bedürfnis nach Sklaverei in grösserem Umfang. Die Masse der agyptischen 
Bevölkerung war sowieso im eigenem Interesse gezwungen, Lohnarbeit zu 
verrichten, wenn sie nicht vor Hunger und Not umkommen wollte. Deshalb 
war die Sklaverei, wie oben nachgewiesen, quantitativ von untergeordneter 
Bedeutung. 

Wie könnte bei diesem Stand der Dinge die Zahl von 89600 (oder 101128, 
der Addierung gemass) in Agypten eingeführten Sklaven stimmen? Es 
hatte für eine Gesamtbevölkerung von viereinhalb Millionen Seelen 3 ) eine 
nicht unbetrachtliche Vermehrung des Bevölkerungsdrucks bedeutet, in einer 
Gesellschaft wo überhaupt kein Bedürfnis nach Sklaven bestand. Darum 
scheint es mir ohne weiteres klar zu sein, dass diese Zahl nicht nur unmöglich 
die Beute eines Feldzuges, aber auch nicht (wie Helck meint) die Gesamtbeute 
aller Feldzüge von Thutmosis III. (und Amenophis II.) andeuten kann 4 ). 

x ) W. Kloosterboer, Onvrije Arbeid na de Afschaffing van de Slavernij ('s-Graven- 
hage, 1954 )- 

2 ) Z.B. die Kontraktarbeit mit pönaler Sanktion auf der Insel Sumatra. Auf Java, wo 
kein kulturfahiger wüster Boden mehr zu finden war, konnte man ein Zwangssystem 
nach Aufhebung des ,,Kultursystems” entbehren. 

3 ) Vgl. Kl. Baer, Journal of the Amer. Research Center in Egypt, I, 1962, S. 44. 

4 ) Es sei denn, man ware der Ansicht, dass die Hyksoszeit eine betrachtliche Senkung 
der Bevölkerungszahl Agyptens zur Folge gehabt hatte. Dafür gibt es, soweit ich sehe, 
kein einziges Argument. Die Texte, welche Vandier gesammelt hat {La Famine dans 
VEgypte ancienne , le Caire, 1936, S. 22-3) sagen in dieser Hinsicht zu wenig: muss man 
doch annehmen, dass die Pharaonen der 18. Dynastie einen derartigen Rückgang Agyp¬ 
tens wahrend der verhassten Fremdherrschaft deutlich betont hatten. 


EINE BEUTELISTE VON AMENOPHIS II. 


147 


Es bleibt die Frage, wie die hohen Zahlen in den Bericht des zweiten Feld¬ 
zuges von Amenophis II. gelangt sind. Ohne die Möglichkeit eines ganz gewöhn- 
lichen Fehlers irgendwelcher Art auszuschliessen (man vergleiche die sonder- 
bare Schreibung, Anm. 10), scheint es mir möglich, dass wir hier mit irgend- 
einer Zensusliste des besetzten syrischen Gebietes zu tunhaben. Die Zusammen- 
stellung der Völker auf dieser Liste stimmt dazu, obwohl die Erwahnung von 
15000 Nuhasse-leuten ziemlich weit nach Norden weist. Diese Frage moge 
aber offen bleiben, feststeht wohl, dass die hohen Zahlen in keinerlei Weise 
auf nach Agypten abtransportierten Sklaven passen wollen. 


Jac. J. Janssen 










ACHRON., ANACHRON. UND SYNCHRONISCHE ELEMENTE IN GEN. 149 


ACHRONISCHE, ANACHRONISCHE UND SYNCHRONISCHE 
ELEMENTE IN DER GENESIS 

Die Erklarung der Genesis ist wie die der anderen biblischen Bücher immer 
auf die Beantwortung aller Fragen, zu denen dieses Buch AnlaB gibt, seien sie 
textkritischer, literarkritischer, geo-topographischer, archaologischer, pro- 
fanhistorischer, religionshistorischer oder theologischer Art, ausgerichtet. Aber 
jede Forscher-Generation wendet doch ihre besondere Aufmerksamkeit 
bestimmten Problemkreisen zu. Im 18. und im 19. Jahrhundert galt diese 
Aufmerksamkeit vorab der literarkritischen Analyse der Genesis, der Erkennt- 
nis ihrer Komposition aus „Quellen” oder „Documents”, von denen sich 
jedenfalls die Erzahlungsfaden J (Jahwist), E (Elohist) und P (Priesterkodex 
oder Priesterschrift) allgemeiner Anerkennung erf reuen konnten. Mit der 
Wende des 19. zum 20. Jahrhundert verlagerte sich das Schwergewicht der 
Forschungsarbeit an der Genesis, indem jetzt — namentlich unter dem Ein- 
fluB des Genesis-Kommentars von Hermann Gunkel aus dem Jahre 1901 — an 
die Stelle der Literar- und Quellen-Kritik die literarhistorische oder gattungs- 
geschichtliche Betrachtungsweise trat, die weniger die Komposition der 
ganzen Genesis als vielmehr Form und Inhalt der in ihr vereinten kleinsten 
literarischen Einheiten, der einzelnen Erzahlung, des einzelnen Liedes, des 
einzelnen Spruches, der einzelnen Liste, zu verstehen suchte, wobei das 
Bemühen, für diese kleinsten Einheiten den ,,Sitz im Leben” zu bestimmen, 
eine grosse Rolle spielte. Diese Betrachtungsweise hat sich dann seit etwa drei 
Jahrzehnten dahin zugespitzt, daB man die Überlieferung der Stoffe bestimm¬ 
ten Kult statten zuschrieb und sie mit den an ihnen gefeierten Festen in Ver- 
bindung brachte, die Erzahlungen von den VerheiBungen an die Patriarchen 
etwa mit einem für Gilgal postulierten Frühlingsfest. In unserer unmittel- 
baren Gegenwart erhalt die Genesis-Forschung indes — namentlich in Amerika 
und England und weithin durch neue archeologische Erkenntnisse, wie sie 
etwa im Negeb, im Südlande Palastinas, und in Sichem gewonnen worden 
sind, bedingt — ihr Geprage dadurch, daB sie sich wieder starker um die 
Beantwortung der Frage bemüht, was die Genesis über den von der Weltschöp- 
fung bis zur Überführung des in Agypten gestorbenen Jakob nach Kanaan, 
der Verpflichtung seiner Brüder, ihn nach seinem Tode ebenfalls in Kanaan zu 
bestatten, durch Joseph und seinem Tode reichenden Zeitraum, den sie um- 
spannt, an historisch zuverlassigen Aussagen zu machen hat. Der Beantwor¬ 
tung oder doch der Klarung dieser Frage wollen die folgenden Ausführungen 
zu dienen versuchen. Dem Versuch kommt es zugute, wenn man dabei den in 


der Genesis erhaltenen Stoff in die drei Gruppen: achronische, anachronische 
und synchronische Elemente einteilt, also 1) solche, die überzeitlich sind und 
auch wohl als metachronisch oder als metaphysisch und metahistorisch be- 
zeichnet werden könnten; 2) solche, die das, was sie an historisch zuverlassigen 
Nachrichten zu bieten haben, unrichtiger Zeit zuschreiben, namlich zu früh 
ansetzen; 3) solche, deren Angaben wirklich die Zeit angehen, der sie von 
ihnen zugewiesen werden, also wenigstens zumeist, der „Patriarchenzeit”. 
Angesichts der durch die verwirrende Vieldeutigkeit der hierfür in Betracht 
kommenden biblischen und auBerbiblischen Quellen bedingte Unsicherheit 
der Ansetzung Abrahams, Isaaks und Jakobs, von denen Abraham und Isaak 
bald in der ersten, bald in der zweiten Halfte des 2. Jahrtausends angesetzt 
werden, wahrend für Jakob wenigstens einigermaBen einheitlich die zweite 
Halfte dieses Jahrtausends in Betracht gezogen wird, soll es hier bei dem 
unbestimmten Ausdruck „Patriarchenzeit” als Bezeichnung der den Gescheh- 
nissen des 13. Jahrhunderts v. Chr., Israels Übertritt nach Agypten, seinem 
Auszug von dort und seiner Landnahme, vorangegangenen Jahrhunderte sein 
Be wenden haben. Weit er wird hier auf genauere Behandlung der sehr strittigen 
Frage, ob und wieweit Abraham, Isaak und Jakob Einzelpersonen oder 
Personifikationen darstellen, verzichtet und nur thetisch der Meinung Ausdruck 
gegeben, daB wir es bei Abraham aller Wahrscheinlichkeit nach mit einer 
historischen Einzelgestalt zu tun haben, daB Isaak und Jakob aber Personi¬ 
fikationen von Gruppen darstellen und daB die Verknüpfung der drei zu einem 
Vater-Sohn-Enkel-Verhaltnis jedenfalls eine unhistorische Konstruktion ist. 

i 

Gehen wir nun die Genesis daraufhin, ob die von ihr gebrachten Stoffe 
achronischer, anachronischer oder synchronischer Art sind, durch, so zeigt 
sich alsbald, daB zum mindesten die Hauptmasse der Urgeschichte (1,1-11,9) 
achronischer Art ist. Das gilt von der Schöpfung (1,1-2,4a) und von Paradies 
und Sündenfall (2,4^3,24) ebenso wie von den Götter-Menschentöchter-Ehen 
(6,1-4), von der Sintflut (6,5-9,19.28-29) und vom Turmbau zu Babel (11,1-9). 
Mogen — was aber keineswegs als ausgemacht geiten kann — diese Erzah¬ 
lungen von ihren Verf assem, ihren Überlieferern, ihren Hörern und Lesern 
auch zunachst für Berichte über geschichtliche Vorgange gehalten worden sein 
und wenigstens in einer von ihnen, in der von der Sintflut, gar dunkle Erinne- 
rungen an bestimmte, dann freilich nicht kosmisch-globale, sondern raumlich 
beschrankte Geschehnisse nachklingen, so wollen sie doch vorab Wahrheiten 
vorführen, die von überzeitlicher Bedeutung sind und auch der Gegenwart und 
der Zukunft viel zu sagen haben. Die Schöpfungserzahlung kündet nachdrück- 
lich davon, daB Gott die Welt und die Menschen geschaffen hat, bejaht diese 
Schöpfung samt der mit ihr dem Menschen aufgetragenen Fortpflanzung und 



JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


150 

Kultur, scharft aber mit der Hervorhebung des siebenten Tages als Gott 
geweiht dem Menschen zugleich ein, dab er für ein über dieser Welt liegendes 
Ziel bestimmt ist. Die Erzahlung von Paradies und Sündenfall gibt einerseits 
der dem Menschenherzen innewohnenden Sehnsucht nach Wissen und nach 
ewigem Leben ergreifenden Ausdruck und bringt ihm anderseits zu schmerz- 
lich-eindringlichem BewuBtsein, daB die Unvollkommenheiten dieser Welt auf 
menschliche Schuld zurückgehen. Die Sintflut-Erzahlung weiB in der ihr vom 
Jahwisten (J) gegebenen Gestalt davon zu sagen, daB die Verderbtheit der 
Menschen Gottes Strafgericht herbeiführen muBte, daB aber Gott dergleichen 
nicht wiederholen, sondern die Fehler der Menschen tragen oder doch nur mit 
leichteren Straf en ahnden will. Auch die Form dieser Erzahlung, die der 
Priesterkodex (P) bietet, erzahlt vom Strafgericht Gottes und von seiner 
Langmut und Geduld zugleich, wobei hier neben den Menschen auch ausdrück- 
lich die Tiere in den Bereich der Betrachtung einbezogen werden. Hier wird 
namlich die von Mensch und Tier unter Anwendung von „Gewalt” [harnas) 
vollzogene, mit Tötung von Lebewesen verbundene Übertretung des nur 
vegetabilische Nahrung vorsehenden Speisegebotes von 1,29-30 als Ursache 
des göttlichen Strafgerichts hingestellt, zugleich aber das ursprüngliche Speise- 
gebot dahin erweicht, daB die Tötung von Menschen zwar unter allen Umstan- 
den verboten bleibt, die mit Tötung von Tieren verbundene Gewinnung von 
Fleischnahrung aber Menschen und Tieren erlaubt und hier dem Menschen 
nur der GenuB des Blutes untersagt wird. So tragt Gott dem bösen Hang der 
Kreatur zunachst Rechnung, aber die Preisgabe des am Anfang der Welt 
erlassenen und friedlich-freundschaftliche Beziehungen zwischen den Menschen 
und zwischen den Tieren und zwischen diesen beiden Gruppen voraussetzenden 
Speisegebotes bedeutet das gewiB nicht, vielmehr wird der Erzahler — das 
darf man zwischen den Zeilen seiner Darstellung lesen — die Erweichung dieses 
Gebotes als etwas Vorlaufiges und Vorübergehendes betrachtet und die Hoff- 
nung auf Wiederkehr des urzeitlichen Friedens, der Jes 2,1-4; 11,1-9 der 
VerheiBung einer Zeit, da man die Schwerter umschmiedet zu Pflugscharen 
und da Wolf und Lamm, Panther und Böcklein friedlich beieinander lagern, 
so ergreifenden Ausdruck gibt, festgehalten haben. 

Achronischer Art sind weiter die — wahrscheinlich wenigstens groBenteils 
den Agyptern entlehnten — marchenhaften Erzahlungen, mit denen die Jo- 
seph-Geschichte ausgeschmückt ist, also etwa die Abweisung des seitens der 
Frau seines agyptischen Herrn an ihm gemachten Verführungsversuchs durch 
Joseph (c. 39), die Deutung der Traume zweier Höflinge des Pharao, seines 
Obermundschenken und seines Oberbackers, durch ihn und seine in ihrem 
Gefolge gehende Einsetzung zum Vezier (c. 41-42). Achronischer Art sind auch 
die novellistischen Züge der in der Genesis enthaltenen Volks- und Stammes¬ 
sagen. Zugrunde liegen diesen Sagen Listen von Vólkern und Stammen, die 


ACHRON., ANACHRON. UND SYNCHRONISCHE ELEMENTE IN GEN. 151 


aber insofern von vornherein einen novellistischen Kern oder doch einen 
erzahlerischen Ansatzpunkt in sich tragen, als sie von der das Alte Testament 
überhaupt charakterisierenden Voraussetzung beherrscht sind, daB alle mensch- 
lichen Gemeinschaften — die Menschheit als ganze, Völkergruppen, Völker, 
Stamme-Gruppen, Stamme und Stammesteile — wie die Familien auf je einen 
Vater zurückgehen, also durch Zeugung entstanden sind, und daB dieser 
Vat er keineswegs als bloB der Vergangenheit angehörende, sondern in und mit 
der von ihm herrührenden Gemeinschaft weiter lebende GröBe betrachtet 
wird, die an all ihrem Schicksal Anteil nimmt und geradezu mit ihr zu einer 
Einheit verschmelzen kann. Damit ist es gegeben, daB sich in den hier in Be¬ 
tracht kommenden Erzahlungen oft nicht feststellen laBt, ob von dem Be- 
gründer der jeweiligen Gemeinschaft oder aber von dieser die Rede ist, und 
weiter, daB sich die Grenzen der Zeit verwischen und dem Stammvater Hand- 
lungen und Schicksale zugeschrieben werden, die in Wahrheit erst die von 
ihm hergeleitete Gruppe ausgeführt oder erfahren hat, eine Tatsache, die mit 
daran schuld ist, daB sich — wie vorhin angedeutet wurde — es sich so schwer 
sicher entscheiden laBt, ob wir es bei Abraham, Isaak und Jakob mit Einzel- 
personen oder mit Personifikationen von Gemeinschaften zu tun haben. 

Die dem Alten Testament überhaupt und besonders den hier in Betracht 
kommenden Genesis-Stoffen eigentümliche Herleitung aller menschlichen 
Gemeinschaften von Stammvatern bringt weiter die Beteiligung von Frauen 
als Mütter mit sich, sei es, daB diese stillschweigend vorausgesetzt, sei es, daB 
sie ausdrücklich erwahnt wird. Nur vorausgesetzt ist sie etwa im Sethiten- 
Stammbaum (c. 5), der freilich in v. 1-2 von Adams Weib spricht, aber Frauen 
seiner Nachkommen, der Urvater, nicht erwahnt. Ebenso gilt es von der 
Völkertafel (c. 10) und von dem Stammbaum Sems (11,10-26), daB von Frauen 
in ihnen ausdrücklich nicht die Rede ist. Die meisten hierher gehörigen Erzah¬ 
lungen sind indes von der Art, daB sie auBer den Vatern auch die Mütter der 
Söhne, also der jeweiligen Personifikationen von Vólkern und Stammen, 
nennen. Aber die Weise, in der das geschieht, ist in den einzelnen Fallen sehr 
verschieden. So teilt — um hier zwei Gegenpole vorzuführen — die Liste der 
Nachkommen des Abrahams-Bruders Nahor (22,20-40) diese in zwei Gruppen 
ein und gibt acht von ihnen als Söhne der Milka, der Hauptfrau des Nahor, die 
übrigen vier aber als Söhne seiner Nebenfrau, der Rehima, aus. Dabei wird 
auBer dem Hinweis auf den Rangunterschied der beiden Frauen, der doch 
wohl einen Unterschied in der Bedeutung der beiden Stammegruppen an- 
deuten soll, von diesen beiden Frauen nichts weiter gesagt. Wie ganz anders 
die Erzahlung von der Geburt der Söhne Jakobs (29,31-30,24; 35,16-20)! Die 
hier auftretenden Frauen Leah und Rahel, Silpah und Bilhah, haben keines¬ 
wegs nur die Aufgabe, die von Jakob gezeugten Söhne zur Welt zu bringen, 
um dann vergessen zu werden, sondern sie werden als Frauen von Fleisch und 




















152 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


Blut geschildert, die tatkraftig in das Geschehen eingreifen. Jedenfalls gilt das 
von den Hauptfrauen, wahrend verstandlicherweise die zu Nebenfrauen 
erhobenen beiden Magde mehr im Hintergrund bleiben. Rahel ist die jüngere 
und schonere der beiden Laban-Töchter und wird von Jakob geliebt und 
begehrt. Aber Laban hintergeht ihn, indem er ihm zunachst die Leah auf- 
nötigt und erst, als er diese untergebracht hat, ihm auch die Rahel zur Frau 
gibt. Diese beiden Hauptfrauen Jakobs werden nun sehr anschaulich als auf 
dessen Liebe eifersüchtig und als von dem brennenden Wunsch, ihm Söhne 
zu gebaren und sich so seine Liebe zu erwerben oder zu erhalten, geschildert. 
Besonders köstlich ist in dieser Hinsicht die Erzahlung von der Verwendung 
und der Wirkung der Liebesapfel, die der alteste Sohn der Leah, Ruben, 
gefunden hat und die diese der Rahel auf ihre Bitte wenigstens teilweise über- 
laBt (30,14-18.22-24): Die bisher kinderlose Rahel erfahrt, daB Ruben auf dem 
Felde Liebesapfel, die Frauen fruchtbar machen, gefunden hat, und bittet 
Leah, die schon vier Söhne zur Welt gebracht hat, ihr von diesen Apfeln etwas 
abzugehen. Aber Leah weist dieses Ansinnen mit der Frage, ob es nicht genüge, 
daB Rahel Jakob mit Beschlag belege und ihn ihr damit vorenthielte, schroff 
zurück. Rahel erklart sich darauf bereit, in der kommenden Nacht auf den 
Umgang mit Jakob zu verzichten und ihn der Leah zu überlassen. Leah willigt 
ein und gibt der Rahel von der Frucht. Als Jakob nun am Abend vom Felde 
heimkommt, lauft Leah ihm entgegen, teilt ihm mit, daB sie ihn um die Liebes¬ 
apfel ihres Sohnes Ruben für die kommende Nacht gedungen habe, und fordert 
ihn auf, zu ihr einzugehen. Jakob — was bleibt ihm auch anderes übrig ? — fügt 
sich dem über seinen Kopf hinweg gemachten Handel seiner beiden Frauen. 
Sein Umgang mit der Leah hat auch Erfolg. Leah wird schwanger, gebiert 
einen Sohn und nennt ihn im Hinblick auf das Geschehene Ischsakar, das 
heiBt ,,Mann der Dingung”. Bei der Rahel aber hat der GenuB die erhoffte 
und erwünschte Wirkung erzielt: sie wird schwanger, gebiert einen Sohn und 
nennt ihn, da sie Geschmack am Gebaren gefunden hat, Joseph, das heiBt: 
„Noch einen!” 

DaB die eben wiedergegebene Erzahlung dichterischer Phantasie ihre Ent- 
stehung verdankt und keinerlei historische Ausdeutung vertragt, also achroni- 
scher oder metachronischer Art ist, liegt auf der Hand. Man wird aber 
auch da, wo der novellistische Charakter der sich auf Frauen beziehenden 
Erzahlungen nicht so deutlich ist wie hier, fragen müssen, ob die betreffenden 
Erzahlungszüge nicht ebenfalls rein dichterischer Art sind, und gar die Mög- 
lichkeit oder vielmehr Wahrscheinlichkeit zu er wagen haben, daB das auch 
von den Frauengestalten selbst gilt, sie also anders als die Vater und Söhne, die 
durchweg historische GröBen — Völker, Stamme, Stammesteile — darstellen, 
keinerlei historische Ausdeutung zulassen. In vielen, wohl in den meisten 
Fallen wird das letztere anzunehmen sein. Hier und da, etwa bei der Sarah, 


ACHRON., ANACHRON. UND SYNCHRONISCHE ELEMENTE IN GEN. 153 


mag mit der Möglichkeit zu rechnen sein, daB sich unter den Frauennamen 
auch einzelne befinden, die das Andenken an bestimmte, von der betreffenden 
Gruppe besonders geschatzte und darum nicht vergessene Frauengestalten 
festhalten. Aufs ganze gesehen wird man aber — so wenig galant das sein 
mag — die Frauen der Genesis als reine Erzeugnisse erzahlerischer Dichtung 
zu betrachten haben und auf den Versuch, sie historisch auszudeuten, verzich¬ 
ten müssen. 

Erzahlerische Ausgestaltung haben insbesondere die Beziehungen der 
Frauen zu ihren Mannern erfahren, und hier hat Israël Schöpfungen von 
unverganglicher Schönheit hervorgebracht. Von Jakobs Verhaltnis zu Rahel 
und Leah war schon die Rede. Der davon handelnden Erzahlung steht die von 
der Werbung um Rebekka, die im Auftrag seines Herrn Abraham von dessen 
Verwalter und Vertrauensmann, den wir Elieser zu nennen pflegen, vorge- 
nommen wird (c. 24), an Eindrucksfahigkeit nicht nach. In ahnlicher Weise 
werden die Erzahlungen, die davon zu sagen wissen, daB die jungen und scho¬ 
nen Frauen Abrahams und Isaaks, Sarah und Rebekka, von dem agyptischen 
Pharao oder dem philistaischen König des Stadtstaates Gerar begehrt, in 
ihren Harem gebracht und nur durch unmittelbares göttliches Eingreifen vor 
der Krankung ihrer Ehre bewahrt werden (12,10-20; 20,1-18; 26,1.6-11), 
dichterische Ausspinnungen der als selbstverstandlich geitenden GewiBheit 
sein, daB die Patriarchenfrauen überaus schön gewesen sind und daher die 
Begehrlichkeit der GroBen dieser Welt wachrufen muBten, wie denn das 1947 
in der ersten Qumran-Höhle zu Tage gekommene Genesis-Apokryphon die 
Schilderung von Sarahs Schönheit noch weit über das hinaus steigert, was 
12,10-20 und 21,1-21 davon zu sagen wissen. Historische Erinnerungen an 
wirkliche Geschehnisse, etwa der Übersiedlung Jakobs und seiner Söhne 
nach Agypten ahnliche, durch Hungersnot veranlaBte Übertritte hebraischer 
Gruppen dahin, wie man sie in diesen Erzahlungen wohl hat finden wollen, 
liegen hier kaum vor. Von Schwierigkeiten, die daraus erwachsen, daB ein 
Mann zwei oder mehrere Frauen hat, wie sie in den Rahel- und Leah-Erzah- 
lungen eine Rolle spielen, wissen auch 16,1-16 und 21,1-17 zu sagen, nur daB 
es sich hier nicht um zwei gleichberechtigte Frauen, sondern um eine Herrin, 
Sarah, und eine Leibmagd, Hagar, handelt, von denen die letztere ihr Los 
schweigend tragen muB. Welche von diesen beiden Hagar-Erzahlungen die 
eindrucksvollere und ergreifendere ist, 16,1-16, wo von der mit Duldung 
Abrahams geschehenden MiBhandlung der schwangeren Hagar durch ihre 
bis dahin kinderlose Herrin Sarah, der Flucht der Hagar, der Geburt ihres 
Sohnes und der diesem und ihr selbst durch Gott zu teil gewordenen VerheiBung 
die Rede ist, oder 21,1-21, wo Hagar mit ihrem kleinen Sohn auf Betreiben 
der um die Rechte ihres Sohnes Isaak besorgten Sarah von Abraham ausge- 
wiesen wird, in der Wüste umherirrt, dort den Verdurstungstod ihres Sohnes 

















154 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


vor sich sieht, aber für ihn und für sich selbst wunderbare göttliche Hilfe 
erfahrt, kann man fragen. Jedenfalls sind beide Erzahlungen von so allgemein- 
menschlicher Art, daB das auch ihnen zugrundeliegende volksgeschichtliche 
Element völlig vergessen wird und der Eindruck entsteht, wir hatten es hier 
mit einer in Schwangerschaftsnot befindlichen oder einer scheinbar aussichtslos 
dem Tode ihres kleinen Sohnes gegenüberstehenden Mutter zu tun, wie es 
solche Mütter überall und allezeit in der Welt gegeben hat und gibt und 
geben wird. 

Novellistische Erweiterung volks- und stammesgeschichtlicher Listen wirkt 
sich sodann auch in erzahlerischer Ausgestaltung des Verhaltnisses der in 
diesen Listen als Eltem und als Söhne vorkommenden Gestalten zu einander 
aus, indem einerseits die Beziehungen des Vaters und ganz selten auch der 
Mutter zu ihren Söhnen, anderseits die dieser Söhne als Brüder untereinander 
genauer beschrieben werden. In der Geschichte von der Austreibung der 
Hagar und ihres kleinen Sohnes (21,1-21) wird Abrahams Verbundenheit mit 
diesem ihm von der Hagar geborenen Söhne durch die Feststellung, daB ihm 
das Verlangen der Sarah, er solle Mutter und Sohn ausweisen, groBen Kummer 
bereitet habe, mehr angedeutet als beschrieben, und Ahnliches trifft für die 
Erzahlung von Isaaks Opferung (22,1-19) zu, die ausdrücklich von Abrahams 
Empfinden überhaupt nichts sagt, aber mit dem zweimaligen ,,So gingen die 
beiden mit einander” (v. 6 und v. 8) dem Hörer und Leser von Abrahams 
unsagbarem Schmerz einen viel, viel starkeren Eindruck vermittelt, als viele 
Worte es hatten tun können. VerhaltnismaBig breit ausgeführt ist dagegen 
die Beschreibung des Verhaltnisses Isaaks und der Rebekka zu ihren Zwil- 
lingssöhnen, Esau und Jakob (25, 27-28; 27,1-45), die Esau als Liebling seines 
Vaters, Jakob aber als Verzug seiner Mutter hinstellt, und noch viel anschau- 
licher und rührender wird die enge Verbundenheit Jakobs mit seinen ihm von 
der Rahel geschenkten Kindern, Joseph und Benjamin, geschildert (35,16-20; 
37 . 33 - 35 ; 42.4-36-38; 43 .I- I 4 ; 44.Ï8-28; 46,30; 47,28-31; 48,1-22). Der Liebe 
der Eltern oder der Vat er zu den Söhnen entspricht die verehrungsvolle Ach- 
tung und Fürsorge dieser für jene, die sich besonders darin zeigt, daB sie ihnen 
ein würdiges Begrabnis bereiten. Die liebevolle Sorge, mit der Jakobs Söhne, 
vorab Joseph, ihren alten Vater betreuen (37,22.29-30.35; 42,22.37; 43,21.27-29; 
44,18-34; 45,1-28; 46,5-7.28-34; 47,1-12.28-31), ist dabei besonders eindrück- 
lich geschildert. Erzahlerisch reich ausgestattet ist aber auch die Beschreibung 
des Verhaltnisses von Geschwistern, namentlich von Brüdern, untereinander. Die 
Erzahlung von Simeons und Lewis Rache an Sichem, dem Söhne des Hamor, 
der sich an ihrer Schwester Dina vergriffen hat, kündet da von, daB sich die 
beiden Brüder für die Ehre ihrer Schwester verantwortlich wissen, und noch 
plastischer werden die brüderlichen Beziehungen der Söhne Jakobs zu einander 
herausgestellt, sowohl die Eifersucht der alteren Brüder auf den von ihrem 


ACHRON., ANACHRON. UND SYNCHRONISCHE ELEMENTE IN GEN. 155 


Vater vorgezogenen zweitjüngsten Brüder Joseph und dessen dadurch ge- 
nahrter Hochmut (c. 37) als auch Rubens und Judas Versuche, ihn zu retten 
(37,21-30), Judas Besorgtheit um Benjamin und seine Bereitwilligkeit, an 
dessen Stelle in Josephs Diensten zu bleiben (c. 44), und die trotz allem innige, 
nur mühsam hinter Harte versteckte Verbundenheit Josephs mit seinen Brü¬ 
dern überhaupt und mit Benjamin insbesondere (42,8-28; 44,1-17; 45,1-15; 
50,15-21). 

Man sieht: die den überall zugrunde liegenden volks- oder stammesgeschicht- 
lichen Listen zu teil gewordene erzahlerische Ausgestaltung besteht eigentlich 
immer in breiter Ausmalung von Motiven famiüenhafter Art: Liebende und 
Geliebte, Vater und Mütter, Söhne und Töchter, Brüder und Schwestern treten 
vor uns hin und gehen in dieser ihrer Art völlig auf, sodaB man ihre Herkunft 
aus volks- und stammesgesichtlichen Personifikationen ganz vergiBt und sich 
einbildet, typische, nicht an Raum und Zeit gebundene Menschen vor sich zu 
haben. Breit ausgesponnene Personifikationen kollektiver Gruppen gibt es 
auch sonst in der Welt und bei diesen — wie könnte es anders sein! — spielt 
auch anderswo ihre Charakterisierung als Familienglieder eine groBe Rolle, 
etwa bei den alten Griechen. Aber die Art, wie das in der Genesis geschieht, ist 
doch etwas Einmaliges. Es ist daher kein Wunder, daB die hierher gehörigen 
Genesis-Erzahlungen hin und her in der Welt für die Kinder-Erziehung eine 
so groBe Bedeutung gehabt haben und heute noch haben. Hier werden die 
Kinder, die in einer Familiengemeinschaft aufwachsen und sich ihrer Stellung 
in dieser bewuBt werden müssen, mit typischen Vater- und Mutter-, Bruder- 
und Schwester-Gestalten bekannt, die ihnen helfen, sich in ihrem Familien- 
kreise zurechtzufinden. DaB die ihnen von den Genesis-Erzahlungen vorge- 
führten Personen keineswegs überall Idealgestalten, sondem manche von 
ihnen mit einem peinlichen Erdenrest behaftet sind, erhöht nur ihre Eindrucks- 
kraft, indem hier den Kindern gezeigt wird, wie die Menschen nun einmal 
sind, und ihnen doch zugleich zum BewuBtsein kommt, daB solche Fehler 
und Unvollkommenheiten nicht sein sollten und nicht zu sein brauchten, also 
Unrecht und Schuld bedeuten. 

Nach Meinung vieler waren auch die Erzahlungen von dem Feldzug oder 
vielleicht besser: von der Strafexpedition der vier Ostkönige gegen die fünf 
kanaanaisch-palastinischen Könige, von der c. 14 zu sagen weiB, und von der 
Zerstörung Sodoms und ihrer Schwesterstadte, von der c. 19 die Rede ist, 
achronischer Art. Die erste wird namlich vielfach als ein wirklichkeitsfremdes 
Machwerk aus biblischen Angaben über die Bevölkerung Palastinas und seiner 
Nachbarlander in der ersten Half te des 2. Jahrtausends v. Chr. einerseits und 
aus — nicht mehr naher zu bestimmenden — Nachrichten von einzelnen 
babylonisch-elamitisch-syrisch-kleinasiatischen Herrschergestalten jener Zeit 
und ihren kriegerischen Unternehmungen anderseits, die zweite als eine den 













156 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - VJ 


schaurigen Zustand des Toten Meeres auf eine göttliches Strafgericht für 
menschlichen Frevel zurückführende, also atiologische Sage erklart. Gewichtige 
Gründe für diese Auffassung der beiden Erzahlungen lassen sich schon finden, 
und so muB die Möglichkeit, daB sie zu den achronischen Elementen der Gene¬ 
sis gehören, hier jedenfalls erwahnt werden. Da aber die für die Auffassung der 
beiden Erzahlungen als — freilich stark mit novellistischen Elementen aller 
Art vermischte — Erinnerungen an wirkliche Geschehnisse aus der ersten 
Halftedes2. Jahrtausends v. Chr. sprechenden Argumente noch durchschlags- 
kraftiger zu sein scheinen, wird ihre Behandlung besser erst in dem von den 
synchronischen Elementen handelnden dritten und letzten Abschnitt der 
vorliegenden Arbeit vorgenommen. 


2 

Zum Unterschied von den eben erörterten achronischen Elementen der 
Genesis, die keine historische Auswertung gestatten, jedenfalls keine unmittel- 
bare, enthalten die anachronischen Elemente zutreffende Erinnerungen, 
beziehen diese nur nicht auf die richtige Zeit, sondern setzen sie zu früh an. 
Bis in den Anfang unseres Jahrhunderts hinein waren viele geneigt, einen sehr 
erheblichen Teil der Genesis für anachronisch zu halten, die hier in Betracht 
kommenden Angaben namlich als Widerspiegelungen der Richter- oder gar 
der Königszeit, also als Retrojektionen von Geschehnissen des 12. bis 9. Jahr¬ 
hunderts v. Chr. in die Patriarchenzeit aufzufassen. So wurde als historischer 
Hintergrund des zu Jakobs Vorteil ausgehenden Ringens zwischen Esau und 
Jakob, von dem in c. 25-36 hin und her die Rede ist, die Unterwerfung Edoms 
durch David (II Sam. 8,13-14) und als geschichtlicher Kern des Segens Isaaks 
über Esau, insbesondere der darin enthaltenen Ankündigung, daB es Esau 
schlieBlich gelingen werde, das ihm von seinem Bruder aufgenötigte Joch 
abzuschütteln (27, 40), die in I Kön. 11,14-24 erzahlte Auflehnung des edomi- 
tischen Prinzen Hadad gegen Davids Nachfolger Salomo betrachtet. Diese 
Beurteilung der Genesis geht, wie im dritten Abschnitt genauer zu zeigen sein 
wird, entschieden zu weit. DaB die Genesis aber in der Tat mancherlei anachro- 
nische Elemente aufweist, steht auBer jedem Zweifel. Man braucht, um das 
zu erkennen, nur daran zu erinnern, daB wenigstens einer der in der Genesis 
vereinten Erzahlungsfaden, der jahwistische, J, nicht nur von sich aus schon 
für den von der Genesis umspannten Zeitraum den Gottesnamen Jahwe 
gebraucht, sondern auch die Menschen, von denen er hier erzahlt, diesen Na¬ 
men gebrauchen und sie dem Jahwe Verehrung erweisen laBt, obwohl der 
Jahwe-Kultus den Israeliten doch erst zur Mose-Zeit bekannt geworden ist 
und der elohistische Erzahlungsfaden (E) sowie der Priesterkodex (P) das 
auch erzahlen (Exodus 3,13-15; 6,2-8) und dementsprechend in ihrer Genesis- 
Erzahlung diesen Namen nicht an wenden. Weiter enthalten etwa die Völker- 


ACHRON., ANACHRON. UND SYNCHRONISCHE ELEMENTE IN GEN. 157 


tafel (c. 10) und der Segen Jakobs (c. 49) eine ganze Reihe von Angaben, die 
sich ohne allen Zweifel nur aus der Zeit nach der Landnahme erklaren lassen. 
Selbst wenn die haufig als Anachronismen in Anspruch genommene Aufzahlung 
von Kamelen in Abrahams Viehbestand (12,16:24,11-64) un( ï die von 21,22-34 
und c. 26 vorausgesetzte Herrschaft eines Philisters in Gerar nicht so zu 
beurteilen waren und angenommen werden müBte, daB es in Palastina schon 
um die Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. domestizierte Kamele gegeben und 
daB Jahrhunderte vor der am Anfang des 12. Jahrhunderts v. Chr. in die 
palastinische Küstenebene eingedrungenen groBen Philisterwelle eine kleine 
Philister-Gruppe sich im palastinischen Südlande, dem Negeb, niedergelassen 
habe, bleibt in der Genesis mancherlei übrig, was nur als anachronisch ver¬ 
standen werden kann. So sehr es — wie sogleich des genaueren zu zeigen ist 
— zutrifft, daB die Genesis viel mehr synchronisches Material enthalt, als man 
gewöhnlich annimmt, so sehr ist es doch an dem, daB es ihr an anachronischen 
Elementen keineswegs fehlt. Es kann ja auch gar nicht anders sein. Die in die 
Zeit vor Israels Landnahme zurückreichenden Überlieferungsstoffe — und 
deren gibt es sehr viele — sind von Geschlecht zu Geschlecht weiter gegeben 
und dabei, teils bewuBt, teils unbewuBt, den sich andernden Verhaltnissen 
angepaBt worden. Man nennt das wohl Relekture oder Aktualisierung. Aber so 
sicher die Genesis-Überlieferungen solche Anpassung an die jeweilige Gegenwart 
erfahren haben, so gewiB ist es doch auch, daB diese MaBnahme Stoffe getroffen 
hat, die schon da waren, nicht etwa jetzt erst geschaffen wurden. Die von Haus 
aus Zustande oder Ereignisse der Zeit vor der Landnahme widerspiegelnden 
Erzahlungen sind um Züge vermehrt worden, die den Niederschlag spaterer 
Zeit en darstellen wie etwa die Jakob-Esau-Erzahlung, deren Grundlage aus der 
Zeit vor der Landnahme herrührt, auf die zur Zeit Davids und Salomos vor- 
handenen Beziehungen Israels zu Edom bezogen und ihnen in Einzelheiten 
angepaBt worden sein mag. Aber die Tatsache, daB anachronischen Über- 
malungen dieser Art synchronische Elemente zugrunde liegen, hat das doch 
nicht zu verdunkeln vermocht. Dieser synchronischen Grundlage der Genesis- 
Stoffe wenden wir uns jetzt zu. 


3 

Die Patriarchen-Erzahlungen stellen durchweg die Patriarchen als Gaste, 
als Fremdlinge und Beisassen in Kanaan dar, nehmen für sie niemals politische 
Hoheitsrechte in Anspruch und unterscheiden sich dadurch aufs scharfste von 
den Erzahlungen der Bücher Josua, Richter und Samuel, die die Besitznahme 
Kanaans nicht nur als VerheiBung erwahnen, wie das immer wieder in der 
Genesis geschieht, sondern auch von der kriegerischen Eroberung des Landes 
oder doch von deren Vorbereitung zu sagen wissen. Wenn ein Patriarch Grund- 
besitz zur Anlage einer Begrabnis-Statte, wie es bei Abraham der Fall ist (c. 23), 

Jaarbericht 17 11 












158 JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 

oder einer Kult-Statte, wie das bei Jakob zutrifft (33,19-20), erwerben will 
muB er die bodenstandigen Eigentümer um besondere Erlaubnis dazu bitten 
und den vollen Preis dafür zahlen. Ahnlich liegt es bei Assoziierungen israeli- 
tischer Einzelpersonen oder Gruppen mit Kanaanaern, wovon c. 34 und c. 38 
zu sagen wissen; auch hier sind die Kanaanaer die Gebenden, die Israeliten die 
Nehmenden. Die Kanaanaer erscheinen überall als die Herren des Landes, in 
deren Ermessen es steht, ob sie von ihren politischen und wirtschaftlichen 
Rechten den Israeliten etwas abgeben wollen. Da die Patriarchen dank der 
ihnen zu teil ge wordenen göttlichen VerheiBungen dessen ganz gewiB sind, 
daB sie oder ihre Nachkommen einmal Herren des Landes Kanaan sein werden, 
kann man sie — in Nachahmung der englischen Bezeichnung der für den Fall 
des Sieges der parlamentarischen Opposition von dieser in Aussicht genomme¬ 
nen Regierung als „Schattenkabinett” — wohl ,,Schattenbesitzer Kanaans” 
nennen. Im übrigen darf man sie den beduinischen oder halbbeduinischen 
palastinischen Stammen wie den an der Erforschung oder Ausplünderung 
von Höhlen bei Qumran und an anderen Stellen Palastinas rühmlich oder 
unrühmlich beteiligten Ta c amire and die Seite stellen, nur mit dem Unter- 
schied, daB es sich — von anderen sehr bedeutsamen Unterschieden ganz 
abgesehen — damals nicht wie heute um Kamels-Nomaden oder Kamels- 
Halbnomaden, sondern um Esels-Nomaden oder Esels-Halbnomaden gehan- 
delt hat, ein Vergleich, der auch insofern zutrifft, als beide einerseits ziemlich 
feststehende Weidebereiche haben, anderseits doch beweglich sind und sich 
gelegentlich auch wohl in verschiedene Gruppen aufteilen, sodaB die eine 
Gruppe des Stammes in diesem, die andere in jenem Teile des Landes ihr 
Dasein fristet. 

MuB man sich aber Abraham, Isaak und Jakob als der Zeit vor Israels 
Landnahme angehörige Schattenbesitzer Kanaans vorstellen, so können die 
Gestalten in Kanaans Nachbarschaft, mit denen diese Patriarchen in Verbin- 
dung gestanden haben — Ismael- und Ketura-Söhne auf der Sinai-Halbinsel und 
in der arabischen Wüste, Esau in Se c ir, Lot in dem spat er von Moab und Ammon 
besetzten Gebiet, Laban in den zur Wüste übergehenden Bezirken des Ostjordan- 
landes und in Mesopotamien — eben solche Ansprüche erheben. Auch sie sind 
Schattenbesitzer der für sie in Betracht kommenden Lander und gehören wie 
die israelitischen Patriarchen der Zeit vor Israels Landnahme an. Die volkstüm- 
liche Erinnerung an vergangene Zeiten irrt sich freilich haufig in der Bestim- 
mung der genauen Zeitraume, um die es geht, aber die Folge der Geschehnisse 
und der an ihnen beteiligten Gruppen und Personen wird doch in der Regel 
richtig festgehalten. So besteht kein Grund gegen die Annahme, daB — um 
fortan von Ismael und von Ketura, bei denen die Dinge besonders gelagert 
sind, abzusehen — Esau und Lot sowie Nahor, Bethuel und Laban etwa 
derselben Zeit angehören wie die israelitischen Patriarchen und als halbnoma- 


ACHRON., ANACHRON. UND SYNCHRONISCHE ELEMENTE IN GEN. 159 

dische Beisassen in den Gebieten geweilt haben, die spater von Edom, von 
Ammon und Moab sowie von den Aramaern besetzt worden sind. Die Richtig- 
keit dieser Erinnerungen zu bezweifeln, besteht um so weniger AnlaB, als es 
im Alten Testament an Beispielen dafür, daB es in Israël recht früh so etwas 
wie Altertumskunde und Vorgeschichtsforschung gegeben hat, keineswegs 
fehlt. Hier kommen vor allem die — den jetzigen Zusammenhang freilich 
störenden, formal sicher Glossen darstellenden, aber sachlich überaus wert- 
vollen — Angaben von Dtn. 2,10-12.20-23 in Betracht, nach denen auf dem 
Gebiet des spateren Moab einmal die Emiter, auf dem des spateren Edom 
einmal die Horiter, auf dem des spateren Ammon einmal die Samsumiter, auf 
dem der spateren Kaphthoriter oder Philister einmal die Awwiter gewohnt 
haben. Wie in Palastina, das damals in der Kananaer Hand war, Abraham, 
Isaak und Jakob als Eselsnomaden-Gaste geweilt haben, so haben das in den 
spater von Edom, von Moab und Ammon sowie von den Aramaern besetzten 
Gebieten Esau, Lot, Nahor und Bethuel und Laban unter der Herrschaft 
der Horiter, der Emiter, der Samsumiter und der nicht genannten Vorganger 
der Aramaer getan. Erst ihre Nachkommen, die Edomiter, die Moabiter, die 
Ammoniter und die Aramaer haben die Gebiete, in denen jene als Gaste geweilt 
hatten, mit Waffengewalt erorbert. Dabei können und werden sich Esau, Lot, 
Nahor und Bethuel und Laban wohl ebenso wie die Patriarchen als Schatten¬ 
besitzer ihres Gastlandes gefühlt haben, also der religiös genahrten GewiBheit 
gewesen sein, daB ihre Nachkommen einmal diese Gastlander in Besitz nehmen 
würden. Jedenfalls stellt Amos offenbar in dieser Hinsicht die Israeliten und 
die anderen Völker auf dieselbe Stufe, wenn er 9,7 die Herführung der Philister 
aus Kaphthor und der Aramaer aus Kir ebenso Jahwe zuschreibt wie Israels 
Herführung aus Agypten. 

Wie der von der Genesis gebotenen Schilderung der um die Mitte des 2. 
Jahrtausends v. Chr. in Palastina und seiner Umgebung herrschenden poli- 
tisch-ökonomisch-sozialen Verhaltnisse oder vielmehr des von ihr allein berück- 
sichtigten Ausschnittes aus ihnen, der etwa von der damaligen Oberherrschaft 
Agyptens über das Land keine Spur erkennen laBt, offenbar, weil die Patriar¬ 
chen mit ihr kaum oder gar nicht in Berührung kamen, Vertrauen entgegen- 
gebracht werden darf, so gilt das, wie es scheint, auch von der Beschreibung der 
damals hier herrschenden religiös-kultischen Anschauungen und Einrichtungen. 
Mitteilungen wie das Jakob angesichts seiner nahe bevorstehenden Begegnung 
mit Esau in den Mund gelegte Gebet (32,10-13) oder die nach Jakobs Tode 
von Joseph an seine besorgten Brüder gerichteten beruhigenden Worte mit dem 
frommen Satz: ,,Ihr habt es freilich böse mit mir gemeint, aber Gott hat es 
gut gemeint” gehören allerdings kaum dazu, da es sich bei ihnen um Frömmig- 
keitsauBerungen handelt, die Israeliten aller Zeiten zugetraut werden können, 
also insofern achronisch sind. Eher mag die — etwa in der Feststellung: 


. 





IÓO JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 

,,Abraham vertraute Jahwe, und das rechnete der ihm zur Gerechtigkeit” 
(15,6) und in der Erzahlung von Isaaks Opferung (22,1-19) zu wundervollem 
Ausdruck kommende — Würdigung Abrahams als Vorbild eines Frommen, 
als Glaubensheld, auf zuverlassiger Erinnerung beruhen. In jeder Beziehung 
historisch ist aber diese Erzahlung auch bei der Auffassung Abrahams als 
Einzelperson freilich nicht, schon darum nicht, weil, wie ziemlich allgemein 
angenommen wird, Abraham, Isaak und Jakob erst sekundar in den genealo- 
gischen Zusammenhang von Vat er, Sohn und Enkel gebracht worden sind und 
Abraham und Isaak tatsachlich in keinem Vater-Sohn-Verhaltnis gestanden 
haben, unsere Erzahlung also jedenfalls eine achronisch-novellistische Ausge- 
staltung der als historisch anzunehmenden Frömmigkeit Abrahams darstellt. 
Eine geschichtliche Tatsachlichkeit, die sich ausgestalten lieB, ist aber wohl 
sicher anzunehmen. Von den drei Patriarchen wird doch eigentlich nur Abra¬ 
ham als Vorbild einer mit selbstverleugnerischer Friedfertigkeit und Sanft- 
mütigkeit (13,7-12) verbundenen Glaubigkeit hingestellt, und diese seine Art 
ist von der Überlieferung zo zah festgehalten worden, daB die Annahme, ihr 
liege eine Wirklichkeit zugrunde, sich dem Betrachter geradezu aufdrangt. 

Mag bei der historischen Wertung von Nachrichten über die persönliche 
Frömmigkeit einzelner auch eine gewisse Vorsicht am Platze sein, weil da 
immer mit der Möglichkeit zu rechnen ist, daB es sich hier um typische Fröm- 
migkeitszüge handelt, die der Erzahler den von ihm vorgeführten Gestalten 
von sich aus beigelegt hat, so können, wie es scheint, Mitteilungen über kultische 
Statten und Brauche von vornherein für sich gröBere Glaubwürdigkeit in 
Anspruch nehmen. Da kommen zunachst die von den Genesis-Erzahlungsfaden 
hier und da erhaltenen Erinnerungen daran in Betracht, daB in der Patriar- 
chenzeit El das Haupt des kanaanaischen Pantheons gewesen ist und daB die 
Patriarchen diesen El oder seine verschiedenen Hypostasen wie El c Eljon, 
El c 01 am und El Bethel geachtet und verehrt und ihnen auch wohl Kultstatten 
errichtet haben. Der SchluB der S. 155 schon gestreiften und nachher noch 
etwas genauer zu behandelnden Erzahlung von der Expedition der vier Ost- 
könige gegen fünf kanaanaische Herrscher (14,18-24) teilt mit, daB Abraham 
nach seinem Siege über die Ostkönige von Malkizedek, Priester von Salem, 
also Jerusalem, und Priester des El c Eljon, gesegnet worden sei und daB er 
seinerseits diesem Gott den Zehnten seiner gesamten Kriegsbeute entrichtet 
habe, und wir haben — bei allem AnlaB, gegen Einzelheiten der Erzahlung 
von c. 14 miBtrauisch zu sein — keinen Grund, die Geschichtlichkeit eines um 
die Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. in Jerusalem geübten El c Eljon-Kultus 
anzuzweifeln. Ebensowenig braucht die Historizitat des Kerns der Erzahlungen 
von der mit der Pflanzung eines heiligen Baumes verbundenen Verehrung des 
El c 01 am in Beerseba durch Abraham (21,33), von dem Bau eines Heiligtums 
des ihm hier erschienenen El Bethel in Bethel durch Jakob (28, 10-22; 35,1-17) 


ACHRON., ANACHRON. UND SYNCHRONISCHE ELEMENTE IN GEN. l6l 

und von der Errichtung eines Malsteins für El, Gott Israels, bei Sichem durch 
Jakob (33, 19-20) in Zweifel gezogen zu werden. Gewöhnlich faBt man diese 
Erzahlungen freilich als anachronisch auf, meint namlich, es handle sich bei 
ihnen um erst nach Israels Landnahme geschehene Übertragungen kanaan- 
aischer Legenden von Heiligtümer-Gründungen auf israelitische Gestalten. 
Aber wirklich zureichende Griinde zu solchem MiBtrauen gegen die Über¬ 
lieferung liegen nicht vor. Dabei mag es offen bleiben, ob und wieweit es sich 
hier um israelitische Neugründungen oder um Übernahme alterer kanaana- 
ischer Heiligtümer durch die israelitischen Patriarchen handelt. 28,10-22 
sagt ausdrücklich, daB Jakob die Theophanie, die dann zur Begründung eines 
Heiligtums geführt hat, an einer bis dahin profanen Stelle gehabt habe, und 
ebenso scheint 33, 18-20 einen bis dahin kultisch jungfraulichen Boden im 
Auge zu haben. Ob diesen Angaben zu trauen ist, mag dahingestellt bleiben. 
Mit der Möglichkeit, daB die Patriarchen an schon bestehenden Kultstatten 
sich an dem Kultus des hier beheimateten Gottes beteiligt und diesem auch 
ihrerseits einen Altar errichtet haben, ist aber durchaus zu rechnen, wie die 
Beteiligung verschiedener Gruppen an einer Kultstatte überall vorkommt und 
man bei Beerseba vielfach annimmt, daB diese Statte neben Isaak auch Esau 
heilig gewesen sei, und an dem Kultus von Beerlachajroi (24,62) auBer Isaak 
auch Ismael (16,13-14) beteiligt sein laBt. Mogen also die vom Kultus han- 
delnden Stoffe der Genesis auch viele anachronischen Elemente enthalten, so 
stehen neben diesen doch gewiB allerlei Angaben, die tatsachlich von kultischen 
Anschauungen und Brauchen der Patriarchenzeit Kunde geben. So braucht 
das nach 28,22 von Jakob auf seiner Flucht vor Esau in Bethel ausgesprochene 
Gelübde, er wolle im Falie seiner glücklichen Heimkehr dem El Bethel seinen 
gesamten Besitz verzehnten, nicht, wie man vielfach annimmt, eine Retroji- 
zierung der durch Amos 4,4 für die Mitte des 8. Jahrhunderts v. Chr. in Bethel 
bezeugten Zehntsitte in die Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. zu sein, um so 
weniger, als, wie wir sahen, 14,18-24 für den Jerusalemer El c Eljon-Kultus 
dieser Zeit die Zehntsitte zu bezeugen scheint. 

Die Erkenntnis, daB manche bisher für achronisch oder für anachronisch 
gehaltenen Stoffe der Genesis in Wahrheit synchronischer Art sind, rechfertigt 
und erfordert auch erneute Überprüfung der Frage, wie es in dieser Hinsicht 
mit den Erzahlungen von der Ostkönige-Expedition (c. 14) und von dem Unter- 
gang Sodoms (c. 19), die vielfach für achronisch gehalten werden und daher in 
dem von solchen Elementen handelnden ersten Abschnitt der vorliegenden 
Arbeit auch schon vorlaufig behandelt worden sind, steht. DaB c. 14 viele 
Merkwürdigkeiten aufweist, die es dem Hörer und Leser schwer machen, das 
hier Erzahlte für — auch noch so getrübte — Erinnerung an wirkliches Ge- 
schehen zu halten, liegt auf der Hand. Schon die groBe Entfernung der beiden 
von den vier Ostlandern allein ansetzbaren Lander, Sinear, d.h. Babylonien, 


IÓ 2 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


und Elam, von dem kanaanaischen Kriegsschauplatz ist überaus auffallig. 
Sodann stehen die Krafte der gegnerischen Grappen in einem unwahrscheinlich 
starken MiBverhaltnis: dort, die Angreifer, offenbar Könige groBer Reiche, 
hier Kleinkönige unbedeutender Stadtstaaten. So versteht man es schon, wenn 
einige c. 14 für ein völlig unhistorisches Phantasie- oder Midrasch-Gebilde 
halten, für das einerseits biblische Angaben wie die S. 000 genannten von den 
Emitern, den Samsumitern oder Susitern und den Horitern und die von den 
einst blühenden, aber wegen ihrer Freveltaten von Gott zerstörten Stadten 
Sodom, Gomorrha, Adma und Zeboim sowie dem damals auch gefahrdeten, aber 
verschonten Bela c oder Zo c ar (Gen. 10,19; c. 19; Dtn. 29,22; Hos. 11,8 und 
sonst), anderseits für uns verschollene Nachrichten über altorientalische 
Könige aus der ersten Half te oder der Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. und 
ihre Kriegszüge als Quellen benutzt worden seien. Aber unsere Erzahlung 
braucht die mit sonstigen biblischen Nachrichten übereinstimmenden Angaben 
nicht den betreffenden Bibelstellen entnommen zu haben, sondern es besteht 
durchaus die Möglichkeit, daB sie ihr aus anderen Quellen zugeflossen sind, wie 
denn an ihrer Richtigkeit nicht zu zweifeln ist und sie einige Nachrichten über 
Kanaan und seine Umgebung enthalt, die nicht in der Bibel stehen, so die 
Angabe des Beinamens von Kadesch, c En Mischpat, und die Nennung des 
nördlich von Damaskus gelegnen, auch in den Amarna-Briefen vorkommenden 
Choba. Weiter ist zu beachten, daB in 14,7 die Niederlage der Amalekiter gleich 
nach der Ankunft der Ostkönige in Kadesch- c En Mischpat erwahnt, Kadesch- 
c En Mischpat also offenbar zum Bereich der Amalekiter gerechnet wird, was 
sehr wohl stimmen kann, durch Ex. 17,8-16 gar nahe gelegt, hier aber doch 
nicht ausdrücklich gesagt wird. Diese Angabe von c. 14 stammt also offenbar 
aus nicht-biblischer gut unterrichteter Quelle. So mag es auch bei den Angaben 
über die vier Ostkönige an dem sein, daB sie Vertrauen verdienen. Nur sind 
wir hier nicht in der Lage, sie nachzuprüfen, da alle Versuche, die in ihnen 
vorkommenden Gestalten zu identifizieren, bisher gescheitert sind und auch 
wohl weiterhin scheitern werden. Das mag damit zusammenhangen, daB es 
sich bei dem Unternehmen gar nicht, wie es zunachst scheint, um ein groB 
angelegtes kriegerisches Manöver handelt, sondern vielmehr um eine Straf- 
expedition gegen Gebiete, die den Ostlandern bisher bestimmte Produkte — 
etwa Metall, Salz, Früchte oder Tiere — als Tribut geliefert hatten, nun aber 
die Gelegenheit zur Abschüttelung des zwölf Jahre (14,2) getragenen drücken- 
den Joches für gekommen glaubten, also um eine Art Kolonialkrieg. Dieser 
Strafexpedition mogen dann einerseits die acht Jahre dauernde Unterdrückung 
„Israels”, d.h., wie die Herkunft des Befreiers aus Kaleb oder Juda anzuneh- 
men nahe legt, des südlichen Palastina, durch Kuschan Risch ( atajim, König 
von Aram Naharajim, und die Befreiung Israels durch Othniel (Richterbuch 
3,7-11), anderseits die Ophirfahrten Salomos, die im Sinne des Goethe- 




ACHRON., ANACHRON. UND SYNCHRONISCHE ELEMENTE IN GEN. 163 

Wortes: ,,Krieg, Handel und Piraterie, dreieinig sind sie, nicht zu trennen” 
doch gewiB ebenfalls mit Anwendung von Gewalt verbunden gewesen sind, 
(I Königsbuch 9, 28; 10,11) an die Seite gestellt werden dürfen: beide Male 
handelt es sich wie bei dem Zug der Ostkönige um weitraumige Expeditionen 
zur Sicherung von Handelsgewinn und Tributertrag. 

Auch die Erzahlung von dem Untergange Sodoms (c. 19) macht es einem 
zunachst schwer, für sie eine historische Grundlage anzunehmen. DaB sie 
mythisch-marchenhafte Züge, darunter solche atiologischer Art, wie die 
Erklarung eines menschengestaltigen Salzkegels am Toten Meer als die wegen 
ihrer Übertretung des göttlichen Verbotes, bei der Flucht aus dem bedrohten 
Sodom sich umzuschauen, zur Salzsaule erstarrte Frau des Lot, enthalt, liegt 
auf der Hand. Aber zur Auffassung der ganzen Erzahlung als einer zur Erkla¬ 
rung der unheimlichen Öde des Toten Meeres und seiner Umgebung aus einem 
über einst hier gestandene blühende Stadte wegen ihres Frevels verhangten 
göttlichen Strafgerichts erdichteten Sage, wie es ahnliche Sagen vielerorts in 
der Welt gibt, berechtigt das doch wohl noch nicht. Wenn — was nicht ganz 
deutlich wird — die Erzahlung so zu verstehen sein sollte, daB sie die Ent- 
stehung des Toten Meeres überhaupt als Strafe für Freveltaten einst hier 
wohnender Menschen aufgefaBt wissen will, also voraussetzt, an seiner Stelle 
habe vorher fruchtbarstes Land gelegen, so liegt hier jedenfalls ein reines 
Erzeugnis dichtender Phantasie vor. Aber mit der Möglichkeit, daB sein jetzi- 
ger Südteil, sein südliches Drittel einschlieBlich der Halbinsel el-Lisan, in 
historischer Zeit — etwa durch Erdbeben verursachte — Veranderungen 
erfahren hat, besteht und laBt sich sogar wahrscheinlich machen. So können, 
obwohl die zahlreichen, haufig wiederholten und nicht immer apologetischer 
Tendenz entbehrenden Versuche, Überreste Sodoms und ihrer Schwester- 
stadte zu entdecken, erfolglos geblieben sind, unserer Erzahlung dennoch 
zutreffende Erinnerungen an eine um die Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. 
über das den Südteil des Toten Meeres und das ihn umgebende Ufergelande 
hereingebrochene Katastrophe zugrundeliegen. Freilich haben sich diese 
Erinnerungen, wie schon berührt, mit allerlei mythischen und sagenhaften 
Zügen vermischt. Aber das könnte doch zutreffen, daB der bei Hebron zeltende 
Abraham zwar von dieser Katastrophe gehort und gesehen hat, aber unbehel- 
ligt geblieben ist, daB dagegen die — etwa am östlichen Ufergelande des 
Südteils des Toten Meeres wohnende — Lot-Gruppe, die wenigstens teilweise 
das Zelt mit dem Haus vertauscht hatte, Teile ihrer Weidebereiche verloren 
hat, und sich anderes Weideland suchen muBte. Jedenfalls ist eine Erklarung 
von c. 19, die sowohl die hier vorausgesetzte Verwandtschaft der Abrahams- 
Leute mit der Lot-Gruppe als auch eine um die Mitte des 2. Jahrtausends v. 
Chr. über die Gegend des Toten Meeres hereingebrochene Naturkatastrophe, 
die Abraham verschont, aber Lot schwer getroffen hat, als historisch betrach- 









IÓ 4 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


tet, viel naher liegend und erheblich ungekünstelter denn etwa die Auffassung 
Lots als eine von Haus aus an einer Höhle bei Zo c ar haftende Lokalgestalt, die 
in Hebron mit dem hier in Wirklichkeit niemals ansassigen, sondern nur 
sekundar-literarisch dahin aus der syrisch-arabischen Wüste seiner tatsach- 
lichen Heimat, versetzten Abraham auf sehr verschlungenen und kaum mehr 
entwirrbaren Wegen in Verbindung gebracht worden ist. So darf man bei der 
Erzahlung von Sodoms Untergang ebenso wie bei der von der Expedition der 
vier Ostkönige gegen den König von Sodom und seine Mitkönige ernsthaft die 
Frage aufwerfen, ob ihr nicht wie dieser richtige, wenn auch sehr verdunkelte 
und entstellte, Erinnerungen an ein wirkliches Geschehen zugrundeliegen, ob 
also nicht beide Erzahlungen synchronischer Art sind. 

So enthalt, wie es scheint, die Genesis nicht wenig Angaben, die über den 
vor Israels Aufenthalt in Agypten und seiner Landnahme liegenden Abschnitt 
seiner Geschichte zuverlassige Auskunft geben. Freilich sind die hier in Be¬ 
tracht kommenden Mitteilungen vielfach blaB und blutleer, was sich daraus 
erklart, daB sie zumeist nicht eigentlich um ihre Gegenwart kreisen, sondern 
auf die Zukunft, die Zeit der Erfüllung der von ihnen gebrachten VerheiBun- 
gen, ausgerichtet sind. Die Patriarchen sind ja in Kanaan nur Fremdlinge und 
Beisassen, die wissen, daB der Besitz des Landes erst ihren Nachkommen 
zufallen wird, und dieses Wissen um ihre Fremdlings- und Beisassenschaft 
ist, so wenig mit ihr das Wissen um das Heimatsrecht im Himmel von Phi- 
lipper 3,20 verbunden ist, doch nicht nur ein Gleichnis für die GewiBheit von 
Hebraerbrief 13,14 „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zu- 
künftige suchen wird,” sondern hat, wie 1. Petrusbrief 1,1-2 zeigt, diese auch 
vorbereiten helfen. 


Otto Eissfeldt 


LES ORIGINES DU TEMPLE DE SALOMON 


Le problème du Temple de Salomon, c’est-a-dire sa restitution et les origines 
de ce fameux sanctuaire, a toujours attiré Tintérêt, non seulement des théolo- 
giens, mais aussi des architectes — des Bauforscher — et, naturellement, des 
archéologues qui, comme a notre époque notamment W. F. Albright, A. 
Parrot, G. E. Wright, L. H. Vincent (f), C. Watzinger (f), ont compris 
que la restitution d'un monument antique dont rien ne subsiste, mais dont 
nous avons une description plus ou moins détaillée, est un problème ressortis- 
sant a Tarchéologie, tout comme la restitution d’un monument dont quelques 
restes des substructions ont été retrouvées. Cest un problème ressortissant a 
Thistoire de Tarchitecture et a Parchéologie 1 ). Du Temple de Salomon il ne 
reste rien. Nous en avons la description dans Y Ancien Testament 2 ). Malheu- 
reusement, elle ne contient pas d’abondants détails et, ce qui est plus grave, 
le texte n'est pas toujours facile a interpréter 3 ). Les termes techniques sont 

J ) Comme la reconstruction de la Tour de Babel d’après la tablette d’Ésagil; nous en 
connaissons pourtant le fondament mis au jour par R. Koldewey (voir notre étude 
De Toren van Babel , 1938, pp. 1 ss.; A. Parrot, Ziggurats et Tour de Babel , 1949, pp. 
185 ss.). Des monuments de 1 ’architecture classique qu’on doit restituer d’après une 
description sont: le Mausolée d’Halicarnasse (voir notre compte-rendu de F. Krischen, 
Weltwunder der Baukunst , 1956, pp. 69 ss., dans BiOr XV, 1958, pp. 168 ss.); le Phare 
dAlexandrie (H. Tiersch, Pharos, 1909, pp. 31 ss.). Le Mausolée est décrit par Pline 
(Nat. Hist. XXXVI, 30-31), le Phare e.a. par Édrisi, géographe arabe ( Géographie d’Édrisi, 
trad. P. E. Jaubert I, 1836, pp. 297 ss.). De ces monuments il existent aussi des restes, 
mais ils ne sufficent pas a les restituer. Un batiment de Tarchitecture classique dont rien 
n’existe, mais dont nous avons une description exacte, est 1 ’arsénal de Pirée (entre 
340-330 av. J.-C.), bati par T architect Philon; ,,the description of it. . . . is so clear and 
distinct that we know more about its construction than if its actual remains, rather than 
the inscription, had been found” (W. B. Dinsmoor, The Architecture of Ancient Greece, 
1927, p. 154-155). Ici toutefois il s'agit d’un devis. Le texte chez Curt Wachtsmuth, 
Die Stadt Athen im Altertum I, 1874, Anhang, pp. XIII-XVI. C. Watzinger considère 
le plan de la skeuothèque comme apparenté au plan de la Maison du Bois-Liban, 1 Rois 7, 
2 ss. {Denkmaler Paldstinas I, 1933, p. 96). 

2 ) i Rois 6, i ss., 2 Chron. 3, 1 ss.; texte M et LXX. — Le Chroniste ne mentionne pas 
la structure accessoire (voir plus bas). W. Rudolph 1 ’explique par le mal ordonnance du 
texte i Rois 6, 1 ss. et les nombre de corruptions qu’il contient {Chronikbücher, 1955, 
p. 201). N’est-il pas plus probable que le Chroniste songeait au Tabernacle (Ex. 25-27, 
35-38, 40), oü il manque cette structure ? Selon A. M. Brunet [Le Chroniste et ses sources, 
RB 61, 1954, PP- 349-386) il semble ,,que le récit des préparatifs de la construction du 
Temple dans I Chron. XXII, 2-19; XXVIII, 1 -XXIX, 9, s’inspire des récits du livre 
de 1 ’Exode. Comme dans la construction du sanctuaire, tout est prévu, selon le modèle 
divin qu’a re9u David a 1 ’instar de Moïse” (l.c., p. 359). Ceci le fait possible, a notre avis, 
que le Chroniste, en décrivant le Temple, avait en vue en même temps le Tabernacle. 

3 ) Des commentateurs qui ont interprété le texte 1 Rois 5-7 mentionnons: B. Stade, 
Der Text des Berichtes über Salomos Bauten (ZAW 1883, pp. 129-177). I. Benzinger, 














i66 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


parfois difficiles a comprendre et Ton ne s’étonne donc pas qu’il existe sur 
maintes points des divergences d’opinion. D’oü il se fait que plusieurs restitu- 
tions en ont été proposées 1 ). Nous avons, pour compléter la description de 
i Rois 6, 2 ss., celle d'Ézéchiel (40-41), mais elle aussi, c’est le moins qu’on 
puisse dire, n’est pas toujours claire 2 ). Cependant, on peut restituer avec 
certitude le plan du batiment dans ses grandes lignes tout au moins; quant 
a la superstructure, il est exclu de restituer le toit, comme M. C. Schick Ta 
proposé a la fin du demier siècle, comme un toit a faitage 3 ). Le toit, il n’existe 
aucun doute sur ce point, fut un toit a terrasse. 

Le plan comporte: un porche ( 5 üldm ou y êldm) 4 ), de 20 coudées de large et 

Die Bücher der Könige erkldrt, 1899, pp. 30 ss. L.-H. Vincent, La description du Tempte 
de Salomon. Notes exégétiques sur I Rois VI (RB 4, 1907, pp. 515-542). C. Steuernagel, 
Lehrbuch der Einleitung in das Alten Testament, 1912, pp. 356 ss. G. Hölscher, Das 
Buch der Könige, seine Quellen und seine Redaktion (Gunkel-Festschrift 1923, pp. 158-213, 
p. 162 ss.). W. Rudolph, Zum Text der Königsbücher (ZAW 63, 1951, pp. 201-215). 
B. Maisler [Mazar], Ancient Israelite Historiography (IEJ 2, 1952, pp. 82-88). A. R. 
Hulst, Old Testament Translation Problems, 1960, pp. 36 ss. 

x ) Les plus importantes sont: M. de Vogüé, Le Tempte de Jérusalem, 1864, pp. 26 ss. 
et PI. XIV; J. Fergusson, The Temples of the Jews, 1878, pp. 26 ss., Fig. 4-5, p. 26 et 
PI. I; B. Stade, Gesch. des Volkes Israël I, 1887, pp. 325 ss., Fig. p. 327 et PI, arrière p. 
328; I. Benzinger, Hebrdische Archdologie, 1894, pp. 239 ss., Fig. 76-78, p. 244-245. 
Comme de Vogüé et Stade, Benzinger se figurait alors les colonnes Jachin et Boaz 
comme d’éléments structurals dans 1’entrée; en 1899, le savant les placa, abondroit, devant 
le Temple ( Die Bücher der Könige erkldrt, p. 47, Fig. 2-3, p. 31; chez Kautzsch 4 , 1922, 
Fig. pp. 504-505 et Benzinger, Hebrdische Archdologie 3 , 1927, Fig. 220, p. 215); C. 
Schick, Die Stiftshütte, 1896, pp. 60 ss., Fig. 29-31, pp. 61, 66 , 83; J. Prestel, Die 
Baugeschichte des jüdischen Heiligthums und der Tempel Salomons, 1902, pp. 38 ss., 
Taf. I-VII; K. Möhlenbrink, Der Tempel Salomos, 1932, Frontispice; C. Watzinger, 
Denkmaler Paldstinas I, 1933, pp. 88 ss., Fig. 39, Taf. 16 (aussi chez A. Parrot, Le 
Temple de Jérusalem, 1954, Fig. 4> P- I 5 )> L. Garber, Reconstructing Solomon’s Temple 
(BA XIV, 1, 1951, pp. 2-24, Fig. 2, p. 3, Fig. 4, p. 7; G. E. Wright, The Steven’s Re- 
construction of the Solomonic Temple (BA XVIII, 2, 1955, pp. 4-44, Fig. 9, p. 42). Cette 
reconstruction est ,,based on instructions from Prof. Albright, as supplemented by the 
writer” (p. 43). II s’agit donc d’une restitution proposée par Albright-Wright, ne pas 
par Stevens, qui n’a fait que le dessin; L.-H. Vincent, Jérusalem dans l’Ancien Testa¬ 
ment Ile-IIIe Partie, 1956, pp. 373 ss., PI. Cl, 1-5. 

G. PERROT-Ch. Chipiez, Histoire de l’art dans VAntiquité IV, 1887, pp. 219 ss., n’ont 
pas, contraire a ce qu’on croit d’ordinairement, restitué le Temple de Salomon, mais 
d’Ézechiel, voir p. 225; cf. Ch. Chipiez-G. Perrot, Le Temple de Jérusalem et la Maison 
du Bois-Lïban, 1889, p. 31. — L’article le plus récent sur le Temple de Salomon est art. 
Temple, dans Hastings Dict. of the Bible 2 , Revised by F. C. Grant and H. H. Rowley, 
1963, c. 961 ss. 

2 ) Voir: G. Fohrer, Ezechiel. Mit einem Beitrag von Kurt Galling, 1955, pp. 220 ss.; 
K. Elliger, Die grossen Tempelsakristeien im Verfassungsentwurf des Ezechiel (Alt- 
Festschrift 1955, pp. 79-102); H. Gese, Der Verfassungsentwurf des Ezechiel (Kap. 40-48), 
1957 (ouvrage supérieur). W. Zimmerli, Ezechiel , n’a pas encore complètement paru. 

3 ) Stiftshütte, p. 99-100, Fig. 30, p. 67; cf. Fergusson, o.c., Fig. 5, p. 26; Prestel, 
o.c.. Taf. III, Fig. 2, Taf. VII, Fig. 1. 

4 ) Koehler-Baumgartner, Lexicon in Veteris Testamenti Libros, s.v. ,,vor”, 

,,in front of”; cf. W. von Soden, Akkad. Handwb., 1959 ss., p. 203, s.v. ellamu-illamu, 
,,vor” (zeitl. u. örtl.); The Chicago Assyr. Dict., Vol. 4, 1958, p. 101, ,,front”. 


LES ORIGINES DU TEMPLE DE SALOMON 


167 


10 de profondeur; une cella ( hêkdl ) 4 ) du type „Langraum”, de 20 coudées 
de largeur et 40 de profondeur; un adyton ( debïr ) 2 ) d’un plan carré, de 20 x 20 
coudées 3 ). Sur trois des cötés, Nord, Sud et Ouest, mais seulement le long du 
hêkdl et de 1’adyton il y avait une structure accessoire, contenant plusieurs 
chambres, dont la profondeur au rez-de-chaussée était de 5 coudées. Elle 
avait trois étages, chacun de 5 coudées de haut 4 ), ce que donne une hauteur 
totale (y compris les plafonds et le toit) d’environ 20 coudées. Cette structure 
était moins haute que le batiment principal {hêkdl), dont la hauteur a l’intéri- 
eure atteignait 30 coudées. Dans la partie haute des murailles étaient aména- 
gées des fenêtres, ce que constitue un éclairage basilical. La partie du batiment 
oü était situé 1’adyton avait elle aussi une hauteur de 30 coudées 5 ), tandis 
que celle de 1 ’adyton lui-même n’atteignait que 20 coudées. L’adyton (20 X 20 X 
20 coudées), construit en bois, apparait comme une sorte de naiskos, érigé 
dans une salie de 60 coudées de long, 20 de large et 30 de haut 6 ). Originelle- 

4 ) Koehler-Baumgartner, s.v. ug. hkl sum. ak. ekallum, Palast, Tempel; cf. 

von Soden, s.v. ekallu(m) ; CAD Vol. 4, s.v. Le terme signifie ak. non seulement palais et 
temple, mais aussi la chambre principale d’une maison (von Soden, s.v. ekallu(m) A 9; 
CAD Vol. 4, s.v. ekallu 3). Dans 1 ’Ancien Testament, hêkal est temple (e.a. 1 Sam. 1, 9), 
la salie principale du Temple (e.a. 1 Rois 6, 3) et palais (e.a. 2 Rois 20, 18). 

2 ) Selon F. M. Th. de Liagre Böhl, le terme d e bïr est a comparer a arab. dubr = dos 

et dabr = au fond (Bijb .-Kerkelijk-Woor denhoek. Het Oude Testament, 1918, art. Aan- 
spraakplaats, p. 1) et a interpréter comme la salie la plus réculée du Temple. Koehler- 
Baumgartner le derivent de : ,,ging hinter ihm, ak. dabdru zurückstossen” (s.v.). 
En ug. dbr = ,,place”, possiblement = ,,shrine” (C. H. Gordon, Ugaritic Manual 

III, 1955, p. 254, nr 458). 

3 ) Sur la valeur de la coudée, nous sommes mal informé. Voir J. Trinquet, art. Mé- 
trologie Biblique, Dict. de la Bible, Suppl. XXVIII, 1955, c. 1211-1250, c. 1216. La Siloé- 
inscription donne au canal une longueur de 1200 (ou 1000 ?) coudées (Texte et trad. chez 
J. Simons, Jerusalem in the Old Testament, 1952, p. 184) (le texte d’après Diringer, 
Iscriz. p. 84). On estime la longueur du canal a 537.60 m, ce que donnerait une coudée 
de 52.5-52.7 cm (voir G. F. Hill-D. R. Jones, art. Weights and Measures, Hastings Dict. 2 , 
1963, c. 1032 s.). R. B. Y. Scott suppose que la coudée ordinaire fut 444.5 mm ( The 
Hebrew cubit, JBL LXXVII, 1958, pp. 205-214, p. 214). Ézéchiel mentionne deux coudées 
différentes (Ez. 40, 5.43, 13), celle du Temple ayant une palme de plus que la coudée 
ordinaire, ce que donnerait une valeur de ca. 52 cm (1 coudée = 6 palmes). Nous songeons 
plutöt a une coudée de ca. 50 cm. Selon 1 Rois 7, 26, le mer de fonte (diam. 10 coudées, 
profondeur 5 coudées) contint 2000 bath (3000 dans 2 Chron. 4, 5 est corrupt). La cir- 
conférence de la mer se monte a 30 coudées (1 Rois 7, 23), ce que nous permet d’admettre 
qu’on a calculé le contenu selon tz = 3. Le contenu d’un cylindre de ces dimensions 
(diam. 10 coudées, hauteur 5 coudées), calculé de cette manière (tc = 3) s’egale a ca. 
46000 litre (= 2000 bath), en admettant pour la coudée une valeur de 50 cm (sur la valeur 
du bath, voir A. Bendavid, BIES XXV, 3, 1961, p. 162 s., hébr., p. IV résumé angl.). 
Ceci ne veut pas dire que la mer de fonte était cylindrique; il s’ensuit seulement que 
1 ’auteur de 1 Rois 7, 26 pour calculer le contenu a considéré la mer comme un cylindre. 

4 ) Voir W. Rudolph, Zum Text der Königsbücher (ZAW 63, 1951, pp. 201-215, p. 202). 

5 ) La thèse d’une décroissance d’hauteur du batiment (e.a. Vincent, Jérusalem de 

VAncien Testament II-III, p. 399) est a rejeter, voir 1 Rois 6, 2: nüX~D' , t 2 W 

in»ip n»x mm nnfesn 

6 ) Cf. G. Contenau, Manuel d’Archéologie Oriëntale III, 1931, p. 1381. — K. Galling a 

















i68 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


ment dénommé debïr (Tm), 1’adyton fut plus tard désigné comme le saint 
des saints (Tttnpn tmp). La était placée l’arche, pour laquelle, étant donnée 
la trés grande hauteur des chérubins (io coudées) il faut sans doute pos tuier 
un socle d’une certaine hauteur, situé au milieu du sanctuaire x ). 

Les opinions différent quant a la hauteur du porche ('uldm) ; il est pourtant 
probable que cette partie du batiment était plus basse que le hêkdl et avait 
une hauteur de 25 coudées 2 ). Dans bentrée (14 coudées de large) s’élevaient 
deux colonnes 3 ), qu’il ne faut pas confondre avec les fameuses colonnes 
Jachin et Boaz devant le Temple 4 ). Pour compléter cette courte description, 

supposé que le debïr a eu un podium (RGG V 1 , 1931, c. 1043 ss.; JPOS XII, 1932, pp. 
43-48). Dès lors, la plupart des savants Tont admis. Déja en 1956 nous avions rejété 
cette manière de voir (BiOr XIII, 1956, p. 157). 

x ) E. Klamroth était d’opinion que le debïr ne concorde pas avec 1 ’arche. Salomon 
aurait eu 1 ’intention d’insérer un tröne monumental au debïr (Lade und Tempel ; eet ouvra- 
ge nous ne connaissons que du compte rendu par A. Wendel, OLZ 38, 1935, c. 99-101). 
Plus tard, 1 ’arche y aurait été déposée. Avec la plupart des savants nous admettons que 
le debïr fut destiné d’y placer 1’arche, nous ne pouvons pourtant pas admettre que elle 
fut placée sur le plancher. Les dimensions de 1 ’arche se montaient a2.5x2.5xr5 coudées 
(P) et bienque il est sur que la description ne repond pas a 1 ’arche que Salomon fit déposer 
au debïr (les dimensions que P en donne sont néanmoins croyable, voir E. Kutsch, 
RGG 3 , IV, 1960, c. 197), une autre indice nous fait croire qu’elle était de fait de petites 
dimensions: deux hommes sufficent a la porter (1 Sam. 4, 4; 2 Sam. 15, 24.29). Un objet 
75 cm d’haute, flanqué de chérubins de 10 coudées (ca. 5 m), on ne place pas directement 
au plancher. II ne faut non plus songer a un tröne (comme O. Eissfeldt La supposé pour 
le temple de Silo, voir Jahwe Zebaoth, dans Miscellanea Acad. Berolinensia II, 2, 1950, 
pp. 128-150, pp. 147-48); le Baubericht en aurait contenu une description, comme du 
tröne de Salomon (1 Rois 10, 18-20). Le silence sur le postament n’est pas remarquable: 
cette structure n’était pas un oeuvre d’art, comme les chérubins, les colonnes Jachin et 
Boaz, etc. 

L’étude la plus récente sur les chérubins est: R. de Vaux, Les Chérubins et VArche 
(Mélanges de 1 ’Univ. Saint Joseph XXXVII, 1960-61, pp. 93-124). Nous ne savons pas 
si 1 ’ouvrage de M. Haran sur les chérubins (voir IEJ 8, 1958, p. 22, n. 20) a paru. De 
Vaux se figure les chérubins au debïr comme des quadrupèdes ailés (l.c., p. 95). Nous 
songeons plu tot a des figures anthropomorphes. — En suivant H. Gressmann (Die 
Lade Jahves, 1920, p. 19-20) et E. Nielsen (VT Suppl. VII, 1960, p. 67, n. 2) nous enten¬ 
dons yoseb hakk e rubïm\ ,,qui siège entre les chérubins”, ne pas, comme la plupart des 
savants, ,,qui siège sur les chérubins”. 

2 ) O'HTOl HNfó (120), 2 Chron. 3, 4, est comme la plupart des savants admettent cor¬ 
rupt. ,,Die Vermutung liegt doch sehr nahe, dass das aus D'TPS?! ttffrn = 25 Ellen ver- 
schrieben ist” (Möhlenbrink, Der Tempel Salomos, 1932, p. 13). 

3 ) I. Benzinger 1 ’avait déja admis en 1899 (Die Bücher der Könige erkldrt, p. 47). 
De ces colonnes nous avions parlé BiOr XIII, 1956, p. 155-156 et n. 8-10, sans alors avoir 
lu le commentaire de Benzinger. 

4 ) S. Yeivin a 1959 publié un article sur les colonnes Jachin et Boaz et proposé une 

nouvelle restitution (PEQ 91, 1959, pp. 6-22 et Fig. 9, p. 18). La circonférence des colonnes 
se monte a 12 coudées (1 Rois 7, 15), la coudée d’après Yeivin 52 cm, ce que donne une 
circonférence de 6 m 24. De cette circonférence Yeivin a calculé un diam. de o m 988 
(l.c., p. 6). C’est une erreur. C’est le rayon qui est o m 988, le diam. se monte a ca. 2 m. 
La restitution proposée par Yeivin a donc peu de valeur. Yeivin croit (1 Rois 

7, 19), toujours traduit ,,dans le ’ulam”, signifie ici ,,in width”, c’est a dire, la largeur du 
chapiteau (l.c., p. 14-15 et p. 15, n. 1). Ak. ellamu, selon Yeivin, ,,may possibly be con- 


LES ORIGINES DU TEMPLE DE SALOMON 


169 

remarquons que bépaisseur des murs atteignait 6 coudées pour le hêkdl et 5 
coudées pour le porche et la structure accessoire. Nous donnerons dans un 
ouvrage en deux volumes, dont le premier paraitera bannée prochaine, une 
étude détaillée sur le problème du Temple de Jérusalem. Ce que nous avons 
dit suffit a la comprehension du thème qui nous occupe ici: Les origines du 
Temple de Salomon . 


1. Orientation 

Au 19e siècle, quand on ne connaissait de b architecture de bOrient Ancien 
que les temples égyptiens, pour la connaissance desquels Louvrage monumen¬ 
tal Description de VÉgypte des savants frangais et le grand ouvrage de balie¬ 
mand R. Lepsius, Denkmaeler aus Aegypten und Aethiopien ont joué un röle 
si important, on pensait pouvoir déduire le plan du Temple de Salomon du 
temple égyptien. F. de Saulcy fut le promoteur principal de cette thèse 1 ). 
Après avoir donné les mesures du Temple, il écrit: ,,De b ensemble de ces 
mesures résulte un premier fait d’un extréme importance, c’est que le temple 
de Salomon était construit sur le même plan que les temples des Égyptiens... 
Ainsi, que Ton compare la disposition générale du temple de Khons, a Karaak, 
avec celle que nous sommes déja en mesure de déduire des chiffres établis 
tout a bheure, et Ton sera frappé, je n’en doute pas, de la presque indentité 
des deux plans” [Histoire de VArt Judaïque 2 , 1864, p. 194). Dans quelques 
détails, il y a sans doute un rapport, personne pourtant ne veut plus parler 
d’une ,,presque indentité des deux plans”. La ressemblance se trouve notam- 
ment dans le saint des saints: ici et la il a un plan carré (Jérusalem) ou a peu 
prés (temple de Khonsou) et au milieu était placé bobjet de culte 2 ). L’élément 
distinctif du Temple de Salomon: la cella longue (,,Langraum”), manque au 
temple égyptien. D’ailleurs, le Temple de Jérusalem est au point de vue archi- 

nected with the mesopotamian concept of a Breithaus, hence the meaning of width 
imparted to this term” (l.c., p. 15, n. 1). Les assyriologues et les hébraisantes, nous n’en 
doutonspas, rejèterons eet interprétation; üVttO c’est ,,dans le fc”. II s’agit, a notre 
avis, des colonnes structurales, ne pas des colonnes Jachin et Boaz. Un article avec de 
bonnes remarques sur ces colonnes fameuses a publié W. Kornfeld, Der Symbolismus 
der Tempelsdulen (ZAW 74, 1962, pp. 50-57). Une nouvelle restitution nous proposerons 
ailleurs. 

9 O. Thenius (Das vorexilische Jerusalem und dessen Tempel, 1849) était le prédéces- 
seur, semble-t-il, voir Perrot Chipiez IV, 1887, p. 299 et n. 3. 

2 ) Voir J. Vandier, Manuel d'Archéologie Égyptienne II, 1955, pp. 939 ss., Fig. 440, 
p. 941, plan. G. Jéquier, L’architecture et la décoration dans VAncienne Egypte. Les 
Temples Ramessides et Saïtes, p. 9, plan d’après Baedeker. Perrot-Chipiez I, Fig. 208, 
P- 3 55 > vue perspective. L’histoire de ce temple est assez complex, voir Vandier, o.c., 
p. 939. C’est un temple qui „restlos aus abgebrochenen afteren Bauten hergestellt ist” 
(L. Borchardt, ZDMG 78, 1924, p. LXXIV). Sur le sanctuaire des temples égyptiens en 
général, voir H. Bonnet, Reall. der dg. Religionsgesch., 1952, pp. 778 ss., art. Tempel, 
PP- 5°4 s -* ar t- Naos. A. Moret, Le rituel du culte divin journalier en Égypte, 1902, p. 5 s., 
passim. 

















170 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


tectural (Tun autre ordre que le temple égyptien. C’est un Einzelbau, tandis 
que le temple égyptien est un batiment composite, qui peut être agrandi a 
volonté par plusieurs salles hypostyles ou des avants-cours x ). II apparait 
moins étrange, même a notre époque, que de Saulcy ait voulu chercher dans 
le temple égyptien b origine de béclairage basilical 2 ) ( Jérusalem , 1882, p. 54). 
Nous y revenons plus bas. 

Trés curieusement, la thèse proposée par de Saulcy sur b origine du Temple 
fut admise par le grand maitre frangais Melchior de Vogüé, b auteur de 
bouvrage le plus monument al jamais publié sur le Temple de Jérusalem. 
,,Le Temple proprement dit avait un plan égyptien: M. de Saulcy Ta dé- 
montré rigoureusement” (de Vogüé, Le Temple de Jérusalem , 1864, p. 27). 
Ce fut vraisemblablement grace a b autorité de ce savant que la thèse de bori- 
gine égyptienne a trouvé des adhérents jusqu'a bépoque moderne. G. Perrot 
et Ch. Chipiez, les savants auteurs du monumental ouvrage Histoire de VArt 
dans V Antiquitè, ne Tont pourtant pas acceptés. Ils pensaient déja a bhypo- 
thèse en vogue aujourd’hui: b origine phénicienne (t. IV, 1887, p. 299 s.). 
Selon C. R. Conder, le plan du Temple nous rappelle les temples égyptiens 
(Syrian Stone-Lore, 1896, p. 122). D’après G. A. Smith, la description du 
Temple montre plus de ressemblance avec un temple égyptien qu'avec le type 
phénicien (Jerusalem II, 1908, p. 62). Le théologien américain M. G. Kyle 
a voulu expliquer pourquoi Salomon fit le Temple ,,peculiarly Egyptian”: 
Salomon ,,fastened it after the tabernacle” ( The Deciding Voice of the Monu- 
ments in Biblical Criticism, 1912, p. 241) 3 ). L'influence égyptienne sur le 
Temple de Salomon, déja reconnaissable dans le plan, selon G. Leroux, le fut 
plus évidemment encore dans la structure du comble et le système d’éclairage 
(Les Origines de VÉdifice Hypostyle, 1913, p. 158, 161). D’après P. Volz, il 
est frappant ,,wie sich die ganze Anlage des Tempels mit der in Agypten 
üblichen Anlage berührte” (Die biblischen Altertümer 2 , 1925, p. 32). W. O. E. 
Oesterley a parlé d’un batiment ,,distinctly Egyptian in its plan” (ZAW 45, 
1927, p. 17) et selon A. Lods, le Temple fut bati sur le plan des grands temples 
égyptiens (Israël des origines au milieu du VIII e siècle , 1930, p. 481). La plupart 
des savants nommés ci-dessus ont simplement répété, nous semble-t-il, la thèse 

q Pour 1 ’agrandissement successive du temple d’Amon a Karaak, voir L. Borchardt, 
Zur Baugeschichte des Amonstempels von Karnak, 1905. G. Legrain, Les Temples de 
Karnak. Fragment du dernière ouvrage, 1929, pp. 29 ss., pp. 125 ss. Vandier, o.c., 
pp. 862 ss. Pour le temple de Louqsor, Perrot-Chipiez I, 1882, p. 377 s., Fig. 217, plan. 
Vandier, o.c., Fig. 406, p. 845. 

2 ) L’exemple le mieux connu est la grande salie hypostyle du temple d’Amon a Karnak; 
voir Legrain, o.c., pp. 159 ss., Fig. 150, p. 247, restauration de Horeau, Fig. 151, 
p. 247. Restauration de Ch. Chipiez, Fig. 152, p. 248 maquette d’après Chipiez au Metro¬ 
politan Mus. de New-York. Perrot-Chipiez I, pl. V arrière p. 372. Vandier, o.c., Fig. 
433, p. 925 (photo), Fig. 434, p. 926, d’après Perrot-Chipiez. 

3 ) Sur le Tabernacle, voir plus bas. 


LES ORIGINES DU TEMPLE DE SALOMON 


I7I 

proposée par de Saulcy et admise par Melchior de Vogüé. J. Garstang 
a dit plus prudemment: ,,The general plan recalls some features of Egyptian 
temples. .. ” (The Heritage of Solomon, 1934, p. 382). Peu de ces savants étaient 
experts en 1 ’histoire de 1 ’architecture antique. F. Wachtsmuth, Bauforscher 
allemand, n’a certainement pas souscrit a la thèse de borigine égyptienne; il 
était néanmoins d’opinion que la cella longue, marqué distincte du Temple 
salomonien, se trouve aussi dans les batiments de Louqsor, Medinet-Habou, 
etc. (Der Raum I, 1929, p. 96). Quant a béclairage basilical, il a pu avoir son 
origine, selon Wachtsmuth, dans la grande salie hypostyle du temple de Karnak. 
Plus importante est sa remarque qui suit: ,,Es ist ein alter Gedanke, der aber 
auch in Jerusalem aus sich selber geboren sein könnte” (o.c., p. 95) 1 ). 

Une tout autre thèse sur borigine du Temple de Salomon fut proposée par 
barchitecte Robert Koldewey, génial archéologue et Bauforscher qui res- 
suscita bancienne Babylone et fut un promoteur des fouilles systématiques au 
Proche Oriënt 2 ). II fut le collaborateur de F. von Luschan aux fouilles en 
Zingirli, oü il participa a la 2e et a la 3e campagne 3 ). On mit au jour dans ce 
site des batiments d’un type qu’on appele hilani, correctement bit hildni, 
d’après des textes cunéiformes des rois assyriens (par exemple de Teglat- 
Phalasar III), oü il est dit que le roi fit batir un bit hilani a la fagon des palais 
du pays Hatti (c’est-a-dire la Syrië du Nord) 4 ). Le mot hilani devint pourtant 

9 Probablement 1 ’Ancienne Mésopotamie aussi a connue 1 ’éclairage basilicale, voir 
p.e. OIC 17, 1934, Fig- I 3 > arrière p. 18: Restoration of Eshnunna in Sargonid times, 
Harold D. Hill. 

2 ) Sur le travail de Koldewey, voir W. Andrae, Babylon. Die versunkene Weltstadt 
und ihr Ausgrdber Robert Koldewey , 1952. L’ouvrage le plus connu de Koldewey: Das 
wieder er stekende Babylon, 1925. Koldewey, comme son illustre élève Andrae, était 
architect. La plupart des archéologues ont compris que chez les fouilles archéologiques la 
collaboration d’un architecte est indispensable. 

3 ) Ausgrabungen in Sendschirli I-V. Mitteilungen aus den orientalischen Sammlungen 
der Berliner Museen, Heft XI-XV, 1893-1943. 

4 ) Voir H. Weidhaas, Der bit hilani (ZA NF XI, 1939, pp. 108 ss., inscriptions sur 
le bit hilani bati par Tiglatpileser III, Sargon II, Sennachérib, Assurbanipal. Selon 
Weidhaas, le bit hilani ,,bestand aus nichts weiter, als aus einer Reihe von Saulen (es 
konnte übrigens auch. . . nur eine durch eine einzige SaulegehalfteteMaueröffnungsein)”. 
Cette structure aurait montrée ,,das Bild einer Vorlaube” (l.c.). Ailleurs, Weidhaas a 
indiqué le b.h. comme ,,eine kulissenartige Laubenfassade, die sich als Maske des Hauses 
vor beliebige Raumkomplexe legen konnte” (Bericht über den IV. intern. Kongress für 
Archaologie, Berlin [1939], 1940, p- 229-230). B. Meissner rejétait a bon droit cette 
manière de voir (Das bit hildni in Assyrien. Orientalia XI, 1942, pp. 251-261); cf. B. 
Meissner-D. Opitz, Studiën zum Bit Hildni im Nordpalast Assurbanipals zu Ninive 
(Abh. Ak. Berl., 1939, Phil. Hist. KL nr 18, 1940). ,,Wie solch ein Bit Hildni aussah, 
glauben wir jetzt im allgemeinen zu wissen: Ein Torgebaude mit breitem Durchgang, 
dessen Türsturz zumeist von Saulen gestützt war, und einem oder mehreren Raumen 
über dem Durchgang” (p. 17, Taf. I; le plan aussi chez C. J. Gadd, The Stones of Assyria, 
1936, au bout). II faut pourtant plutöt dire que 1’architrave fut toujours soutenue par de 
colonnes. Sur le bit hildni du palais F en Chorsebad, voir Meissner dans ZDMG 98, 1944, 
p. 38; H. Frankfort, The Art and Architecture of the Ancient Near East, 1954, P- 80, 




















172 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


un terme technique dans 1’étude de b architecture antique, bien que les experts 
ne songent pas toujours au même type de batiment 1 ). Les hilani de Zingirli 
sont des batiments avec un portique a colonnes, une ou deux ,,tours’’ de fagade, 
une grande salie disposée en largeur avec une chambre annexe, et enfin une 
rangée de pièces au fond, disposées parallèlement a la fagade 2 ). Le portique, 
selon Koldewey, correspond au *üldm du Temple de Salomon, la grande salie 
au hëkdl, la chambre annexe au debïr, la rangée de pièces au fond a la structure 
accessoire du Temple. „Umgeandert oder vielmehr nur in seiner Richtung ver¬ 
legt ist der Hauptraum mit dem Beiraum, insofern aus einem Querbau ein 
Langbau geworden ist” ( Ausgrabungen in Sendschirli II, 1898, p. 187). Kol¬ 
dewey, il faut le remarquer, avait supposé, suivant en cela O. Puchstein 
(JDAI 1892, p. 9 ss.) que les colonnes Jachin et Boaz s’élévaient dans bentrée 
du Temple pour soutenir barchitrave. La thèse de Koldewey sur borigine du 
Temple fut admise, originellement du moins, par son illustre élève, barchitecte 
Walter Andrae (Der Anu-Adad-Tëmpel in Assur, 10. WVDOG, 1909, p. 83), 
lui aussi un promoteur des fouilles systématiques au Proche Oriënt. II ressuscita 
Assur, banden capitale des Assyriens 3 ). En 1927, Andrae rejeta apparem- 
ment sans la discuter la thèse de son maitre. II trouvait alors borigine de la 
cella longue du Temple dans le temple assyrien qui dès le milieu du deuxième 
millénaire fut caracterisé par une cella analogue (OLZ 30, 1927, col. 1042; cf. 
Das Gotteshaus und die Urformen des Bauens im Alten Oriënt , 1930, p. 25). En 
1932 la thèse de Koldewey fut discutée et rejetée par K. Möhlenbrink 
(Der Tempel Salomos, 1932, p. 94 s.). Selon Möhlenbrink, bélément le plus 

Fig. 34, p. 82. L ebït hilani est un portique aux colonnes, détail architectural emprunté a 
T architecture de la Syrië du Nord; cf. R. Naumann, Hilammar, Bit Hilani und Torbau, 
dans Yazilikaya, 61. WVDOG 1941, pp. 45-49; le même, Architektur Kleinasiens, 1955 * 
p. 427 s. (ouvrage supérieur). H. Th. Bossert croit avoir reconnu la hiéroglyphe du 
bit hilani dans une inscription du roi Katuwas de Charkémis, ca. 800 av. J.-C. (AfO IX, 
1933 - 34 * P- 127). 

1) Voir R. Naumann, Architektur Kleinasiens, p. 360: „Gebaude, welche eine Vorhalle 
mit ein, zwei oder drei Stützen an der Front aufweisen und hinter dieser einen quer- 
liegenden Hauptraum mit Herdplatz besitzen, um den sich kleinere Raume gruppieren. 
An einer der Seite der Vorhalle liegt ferner gewöhnlich, j edoch nicht immer, ein Treppen- 
haus....”. Koldewey (AiS II, p. 152): ,,Turm an der Front und offene Fronthalle, 
dahinter: Hauptraum mit seinen Nebenraumen parallel zur Breitfront’’. F. Wachtsmuth 
rejette le terme hilani, selon lui on doit parler de bit hilani : ,,ein Einzelhaus. . . . 
dessen Frontseite eine Stützenvorhalle aufweist. . . . der Hauptraum hinter der Vorhalle 
kann als Quer-, Querlang-, Lang- oder Quadratraum ausgebildet sein” (Was ist ein 
„ Hilani ”, was ein „bit hilani” ?, ZDMG 108, 1958, pp. 66-73, P- 73 )- Nous suivons Nau¬ 
mann ; le terme bit hilani on doit a notre avis n’user que pour le portique aux colonnes. 
Voir aussi Fr. Oelmann, Hilani und Liwanhaus (Bonner Jahrb. 127, 1922, pp. 189-236). 
La notion hilani est de O. Puchstein (Oelmann, p. 189). 

2 ) AiS II, Taf. XXIII, XXVI, XXVII (hilani II); Taf. XXIV-XXVII (hilani III). 
Naumann, Architektur Kleinasiens, Fig. 456, p. 373 (hilani II), Fig. 448, p. 367 (hilani III). 

3 ) Das wiedererstandene Assur, 1938 et Das Gotteshaus und die Urformen des Bauens 
im Alten Oriënt , 1930 sont des oeuvres d’un maitre de barchéologie et de la Bauforschung. 


LES ORIGINES DU TEMPLE DE SALOMON 


173 


faible de la thèse serait la déduction de la structure accessoire du Temple de 
la rangée de chambres au fond du batiment hilani . II y a, nous semble-t-il, 
une objection plus grave. La thèse présuppose implicitement que les Israélites 
ont déja eu connaissance du type ,,Langraum”. Koldewey lui-même était 
apparemment de eet avis, car il sdmaginait que le plan du Temple de Salo¬ 
mon fut projété „in Anhalt an den Grundriss der mosaïschen Stiftshütte. 
(l.c.). II n'y a donc aucune raison de postuler une relation entre le hëkdl et la 
grande salie (disposée en largeur!) du hilani. II aurait été plus logique de se 
demander si borigine du portique a deux colonnes du Temple ne se trouvait 
peut-être pas dans les batiments du type hilani. Nous y revenons plus bas. 

La thèse de Koldewey sur borigine du Temple n'a pas trouvé d’adhérents 1 ). 
On ne peut en dire autant concernant une thèse proposée en 1913 par R. A. S. 
Macalister, le fouilleur de Gezer. En 1906 Macalister avait déjadéclaréque 
le temple philistin de Gaza (Juges 16, 23 ss.) était un batiment avec un portique 
distyle, comme un distyle mégaron (Bible Side-Lights from the Mound of Gezer 2 , 
1907, p. 130 ss.; voir pourtant p. 137 oü bauteur songe a quatre colonnes). 
En 1911 Macalister a défendu la thèse que le Temple de Salomon avait été 
bati selon le modèle des temples philistins ( The Philistins. The Schweich 
Lectures [1911], 1913, p. 62), que David aurait vus dans la ville de Gath (o.c., 
p. 124). Selon Macalister, ce temple, du type mégaron, serait né en Crète 
ou dans la partie S.-O. de bAsie Mineure, d'oü les Philistins bauraient introduit 
en Philistie. Dans la même année, R. von Lichtenberg se declara dans le 
même sens ( Einflüsse der dgaischen Kultur auf Agypten und Paldstina. MVaG 
16/2, 1911, p. 27). L’architecte H. Thiersch, éminent Bauforscher allemand, 
auteur du grand ouvrage Pharos, a souscrit a la thèse de Macalister. „Phi- 
lister-Tempel und Salomos Tempel sind beide tatsachlich letzte Auslaufer ein 
und desselben alteuropaisch-anatolischen Tempeltypus. . . ” (OLZ 36, 1933, 
col. 535). Encore en 1948 la thèse de Macalister fut défendue par J. L. 
Myres, qui, comme autrefois M. de Vogüé, B. Stade, O. Puchstein, R. 
Koldewey notamment, dispose, a tort, les colonnes Jachin et Boaz dans 
bentrée du Temple (PEQ 80, 1948, pp. 14-41, p. 28 s.). C. Watzinger, archéo- 
logue distingué, a trés justement remarqué que le rédt de Juges 16, 23 ss. ne 
nous dit rien sur la forme du portique du temple philistin (. Denkmaler Pald- 
stinas I, 1939, p. 82). Nous allons plus loin: une cella du type „Breitraum” 
s’accorderait le mieux avec le récit, oü il est dit que tout le batiment s’écroula 
quand les colonnes furent renversées 2 ). Nous ne voulons pas dire, il va de soi, 

9 Malheureusement, Koldewey faillit aussi dans deux autres problèmes: il croyait, 
contraire a Fr. Delitzsch, que la porte dTstar a Babylon s’érigait indépendante des murs 
Imgur-Enlil et Nimitti-Enlil (MDOG 19, 1903, pp. 7-28, Koldewey; pp. 28-35, De¬ 
litzsch). Les fouilles dénoncaient Terreur de Koldewey. Le deuxième problème était 
la restitution de la Tour de Babel. 

2 ) Juges 16, 25 s. 27) ,,La maison était remplie d’hommes et de femmes... et il y avait 
Jaarbericht 17 12 






i74 


I 75 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 

que le temple philistin a eu une cella du type „Breitraum”. L’auteur du rédt 
— il s’agit ckune légende — ne nous donne pas de description du temple. Seuls 
des fouilles nous peuvent fournir des éléments sur le temple philistin. II y a 
une grande divergence ckopinion sur kapport des Philistins a la dvilisation de 
la Palestine. Selon W. F. Albright, il existe peu de doute ,,that the culture of 
the Philistins influenced Israël to a much greater extent than is commonly 
realised” (BASOR 31, 1928, p. 9). O. Eissfeldt exprime un avis tout différent 
quand il dit, ,,dass in kultureller und kultischer Hinsicht die Phönizier den 
Israeliten mancherlei zu geben hatten. Die Philister haben dem nichts an die 
Seite zu stellen” ( Philister und Phönizier , AO 34/3, 1936, p. 8) *). Des fouilles 
actuelles a Asdod, ville philistine, pourraient peut-être ,,help clear up what 
remains one of the major mysteries of Palestinian archaeology” (dans Ariel, 
nr 4, Winter 1962, p. 48 s., p. 50), dest-a-dire le röle que les Philistins ont joué 
dans le pays. Pour connaitre k origine du Temple de Jérusalem, le temple 
philistin s'avère, a notre avis, ckirnportance minime. Le problème peut être 
résolu en faisant abstraction du temple des ennemis mortels des Israélites. 

Kurt Möhlenbrink fut le premier qui, pour trouver k origine du Temple 
de Salomon a étudié k architecture sacrale de tout k Ancien Oriënt, pour autant 
qu'elle était a képoque (1932) connue {Der Tempel Salomos. Eine Untersuchung 
seiner Stellung in der Sakralarchitektur des alten Orients, 1932). Deux éléments, 
selon Möhlenbrink, sont de grande importance: 1) la division tripartite du 
plan (porche, cella du type long, adyton); 2) la connection du Temple avec le 
palais de Salomon. II croyait avoir retrouvé le premier élément dans le temple 
assyrien (cf. Andrae; voir plus haute) et le deuxième chez les Héthéens et les 
Assyriens. Möhlenbrink croyait que la cella assyrienne du type „Langraum” 
était évolué a partir de la cella héthéenne (Bogazköi), qui affecte une forme 
analogue au type dit Knickachse (cella située en largeur, tandis que le socle 

sur le tolt environ trois milles personnes. . . hommes et femmes, qui regardaient Samson 
jouer. 29) Et Samson embrassa les deux colonnes du milieu sur lesquelles reposait la 
maison.... 30) II se pencha fortement, et la maison tomba sur les princes et sur tout le 
peuple qui y était’\ — Dans un batiment du type mégaron, les solives sont en général 
posées sur les murs latéraux, le renversement des colonnes du portique n’aura pas 1’effet 
que tout le batiment s’écroule. Dans un batiment du type Breitraum (sans portique), 
nombre de solives reposent sur 1’architrave, le renversement des colonnes (n’importe 
qu’il y a deux ou quatre) aura 1’effet raconté vs. 30. 

9 C. H. Gordon, au contraire, dit: ,,The Philistins, who had migrated from the heart 
of the East Mediterranean, were the chief cultural influence brought to bear on Israël, 
during the latter’s formative period” (Homer and the Bible, HUCA XXVI, 1955, PP- 43- 
108, p. 48); le même, The Röle of the Philistins (Antiquity 117, 1956, pp. 22-26). — Outre 
les données de la Bible sur les Philistins, on connait du moins la céramique de ce peuple, 
voir W. F. Albright, The Archaeology of Palestine and the Bïble z , 1935, p. 104 n. 92, 
p. 199 n. 92; cf. G. E. Wright, Biblical Archaeology , 1957, P- 89 s. Trés probablement, les 
Philistins ont introduit le fer en Palestine, voir Wright, Iron : The Date ofits introduction 
into common use in Palestine (AJA XLIII, 1939, pp. 458-463). 


LES ORIGINES DU TEMPLE DE SALOMON 

[,, Postament”] est placé contre une paroi courte; en anglais on nomme ce type 
,,around the corner”) x ). ,,So bleiben wir also mit guten Gründen bei unserer 
Ableitung des salomonischen Tempels aus dem Palastkultraum der Hetiter 
und dem daraus hervorgegangenen assyrischen Tempel” (o.c., p. 102). Les 
batiments dans la ville basse de Bogazköi, autrefois considérés par plusieurs 
savants comme des palais, étaient des temples 2 ). II ne s’agit donc pas ckun 
,,Palastkultraum”. Quant a k origine de la cella assyrienne (,,Langraum”), 
elle n’a sans doute rien a voir avec la cella des temples de Bogazköi. Andrae 
avait considéré la cella assyrienne comme apparentée au type mégaron (chez 
C. Preuser, Die Paldste in Assur, 66, WVDOG, 1955, p. 5), dont il faut chercher 
k origine dans kOuest (o.c., p. 4-5). C'est un plan contenant au moins une salie 
longue accessible a partir ckun porche, muni ou non de colonnes soutenant 
karchitrave. Accidentellement le plan peut avoir une division tripartite. Les 
fouilles a Troie, Mycène, Tirynthe, exécutées par H. Schliemann et W. 
Dörpfeld ont depuis longtemps fait connaitre des batiments du type méga¬ 
ron 3 ). Des fouilles américaines a Troie, sous la direction de C. W. Blegen y 
ont mis au jour ckautres exemples 4 ). De Troie a Assur, il y a géographiquement 
et historiquement une longue distance. Des fouilles anglaises a Beicesultan 
(Anatolie) sous la direction de S. Lloyd, ont pourtant mis au jour des mégara 
(il s’agit de temples) datant du deuxième millénaire av. J.-C. 5 ). Et, ce qui est 

9 R. Naumann Tappelle quelquefois „querliegenden Tiefraum” ( Teil Halaf II, 1950, 
p. 399). A tort Naumann remarque ,,dass die attesten Beispiele in Assur zu finden sind...” 
(l.c.). II n’y a aucune doute que le type s’est répandu de la Sud Mésopotamie vers le nord, 
voir notre étude Sumerische en Babylonische Tempelbouw, 1940, p. 20 s. — De la cella des 
temples héthéens, Naumann dit que elles ,,weder dem ,,nordischen” Langraum, noch dem 
assyrischen Knickachsenraum, der in der Schmalseite keine Fenster aufweist (gleicht)” 
(o.c., p. 426). II s’agit néanmoins, a notre avis, du même type. 

2 ) Voir Naumann, o.c., pp. 389 ss., Fig. 475-479, p. 390-391; K. Krause. Bogazköy, 
Tempel V, 1940. Th. A. Busink, Tempelbouw in Oud-Cappadocië (JEOL 6, 1939, pp. 
203-219). 

3 ) H. Schliemann, Troja (éd. angl.), 1884, Fig. 26, p. 79 et Plan VII (Troie II). W. 
Dörpfeld, Troja und Ilion, 1902, pp. 81 ss., Fig. 23, p. 81. Le terme mégaron ne se 
trouve pas encore dans Troja de Schliemann. II est introduit par Dörpfeld, 
d’abord pour la grande salie du mégaron a Tiryns (voir Ch. V dans Schliemann, Tiryns 
(éd. angl.), 1886, pp. 177-308, p. 208); c’est notamment la salie principale du palais ho- 
mérique (Liddell-Scott, s.v. ptiyapov). Remarquons qu’on applique le terme mégaron 
quelquefois aussi a un plan qui ne contient qu’une salie longue, sans porche (ainsi W. 
Radig, Der Wohnbau im jungsteinzeitlichen Deutschland, 1930, p. 63 s.; V. Müller, 
Development of the „Mégaron” in Prehistorie Greece , AJA 48, 1944, pp. 342-348). Un 
mégaron, c’est pour nous un batiment qui contient une salie longue précédée d’un portique, 
cf. Naumann, o.c., p. 314. II nous semble toutefois advissible, contraire a Naumann (qui 
le terme n’applique qu’a des batiments du type ,,Einzelbau”, l.c.), de songer aussi a un 
plan composite qui contient une salie longue avec portique. 

9 C. W. Blegen, Troy I, 1, 1950, p. 37, 89 ss., maison 102, stratum Ib; Troy I, 2, 
Fig. 418, 426. Naumann, o.c., Fig. 393, p. 317. 

9 Anat. Stud. VIII, 1958, p. 97 s., Fig. 2, p. 99; p. 107 s., Fig. 6, p. 109. Seton Lloyd- 
James Mellaart, Beycesultan I, 1962, Fig. 22, face a p. 58. 




I76 JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 

plus important, des fouilles turques a Kültepe, oü était établie une colonie 
commerciale assyrienne au XlXe siècle av. J.-C. 1 ), ont mis au jour la aussi 
un mégaron 2 ). II est donc possible que la cella longue des temples assyriens 
soit originaire d’Anatolie 3 ), mais il ne faut pas en chercher Forigine dans les 
temples de Bogazköi. Pour résoudre le problème de Forigine du Temple de 
Salomon on doit donc faire abstraction des temples héthéens du temps de 
1 ’Empire („Grossreichzeit”). Quant a la connection du Temple avec le palais 
(elle ne se trouve pas, contrairement a ce que Möhlenbrink pensait, chez les 
Héthéens de 1 ’Empire), on en connait des exemples non seulement en Assyrie, 
mais aussi ailleurs en Mesopotamie 4 ), en Syrië du Nord 5 ), en Egypte 6 ); la 

x ) La question s’il s’agit d’une colonie commerciale (B. Landsberger), ou d’un empire 
assyrien embrassant la Cappadoce (J. Lewy), est tout récement étudié de nouveau par 
Paul Garelli ( Les Assyriens en Cappadoce. Bibliothèque archéologique et historique de 
Tlnstitut Fran9ais d’Archéologie d’Istanbul, 1963). Selon Garelli, ,,Le Cappadoce ne 
devint pas terre d’Empire, mais elle fut le source d’un enrichissement considérable....” 
(P- 376 ). 

2 ) Anat. Stud. IV, 1954, P- I 9 J VII, 1957, P- 2 °- Belleten XVIII, 1954, P- 373 - 

3 ) Cf. Kurt Jaritz, Die Kulturreste der Kassiten (Anthropos 55, 1960, pp. 17-84, 
p. 20). Jaritz ne mentionne ni les mégara de Beycesultan, ni ceux de Kültepe; le même, 
Mesopotamische Megara als kassitischer Import (Ztf. f. Ethn. 83, 1958, pp. iioss.; eet 
article nous n’avons pas lu). La question si les Assyriens ont emprunté la cella longue 
des Kassites, ou directement de 1 ’architecture anatolienne, nous semble difficile arepondre. 
En Assyrie, elle apparait pour la première fois dans le Sin- 5 amas temple a Assur (Andrae, 
Das Gotteshaus, 1930, p. 24; A. Haller, Die Heiligtümer des Gottes Assur und der Sin- 
Samas-Tempel in Assur, 67. WVDOG, 1955, pp. 82 ss., Taf. 16-18), fondé par Assurnirari I 
(1495-1470, Haller o.c., p. 84). Le temple Kassite dTnnin a Uruk, bati par Karaindasch, 
date d’environ 1450 av. J.-C. (le plan dans UWVB I, Taf. 10; Handh. der Archdologie I, 
1939, Fig. 64, p. 700; Busink, Sum. en Bah. Tempelbouw, PI. XI, 16). Andrae songeait 
1938 a Tinfluence de P architecture kassite [Das wieder er standene Assur, p. 31), comme 
Jaritz aujourd’hui. Pourtant, le problème n’est pas résolu. La cella longue (précédée 
d’un proche) se trouve a Gawra (ca. 22 km NNO. de Mossoul) déja dans stratum VIII, 
période de Djemdet-Nasr (E. A. Speiser, Excavations at Tepe Gawra I, 1935, p. 27, 
PI. XI). Des fouilles récentes a Teil Chuëra (dans le NE. de la Syrië), exécutées par A. 
Moortgat, ont d’ailleurs mis au jour un temple a antes du 3e millénaire (2e moitié) qu’on 
doit comparer, a notre avis, au mégaron. 1 \ s’agit d’un temple-type ,,der in Nordmesopo- 
tamien zur Akkad-Zeit gebrauchlich war”, c’est a dire (selon Moortgat) chez les Hour- 
rites-Mitanniens (A. Moortgat, Teil Chuëra. 3. Grabungskampagne, 1960, pp. 10 ss., 
p. 13, PI. II-III). 

4 ) Esnunna (Teil Asmar), palais de Ilusuilia, avec chapelle palatine (OIC 16, 1933, PP- 
i ss., Fig. 3, face a p. 4). Palais de Mari (A. Parrot, Mission archéologique de Mari II. 
Le Palais, 1958, ch. XIII, pp. 245 ss.; voir aussi p. 262). 

5 ) Alalakh (Teil Atchana), palais de Yarim-Lim, a cöté de lequel se trouve le sanctuaire 
principal de la ville (L. Woolley, Alalakh, 1955, Fig. 35, face a p. 92; le même, A For- 
gotten Kingdom, 1953, Big. 12, p. 73). Palais de Qatna (R. du Mesnil du Buisson, Le 
Site Archéologique de Mishrifé-Qatna, 1935, PP- 7 1 ss., Pb XVI). 

6 ) Le temple funéraire de Ramses III a Medinet-Abou, avec un petit palais (U. Höl- 
scher, The Excavation of Medinet Habu I, OIP XXI, 1934, Pb 2 )> n’est pas un bon exem- 
ple, comme Möhlenbrink (o.c., p. 50) a déja remarqué; cf. U. Hölscher, Die Wieder - 
gewinnung von Medinet Habu, 1958, p. 18. Un bon exemple d’un Royal Chapel se trouve 
a Amarna (voir J. D. S. Pendlebury, The City of Akhenaten III, 1951, PI. XVI; le même, 
Teil el-Amarna, 1935, Pb face a p. 83). 


LES ORIGINES DU TEMPLE DE SALOMON 177 

plupart de ces données datent pourtant d’après 1932, année oü parut le livre 
de Möhlenbrink. 

II reste la question de savoir si la division tripartite et la cella longue du 
Temple ont eu leurs origines dans le temple assyrien, comme 1 ’imaginait 
Möhlenbrink. Möhlenbrink a pourtant lui-même aussi remarqué que la 
première pourrait avoir son origine dans un temple palestinien plus ancien: 
,,eine Dreiteilung des Kultgebaudes liegt bei entwickelteren Kultbauten nahe 
genug” (o.c., p. 103). Les fouilles exécutées en Palestine après 1932 Font dé- 
montré 1 ). Quant a Forigine de la cella longue, on ne doit plus, comme en 1932, 
penser a FAssyrie. M. Martin Noth, le maitre incontesté de la „Geschichts- 
schreibung” (W. Eichrodt, chez John Bright, Altisrael in der neueren Ge- 
schichtsschreibung, trad. 1961, p. 6) et qui selon plusieurs savants n’accorderait 
pas une grand importance a Farchéologie pour connaitre Fhistoire dTsrael 
(voir pourtant M. Noth, Der Beitrag der Archdologie zur Geschichte Israels, 
VT Suppl. VII, 1960, pp. 262-282, notamment p. 272 n. 2) a trés bien vu que 
Findice de la cella longue se trouve en Palestine déja au Moyen et Récent 
Bronze (Die Welt des Alten Testaments 4 , 1962, p. 160 s.). C’est la qu’il faut 
chercher la genèse du Temple de Salomon. 

La thèse de Forigine assyrienne, proposée par Möhlenbrink, a été adoptée 
par K. Galling (ZDPV 55, 1932, pp. 245-250, p. 246) et par A. Alt (PJ 35, 
1939, P- 99 > n - 5 )- C. Watzinger 1 ’avait rejeté catégoriquement (Denkmaler I, 
1933, P- 89, n. 1). Remarquons qu’on man que de dates historiques et de don¬ 
nées architecturales qui pourraient témoigner d’une influence assyrienne en 
Palestine au X e siècle av. J.-C. 2 ). 

2. Origine phénicienne 

Nous avons ici des faits historiques intéressants. Hiram, roi de Tyr, fit alli- 
ance avec David et Salomon et il fournit les bois de cèdre pour la construction 
du Temple 3 ). Un tyrien, Hiram, qui travaillait 1 ’arain, fit les colonnes Jachin 

9 Voir plus bas. — Sur les fouilles en Palestine jusqu’a 1935 nous avons 1 ’excellent 
ouvrage du savant paléstinologue hollandais J. Simons, Opgravingen in Palestina, 1935. 
Magistral est son ouvrage Jerusalem in the Old Testament, 1952. Sur les fouilles en Palestine 
et Jordanië dès 1939 a 1946, voir G. E. Kirk, PEQ 1946, pp. 92-102. Sur les fouilles en 
Israël dès 1948 a 1958, Sh. Yeivin, A Decade of Archaeology in Israël, 1960. 

2 ) Seulement sous Adad-nirari II (911-891) 1 ’expansion assyrienne rependit de nouveau 
son mouvement (RLA Vol. I, c. 293 ss.). Sur 1 ’influence de la culture assyrienne en 
Palestine au 8e~7e siècle, voir Ruth B. K. Amiran-J. Dunayevsky, The Assyrian Open- 
Court building and its Palestinian derivates (BASOR 149, 1958, pp. 25-32). Ruth Amiran, 
A Late Assyrian Stone Bowl from Teil el-Qitaf in the Bet-She c an Valley ( c Atiqot II, 1959, 
pp. 129-132, PI. XIX, 1-3). 

3 ) i Rois 5, 5-10; cf. 2 Chron. 2, 16. Le bois fut expédié par mer en radiaux jusqu’a 
Japho. Teil Qasile, voisin de Teil Aviv, est probablement le site oü Ton a débarqué les 
radiaux (B. Maisler [Mazar], BA XIV, 2, 1951, p. 43). 








178 JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 

et Boaz, la mer d'arain, etc. 1 ). D'après une notice de Ménandre, il y avait 
a Tyr a cette époque trois temples, dont Hiram, le roi, en fit démolir et re- 
nouveler deux, celui d'Héraclès (Melqart) et celui d'Astarte (Anath) (apud 
Josèphe, Ant. VIII, 5, 3 § 144 s.; c. Ap. I, 18 § iióss.). On ne sait presque 
rien de ces temples. Maurice Chebab, qui fait des fouilles a Tyr, croit avoir 
retrouvé remplacement du fameux temple de Melqart (Tyr a Vépoque romaine. 
Aspects de la cité d la lumière des textes et des fouilles. Mélanges de TUn. Saint 
Joseph XXXVIII, 1962, pp. 13-40, p. 17). C'est archéologiquement tout qu'on 
sait de Tanden sanctuaire 2 ). H. Gressmann a néanmoins supposé que le 
Temple de Salomon avait été bati selon le modèle du temple de Melqart a 
Tyr [Die dlteste Geschichtsschreibung und Prophetie Israels, 1921, p. 210) et 
J. Morgenstern affirme catégoriquement que le Temple fut ,,patterned 
directly after the temple of Melcarth at Tyr. ..." (VT X, 1960, p. 176). Plu- 
sieurs de savants ont affirmé que le Temple de Salomon était „phénicien", 
ou du moins ils ont songé a cette origine. Ainsi W. F. Albright 3 ), A. Parrot 4 ), 
L. H. Vincent 5 ), C. Watzinger 6 ), G. E. Wright 7 ), et d’autres. Le terme 
„phénicien" n'a cependant pas la même signification chez tous les savants. 
La plupart songent sans doute au temple des Phéniciens historiques. Pour 

x ) i Rois 7, 13 ss. Sur les mines de cuivre de Salomon, voir Beno Rothenberg, Ancient 
Copper Industries in the Western Arabah (PEQ 94, 1962, pp. 5 ss., pp. 42 s.; sur Teil el- 
Kheleifeh, voir pp. 44 ss.: ,,no copper was extracted from ore in Teil el-Kheleifeh”, p. 49, 
contraire a ce que N. Glueck avait admis). 

2 ) Voir E. Will, Au Sanctuaire d'Héraclès d Tyr (Berytus X, 1950-51, pp. 1-12). 
,,La ville de Tyr n’a pas encore livré ses secrets et Ton reste toujours réduit aux con- 
clusions d’E. Renan sur la location du sanctuaire d’Héraclès et sur son extension” (l.c., 
p. 11). Citons aussi Perrot-Chipiez III, 1885, p. 249: ,,les savants qui ont étudié la 
topographie de Tyr ne sont même pas d’accord entre eux sur la question de savoir oü il 
faut chercher remplacement de ce sanctuaire auguste. . .En 1915, W. B. Fleming 
écrit: ,,One wonders if the ruins of this temple may not come to light” ( The History of 
Tyre, 1915, p. 147). D. Harden en 1962: ,,Since modern Tyre lies on the same site we have 
little hope that any of the internal details of the city can be disclosed” (The Phoenicians, 
p. 30). Voir maintenant M. Chébab, l.c. 

3 ) From the Stone Age to Christianity 2 , 1946, p. 225; le même, The Biblical Period. 
(The Jews. Their History, Culture and Religion, ed. L. Finkelstein, I, 1949, p. 28); 
le même, dans The Bible and the Ancient Near East, ed. G. E. Wright, 1961, p. 362 
n. 114: ,,it becomes clearer all the time that it must have been typically Phoenician. . .” 

4 ) Le Temple de Jeruzalem, 1954, P- I 3 : ne faut P as non phis abuser des comparaisons 

avec 1 ’Égypte et la Mésopotamie. L’idéal serait de connaitre un temple phénicien du 
X e siècle av. J.-C. mais aucun n’a réapparu”. 

5 ) Le caractère du Temple Salomonien. (Mélanges Bibliques rédigés en 1 ’Honneur de 
André Robert (f 1955), pp. 137-148, p. 137). 

6 ) Denkmaler Paldstinas I, 1933, P- 89; l e même, dans Handb. der Archdologie I, 1939, 
p. 813. 

7 ) Biblical Archaeology, 1957, P- I 4 °- — Voir aussi Miss Kathleen Kenyon, Archaeo- 
logy in the Holy Land, 1960, p. 245. (II est curieux que Miss K. voit un rapport entre le 
temple de ’Ay (Ancien Bronze) et le Temple Salomonien, p. 116; pour connaitre les ori- 
gines du Temple, cette comparaison ne se montre pas instructive). H. M. Orlinsky, 
Ancient Israël, 1954, P- 8°. 


LES ORIGINES DU TEMPLE DE SALOMON 179 

Albright, le maitre incontesté de Tarchéologie palestinieme, grand philologue 
et historiën, le mot „phénicien" est géographiquement, historiquement et 
culturellement synonyme de „cananéen" (The Role of the Canaanites in the 
History of Civilization , dans The Bible and the Ancient Near East. Essays in 
Honor of W. F. Albright, 1961, pp. 328-362, p. 328). II ne veut cependant ap- 
pliquer le terme „cananéen" que pour le peuple (et sa civilisation) de la Syrië 
occidentale et de la Palestine avant le XII e siècle av. J.-C., le mot ,,phénicien" 
pour le même peuple (et sa civilisation) après ce siècle (l.c.). Remarquons ce¬ 
pendant qu'A lbright lui-même a utilisé le terme ,,phénicien" pour le temple 
de Hazor, datant du Bronze Récent (BASOR 155,1959, p. 32). Selon Albright, 
il y aurait eu a TAge du Bronze ,,a homogenous civilization which extended. . . . 
from Mount Casius, north of Ugarit, to the Negeb of Palestine. . ." (VT Suppl. 
III, 1955, p. 2). Le savant dit ensuite: ,,This civilization shared a common 
material culture (including architecture, pottery, etc.) through the entire 
period. ..." (l.c.). De ce point de vue, on pourrait qualifier de ,,phénicien" ou 
,,cananéen" tous les temples de la Palestine ancienne et aussi ceux d'Ugarit. 
Ce serait une erreur: les temples d'Ugarit ne sont ni ,,phéniciens", ni „cana- 
néens". On ne les peut désigner autrement que comme ,,ugaritiens". Ils se 
distinguent trés nettement des temples de la Palestine ancienne et des temples 
phéniciens 1 ). Remarquons que les Ugaritiens ne se sont pas considérés comme 
cananéens 2 ). On ne peut davantage désigner comme ,,phéniciens" les temples 
de la Palestine ancienne. Le temple phénicien, celui des proto-Phéniciens comme 
des Phéniciens historiques, se distinguent apparemment des temples palesti- 
niens et des temples d'Ugarit par un détail trés important: le socle pour Pem- 
blème du dieu était placé au milieu de la cella, tandis qu'ailleurs il est posé 
contre une paroi, dans laquelle est eventuellement ménagée une niche 3 ). 
Dans le plan lui-même on trouve souvent des différences appréciables 4 ) et les 

9 Nous les décrirons ailleurs. 

2 ) Voir A. F. Rainey, A Canaanite at Ugarit (IEJ 13, 1963, pp. 43-45). Sur la popula- 
tion d’Ugarit voir M. Noth, Die Herrenschicht von Ugarit im, 15.I14. Jahrh. v. Chr. (ZDPV 
65, 1942, pp. 144-164); le même, Die syrisch-paldstinische Bevölkerung des zweiten Jahr- 
tausends v. Chr. im Lichte neuer Quellen (ibid., pp. 9-67, pp. 34 ss.). Cl. F. A. Schaeffer, 
Une écriture chypriote particuliere d Ugarit (AAS IV-V, 1954-55, pp. 213-218, p. 213). 
Sur le nom Canaan, voir R. H. Pfeiffer-E. A. Speiser, One hundred New Selected Nuzi 
Texts (AASOR XVI, 1935-36, p. 49 et 121 s., nr 77); kinahhu ( mat kinahhu = Canaan) 
indique une variété spéciale de pourpre rouge (o.c., p. 122). Voir aussi: S. Moscati, 
Sulla Storia del Nome Canaan (Anal. Bibl., 12, 1959, p. 266-9). Mentionnons encore 
Franz Böhl (F. M. Th. de Liagre Böhl), Kanaander und Hebrder, 1911. 

3 ) P.e.: Hazor, temple du Récent Bronze (BA XXI, 2, 1958, p. 35; IEJ 9, 1959, PI. 
10 A-B; M. Noth, Die Welt des Alten Testaments* , 1962, Fig. 5 C, face a p. 160). 

4 ) Un exemple sufficera: Les temples de Megiddo XV (4040, 5192, 5269) sont du type 
Breitraum (Megiddo II, Fig. 180, p. 80), ceux de Megiddo VIII-VII B-A du type Lang- 
raum (o.c., Fig. 247, p. 103). Sur les temples de Megiddo XV voir aussi Miss K. Kenyon, 
Some notes on the Early and Middle Bronze Age Strate of Megiddo (Eretz Israël V, 1958, 
pp. 51-60; les trois temples n’ont pas existé simultanément, p. 55 s.). 






i8o 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


temples de la Palestine ancienne sont si différenciés entre eux qu'il est au fond 
inexact de parler d'un temple de type „cananéen”. 

Comme nous F avons dit, la cella du Temple de Jérusalem était du type 
„Langraum”. La cella des temples proto-phéniciens a Byblos est courte, ou a 
peu prés carrée 1 ). Malheureusement nous n'avons pas de temples phéniciens du 
X e siècle av. J.-C. et pour les siècles suivants, des exemples du basse époque font 
pourtant supposer que la cella a souvent eu une forme apparentée a celle de 
la cella ancienne. La sanctuaire d’Amrith, datant du V e -IV e siècle av. J.-C. est 
a eet égard trés intéressant. Au milieu d'un bassin sacré (38x48 m; 3 m de 
profondeur) s'élevait, sur un socle qui adhère au sol, un petit naos, dont Funique 
chambre, la cella, est du type „Breitraum”. Dans le bassin devant le naos se 
dressaient ,,deux grande cubes de pierre rapportés avec départ de colonnes 
engagées....” (M. Dunand-Nessib Saliby, dans AAS XI-XII, 1961-62, p. 7). 
Ces colonnes, qui font songer aux colonnes du temple de Melqart a Tyr et aux 
colonnes Jachin et Boaz du Temple de Salomon, témoignent qu'il s’agit d'un 
temple dans le vrai sens du mot. Le naos, nous Favons dit, ne contient qu'une 
chambre. Une particuliarité du toit fait pourtant soupgonner que le plan est 
né d'une cella précédée d'un porche: le plafond fait saillie d'environ 1 m sur le 
front de la cella (voir Perrot-Chipiez III, 1885, p. 243 et Fig. 185, d’après 
E. Renan, Mission en Phénice, pl. 10). Nous avons ici un plan bien connu par 
les temples proto-phéniciens a Byblos. Le sanctuaire phénicien de Fépoque 
romain a Byblos a un plan analogue, mais plus riche: il contient un porche, 
un avant-cella et une cella 2 ). Cella et avant-cella sont du type „Breitraum”, 
tandis que le porche n’a qu'une profondeur minime. Le socle pour Femblème 
ou Fimage du dieu est posé au milieu de la cella. ,,Le plan de ce sanctuaire. ... 
a une trés longue histoire a Byblos. Nous avons mis au jour dans nos fouilles 
de nombreuses chapelles de plan carré précédés de deux antes en prolongeant 
(sic!) les cötés lateraux” (M. Dunand, Fouilles de Byblos II, 1954-58, 
P- 33 )- 

Le temple phénicien, dit G. Contenau, ,,consistait essentiellement en une 
enceinte sacrée a ciel ouvert, avec au centre soit une petite chapelle, sanctuaire 
de la divinité, soit un bétyle, soit même un bétyle dans la chapelle” {La Civi- 
lisation phênicienne, 1949, p. 103). Tout ce que est connu du temple phénicien 
nous fait effectivement croire que le naos n'a eu architecturalement qu'une 
importance secondaire. Pourtant, lorsque Contenau, citant la représentation 
du sanctuaire de Byblos sur la monnaie du temps de Macrin, les ruines du 

9 Ainsi: Le temple immédiatement antérieur au temple aux obélisques (M. Dunand, 
Fouilles de Byblos II, 1954-58, pp. 895 ss., Fig. 1007, p. 896-97); le temple aux obé¬ 
lisques dans son dernière état (ibid. pp. 644 ss., Fig. p. 640-41). Un ouvrage sur les temples 
de Byblos le savant fouilleur de Byblos a en préparation (o.c., p. 39). 

2 ) Fouilles de Byblos II, pp. 27 ss., Fig. 22, p. 28/29. 


LES ORIGINES DU TEMPLE DE SALOMON 


l8l 


sanctuaire d’Arvad et du temple d'Eshmun a Sidon (qu'il qualifie de beau 
spécimen de sanctuaire phénicien) déclare: ,,enfin le temple de Jérusalem avec 
sa cour sacrée et le sanctuaire actuel de la Mecque ont été batis sur ce plan" 
(o.c., p. 104), il négligé le fait qu’a Jérusalem le naos (le Temple) était Félément 
principal du lieu saint. R. Dussaud avait encore été plus loin: ,,le Sémite 
repugne a enfermer son dieu dans un espace dos” (Syria VIII, 1927, p. 124). 

Sur le temple d'Héraclès (Melqart) 1 ) a Tyr, nous avons Fintéressante notice 
d'Hérodote, intéressante paree queFauteur n'utilise pas le terme v/jóg (=vaó^), 
mais Epov pour désigner le temple. Hérodote en dit: ,,je le voyait, il était plein 
d'autres ex-votos et il y avait deux stiles, Fune d'or pur, Fautre d'émeraude...” 
(II, 44). Quand Hérodote mentionne les temples de Babylone, il use le terme 
vy)Ó<;; les temples sont situés dans le ipov (I, 181, 183). De la notice d'Hérodote 
on doit inférer, nous semble-t-il — en tenant compte de ce que nous savons du 
temple phénicien — que le naos de Melqart a Tyr était un sanctuaire du type 
chapelle, plutöt que de temple monumental. 

Donald Harden, auteur d'un beau livre sur les Phéniciens, pense que la 
description du Temple de Salomon dans la Bible, ,,built as it was by Phoe- 
nician workmen, gives some indication of what an important Phoenician 
temple looked like” ( The Phoenicians , 1962, p. 91). Dans ce sens, nous ne le 
croyons pas. Le temple phénicien semble avoir été d'un tout autre ordre que 
le Temple de Salomon. L'élément dominant du Temple de Jérusalem était le 
hêkdl, une cella du type ,,Langraum”. Le debïr, sanctuaire oü était déposée 
Farche, n'avait architecturalement aucune importance. En Phénice, Félément 
principal du naos était la cella oü était placé Femblème du dieu. L'origine du 
Temple de Salomon ne se trouve pas, a notre avis, chez les Phéniciens. II est 
au contraire possible que le Temple ait été de quelque importance pour Farchi- 
tecture de Tyr au X e siècle av. J.-C., si du moins la notice de Ménandre, d'après 
laquelle le roi Hiram fit démolir et renouveler deux temples de sa capitale, a 
quelque valeur historique 2 ). II est possible, nous semble-t-il, que le caractère 
nouveau du Temple de Jérusalem ait amené Hiram a renouveler et a modifier 
quelques sanctuaires de sa ville. Dans ce sens, il pourrait y avoir quelque vérité 
dans Fassertion de M. Harden, suivant laquelle la description du Temple dans 
F Ancien Testament nous donne „some indication of what an important Tyrian 
temple looked like”. 

9 Sur Melqart, voir R. Dussaud, Melqart (Syria XXV, 1946-48, pp. 205-230); le 
même, Melqart d’après de récents travaux (RHR CLI, 1957, PP* 1-2 1). 

2 ) Ménandre a publié une traduction grèque d’une Histoire des Tyriens (Josèphe, 
Ant. VIII, 5, 3 § 144 s., VIII, 13, 2 § 324, IX, 14, 2 § 283), dont Pauteur, en tant que nous 
sachons est inconnu. Philon de Byblos publia en grèque VHistoire Phênicienne de San- 
choniaton, dont Eusèbe a conservé quelques fragments. 












i 82 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


3. Origine cananéenne-israélite. Influence phénicienne 

Plusieurs savants ont declaré que le Temple de Salomon avait été bati 
suivant les traditions cananéennes. Le monde cananéen, c'est pour eux dans 
la plupart des cas le territoire qui englobe la Palestine, la Phénice et, comme 
pour Albright, Ugarit. Ainsi, A. G. Barrois écrit: ,,il n’est sans doute pas 
nécessaire de sortir des limites du monde cananéen pour expliquer la genèse 
architecturale du Temple de Jérusalem. II s’apparente aux monuments religieux 
dont les ruines ont été décrites plus haut, pp. 355 - 375 ’’ (Manuel d’ archéologie 
biblique II, 1953, p. 442-443). L’auteur a décrit dans ces pages, outre les temples 
de Tancienne Palestine, les temples cTUgarit (o.c., p. 363 s.). Selon K. H. 
Bernhardt, il s’agit pour le Temple de Salomon cTun ,,konsequenten Über- 
nahme des kanaanaischen Tempeltypus” (VT Suppl. VIII, 1961, p. 163-164). 
L’auteur songe pourtant a Torigine phénicienne, car il poursuit: ,,Durch ty- 
rische Fachleute lasst der König seinen Reichstempel entwerfen und bauen; 
die Israeliten stellen ihm lediglich Fronarbeiter” (l.c.). Ph. K. Hitti également 
pense a Torigine phénicienne quand il parle (Torigine cananéenne: ,,The Temple 
of Solomon.... was not only built by Tyrian architects but modelled after a 
canaanite sanctuary” ( History of Syria , 1951, P- 204). Remarquons que 
rAncien Testament ne dite nulle part que le tyrien Hiram fut Tarchitecte du 
Temple. Nous y revenons plus bas. M. Noth déclare également que pour batir le 
Temple de Salomon on a suivi,,kanaanaischen Tempelbautraditionen”, mais ce 
savant ne songe apparemment ni au temple phénicien, ni aux temples cTUgarit: 
ce sont les temples de Tanden Canaan, dans le sens de la Bible, qu’il a en vue 
( Gesch . Israels 3 , 1956, p. 191). De même, nous semble-t-il, G. Fohrer quand il 
dit ,,der salomonische Tempel (ist) nach kanaanaischem Vorbild gebaut” 
(ZAW 73, 1961, p. 8), Canaan, c’est pour nous aussi un territoire qui n’embrasse 
ni la Phénice, ni Ugarit 1 ). 

Plusieurs temples, notamment de TAge du Bronze, mais aussi quelques uns 
de TAge Néolithique et de TAge du Fer, ont été mis au jour dans Tanden 
Canaan (Palestine; embrassant globalement le territoire de TÉtat dTsrael et 
une partie de la Jordanië). Nous ne les décrirons pas. Seuls les éléments im¬ 
portants pour les origines du Temple de Salomon nous intéressent ici. II faut 
le dire toute de suit: aucun de ces temples ne peut être considéré comme le 
prototype du Temple de Jérusalem, comme M. Barrois Tavait déja trés 
justement remarqué (l.c.), mais a cette époque (1953) > le temple de Hazor, 
désigné par Y. Yadin 2 ) et W. F. Albright 3 ) comme le prototype du Temple 

x ) Cf. art. Kanaan, RGG 3 III, 1959, c. 1106 s. (O. Eissfeldt-A. Kuschke). Dans 
TAge d’Amarna, Sidon, Tyr et Byblos étaient des villes en Canaan (I. J. Gelb, The Early 
History of the West Semitic Peoples, JCS XV, 1961, pp. 27-47, P- 4 2 ) i cf. W. Helck, 
Die dgyptische Verwaltung in den syrischen Besitzungen (MDOG 92, 1960, pp. 1-13, p. 6 s.). 

2 ) IEJ 9, 1959, p. 81. 3 ) BASOR 155, 1959, p. 32. 


LES ORIGINES DU TEMPLE DE SALOMON 


183 


n’était pas encore connu. Cependant ce temple n’a pas non plus le caractère 
de prototype du Temple salomonien. II n’a de commun avec lui que la division 
tripartite du plan et la position axiale des portes. Pour le reste, il n’y a que des 
différences. La cella et Tavant-cella sont du type „BreitraunT’, tandisque’a 
Jérusalem le hëkdl est du type ,,LangraunT\ A Hazor, Timage de la divinité 
était placée dans une niche au paroi de fond de la cella, a Jérusalem, le socle 
pour Tarche se trouvait au milieu de Tadyton. L’adyton, situé au fond du bati- 
ment, comme la cella du temple de Hazor, n’était pas, comme la, un sanctuaire 
pour consommer le culte. Le „Kultraum” du Temple de Salomon, c’était le 
hêkdl } situé devant Tadyton. De telles différences ne permettent pas de consi- 
dérer le temple de Hazor comme le prototype du Temple salomonien. 

Pour expliquer la genèse du Temple, on doit partir du hëkdl, une cella du 
type „Langraum”. Plusieurs temples cananéens sont plus ou moins caractérisés 
par ce type: a Jéricho (période Néolithique) x ), a Megiddo (VIII-VII B-A) 2 ) et 
Sichem 3 ) (période du Moyen Bronze); Lachis 4 ) (période du Récent Bronze); 

9 AAAL XXIII, 1936, p. 69 s., PI. XL. J. Garstang-J. B. E. Garstang, The Story 
of Jéricho, 1948, p. 60 s., Fig. 5, p. 59; période pré-céramique. Garstang Tavait déja 
désigné comme mégaron (l.c.). II est probable, a notre avis, que le type soit originaire 
d'Anatolie, bienque le mégaron de Jéricho semble être le plus ancien exemple connu. 
En Anatolie, le type a eu une longue histoire, en Palestine le type a disparu après Jéricho 
XI. Selon J. Mellaart, la céramique peinte de la période néolithique a Ghrubba (13 km 
a TE. de Jéricho) est apparentée de la céramique de Mersin et d’au tres sites anciens de 
la Cilice (Ann. Depart. Ant. Jordan III, 1956, pp. 24-33, p. 32), ce que témoigne de trés 
anciennes relations avec le nord. 

2 ) Megiddo II, pp. 102 ss., Fig. 247, p. 103. De ce temple (2048) il y a trois phases: 
stratum VIII, VII B et VII A, datées par les fouilleurs (R. S. Lamon-G. M. Shipton) 
Récent Bronze I (VIII) et R.B. II (VII B - VII A). Le plan (VIII-VII B) est conform 
celui du temple de Sichem, qui date du Moyen-Bronze II C. C’est pourquoi G. E. Wright 
la fondation du temple VIII date M.B. II C (BASOR 148, 1957, p. 20 n. 4; The Bible and 
the Ancient Near East , 1961, p. 90); cf. Miss K. Kenyon, Archaeology in the Holy Land, 
1960, p. 203 n. 1. Selon Miss Kenyon, VII A (la dernière phase) semble avoir existée 
jusqu’è, ca. 1150 (o.c., p. 215). 

3 ) C'est le temple fouillé 1926 par E. Sellin ( Ausgrabungen in Sichem, ZDPV 49, 
1926, pp. 229-236, p. 309 ss., Taf. 33, arrière p. 372), daté par Sellin au 13e siècle av. 
J.-C., par F. M. Th. de Liagre Böhl ca. 1700 (De Opgraving van Sichem, 1927, p. 34-35). 
Le problème de la chronologie est résolu par les fouilles américaines sous direction de 
G. E. Wright: le temple date du Moyen-Bronze II C (ca. 1650/1625 - 1550/1590). Les 
rapports prélim. des fouilles: BA XX, 1957, PP- 92 ss. (2e camp.); BASOR 148, 1957, 
p. 20 (id.); BA XXIII, 1960, pp. 110-119 (3e camp.); BASOR 161, 1961, pp. 28 ss. 
(3e camp.); 169, 1963, pp. 18 ss. (4e camp.); le temple est dénommé The Fortress-Temple. 
Le plan: BASOR 16, 1961, Fig. 12, p. 33. Sur la chronologie, voir aussi Y. Yadin, A Note 
on Dating the Shechem Temple (BASOR 150, 1958, p. 34) et la réponse de G. E. Wright, 
ibid. p. 34-35. Du problème du temple de Ba c al Berith, nous parlerons ailleurs. 

4 ) Olga Tufnell e.a., Lachish (Teil ed Duweir) II, The fosse temple, 1940, pp. 35 ss.; 
PI. LXVI, LXVII, LXVIII temple I, II, III. Temple I, le plus ancien, est du type Knick- 
achse. Selon Miss Tufnell, temple III est dévasté ca. 1200 av. J.-C. (Lachish III, 1953, 
p. 51), selon Albright, ca. 1230 (AASOR XVII [1936-37], 1938, p. 78; voir aussi p. 78 
n. 1: 1260 selon J. L. Starkey). 



















184 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


Beth-Shan (V) *) (période du Fer). Les temples de Beth-Shan, que B. Maisler 
(Mazar) a cause de la céramique a daté d’environ 1050 av. J.-C. jusqu’a la fin 
de la monarchie unie 2 ), offrent les plus claires exemples d’une cella du type 
long. La cella du temple nord a environ 13 m de long et environ 8 m 50 de large; 
celle du temple sud environ 14 m de long et 7 m 50 de large. II est donc peu dou- 
teux que le hëkdl est une cella empruntée a 1 ’architecture sacrale de Canaan. 
II s’agit de tout autre chose, a notre avis, pour le debïr. Quelques temples ont 
sans doute un adyton, notamment les temples de Beth-Shan VII-VI 3 ), aucun 
toutefois n’est comparable au debïr du Temple de Salomon. La genèse et 1 ’his- 
toire de 1 ’adyton dans 1 ’architecture sacrale de Canaan sont intéressants. Cet 
élément n’apparaït qu’au dernier Age du Bronze. A Lachis, les phases I-II du 
,,Fosse”-temple n’ont qu’un simple socle posé contre la paroi de la cella 4 ). En 
III, un structure comparable a un petit sanctuaire (il s’agit pourtant d’un 
alcöve surelevée) occupe la place du socle 5 ). Malheureusement, après la 
destruction de III, le temple ne fut jamais rebati. II nous semble trés probable 
que le temple IV aurait montré un adyton dans le vrai sens du mot, comme 
les temples VII-VI a Beth-Shan. II n’y a aucune raison, nous semble-t-il, de 
supposer que Padyton du temple cananéen est né sous rinfluence de PÉgypte 6 ). 
Néanmoins, c’était un élément nouveaux dans le temple en Canaan et il ne fut 
certainement pas accepté partout, ou devint un adyton ouvert. A cet égard, 
la comparaison entre le temple VI et le temple VII a Beth-Shan est instructif: 
Padyton du temple ancien (VII) a une porte d’une largeur normale, celui du 
temple postérieur (VI) a une entrée qui occupe presque toute la largeur du 
saint des saints. Les fouilleurs de Beth-Shan ont supposé que les deux temples 
du stratum V ont eu un saint des saints 7 ) comme les temples VII-VI. Quant 
au temple nord, rien permet, nous semble-t-il, de supposer qu’il en fut ainsi. 

x ) Alan Rowe, The four canaanite temples of Beth-Shan, 1940, pp. 22 ss., PI. X, temple 
sud de Ramses III; pp. 31 ss., PI. XII, temple nord de Ramses III. Sur la chronologie, 
voir n. 2. 

2 ) BIES XVI, 3-4, 1951, pp. 14 ss. (hébr.), pp. II-VI, résumé angl., p. III; cf. G. E. 
Wright dans AJA 45 XLV, 1941, p. 485. La chronologie proposée par Albright est 
différente: i2e-ioe siècle (AASOR XVII, p. 77). 

3 ) Beth-Shean II, 1, PI. VI et VIII. 

4 ) O.c., PI. LXVI-LXVII. 

5 ) O.c., PI. LXVIII. 

6 ) Beth-Shean était alors une garnison égyptienne; „agyptische Offiziere und Beamte 
walteten jetzt zwei Jahrhunderte lang innerhalb und ausserhalb der Mauern” (A. Alt, 
Zuy Geschichte von Beth-Sean, 1500-1000 v. Chr., KI. Schr. I, 1953, PP- 246-255, p. 250; = 
PJ 22, 1926, pp. 108-120). L’adyton le plus ancien se trouve peut-être dans le batiment 
du Récent Bronze que R. de Vaux a mis au jour a Teil el-Far c ah (Tirza), quand il s’agit, 
comme de Vaux suppose (avec une ?) d’un temple (RB 64, 1957, PP- 574 ss -> Fig. 8, 
p. 575). Le sol de Padyton (?) est environ 70 cm plus haut que celui des autres pièces 
(l.c., p. 575). L’entrée de Padyton ( ?) et Pescalier qu’on y doit supposer sont entièrement 
disparus. 

7 ) O.c., II, 1, PI. X et XII. 


LES ORIGINES DU TEMPLE DE SALOMON 


185 


Pour le temple sud, c’est probable, mais ici aussi il s’agit d’un adyton ouvert 
(avec des colonnes dans 1’entrée). 

Du récit de 1 Sam. 1, 9 ss. on doit peut-être déduire que le temple de Silo 
(un temple cananéen, sans doute) *) était dépourvu d’un adyton. Éli 

était assis sur un siège, prés de 1 ’un des jambages 2 ) du temple . . . Comme 
elle [la suppliante Anne] restait longtemps en prière devant 1 ’Éternel, Éli 
observa sa bouche . . La suppliante se trouvait apparemment, ou bien en 
dehors du temple, ou bien dans le vestibule, si le temple, comme c’est probable, 
en avait un. Ceci nous fait supposer que 1 ’arche était posée dans le hëkdl oü 
la suppliante ne doit pas pénétrer. Trés probablement le temple de Béthel, 
érigé par Jéroboam était également dépourvu d’adyton, comme Milos Bic 1 ’a 
supposé (ArOr XVII, 1949, pp. 46-63, p. 48). Pourtant, on ne peut pas songer 
simplement avec Bic a un ,,lieu de réunion” (l.c.). II faut plutöt admettre que 
le taureau d’or était placé dans le hëkdl, afin que 1’image du dieu soit visible 
par tous les adorateurs 3 ). 

Tout récemment, des fouilleurs Israéliens, sous la direction de Yohanan 
Aharoni de 1 ’Université hebraïque de Jérusalem, ont mis au jour a Teil Arad 
un sanctuaire qui date peut-être, selon les fouilleurs, du X e siècle av. J.-C. 
D’après informations des journaux le sanctuaire contient un debïr et quelques 
vestibules 4 ). Nous ne savons pas s’il s’agit d’un vrai adyton, ou simplement 
d’une cella analogue a celle des temples phéniciens. 

9 Sur les fouilles de Seiloun (Silo), voir Hans Kjaer, The Excavation of Shiloh (JPOS 
X, 1930, pp. 87-174). On n’a pas retrouvé le temple. O. Eissfeldt a écrit son article 
Silo und Jerusalem (VT Suppl. IV, 1957, PP- 138-147) d’exhorter les archéologues a un 
nouveau campagne de fouilles (l.c., p. 140). ,,Vor allem müssen die Grundmauern des 
Tempels. . . . noch zu finden sein” (p. 147). Quand Eissfeldt dans le même phrase dite 
,,die gewiss so ahnlich aussehn wie die des Tempels im nordsyrischen Teil Tainat”, il 
s’agit d’une supposition peu probable. Rien ne fait supposer que le temple de Silo ait eu 
un portique aux colonnes et un adyton, comme le temple de Tainat (AJA XLI, 1937, 
Fig. 4, p. 8; ce temple date du 8e siècle av. J.-C.). Selon M. Haran, le temple de Silo 
,,had the form of a boarded and curtained tabernacle” ( Shilo and Jerusalem, JBL LXXXI, 
1962, pp. 14-22, p. 22). Avec la plupart des savants nous admettons que le sanctuaire de 
Silo était un temple dans le sens propre du mot. C’était un hëkdl (1 Sam. 1, 9. 3, 3). Rien 
n’indique que le terme hëkdl eut aussi la signification ,,Zeltheiligtum” (ainsi A. Bruno, 
Gïbeon, 1923, p. 64 n. 1) ou Tabernacle. Sur le caractère du temple de Silo d’après le 
Mishna, voir J. Obermann, dans JAOS 61, 1941, p. 42. 

2 ) DTlTft (1 Sam. 1, 9); Bible Segond: poteaux. 

3 ) Sur les fouilles américaines de Beitin (Béthel), dès 1954 sous direction de J. L. 
Kelso, voir: BASOR 56, 1934, PP- 2-15 (le camp., W. F. Albright); 137, 1955, pp. 5-10 
(2e camp.); 151, 1958, pp. 3-8 (3e camp.); 164, 1962, pp. 5-19 (4e camp.); RB 69, 1962, 
pp. 254 s. (4e camp.). Ann. Depart. Ant. Jordan VI-VII, 1962, p. 122-23. Le rapport final 
n’a pas encore paru. Le Temple de Jéroboam n’a pas réapparu. — Quant au taureau d’or, 
nous ne suivons pas H. Th. Obbink (Jdhwehilder , ZAW NF 6, 1929, pp. 264-274) et ses 
adhérents qui songent a un piëdestal, tröne du dieu in visible, mais plutöt H. J. Kraus: 
il s’agit d’une tauromorphe ,,Gottesdarstellung” ( Gottesdienst in Israël, 1962, p. 176). 

4 ) M. K. R. Veenhof, conservateur adjoint de 1 ’Institute a Leide (Nederlands Instituut 
voor het Nabije Oosten) m’a informé de cet importante découverte. Voir maintenant son 


_ 
























i86 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


Pour expliquer la genèse du Temple de Salomon, Möhlenbrink considérait 
la division tripartite du plan comme un signe distinctif, et Albright et Yadin 
pensent le même. On retrouve cette di vision dans quelques temples cananéens 
(Hazor; Beth-Shan); rien ne semble donc plus logique que de songer a une 
origine cananéenne. Nous croyons pouvoir expliquer autrement la di vision 
tripartite du Temple. II ne s’agit pas proprement parler cFune division tri¬ 
partite, car Fadyton, structure en bois, était une sorte de naiskos érigé dans 
une cella du type long. Rien de semblable ne se trouve dans les temples 
cananéens. La, Fadyton constitue une partie du plan. II évoluait d'ailleurs, 
comme nous Favons constaté, d’un adyton plus ou moins fermé vers un 
sanctuaire largement ouvert, tandis que le debïr du Temple fut un sanctuaire 
clos. On ne peut pas songer a la renaissance d'un idéé depuis longtemps enterrée. 
D’ailleurs, le plan du debïr , carré, est tout autre que celui d’autrefois. Comme 
legs du passé cananéen, on ne peut considérer que la cella longue accessible 
d’un porche. On doit chercher Forigine du debïr en dehors F architecture monu¬ 
mentale: dans une chapelle en bois, ou dans une tente. 

Le problème du Tabernacle (Exod. 25 ss.), structure en bois, est, comme on 
le sait, un des plus difficiles de F Ancien Testament 1 ). Tout récemment, J. Dus 
a défendu la thèse que FÉcriture P, ordinairement située après FExil, date 
du temps de temple a Silo, oü le Tabernacle aurait été mis a Fabri (VT XIII, 1963, 
p. 126 ss., p. 131). Nous pensons néanmoins plutöt a la tente que David fit 
monter pour y déposer Farche (2 Sam. 6, 17). Les opinions différent pourtant 
sur Forigine de cette tente. Quelques savants sont d'avis que dés une époque 
reculée Farche fut temporairement déposée dans une tente. Menahem Harran 
a encore tout récemment défendu cette thèse. La tente de David répond donc 
a un usage trés ancien 2 ). Selon A. Kuschke, il s'agit d'une union, sous David, 

entrefilet Ontdekking te Teil Arad (Phoenix IX 2, 1963, p. 93-94). La communication dans 
Hodasot 3 Arkeologiot 9, 1963, p. 4-5 (hébr.) nous avons lu grace a 1 ’aide de M. Veenhof. 

9 Voir E. Sellin, Das Zelt Jahwes (Alttestamentl. Studiën Rudolf Kittel zum 60. 
Geburtstag dargebracht, 1913, pp. 168-192); le même, Geschichte des Israël. Jüd. Volkes, 
1935, p. 92; R. Kittel, Gesch. des Volkes Israël I 5 - 6 , 1923, p. 374; M. Haran, The nature 
of the ,fohel mo'-edh ” in Pentateuchal sources (JSS V, 1960, pp. 50-65, p. 51); R. de Vaux, 
Les Institutions de VAncien Testament II, 1960, p. 125-26. Cf. J. Welhausen, Prolego¬ 
mena, éd. angl. 1885, p. 45: ,,The representation of the tabernacle arose out of the temple 
of Solomon as its root, in dependence on the sacred ark, for which there is early testimony, 
and which in the time of David, and also before it, (nous soulignons, B.) was sheltered by 
a tent”. — La thèse de Welhausen sur le Tabernacle, on le sait, a été discutée par 
plusieurs savants. 

2 ) H. H. Rowley, grand historiën biblique, est d'avis que Tarche fut déposée dans le 
temple des Jébusites ( Zadok and Nehushtan, ZDMG NF 17, 1938, p. 8-9); cf. M. 
Noth, Geschichte Israels 3 , 1956, p. 176. E. Nielsen, Some Reflections on the History of the 
Ark (VT Suppl. VIII, 1960, pp. 61-74, p. 64). Johs. Pedersen est également de eet avis, 
il songe pourtant a 1 ’arche et la tente {Israël. lts Life and Culture III-IV, 1940, p. 237 s.). 
A. van den Born demande oü cette tente fut dressée ( Samuel . Uit de grondtekst vertaald 
en uitgelegd , 1956, p. 154), sans s’exprimer sur cette question. A notre avis, c'est le plus 


LES ORIGINES DU TEMPLE DE SALOMON 


187 


de deux traditions disparates: la tradition de Farche, „habitation” de Jahwe, 
et celle du 'oh$l mo c ed , une tente ayant le caractère d'un „Erscheinungstem- 
pel” 1 ). A ce problème est liée la question de savoir si David a eu Fintention 
de batir le Temple, et aussi la question de Fexistence sous David d'une oppositi- 
on au pro jet du roi, dont le Prophéte Nathan aurait été le porte-parole 2 ). Sur 
ces questions aussi les savants ne donnent pas une réponse unanime. Avec 
plusieurs savants nous suivons le récit de 2 Sam. 7, 2 ss., d'après lequel David 
a eu Fintention de batir le Temple. Qu'il y ait eu un courant qui fit opposition 
au projet, nous semble probable 3 ). On iFavait sans doute pas oublié le temps 
d’Eben-Ézer, quand Farche était déposée dans le temple de Silo, d'oü Fon 
Femmena pour Femployer comme Palladium dans la bataille contre les Philis- 
tins, ce que eut pour résultat la perte de Farche 4 ). L'ancien sanctuaire de 
Jahwe avait été une tente: la tente de Farche, oü le dieu habitait temporaire¬ 
ment quand Farche y fut déposée, 'oh$l rno'ed, la tente oü le dieu apparaissait 5 ). 
La question de savoir sTL s'agit de deux traditions, importante pour Fhistoire 
dTsrael, est indifférente pour Forigine du debïr. Ce qu'est important, c'est qu'au 
temps de David et Salomon on gardait une trés vive impression du sanctuaire 
ancien, comme la protestation de Nathan contre le dessein du roi en témoigne. 

probable que la tente fut dressée prés du palais de David, comme plus tard le Temple 
s’élévait prés du palais de Salomon. 

9 Die Lagervorstellung der priesterschriftlichen Erzdhlung (ZAW 63, 1951, pp. 74-105, 
p. 81 ss., p. 89 ss.); cf. G. von Rad, Theologie des Alten Testaments I, 1957, PP- 233 ss. 
et p. 237 n. 108. — W. Andrae avait appliqué le terme Erscheinungstempel au temple a 
même le sol en Babylonie (OLZ 30, 1927, c. 1035; Das Gotteshaus, 1930, p. 17; Die deutschen 
Ausgrabungen in Warka {Uruk), 1935, p. 18 s.). Kuschke Fa emprunté de L. Rost 
(lx,, p. 84). Trés curieusement, la Babylonie, contraire a ce que Andrae pensait, n’a pas 
connue le temple d’épiphanie. Israël a connue la tente d'épiphanie. 

2 ) 2 Sam. 7, i ss. 

3 ) Sur la verdict du prophéte Nathan regardant le dessein de David de batir le Temple, 
voir: Th. C. Vriezen, De Compositie van de Samuel-Boeken (Orientalia Neerlandica, 1948, 
pp. 167-189, p. 183); le même. Hoofdlijnen der Theologie van het Oude Testament, 1954, 
pp. 36 ss., p. 42; M. Noth, David und Israël in II Sam. 7 (Mélanges Bibliques rédigées 
en PHonneur de André Robert, pp. 122-130); R. de Vaux, Les Institutions II, 1960, p. 171 
s.; G. W. Ahlström, Der Prophet Nathan und der Tempelbau (VT XI, 1961, pp. 113-127). 
— André Caquot, La Prophétie de Nathan et ses échos lyriques (VT Suppl. IX, 1963, 
pp. 213-224), rejette la thèse d’une opposition. L’auteur de Sam. 7 fait crédit (selon 
Caquot) de Tintention de David ,,et justifie le défaut d’exécution, loin de condamner le 
dessein du premier roi et le principe du Temple” (lx., p. 214). Selon J. Dus, la sentence 
2 Sam. 7, 5b-7 ,,wendet sich.... gegen den Bau des Tempels in Silo” (ZAW 75, 1963, 
p. 48). A notre avis, ni Tinterprétation de Caquot, ni celle de Dus n'est vraisemblable. 

4 ) Selon Vriezen, i Sam. 4, 1-11 est écrit ca. 900 av. J.-C. ou un peu plus tard ( Samuel- 
Boeken, p. 174 ss., p. 180); cf. Dus, Die Erzdhlung über den Verlust der Lade 1 Sam IV 
(VT XIII, 1963, pp. 333-337), le récit est donc „ungefahr hundert Jahre nach der Schlacht 
verfasst” (lx., p. 333). La perte de Tarche est toutefois sans doute un fait historique. 

5 ) Sur 'ohU mo c ed (tente d'épiphanie; allem. Zelt der Begegnung) voir M. Haran, 
JSS V, 1960, pp. 50-65. Sur le mot mo'ed, J. A. Wilson, The Assembly of a Phoenician 
City (JNES IV, 1945, p. 245). F. M. V. Cross, The Tabernacle (BA X, 1947, pp. 45-68, 
p- 65). 

















i88 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


LES ORIGINES DU TEMPLE DE SALOMON 


189 


II serait trés singulier que le sanctuaire ancien, la tente, n’ait eu aucune in- 
fluence sur le plan et la structure du Temple. En Egypte, Timage du dieu, 
ordinairement de petites dimensions, se trouvait dans un naos, ,,der die Form 
der urzeitlichen Kapellen bewahrte und zumeist aus Holz bestand, nicht selten 
aber auch aus einem Steinblock gebildet war” (H. Bonnet, Reall. der dg. 
Religionsgesch., 1952, art. Tempel, pp. 778 ss., p. 781; art. Naos, p. 504 s.). II 
y a longtemps, le regretté Prof. A. de Buck (f 1959) a supposé que la base de 
Tobélisque du temple solaire d’Abou Gorab (V e dynastie) était le succédané 
d’une hauteur naturelle a Heliopolis, oü Ton pratiquait le culte de soleil 1 ). 
Nous mentionnons ces exemples comme un parallèle de ce qui, a notre avis, 
doit être admis pour le Temple de Salomon: Tinfluence de Tanden sanctuaire 
de Jahwe, la tente. Elle se trouve dans le debïr qui apparait comme le substitut 
du sanctuaire ancien. II n’y a pas de raison, nous semble-t-il, de supposer que 
Salomon ait voulu étouffer la voix de Topposition moyennant cette structure 
du debïr. Lui aussi il connaissait la tradition ancienne concernant la tente, et 
le sanctuaire dans la Cité de David, une tente, lui était bien connu. II a trans- 
formé Tanden sanctuaire en une structure qui répondit au sanctuaire nouveau, 
le Temple 2 ). Remarquons que dans quelques Psaumes le Temple de Jérusalem 
est désigné comme la ten te {'ohgl) de Jahwe 3 ). 

Le debïr avait un plan carré 4 ). II est possible, nous semble-t-il, qu’il s’agit, 
ici aussi, d’une relation avec la tente dans la Cité de David. Dans la tente, 
,,on mit Tarche a sa place au milieu de la tente” (2 Sam. 6, 17). Dans le debïr 
Tarche fut également placé au milieu, bien que cela ne soit pas dit expressé- 
ment. II ressort de la position des chérubins, qui étaient placés au milieu du 
debïr et Tarche avait sa place ,,sous les ailes des chérubins” (1 Rois 8, 6-7). 
Le socle dont on doit postuler Texistence trahit probablement une influence 
phénicienne: dans le temple phénicien, Temblème du dieu était placé sur un 
socle au milieu de la cella. 

Nous allons parler d’une influence plus remarquable de Tarchitecture phéni¬ 
cienne. La plupart des temples cananéens avaient un porche d’une certaine 
forme, parfois trés simple, comme le temple de Lachis (I) et le temple sud de 

!) De Egyptische V oor stellingen betreffende den Oerheuvel. Diss. Leide, 1922, pp. 23 ss., 
p. 29 et n. 2. 

2 ) Trés probablement le debïr avait un porche. Nous traiterons ce thème dans 1 ’ouvra- 
ge annocé plus haut. 

3 ) Ps. 15, 1; 27, 5; 61, 5; 78, 60. 

4 ) Trés curieusement, cellae d’un plan quadrangulair on trouve aussi en Urartu, voir 
Tahsin ÖZGU9, Excavations at Altintepe (Belleten XXV, 1961, pp. 269-280). Machteld 
J. Mellink, Archaeology in Asia Minor (AJA LXVI, 1962, pp. 71-85, p. 79 Altintepe; 
p. 80 temple du dieu Haldi de Van-Toprakkale). — Le debïr du Temple Salomonien avait 
la forme d’un cube; selon Th. C. Vriezen symbole de Tespace parfait ( Hoofdlijnen der 
Theologie, p. 162). Nous songeons plutöt a 1 ’unité de 5 coudées qu’on trouve aussi dans 
Thauteur du debïr (10 coudées). 


Beth-Shan (V): deux murs placés en équerre constituent une sorte d’écran 
devant Tentrée du batiment. Comme élément du plan, le porche du Temple de 
Salomon est sans doute d’origine cananéenne. L’entrée se distingue de celle du 
temple de Hazor (Ib) et de Lachis (II-III) par sa largeur excessive (14 coudées) 
et les deux colonnes qui soutenaient Tarchitrave. En Syrië du Nord le portique 
a colonnes n’apparait clairement qu’a la dernière phase de TAge du Bronze 
(Récent Bronze; Palais d’Ugarit; Palais de Niqmepa a Alalakh) 1 ). A Alalakh 
toutefois il était déja connu au temps de Yarimlim (XVIIP siècle av. J.-C.), 
mais il ne fut pas alors accepté, semble-t-il 2 ). En Canaan, le portique a colonnes 
(ou a poteaux) se rencontre déja a Tépoque Néolithique (Jéricho) et Chalcolithi- 
que (Beershéba) 3 ). Au période du Moyen Bronze le portique a colonnes est 
connu a Megiddo et Sichem 4 ). Dans tous ces exemples (excepté Beershéba) 
il s’agit de temples. Les temples de Megiddo XV sont des temples in antis 
(que les fouilleurs a tort indiquent comme „mégaron”) 5 ) avec portique a deux 
colonnes (ou poteaux), celui de Megiddo VIII avait trés probablement un 
portique a colonnes enfermé de ,,tours”, comme a Sichem. Du Récent Bronze 
seulement un portique a colonnes est connu 6 ), mais on connait trop peu de 
temples pour conclure de ceci qu’on avait fait abstraction de eet élément du 
plan. Remarquons pourtant que le portique a colonnes (comme tout portique 

x ) Cl. F. A. Schaeffer, Le Palais Royal d’Ugarit t. I n’a pas encore paru. Le plan 
dans Ugaritica IV, 1962, Dépliant I et Fig. 20-21, pp. 26, 28. L’entrée aux colonnes 
aussi Syria XXXI, 1954, Eig. 1, p. 17. — Palais d’Alalakh: L. Woolley, Alalakh, 1955, 
Fig. 44-45, p. 113 et 115; le même, A Forgotten Kingdom, 1953, Eig. 14, p. 106. 

2 ) Le seuil de Tentrée du pièce nr 7 a au milieu un trou (diam. 28 cm, profond 10 cm) 
,,which has been filled with a carefully cut basalt stopper flush with the stone’s surf ace” 
(Woolley, o.c., p. 101, Fig. 35, face a p. 92). Sur la fonction de ce trou, Woolley ne 
s’exprime pas. Nous supposons qu’on a d’abord voulu y placer une colonne en bois. Le 
diam. des colonnes dans la porte entre 5 A et 5 se monte a 25 cm (o.c., p. 100). 

3 ) Jéricho: AAAL XXIII, 1936, p. 69 s., PI. XL a: ,,A portico on six wooden posts... ”. 
La description n’est pourtant pas en rapport avec le plan ( The Story of Jéricho, 1948, 
p. 60, Fig. 5, p. 59). Au plan, les poteaux ne sont pas d’éléments structurales, mais plutöt 
des ,,mastes” érigées devant le temple. Un Sanctuaire de la période mésolitique a Jéricho 
avait peut-être des poteaux analogues; ici. Miss Kenyon songe a ,,totem-poles”, PEQ 92, 
1960, p. 100. Autre discordance: au plan, deux poteaux structurales pour soutenir le 
toit du pièce principal. Selon la description, il y avait (au milieu) ,,the socket of a post to 
hold up the roof” (AAAL XXIII, 1936, p. 70). S’agit-il peut-être d’une base d’un bétyle ? 
— Beershéba: RB 63, 1956, p. 84. 

4 ) Megiddo II, pp. 78 ss., Fig. 180, p. 80 (stratum XV); pp. 102 ss., Fig. 247, p. 103 
(stratum VIII). Des bases, seulement celles du temple VII B on a mis au jour (une in 
situ). Selon les fouilleurs, il est possible que le temple du stratum VIII eut également un 
portique aux colonnes (o.c., p. 102). — Sichem: BASOR 169, 1963, p. 19: ,,At the front 
(east) great towers with stairwells inside them flanked the entrance. A single huge column 
base with a many-sided column on it was evidently centered in the entrance”. Des frag- 
ments de colonnes polygonales étaient déja révélées par Sellin (ZDPV 49, 1926, p. 313). 
S’agit-il de ces fragments, ou d’autres ? 

6 ) Megiddo II, p. 78. 

6 ) Temple Megiddo VII B (o.c., Fig. 247, p. 103). 

Jaarbericht 17 j? 







JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


I90 

ouvert) était trés peu propice a la défence du temple, et que la période du 
Récent Bronze fut une période de grande inquiétude politique. Une entrée a 
colonnes datant du début de F Age de Fer est connu a Beth-Shan dans le temple 
de Ramses III 1 ). 

Aucun des exemples de portique a colonnes indiqués ci-dessus ne fournit une 
analogie exacte du porche du Temple de Salomon. II faut aller en Syrië du 
Nord pour voir des batiments ayant un porche comparable a celui du 
Temple (les hilani de Zingirli). Ils datent pourtant du IX e siècle av. J.-C. Comme 
nous avons dit, le portique a colonnes se rencontre en Syrië du Nord déja au 
période du Récent Bronze (Ugarit; Alalakh). II est possible que dans cette 
contrée (oü il y a nombre de teil ) des fouilles futures en révéleront d'exemples 
du XII e -X e siècle. La question de Forigine du porche a colonnes du Temple 
de Salomon ne serait cependant pas résolue alors avec certainté. II est probable, 
a notre avis, qu’il s’agit d’une influence de Farchitecture phénicienne, bien que 
des exemples du X e siècle manquent. Les chapiteaux des colonnes figuraient 
des lis (1 Rois 7, 19) et il est peu douteux que le chapiteau proto-éolien est une 
forme phénicienne. Selon M. Dunand, le portique orné de deux colonnes se 
rencontre a Byblos déja dès la période de ,,Djemdet Nasr” (Fouilles de Byblos 
II, 1954-58, p. 33). Yehawmilk, roi de Byblos (environ 450? av. J.-C.; Al- 
bright, JAOS 67, 1947, p. 160), qui a renouvélé le sanctuaire de la Dame de 
Byblos, Ba c alath, mentionne le portique a colonnes du temple (M. Dunand, 
BMB V, 1941, p. 84-85, trad., 1 . 6). M. Dunand croït en avoir retrouvé les 
bases (l.c., p. 63). L'architecture de la Syrië du Nord peut Favoir emprunté de 
Farchitecture des proto-Phéniciens (Age du Bronze). Au i er millénaire, le 
portique a colonnes s’est répandu jusqu’en Mésopotamie, oü nous le trouvons 
dans quelques palais assyriens comme le bit hilani. L'architecte du Temple 
de Salomon Faura emprunté directement a Farchitecture phénicienne. Comme 
élément du plan, le porche, nous Favons dit, est d'origine cananéen. L’influence 
phénicienne ne se trahit que dans Fentrée a colonnes 2 ) et le plan axial. 

Un autre élément du Temple ayant une importance architecturale est la 
structure accessoire. II n' y a aucune raison d’admettre, avec Möhlenbrink et 
Galling, que cette structure n’ait pas été un élément du Temple dès sa fonda- 

!) Beth-Shean II, 1, 1940, p. 13 ss., PI. VIII. Selon Rowe temple de Séti I 
(l.c.). 

2 ) R. Naumann le tient pour trés probable, ,,dass die Mitanni durch den Vorstosz 
vorderasiatischer Völker nach Agypten (Hyksos) die Kenntnis der dort gerade im Mittleren 
Reich besonders gebrauchlichen Vorhallen mit zwei Saulen zwischen Anten erlangten. 
[Teil Halaf II, 1950, p. 401/02). II est beaucoup plus probable que le portique aux co¬ 
lonnes s’est repandu vers le nord avant 1 ’invasion des Hyksos. Nous Tavions rencontré a 
Megiddo XV (1950-1850 av. J.-C.). En Égypte, le plus ancien exemple d’un portique aux 
colonnes se trouve dans le temple funéraire de Sahouré (Ve dyn.), notamment dans le 
vestibule (plan dans Handb. der Archaologie, 1939, Fig. 22, p. 473, d’aprèsL. Borchardt, 
Die Pyramiden, 1911, p. 9 et 11). 


LES ORIGINES DU TEMPLE DE SALOMON 


iqi 

tion 1 ). Le batiment principal (hëkdl) avait une grande hauteur (30 coudées), 
un renforcement était donc nécessaire. Josèphe lui-même Fa compris (Ant. 

VIII, 3, 2). A. Parrot, un des plus grandes archéologues de notre temps, 
parle trés a propos de ,,constructions accessoires, comprises de fait entre deux 
murs” 2 ) (Le Temple de Jérusalem , 1954, p. 29). II n’est pas douteux, nous 
semble-t-il, que dans cette structure se manifeste le système de mur a casemates, 
connu de tant de murs de villes de F Age de Salomon 3 ). Le système n’est 
certainement pas d'origine israélite (les plus anciens exemples datent du Moyen 
Bronze) 4 ), Fapplication du système a Farchitecture monumentale, c’est-a-dire 
la transformation du mur doublé en un élément du plan et de la superstructure, 
on doit considérer comme une oeuvre israélite. Pour éclairer le hëkdl, il était 
tout naturel d’ériger la partie haute du mur doublé comme un mur unique, 
pour aménager la les fenêtres. L'éclairage basilical est de fait, on doit Fadmettre, 
,,in Jerusalem aus sich selber geboren” (voir plus haut). 

Resumons: Le plan du Temple a sa genèse dans Farchitecture de Canaan 
(cella du type long; vestibule). II a subi Finfluence de Farchitecture phénicienne 
(entrée a colonnes; socle au milieu du debïr) disposition axiale du plan). Les 
éléments les plus importants au point de vue du batiment sacral comme 
oeuvre d'architecture, sont d’origine israélites: Fadyton, substitut de la tente; 
la structure accessoire; Féclairage basilical. L’ Ancien Testament ne contient 
aucune notice sur Farchitecte du Temple. Plusieurs savants ont songé a 
Hiram le Tyrien 5 ). L'Ancien Testament ne dit pas qu’il a fait le plan du Tem¬ 
ple; selon la Bible il fit les ouvrages de bronze. Seule un tradition trés tardive 
indique le Tyrien comme Farchitecte (Eupolemos, apud Eusèbe, Praep. Ev. 

IX, 34). II est vrai que dans les textes de Ras-Schamra le forgeron des dieux, 
Ktr-w-Hss, est aussi Farchitecte du palais mythique du dieu Ba c al, mais les 
textes le nomment expressément ainsi 6 ), tandis que Hiram ne figure que comme 

1 ) Möhlenbrink, Der Tempel Salomos, p. 148 s.; selon M. la structure accessoire fit 
partie du 2e Temple, selon Galling, au 9e siècle elle fut ajoutée au Temple de Salomon 
(BR, 1937, c - 5 1 ?)- Cf. le même, RGG VI 3 , 1962, c. 685: ,,vor 587, aber wohl erst in nach- 
solomonischer Zeit. . .”. 

2 ) Nous soulignons. 

3 ) Megiddo (Y. Yadin, New Light on Solomon’s Megiddo , BA XXIII, 2, 1960, pp. 62- 
68). Hazor (Yadin e.a., Hazor II, 1960, p. 1 s., PI. CXCIX). Gezer (le même, dans IEJ 8, 
11958, p. 81 s.). Teil Qasile (B. Maisler [Mazar], dans IEJ 1, 1950-51, p. 200 s.). Ezion- 
Geber (Z. Mashal, A Casemate-Wall at Etzion-Gever , BIES XXV, 3, 1961, p. 157 s., 
hébr., p. III résumé angl.; L auteur le suppose a cause de détails publiés par N. Glueck). 
Sur les murs a casemates connus jusqu’a 1959, voir Y. Aharoni, BASOR 154, 1959, 
PP- 35-39- 

4 ) Mur d’Hazor, Moyen-Bronze II (Yadin, IEJ 9, 1959, p. 86). 

5 ) G. L. Robinson, art. Solomon , dans The Intern. Stand. Bible Ene. V, 1946, pp. 
2822-2825, p. 2824. J. Bright, A History of Israël , 1962, p. 196. 

6 ) Voir J. Aistleitner, Die mythologischen und kultischen Texte aus Ras Schamra, 
1959, PP- 3 6 ss -> Texte II AB. J. Obermann dénomme FHéphaistos ugaritien Hayin 









192 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


artisan du bronze. M. R. de Vaux a songé a Adoniram comme Tarchitecte 
du Temple 1 ). C’est possible, mais on ne le sait pas. II est curieux qu'en parlant 
de Tarchitecte du Temple on oublie toujours que Tarchitecte reqoit le program- 
me de son patron et que celui-ci presque toujours, et certainement quand il 
s’agit d'un roi-fondateur, a son mot a dire sur le projet 2 ). Le fondateur du 
Temple de Jérusalem était Salomon. On doit peut-être qualifier de salomoniens 
les éléments du batiment indiqués ci-dessus comme israélites. 

La Haye, janvier 1964. Th. A. Busink 


(Ugaritic Mythology, 1948, p. 52, 54). Voir aussi O. Eissfeldt, Die Wohnsitze der Götter 
von Ras Schamra (FuF 20, 4/5/6/, 1944, P- 2 5 s.: Koscher-wa-Chasis). 

x ) Les Institutions II, 1960, p. 155. Le nom Adoniram est phénicien. 

2 ) Le texte RS II AB en donne un intéressant exemple: Ba c al s’oppose au dessein 
de Tarchitecte (Ktr-w-Hss), qui au palais veut ménager une fenêtre; plus tard, Ba c al 
se rend aux raisons de son architecte. — II est vrai que Sennachérib (Assyrie) dite d’avoir 
bati des palais sur le plan des architectes avisés ( i-na si-pir l *sitim-gal-le-e en-qu-ti ; 
Luckenbill, The Annals of Sennacherib, 1924, p. 128 s., Oriental Institute Prism (H2), 
Col. VI, 1 . 57, p. 129), ceci n’implique naturellement pas que le roi s’abstinit de rédiger 
un programme, ou de donner d’instructions particulières. 


PSALM XIX AND SOME OF ITS PROBLEMS 

Psalm xix consists of two parts: part A (vv. 2-7) and part B (vv. 8-15). The 
first part is very intimately connected with ancient Near Eastern ideology and 
cult, the second is purely Israelite. This article does not intend to bring import¬ 
ant new Solutions to the many problems the psalm offers, but to review a 
certain number of opinions and interpretations, partly criticizing them, and 
to add something of my own. In an article published in 1950 R. Tournay 
speaks of “la multitude des opinions et des hypothèses” which part A has 
provokedand which would be “fastidieux de rappeler” (Alttestamentliche Studiën 
F. Nötscher zum 60. Geburtstag, 1950, p. 271). This multiplicity proves how 
often biblical interpretation leaves the solid ground of certitude or probability, 
or even of reasonable hypothesis, to venture into the realm of pure possibilities, 
improbabilities or even impossibilities. But let me first translate the text. 

1. For the precentor. Psalm. Of David. 

2. The heavens teil the glory of God 

and the firmament proclaims: Work of his hands! 

3. The day utters speech to the day, 

and the night brings knowledge to the night. 

4. It is not (true) speech, nor (true) words, 
their voice is not heard. 

5. Over the whole earth their voice goes forth, 
and their words to the end of the world. 


Therein he made a tent for the sun, 

6. who is like a bridegroom, who leaves his nuptial chamber; 
he exults like a hero, to run his course. 

7. From one end of the heaven he comes forth, 
and his circuit leads to the other end thereof, 
and nothing is hidden from his heat. 


8. The law of Yahwe is perfect, 

the testimony of Yahwe is trustworthy, 

9. The commandments of Yahwe are right, 
the order of Yahwe is pure, 

10. The fear of Yahwe is pure, 

the judgements of Yahwe are truth, 

11. O, they are more desirable than gold, 
sweeter than honey, 


restoring the soul; 
making wise the simple. 
rejoicing the heart; 
enlightening the eyes. 
enduring forever, 
all of them are just. 
than a lot of fine gold; 
than honey from the comb. 


12. Yes, they servant is admonished by them, 
in keeping them is great reward. 

13. Small errors, who may discern them ? 
purify me from hidden ones. 








194 JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 

14. Restrain thy servant also from pride, 
let it not rule over me; 

Then I shall be perfect, 
and innocent of great crime. 

15. May the words of my mouth please Thee, 
and the meditation of my heart, 

Yahwe, my rock and redeemer! 

Vv. 8-11 are in the qina- rhythm, generally used for lamentations, but sometimes 
also for otherpsalms.Thedifference of rhythm in the various parts of the psalm 
is curious and poses at once the question of its unity, which shall be treated 
below. / 

According to Gunkel vv. 1-7 are a majestuous hymn in which the work of 
creation is magnified x ). It does not begin by praising God, like all hymns, but 
by describing a (very exceptional) praise of God. According to him, this praise 
is the chain of tradition by which a deeply hidden secret is transmitted in a 
way imperceptable to the human ear. It is nothing else than the "harmony 
of the spheres”, sung in its own way by heaven and firmament, and reaching 
the very ends of the earth. Man cannot hear it, he can only percieve it by 
contemplation. This is also the opinion of J. Morgenstern : vv. 3~5a have a 
reference to the music of the spheres (HUCiV, XIX 1945, p. 509). The idea is 
not new, and was already rejected by Franz Delitzsch in his commentary on 
the Psalms, with the words: "auch weiss die Schrift nichts von Spharenmusik 
nach Art der Pythagoraer”. For the rest, almost all the interpreters have 
rejected this greek (pythagorean) idea. Kraus still speaks of the "Lobpreis 
dieser himmlischen Sphare”, but does not mention the idea. 

In the Hommelfestschrift ( Orientalistische Studiën , Fritz Hommel zum 60. 
Geburtstag , Leipzig 1917/18, Bd. 2) R. Eisler has written a long study: Jahves 
Hochzeit mit der Sonne ('The wedding of Yahwe with the sun”), in which he 
defends that Psalm xix A once described the marriage of Yahwe with the sun- 
god. According to him it is not the sun which leaves triumphantly his nuptial 
chamber, but Yahwe himself; the sun is not the bridegroom, but the bride. 
The reason that this does not appear from the actual text, is that after v. 5b 
a verse was probably deleted, because of its objectionable and offensive contents 
(seen from the point of view of Yahwism). The union of god and goddess takes 
place at night; the star-spangled sky is the nuptial tent, the huppdh. In the 
now deleted verse, the marriage of Yahwe with the sun was doubtless expressed. 
Fortunately, the text of it is preserved in another book of the Old Testament, 
viz. in i Kings viii 12 (LXX: v. 53). There the Septuaginta has the text: 
r/ HXt,ov Iyv6)pu7£v êv oüpavco, which means "He (=Yahwe) knew (sexually) the 
sun in the heaven”. In the masoretic text we read also: "Yahwe decided to 

*) When names of authors are cited without the work they wrote their commentary on 
the Psalms is meant. 




PSALM XIX AND SOME OF ITS PROBLEMS 


195 


have a tent (liskön ; for sexual intercourse!) in the dark”.The two half verses 
once belonged to our psalm, which may be restored thus: 

Yahwe decided to have a tent (for sexual intercourse) in the dark, 
he knew (sexually) the sun in the heavens; 
he built a tent in them for the sun, 

after that he goes out, like a bridegroom from his huppah. 

Eislers article is brilliant, but unconvincing and fantastic. 

Bonkamp has pointed to the fact that king Josiah of Judah abolished the 
cult of the sun in the very temple of Jerusalem (cf. 2 Kings xxiii 11). According 
to this author, the sun was venerated in the temple during the reigns of Achaz 
and Manasse. The parwdrim, mentioned Lc., and called parbar in 1 Chron. 
xxvi 18, was nothing else than a kind of shrine or installation for the veneration 
of the sun (called in Sumerian BAR-BAR > BABBAR), two living horses 
being kept there and a sun-chariot. No wonder, Bonkamp says, that hymns 
were sung in that period to the sun in the Jerusalem temple, an echo of which 
we find in our psalm. 

It cannot reasonably be denied that psalm A makes one think of Egyptian 
and Babylonian hymns to the sun, especially of a famous babylonian hymn to 
Samas, the translation of which is found in such collections as J. Pritchard, 
Ancient Near Eastern Texts Relating to the Old Testament , 1955 2 , pp. 387-389; 
H. Gressmann, Altorientalische Texte zum Alten Testament , 1926 2 , pp. 244-247; 
A. Ungnad, Die Religion der Babylonier und Assyrer, 1921, pp. 185-191; A. 
Falkenstein & W. von Soden, Sumerische und Akkadische Hymnen und 
Gebete , 1953, pp. 240-247; W. G. Lambert, Babylonian Wisdom Literature, 
1960, pp. 121-138. In this hymn, composed at the end of the second millen¬ 
nium (Von Soden, o.c., p. 382) it is said that the god "faithfully continue(s) 
to pass through the heavens” (i 27), "over stretches of unknown distance” 
(i 43); by his "frightful brilliance the land is overwhelmed” (i 48); he knows 
everything which happens, and is the god of supreme justice, exercised es¬ 
pecially against the evildoers. 

In Psalm xix the sun is said to rejoice, exult, "as a hero”. Many interpreters 
remark here that "hero” or "strong one” ( qurddu ) is also one of the meso- 
potamian titles of the sun-god. But it should be remarked that this title is very 
often not found (it does not occur in the—preserved—part of the great hymn 
cited above) and is also given to other gods, e.g. Nergal [qarrdd ildni, cf. 
K. L. Tallqvist, Akkadische Götterepitheta, 1938, p. 162 s.), Sin, Enlil, Marduk, 
Ninurta, Tammuz, Istar. The use of the word "hero” may therefore be only a 
faint reminiscence of mythology. In v. 6 the sun is simply compared with a 
warrior, who cries and shouts bef ore he begins to run and to fight; it reminds 
one also of Job xxxix 21, where it is said that the horse ydsis b e kö*h bef ore it 
goes forth to the enemy. Stylistically, the point of comparison is not being a 
















ig6 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


her o, but the running of the sun. Therefore the palm does not call the sun a 
gibbör, a warrior, but compares him with such a one, which is different. 

There is even more. R. Tournay interprets the enigmatic qawwam of v. 5 
(literally, according to him, “their line”) as “their writing”, in the sense of the 
babylonian sitir samë (he refers to H. Torczyner—Tur Sinai, in Archiv 
Orientalni XII ii p. 420)=the script of the heavens (cf. also Job xxxviii 33). 
This “script of the heaven(s)” are the movements of the stars, which foretell 
the future and other things, according to astrology (cf. also B. Meissner, 
Babylonien und Assyrien , Band II, Heidelberg 1925, pp. 110; 247; 400). The 
qaw of the celestial bodies is, according to Tournay, an allusion to that script 
of the heavens. The hypothesis is certainly brilliant; it has but one difficulty, 
a big one, viz. that in Hebrew the word qaw never means “script” or “writing”, 
as far as we know. The first meaning of the word is “string”, “chord”; hence 
also the meanings of “line” and “rule”. In Job xxxviii 33 we meet the word 
rnistdr for the “script” of the heaven. In the psalm it is also said that “their 
qaw” is over the whole earth, which is in direct contrast to the script of the 
heaven. Thirdly, the parallel word in this verse of synonymous parallelism is 
millêhem , “their words”. Therefore Dahood suggested to understand qawwam 
as an acoustic mistake for qabbdrn, the monosyllabic word ga (parallel to qa) 
meaning in ugaritic “sound” (C.B.O. 1957, p. 148). But this is a hypothesis 
constructed upon another one. 

As for the “tent” of the sun, interpreters often refer their readers to a well 
known babylonian representation of the sun-god and the sun, reproduced by 
H. Gressmann, Altorientalische Bilder zum Alten Testament , 1927 2 , no. 322. 
It dates from the time of Nabu-apal-iddina (885-852), and shows the god sitting 
on a throne under an open canopy or baldachin, with the royal insignia (staff 
and ring) in his right hand. In front of him, on an altar, as it seems, is the disk 
of the sun, before which the king is standing in adoration, brought to the god 
by a priest, another god standing behind him. The whole is placed on a water- 
scenery, supposed to be the heavenly ocean. In a note Gressmann remarks 
that the canopy recalls the tent of the sun in Psalm xix 5. But it may be 
questioned whether the canopy under which the sun-god (and not the sun) is 
sitting on his royal throne may be called a “tent” (* öhel ); it has more ressem- 
blance with the huppdh but is nevertheless of another kind (cf. PI. IV). 

From all this it appears that one must be on one’s guard against a too easy 
equation of the israelite psalm with foreign parallels. The equations which 
have been made are all interesting, some even brilliant; they show to which 
climate the psalm belongs, but they are not decisive. 

The second part of the psalm is truly israelite; it deals with the law and its 
observation. The first part, vv. 8-11, is in the qina rhythm, the second part of 
the verse being shorter than the first one; it is followed by a prayer (vv. 12-15). 
























































PSALM XIX AND SOME OF ITS PROBLEMS 


197 


It is generally thought by modern interpreters, that part B is quite distinct in 
origin from part A; some even think that it forms a psalm apart, and they 
treat it like this in their commentaries (e.g. Gunkel). Others think that part 
B was composed much later than part A, as a continuation of it. According 
to Castellino, the psalm consists of four different parts (four ‘‘kerneis”): 
vv. 2-5; 6-7; 8-11; 12-15, which had different origins. But according to him 
the unity of the psalm is not fortuitous: one single author used and adapted 
pre-existing texts to compose his poem, which chants the glory of the (physical) 
creation and that of the law; divine wisdom is evident from both of them. 

The unity of the psalm was defended by some authors on account of oriental 
parallels: L. Dürr (in an article in the Sellin Festschrift , 1927, p. 37) and others 
draw the attention to the fact that the sun-god, the Samas of the Babylonians, 
was the god of justice and law. In the great Samas-hymn, quoted above, there 
is a large section treating of Samas as a god who exercises justice (ii 7 speaks 
of the judgments and pronouncements of Samas; he punishes all kinds of 
evildoers, he rewards those that pray to him and do well). 

Bonkamp is convinced that the whole Psalm has but one author pre-exilic!), 
and that the author of Psalm cxix (also pre-exilic!) knew it already. According 
to Kissane the psalm is most probably a literary unit, though this is not certain. 
His argument is astonishingly simple: if a compiler feit that two fragments 
dealing with different subjects could be combined to form a single poem, there 
does not seem to be any valid reason why a poet could not compose a poem on 
these kindred themes. In a certain sense Kissane is quite right: a poet could 
have done this (not only a poet can do the most unexpected things, but 
all of us can). The whole question is: whether he did so. And when Kissane 
says that “the uniform strophic arrangment (of the psalm) favours the unity 
of the poem”, he is clearly speaking against the evidence. The verses in qina- 
rhythm argue against the rhytmic “unity” of the Psalm. 

Deissler, a disciple of A. Robert (he studied under him in Paris) concluded 
from an examination of the terminology of part A that its author belonged to 
a post-exilic school of wisdom teachers. According to him it can be said with 
great certainty that the two parts of the psalm were from the beginning com¬ 
posed with regard to each other. The psalm is a unity. This is also the opinion 
of Tournay, who also underwent the influence of Robert. He too attributes 
part A to a “maitre de sagesse” and remarks that it is folio wed by a praise of 
the law, in the way the old israelite sages used to pass from the physical world 
to the moral one. He even quotes Robert himself (in RB XLV, 1937, p. 189; 
Tournay in Festschrift Nötscher , Bonn 1950, pp. 273-274). In his translation, 
2nd edition, he does not say a single word on the question of the unity of the 
psalm or its lack of unity; Dhorme does the same, as already did Ehrlich. 

The Psalterium Pianum and Vaccari do not commit themselves, but in their 















JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


198 

notes they stress the difference of the two parts, “physical” and “moral”. 
In England, Kirkpatrick, Briggs and Oesterley think that parts A and B 
are quite different psalms. In the Netherlands, J. Ridderbos is much in 
favour of the original unity of the psalm. In any case, he says, it has at present 
to be explained as forming one single poem and not as two different psalms. 
The reformed author bows his head before tradition. His son N. Ridderbos 
is more cautious; he thinks that the unity of the psalm is perhaps original, 
perhaps not. In any case, the psalm came to us as a unity and has to be ex¬ 
plained as such. Böhl hesitates, saying that it is quite natural that in Israël 
words like those of part A were followed by a praise of divine justice and law, 
which does not exclude that part B may be of a more recent date than A and 
may have existed separately. 

We have quoted these various opinions and theories in spite of the warning 
of Tournay quoted in the beginning of this article. We have given a sampling 
which makes it clear enough that biblical scholarship has been extremely 
active in wrestling from the psalm its secrets, though it has not succeeded in 
reaching unanimity even in the essential points of literary criticism. Much 
remains unclear and therefore one may be tempted to resort to minimal rather 
than to maximal exegesis, i.e. to explain what seems to be reasonably certain 
or probable, leaving out all the rest as unproved hypotheses and products of 
fertile imagination. But this is not quite satisfactory, because Creative imagi- 
nation is often a way to the solution of difficult problems and to great inventions. 
But an hypothesis should always be presented as an hypothesis, not as a 
scientific conclusion. Too many interpreters (to speak only of them) sin against 
this rule of common sense. 

It may be worth while to examine the whole psalm from the stylistic point 
of view. A stylistic peculiarity of many psalms, if not of nearly all of them, is 
the fact that certain ideas or “motifs” are constantly repeated, one af ter 
another, adding something new, considering it from a new point of view, etc. 
A classical example of this are the dialogues of Job with his unfriendly friends. 
First the three state generally that misery is always a consequence of sin and 
they do not get tired of repeating this. Then, in the second round of dialogues, 
they declare openly: Job is a sinner. In the third round they accuse him of 
various hideous crimes. Job also exposes his point of view again and again, 
elucidating it from all sides in a manner which is rather tiresome for us, but 
in which the ancients doubtless took much delight. 

A stylistic analysis of Psalm xxii reveals the foliowing: 
vv. 2-4 : the psalmist cries to God in his misery ; 

5-6 : the Fathers did so and were answered; 

7 : misery of the psalmist (cf. vv. 2-3) 

8-9 : his enemies mock at him: let him have confidence in God! (cf. v. 6) 


PSALM XIX AND SOME OF ITS PROBLEMS 


I99 


10-12: reasons of confidence (cf. vv. 5-6); 

13-14: enemies described (cf. v. 8); 

15-16: misery of psalmist (cf. v. 7); 

17 : enemies again (cf. vv. 13-14); 

18-19: misery of psalmist (cf. vv. 15-16); 

20-22: psalmist cries to God (cf. v. 2) against his enemies (vv. 13-14); 

23 : introduction to the praise of God; 

24 : the whole of Israël mentioned (cf. vv. 5-6, the Fathers); 

25 : the misery of the psalmist came to an end (cf. vv. 18-19) > 

26-32: let all praise God, now and in the future, because of his salvation 
(there is a climax in the enumeration: the god-fearing and pious 
ones, the ends of the earth—i.e. those who live there—, all the tribes, 
all the nations, all their governors, the dead, those who are not yet 
born). The last words are an affirmation that God answered the 
crying of the psalmist by an act of salvation. 

We could give this kind of analysis for many other psalms, but not at all for 
Psalm xix. The different parts of this psalm, as indicated by Castellino, do 
not at all depend on each other from a stylistic point of view. From that point 
of view they have nothing in common. It is clear that vv. 2-5 form a unit; 
no expression of it is repeated in vv. 6-7. But there is nevertheless something 
which knits them together, especially when one thinks, with Tournay, that 
qawwdm means the “script of the heavens” (though this does not seem very 
probable to me); in that case, the two units are knit together by the use 
of catchwords, or rather, if this may be said, by catch-“ideas”, as e.g. in 
the book of Proverbs. Far from proving the literary unity of part A, it would 
insinuate a lack of (original) unity, as in Proverbs. 

In vv. 8-11 we find a kind of hymn on the law in the qina- rhythm. No 
characteristic expression or “motif” of the preceding verses is found heie, not 
even a catchword, nor is there any warning for the transition from. v. 7 to 
v. 8. Neither is there a resemblance at all with the great Samas-hymn, in 
which Samas is represented from the beginning to the end as the god who acts, 
who is to be adored, etc. There is also another difference: in Israël law is 
revealed by Yahwe; in Mesopotamia the gods are not, as a general rule, the 
revealers of the laws. It has often been said that the stone of Hammurabi 
represents at its summit the god Samas giving the law to the king (one may 
read this even in the Louvre-museum at Paris!), but the god has the staff and 
ring, the royal insignia in his hands, the symbols of kingship, not the law. 

Vv. 8-11 form a perfect unity. In vv. 8-9 we find four synonyms which 
express the idea of “instruction”, “law”: tórdh , c êdut, piqqüddim , miswdh 
(these return, with four others, in Ps. cxix, but c ëdüt and miswdh are there in 
the plural). In v. 10 the word yir'dh seems strange; there is a certain possibility 




200 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


PSALM XIX AND SOME OF ITS PROBLEMS 


201 


of it not being original (some like to read Hmrdh=woYd, cf. Psalm, cxix), but 
we are unable to show its probability. Yir'ah is here the objectivated "fear” of 
Yahwe, i.e. a life according to his will, the law; therefore it may well be a 
summarizing of the four preceding terms. The mispHê Yahweh are his decisions; 
the expression may indicate his commandments, but also his judgments, 
though v. 12 does not favour the latter. 

Verse 12 is the personal conclusion of the author of the psalm and a decla- 
ration of his "justice”. He is well aware that he may still sin, therefore he asks 
Yahwe to keep him free from small and big sins. Only then, and with the help 
of God, he shall be perfectly pure from pesa c rab (probably: from the great 
variety of great sins a man may commit). 

Verses 12-14 are again in normal rhythm; no characteristic expression of 
the preceding verses occurs, not even a catchword. The last verse is a threefold 
conclusion to the whole psalm. It may refer to all the preceding verses as a 
kind of wish: I hope that I composed this poem well. But it may also be a 
direct continuation of the preceding verses 13-14: let God keep the psalmist 
free from small and big sins, and may his words and thoughts please him, i.e. 
may he be pleasing to God in works, words and thoughts. Perhaps the author 
may have combined these two meanings and even more; such is the wisdom 
which the last verse contains. 

From the above it appears that Castellino may very well be right in assu- 
ming that the psalm was composed from four originally distinct and different 
dements. But is seems to me that we are unable to say whether the psalm was 
composed at once by one author, from pre-existing material, or whether it took 
some time before it got its present form. In this form it seems pretty clear that 
there is conscious juxtaposition of the perfection of creation and of the law, 
expressions of Gods power and of his will, by which he reveals himself to 
mankind and especially to his beloved people of Israël. 

It seems also to me that there are good reasons to think, with some modern 
authors, that part A may contain purified elements of earlier, perhaps mytho- 
logical hymns. The use of the expression mêhammdtö (v. 7) may point in that 
direction. Morgenstern (o.c.) has remarked that modern translators almost 
invariably render the word by 'Trom his heat”. Only König, he remarks, 
renders it by "ray of light”, giving as the only argument "the well known 
combination of light and heat”. Morgenstern points to the texts where 
hammak is mentioned as a source of light (Is. xxiv 23; xxx 26; Job. xxx 28; 
Ct. vi 10 and Sir. xliii 2; cf. his article on Psalm xix A in HUCA XIX 1945, 
p. 506 ss.). But of all these only Sir. xliii provides a kind of parallel to ours and 
even then does not speak of the light of the sun: 

The sun brings forth, when she appears, the heat; 

how frightful are the works of YHWH! 


At noon it makes the world boil, 
and who is able to bear its heat ? (hrbw) 

It seems possible to protect oneself against the heat of the sun and therefore 
the words "and who hides himself from its heat” ? (v. 7) may seem clumsy. In 
Egypt we find the idea that the rays of the sun penetrate everywhere (also this 
is not realistic, still less than the everywhere penetrating heat), but it is linked 
with the idea that the sun-god knows everything. This may have been the 
expression of the original, mythological text, and to avoid this, the yahwist 
author may have chosen another one. 

In v. 2 the "glory of El” is in a chiastic parallel to "the work of his hands”. 
This reminds one of Is. vi 3: 'The fullness of the whole earth is his glory”. 
Therefore the whole verse may well mean that heaven and firmament (as we 
see them on earth) teil, not directly the story of creation, but the greatness of 
God who created them. Their glorious existence (Ps. viii) and that of the 
celestial bodies who are seen in them display the glory of God, who must be 
even greater than they are. 

J. van der Ploeg O.P. 



PRONOMINAL SUFFIXES IN THE HEBREW BOOK 

OF PSALMS 


Ugaritic texts have provided us with such a wealth of material for the study 
of Hebrew linguistics and poetry, that Semitic and Old Testament scholars 
will need many years to exhaust this abundant source. No one will deny 
this, it seems. Yet, one can only wonder, that even recent translations and 
commentaries have given so little attention to this field of research. Most 
recently M. Dahood has found it necessary to point out, that the French ver¬ 
sion of the Old Testtament in the “Bibliothèque de la Pléiade” is a “pre-ugaritic 
version”. 1 ) And he opens his study with the words of Albright and Freedman : 
“There is at present a steadily increasing lag between the quality of current 
Bible Translations and Commentaries, and the actual state of knowledge. 
This statement applies to virtually all books now in print”. 2 ) There may be 
some American boldness and some exaggeration in these observations, it will 
be difïicult to deny the very great element of truth they contain. And one must 
add: if anyone has the right to expose the shortcomings in this field, no doubt 
it is W. F. Albright and his many disciples, who have so much obliged us in 
exploring the Ugaritic literature and their relationship to the Old Testament. 

Nevertheless, it remains true that modern translations and commentaries 
do not always show the repercussions of these studies. One of the origins of 
this situation is perhaps to be found in the circumstance that many of the 
Ugaritic remarks are dispersed as short notes over many periodicals. Moreover, 
many dissertations of the John Hopkins University are inaccessible, because 
they have not been published. It seems difïicult, therefore, if not impossible 
for Old Testament scholars to have seen all suggestions. On the other hand, it 
is necessary to have seen many of them in order to be impressed by their impor- 
tance for every study of the Old Testament. 

Out of this field of research we will select one phenemenon to give it a fuller 
treatment than it did obtain hitherto. As it was impossible in the limits of this 
periodical to treat all poetic texts of the Old Testament, we have restrained our 
study to the Book of Psalms. As early as 1948 G. R. Driver 3 ) showed that in 
Ugaritic and Hebrew poetry “when a pronominal suffix is attached to one 
noun, its force may be carried through to the parallel noun, which may then 

x ) M. Dahood, Hebrew Lexicography, Bibl 44(1963) 289 

2 ) W. F. Albright-D.N. Freedman, The continuing revolution in Biblical research , 
JBR 31(1963) 110. 

3 ) G. R. Driver, Hebrew Studies, JRAS 1948, 164 — 165. 


PRONOMINAL SUFFIXES IN THE HEBREW PSALMS 


203 


dispense with the corresponding suffix”. 1 ) That only one of the stichoi of a 
verse has the pronominal element where we should expect or have to translate 
the pronoun twice, is indeed an idiom of Northwest Semitic poetry. G. R. 
Driver adduced instances where the suffix is expressed 

a) only with the noun of the first stichos 

b) only with the noun of the second stichos. 

More examples have proved since then, that he had recognised a until then 
unknown characteristic of Hebrew poetry. The discovery of Driver may be 
extended, it seems, in the following manner: 

c) the phenomenon occurs not only with nouns, but also with verbs. 

d) a combination of a-b and c is attested. 

e) the enclitic mem is used to balance the “missing” suffix. 

Since 1948 this phenomenon has had very few repercussions in recent studies. 
The admirable commentary on the Psalms of H. J. Kraus gives it no attention 
at all. And his treatment of the pronominal element seems to be quite arbitrary. 
Where the Hebrew text shows only one suffix in two stichoi 

a) he translates only one (Ps. 2,4; 11,2; 17,8). 

b) he translates two suffixes (Ps.17, 14; 41, 4). 

c) he places the supplemented suffix in brackets (Ps. 44, 10). 

d) he proposes to supply one “missing” suffix in the Hebrew text (Ps. 

i 7 ,i; 35 , 5 ). 

There seems to be no reason to prefer one method in one case, and another 
in the next. We do not say, that modern translations of the Psalms should al¬ 
ways supply the “missing” suffix; that will depend on many things. But it 
is always necessary that the translator is conscious of what he is doing. 

In the Book of Psalms the following elements should be taken into account: 

I With Nouns 

A. The 'pronominal element may be omitted in the first stichos 2 ) 


H 

H 

ntfp - Dsn 

22, ii 

onna - ’ax i&aa *) 

I 7 » i 

jm-'wi ’nVDDa) 

37 .14 

aiö - antpp. 

17,8 

]?v-na - ïpstfip 

41, 4 

’n in?? Vs? - rpna 

17.14 

O’» - an ,l ? l piy 

44 . h 

“ia - irxaira 

22, 10 

ït?aa - ’SN Ht£> bs? 

50,14 

rnin - ïj-nni 


9 l.c. 164 

2 ) In the following examples the first word is from the first stichos, the second is the 
parallel word in the second stichos. 

3 ) is uncertain; ‘’pTSS (G: 8ixaioauv7)<; piou) may be the correct reading. 

4 ) Not only the suffix, but the whole word ‘’frN should be understood in both stichoi. 














204 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


PRONOMINAL SUFFIXES IN THE HEBREW PSALMS 


205 


55 , 13 
66, 13 
69, 34 

71, 16 

72 , 9 
84,4 


3 ’iK - 'xafr!? 1) 
niViv - mi 

t t: 

D’ 3 r?S - TTOX 

ni-na - T|7ip T is 9 
n , '-ix - rrrx 3) 

• t t : 

xva - n 1 ? "rïn 

• " T S 


89, 3 
104, 21 
119, 171-2 
140, 10 
144, 6 
147, 16-7 


-r?ri - ï|jnnag 9 
*)*]B - D’ppN 9 
n*?nri - ïipnpx 
twn - iaviafr 

•• t : 

pna - ïpsn 

a 1 ?^ 9iD3 - innp ( irnp 


B. In the 

second stichos the suffix is omitted 

3,8 

wax-Va - Daatrh 

- : t ■ t : 

65,7 

18,13 

•P 3 S 7 -T 13 trx-Wna 9 

TT T T y V " 

69, 23 

18,15 

rsn - trir-n 

t ■ 1 • t : 

73,7 

31,24 

vron - DaiaX 

77,9 

36,7 

- astpa 9 

85, 10 

48,4 

rrfiiibpxa - aatpa 1 ? 

105, 27 

63,7 

WIS’ - JThïWX 

T| SS- 

106, 18 


int)? - rniaaa 
osnVtf - (ra*?# 9 

T T : \ 'Ti 

i»r» - aa 1 ?9 
non - aax ») 
iïtf’ - niaa 

: • t 

rninx - avipb «9 

amï - n’SEh 

T T-» -• T : 


*) MT of this verse is problematic. The LXX reading which seems preferable to 
massoretic very often goes with the perfect. The reading *’ 3 D ta in ‘’IPIN, therefore, 
is a very probable one. 

2 ) The Hebrew text is not without problems. According to the suffixes of the second 
person, referring to Jahwe, in the surrounding verses, one should consider the possibility 
that mrr is a vocative. 

3 ) The massoretic must be incorrect. However, there is no necessity to read 

V* 12 S as proposed by Kittel (BH 3 ) and Kraus. The reading changes as little 

as possible in the traditional text. 

4 ) G. R. Driver, JRAS 1948, 165. 

6 ) The texttradition of 18,13a is not uniform and different alterations have been pro¬ 
posed. It seems difïicult to accept the opinion of Podechard {Les Psaumes p. 82): “Au 
lieu de VIS? G L C V Hier, h ont lu qui parait meilleur”. P 2 S 7 with suffix in 

the first half, TlD etc. without suffix in the second half of the verse is quite natural in 
Hebrew poetry. However, some uncertainty remains about the original text. 2 $7 with 
suffix occurs also in Job 26,8; 1*13 nowhere has a suffix, but trVrtt has one in 2 Sam. 
14,7; Jes. 44,19; Ez. 24,11. 

6 ) The massoretic reading has One may suppose (with Kraus), that a 

kaph has disappeared before Dinn through haplography. But it is possible to retain 
the traditional consonantal text and to join the kaph of “]DDtPÖ with the following 
mnn: mnro (Thus m. dahood, Bibi 37(1956) 339—40). 

7 ) In 69,23 □'’fc'HtP of the Hebrew text has often been altered to DiVfcVtP (cf. 

Podechard 274; Kraus 479 — 80). One may restrict the alteration to the vocalization 
only and read because there is no need to supply the suffix in the first stichos 

(cf. E. Vogt, Bibl. 43(1962) 79). 

8 ) BH 3 proposes to read ; in our opinion this seems superflous. 

9 ) G. R. Driver, JRAS 1948, 164. One cannot but agree with Kraus, that the very 

common alteration of “lttN into is not necessary at all, because (or 

perhaps flftK) is a perfect parallel to VTOn of the first stichos. 

10 ) Driver, l.c. 


II With Verbs 

A. The suffix is omitted in the first stichos 


2, 4 
22, 3 
27, 7 
3 °> ii 

34,18 


pnx? - ittb 1 v 1 ?? 9 
- ,l ? rran 
ïötp-’un 9 

saai?-aan 
jaatf - ab’sn 


35 , 5-6 

44, io 

59 , !4 

60, 7 
71, ii 


B. The suffix is omitted in the second stichos 

22,12 'm P™ - naiiR ïm 106, 23 
41, 3 - “Ww 9 I0 6, 45 

80’ 4.8.20 - t?b “txn ^ 107, 20 

139, 1 


niin - ddti 9 
FI03T - ! nb'’V?ri 9 
n*?a - iarx 9 
nsaWin - aai? 9 
is-p - inwan 


ü-patfri'? - rpntpna 
□nV nap] - anaa 9 
axan’ - aVa 1 «9 

•• t : • - - : 

•’irnjm - snn3 n) 


III Combination of I and II. The pronominal suffix goes with the verb in one 
stichos, with the noun in the other. 

A. The suffix occurs only in the second stichos 

9, i rrriN - TpfnNVsr 1 ?? 12 ) 66,19 s 

56, 7 mr - ■op.s? I0Ij j ion - rn&TH 

*) There seems to be no translation which relates with both verbs of the verse. 

2 ) 27,7 and 30,11 are not so certain, because occurs frequently without object 

(Ps. 50,7; 66,16; 81,9; but cf. 34,12). 

3 ) Driver, l.c. 165. There is nor reason for Kraus’ statement:” lm Verb ist das 
Suffix der 3. per. plur. einzusetzen” (p. 274). 

4 ) Both verbs occur in the same stichos; the suffix goes with the two of them. 

6 ) The MT can be fully retained; the second nVD need not to be changed in üVd 

(contra Kraus p. 421). 

6 ) Both verbs occur in one stichos. 

7 ) Massoretic is problematic. Septuagintal irntpfcT may be shortened in¬ 
to retaining the Hebrew consonantal tradition (M. Dahood, Bibl. 44 (1963) 

297). 

8 ) TKn occurs always with preposition and suffix: Num. 6,25; Ps. 31,17; 
67,2; Dan. 9,17. 

9 ) If one translates with Kraus:” es reute Ihn”, no suffixal element is to be expected. 
However, it seems better to translate with van der Ploeg [De Psalmen, Roermond 1963, 
45):” Hij ontfermde zich (He took pity)”. 

10 ) Kraus says: ”MitS G Hie wird zunachst das Suffix 3. pers. plur. erganzt werden 
müssen” (p. 736). This is true for the translations, but not for the Hebrew text. 

u ) Both verbs occur in the same stichos. 

12 ) The whole Psalm is directed to Jahwe in the second person; therefore ”Jahwe” 
in the first stichos is to be considered as a vocative. 


Jaarbericht 17 


14 






206 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


B. The suffix occurs in the first stichos only 

IV One stichos has the suffix, the other a wm-encliticum 


H 

00 

□—ibtfn - O 

80, 6 

- wptfri *) 

16, 4 

D'V'Tïp _ «ifiBjp « 7 S 7 2 ) 

109, 13 

innni? - o - »# 5) 

49, 8-9 

i“i£D - a-tfsi s) 



V Some miscellaneous texts 



30,13 

133 - .) 

74 - i 

nmt - ») 

65,10 

D’rtVx jVb - n-an 7) 

• VS V V T T 



The foregoing list is probably not complete. And although not all the examples 
adduced are equally certain, the list as a whole is nevertheless impressive. It 
seems difficult to deny that the above idiom is a common one in Hebrew poetry, 
which no translator can neglect, at least according to this writer. 

Chr. Brekelmans 


A ) According to Kraus imn (sufï. 3. pers. sing.) corresponds to v.6; □‘“lftttfD (suff. 
3. pers. plur.) to v.7. One might call this ingenious, but improbable. It is better to 
consider the mem of as enclitic, balancing the suffix 1. pers. plur. in the second 

stichos (cf. H. D. Hummel, Enclitic Mem in early Northwest Semitic, especially in Hebrew , 
JBL 76 (1957) io 3 )- 

2 ) When Köhler [Lexicon sv JÖ 1 ) says that the word is used in "Psalm 16,4 of 

blood, in all other cases of wine", this may be reason enough to ask, if the translation of 
tn?3 is the right one. A libation of blood seems very improbable, also a "verbotene 
Libation von Blut" (Kraus p. 121). It seems better to read with Dahood (Bibl. 44 (1963) 
298 note 4): prep. ]Ö+ dualis from T+tt encliticum, T being parallel to HDttf in the 
second stichos, m^m-encliticum corresponding to the pronominal suffix. 

3 ) Cf. H. D. Hummel, l.c. p. 102. 

4 ) The mem in the first stichos could be a suffixal element; it may be also a mem- 
encliticum. 

6 ) The alteration of Oötf in (with plur. mss, G, Hier.) may be omitted, if the 
mem is enclitic. 

6 ) It may be sufficiënt to read instead of TDD ; there is no reason to supply a 
suffix i pers. sing. 

7 ) The final mem of 02 H is enclitic "balancing the pronominal suffix (M. Dahood, 
Proverbs and Northwest Semitic Philology, Roma, 1963, p. 28 note 2) 

8 ) The object of riH 2 T is not expressed in the first stichos; in translation the prono¬ 
men 1. pers. plur. is to be added. 


DAS HIPHIL VON 'AMAR IN DEUT. 26, 17. 18 


Das Hiphil von 'dmar kommt nur in einem einzigen Zusammenhang im 
A.T. vor, namlich zweimal in den oben genannten Texten. Seine Bedeutung 
ist noch immer nicht ganz sicher, obwohl sie vielleicht, unter anderem durch 
die Funde von Vertragen der altorientalischen Welt, etwas aufzuhellen beginnt. 
Einige haben schon früher einen juridischen Terminus technicus darin gesehen 
(Driver, I.C.C., 1902 und Bertholet, K. H. C., 1899 in ihren Kommentaren 
zu diesem Buch). Bertholet schreibt: ,,Ein feierlicher Vertrag is eingegangen 
worden. Jeder der Kontrahenten nimmt dem Partner die Aussage der Ver- 
tragsbestimmungen, zu denen sich dieser verpflichtet, ab: das scheint das 
sonst nicht vorkommende Hiphil von 'dmar zu bedeuten . . . Dass das Volk 
Jahwe ansagen lasst, hat nichts anstössiges sobald h§'§mïr im obigen Sinne 
Terminus technicus der juridischen Sprache war/' 

Driver erklart es ebenfalls so: ,, he'emïr was perhaps a term used technically 
by the contracting parties in a covenant, each causing the other to recite the 
terms of the agreement between them." So hat Israël, schreibt er, ,,listening 
so readily to the commandments set bef ore it, (virtually) caused Jehovah to 
say that He will be its God." 

Beide Autoren fühlen scheinbar etwas Anstössiges in dieser Formulierung, 
die Driver durch das Wort ,virtually' und Bertholet durch die Annahme, 
dass h$*§mïr ein feststehender Ausdruck war, plausibel zu machen suchten. Im 
deuteronomistischen Kontext gibt es tatsachlich Bedenken gegen die kausative 
Auffassung des Hiphil. Kann denn das Volk, das von Jahwe erwahlt ist, Ihn 
zum Bunde auffordern? Der Text ist jedenfalls klar in dem Sinn, dass es hier 
um das Schliessen eines gegenseitigen Bundes geht; auch scheint es sich hier 
um einen Bund zwischen zwei gleichen Partnern zu handeln, oder vielleicht 
eher um einen Bund, der durch eine dritte Person, eine Mittlergestalt, zu Stand 
gebracht wird (vgl. M. Noth, Das alttest. Bundesschliessen, in Gesammelte 
Studiën z. A.T., 1957, S. i5off., und nun auch G. von Rad, Das fünfte Buch 
Mose,A.T.D., z. St.). Aber auch bei diesen Vertragen haben beide Partner eine 
Handlung zu verrichten, namlich ihr Einverstandnis mit den Bestimmungen 
des Vert rages zu er klar en. 

So lasst Esarhaddon bei der Bestimmung Assurbanipals zum Thronfolger 
durch die Vasallenfürsten und die Grossen seines Reiches einen Vertrag feierlich 
annehmen. Er lasst ihn bestatigen (< dandnu , II) und auf ihn schwören (tamü, II). 

Dass Israël Jahwe sagen Hess, dass Er sein Gott sein soll, bleibt tatsachlich 
eine merkwürdige Vorstellung; sie geht davon aus, dass der Deuteronomist 

















208 jaarbericht ex oriente lux - 17 

sagen würde, Israël lasse Jahwe ein Gelübde ablegen, was wenig im Ein- 
klang steht mit der deuteronomistischen Theologie, die Jahwe als Souveran 
sieht, der Israël auserwahlt hat, und ihm um der Vater willen Treue geschwo- 
ren hat. 

Man kann verstehen dass deshalb viele Male Veranderungen im Text vor- 
gestellt wurden; dabei hat man von 'drnar 'drnan gemacht (,,du hast dich an 
Jahwe anvertraut”, Oettli) und andere Konjekturen vorgeschlagen oder man 
hat 'drnar Hi. andere Bedeutungen zugeschrieben: ,,proklamieren ,, (R. Smend, 
Die Bundesformel, 1963, nach Ben Yahuda), „auserwahlen” (LXX), ,,erhaben 
machen” (Qimchi), „verherrlichen” (Berak. 6a; Raschi, sich stützend auf 
Ps. 94, 4, sagt, dass das Wort „wegziehen” und „trennen” zu bedeuten scheint), 
oder „anversprechen” (Buber-Rosenzweig). 

Im Gegensatz zu diesen Auffassungen möchte ich auf eine Bedeutungs- 
möglichkeit des Hi. hinweisen, die nur selten vorkommt, aber bei einem anderen 
Verbum (wie durch jeden für sicher gehalten wird) bestimmt angenommen 
werden muss, namlich bei dem 'drnar entgegengesetzten Verbum sa'al, 
„fragen”. An beiden Stellen wo das Hi. von sa'al vorkommt, bedeutet 
dieses mit Sicherheit “sich fragen lassen, eingehen auf eine Bitte, eine Bitte 
gewahren”: Ex. 12, 36: , Jahwe machte die Agypter wohlgesinnt dem Volk 
gegenüber, sodass sie auf seine Bitten eingingen” (hier ist das Hi. mit einem 
Akkusativ der bittenden Person konstruiert); 1 Sam. 1, 28: ,,Ich bin darum 
bereit die Forderung zu bewilligen, ihn an Jahwe abzutreten” (hier folgt auf 
das Hi. ein lamed). 

Auch im Arabischen kommt diese Bedeutung in der viert en Form dieses 
Verbums vor (siehe Belot, Vocabulaire Arabe - Frangais s.v.). 

Joüon ( Grammaire de VHèbreu Biblique , 1947 2 , S. 123) erwahnt noch 
einige andere Verba, die diese Bedeutingsentwicklung zeigen: lawdh und c dbat= 
,,entlehnen von”, Hi. ,,lehnen an”. 

Wenn wir dieselbe Bedeutung dem Hi. von 'drnar zuschreiben, verschwin- 
den meines Erachtens alle Ein wande gegen den Gebrauch des Verbums in 
diesem Zusammenhang. Die Übersetzung von Vs. 17 und 18 würde dann 
folgendermassen lauten: 

17. Das Wort Jahwes habt ihr heute bestatigt, 

(mit Jahwe habt ihr heute euer Einverstandnis erklart, als Er sagte) 
dass er euer Gott wolle sein und dass ihr auf Seinen Wegen wandeln 
solltet. . 

18. Und Jahwe hat heute euer Wort bestatigt, 

(Jahwe hat euch heute sein Einverstandnis erklart, als ihr sagtet) 
dass, ihr Ihm Sein Volk sein wollet . , 


DAS HIPHIL VON >AMAR IN DEUT. 2 Ó, 17.18 20 g 

Mit anderen Worten im hg'gmïr wird die Bestatigung, die Zustimmung, das 
Eingehen auf das Wort, das ein anderer gesprochen hat ausgedruckt. 

Es ist klar, dass die Bundesschliessung voraussetzt, dass jeder der Partner 
sich mit den Vertragsbestimmungen ein verstanden erklart, entweder durch das 
feierliche Aussprechen des 'amen (Dt. 27; Neh. 5 : I2ff.), oder auf irgendeine 
andere Weise. Im Vertrag, abgeschlossen durch zwei Gleichstehende (z.B. das 
zwischen Hattusilis und Ramses II.), kommt das dadurch zum Ausdruck, dass 
die Verpflichtungen von beiden Vertragspartnern in gleichlautenden Worten 
nebeneinander stehen. Anders ist es bei den Vasallenvertragen: hier werden die 
Abmachungen vom Souveran bestimmt und vom Vasallen anerkannt. Sie 
haben auf die Worte zu schwören (tamü) und so wird der Bund bestatigt 
(dandnull). Der Souveran lasst auf den Bund einen Eid ablegen (tamü II; vgl. 
D. J. Wiseman, The Vassaltreaties of Esarhaddon, Iraq 20 part 1, 1958, Z. 
23-25, 72 und 287). 

In den westsemitischen Vertragstexten aus Sfire, die von Dupont-Sommer 
publiziert sind 1 ), kommt einmal das Verbum 'mr in der oben genannten 
Bedeutung vor; warscheinlich sogar im Haphel. Ich verweise auf den Text bei 
Dupont-Sommer, S. 87, wo der Verfasser folgendermassen liest (Stele I C, 
Z. 1-3): 

1. kh 'mrn [. . . .]. bn mh 

2. ktbt '\nh mt c ] 'l Izk 

3. rn Ibry 

Erübersetzt:,/ Ainsi avons-nous dit (?) [et ainsi avons-nous écrit] (=[whn k ] 
tbn, wie er auf S. 89 zu Z. 1. erganzen möchte). Ce que 2 j’écris, m[oi Mati c ]el, 
(c'est) en mémorial 3 pour mon fils ...” 

Gegen kh in der Bedeutung von ken, ,,so”, kann man wohl einen Einwand 
erheben: es soll nach J. Hoftijzer-Jean, Dictionnaire des Inscriptions sémi- 
tiques de Touest (Leiden, 1960), nur hier vorkommen. Es scheint mir dann 
auch warscheinlicher das h von kh mit dem folgenden Verbum 'mr zu ver¬ 
binden und also ein Haphel von 'mr zu lesen. Der letzte Buchstabe vor bn 
soll nach Dupont-Sommer ein n oder m oder unter Umstanden ein t sein; ein 
q scheint mir aber warscheinlicher zu sein, und ich möchte den Lesungs- 
vorschlag machen: 

k h'mrn [ c dn n\qbn mh 

und übersetzen: ,,als wir den Worten der Vertrage zugestimmt hatten, be- 
stimmten wir, was ich, M., zur Erinnerung für meinen Sohn schreiben sollte . . .”. 

*) A. Dupont-Sommer, Les Inscriptions Araméennes de Sfiré (Stéles I et II) (Extrait des 
Mémoires présentés par divers savants a FAcadémie des Inscriptions et Belles-Lettres, 
Tomé 15), Paris, 1958. 








210 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


(das Verbim nqb, „bestimmen, festsetzen”, ist im Aramaischen bis jetzt noch 
nicht nachweisbar, wohl j edoch im Nabataischen). 

Sollte dies richtig sein, insonderheit das, was über das Hi. von y dmar 
gesagt ist, so ware dies eine Bestatigung früherer Vermutungen, dass he'emïr 
als juridischer Terminus in der westsemitischen Welt gebrauchlich gewesen ist. 

Die Übersetzung des „Nederlands Bijbelgenootschap”: ,,Gij hebt heden van 
den Here het woord aanvaard .... en de Here heeft heden het woord van U 
aanvaard . . .” ist also ausgezeichnet. Ich konnte nirgends finden, welchen 
Erwagungen diese Übersetzung ihr Dasein verdankt; meines Wissens nach ist 
sie eher auf Grund des niederlandischen Sprachgebrauches, als auf Grund 
einer Analyse der hebraischen Terminologie zustande gekommen. Jedenfalls 
gibt sie die ursprüngliche Bedeutung gut wieder, besser als irgendeine andere 
Übersetzung, die ich bis jetzt kenne. 


Th. C. Vriezen 


L'APPARITION DU CHEVAL EN ARABIE ANCIENNE 


La récente publication d’inscriptions provenant du grand temple de Tan- 
cienne capitale de Saba 1 ), nous a donné Toccasion de fonder sur des bases 
nouvelles la chronologie de la période occupée par les derniers rois de Saba et 
par les dynasties de rois de Saba et dü-Raydan 2 ). Ces textes augmentent 
notablement le nombre de mentions sud-arabes de chevaux et de cavaliers, et 
permettent pour la première fois de fixer sinon Tépoque de la première appa- 
rition du cheval en Arabie du Sud, du moins celle, a peine postérieure, de sa 
première mention dans les documents, et de sa rapide diffusion dans les 
institutions militaires. 

Les documents que nous allons étudier situent 1’apparition du cheval en 
Arabie du Sud a une époque relativement récente 3 ): vers la fin du II e siècle de 
notre ère 4 ). II faudra établir la cause de ce phénomène, et situer celui-ci dans 
la perspective plus générale du problème de la présence du cheval en Arabie 
du Nord et centrale. 

* 

Des chevaux sont mentionnés avec divers produits typiques de 1 ’Arabie 
du Nord (chameaux), de TArabie du Sud (aromates), et de TAfrique (ébène 
et ivoire), dans les Annales de Sargon II dAssyrie 5 ), en connexion avec le 
tribut offert par un souverain sud-arabe. II serait aventureux d'en conclure 
avec certains a la présence du cheval en Arabie du Sud au VIII e siècle avant 
J.-C., ou même en Arabie du Nord proprement dite 6 ). En effet, les tributs 
mentionnés sont attribués globalement, non seulement au souverain de Saba, 

x ) A. Jamme, Sabaean Inscriptions from Mahram Bilqis (Mdrib) (Publications of the 
American Foundation for the Study of Man, 3), Baltimore 1962 (Ja 550-850). 

2 ) Cf. notre article Chronologie des Rois de Saba et dü-Raydan , dans Oriens Antiquus, 3 
(1964), p. 67-90; les mêmes problèmes sont traités sous une forme revisée dans notre ouvrage 
La chronologie des Rois de Saba et dü Rayddn (Publications de Tlnstitut historique et 
archéologique néerlandais de Stamboul, 16), Istanbul 1964, et dans BiOr 21 (1964), 

p. 90-94* 

3 ) Voir déja G. Ryckmans, La mention des chevaux dans les inscriptions arabes préisla- 
miques, dans AfO, 14 (1941), p. 54-56; H. von Wissmann, Badw, dans Encyclopaedia of 
Islam 2 , 1, p. 885. 

4 ) En vue d’alléger les notes, nous renvoyons une fois pour toutes aux ouvrages men¬ 
tionnés n. 2 ci-dessus, et aux tableaux qu’ils contiennent, pour toutes les questions 
chronologiques et les synchronismes entre les règnes. 

5 ) Cf. J. B. Pritchard, Ancient Near-Eastern Texts Relating to the Old Testament, 
Princeton 1955 2 , p. 285-286. 

6 ) Notamment B. Moritz, Arabien, Hannover 1923, p. 43-44; A. van den Branden, 
Histoire de Thamoud (Publications de TUniversité Libanaise, Section des études histori- 
ques, 6), Beyrouth 1960, p. 48; H. von Wissmann, art. cit., p. 885. 




















212 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


mais encore a divers rois ou reines d’Arabie, et a Pir’u de Musuru, région 
encore mal identifiée 1 ), mais précisément renommee pour ses chevaux. 

Strabon [Geogr., 16, 4, 2), citant Eratosthène, affirme que le cheval était 
inconnu en Arabie du Sud. II n’y a pas de raison de mettre en doute ce té- 
moignage. II est vrai que le Périple de la Mer Erythrée 2 ) signale Timportation 
par mer de chevaux et de mulets pour les souverains sud-arabes. Mais eet 
ouvrage remarquable, qu'on datait généralement de la seconde moitié du 
premier siècle de notre ère, remonte en fait aux environs de la fin du II e ou 
du début du III e , comme Ta dernièrement montré Jacqueline Pirenne 3 ), 
suivie par d’autres 4 ), datation tardive nettement confirmée par la chronologie 
que nous avons extraite des nouveaux textes de Marib. 

Les inscriptions mentionnant des « chevaux » ou des « cavaliers » 5 ) peuvent 
être datées soit par la paléographie, soit, avec une précision plus grande, 
lorsqu’elles se réfèrent au règne d’un souverain. Quant aux reliefs ou statuettes, 
la paléographie permet de les situer d’une fagon approximative, quand ils sont 
munis d'un texte. 

La plus ancienne mention de cheval datable en termes de règne est CIH 
326 6 ), qui remonte au règne de KariVil Watar Yuhanhm, roi de Saba, et 
mentionne le futur roi c Alhan Nahfan. Ce Karibhl se place peu avant Y époque 
de la fin du royaume de Qataban. II est significatif que c’est vers le même 
moment que la mention de chevaux et de cavaliers apparait dans des textes 
se référant au règne de membres d'autres dynasties. Dans la dynastie de 
DamaUalay Bayyin, le cheval intervient sous ses deux derniers membres, les 
frères Yuhaqïm et Karib’il Bayyin (Ja 642-644), contemporains de Karib’il 

x ) Le pays Misrayim de la Bible, pour autant qu’il soit mentionné en connexion avec 
des chevaux (1 Reg. 10,28; 2 Reg. 7,6; 2 Chron. 1,16 sqq.), a été identifié pour cette 
raison avec Musru, région au nord de Ninive, ou dans le voisinage du Zab supérieur, cf. 
E. Forrer, dans Reallexicon für Assyriologie, I, p. 255a, ou encore la Cilicie, cf. F. Han- 
car, op. cit. (infra , p. 222, n. 4), p. 505; pour Musuru, outre Tidentification possible avec 
une des regions mentionnées ci-dessus, on hésite entre TEgypte et la région de Gaza, de 
toute fagon hors de rArabie proprement dite, cf. E. F. Weidner, Silkan(he)ni, König 
von Musri, ein Zeitgenosse Sargons II., dans AfO 14 (1941), p. 45-46. 

2 ) Ed. Hjalmar Frisk, Göteborg 1927, § 24 et 28. 

3 ) Le royaume sud-arabe de Qataban et sa datation (Bibliothèque du Muséon, 48), Louvain 
1961, p. 200; Id., Un problème-clef pour la chronologie de VOriënt: la date du « Périple de la 
Mer Erythrée », dans Journal Asiatique, 1961, p. 454. 

4 ) Cf. F. Altheim, Geschichte der Hunnen, 5, Berlin 1962, p. 15; notre article Chronologie, 
p. 73, 76, et notre ouvrage La chronologie, p. 8; cette date est également adoptée par 
H. von Wissmann, dans une étude a paraitre dans les Sitzungsberichte de 1 'Académie de 
Yienne. 

5 ) frs , a Texclusion du terme rkb, « monture » ou « cavalier », qui peut s’appliquer a 
d'autres animaux que le cheval. L'apparition de ce terme n’est d’ailleurs pas antérieure 
a celle de frs. 

6 ) CIH = Corpus Inscriptionum Semiticarum, Pars IV, Inscriptiones Sabaeicas et 
Himyariticas continens, Paris. Le sigle RES désigne le Répertoire d’Epigraphie Sémitique, 
publié par l'Académie des Inscriptions et Belles Lettres a Paris. 


l’apparition DU CHEVAL EN ARABIE ANCIENNE 


213 


Watar. Un sabot (Tune statue de cheval en bronze 4 ) conservé au musée de 
San < a > , provient vraisemblablement des fouilles de Zïla/Nahlat al-Hamra 2 ); 
ces fouilles ont livré une grande statue de bronze munie d'une inscription 
(RES 4708), mentionnant DamaUalay Yuhabirr I et son fils Tahan, corégence 
qui se situe également a Tépoque de Karib’il Watar 3 ). 

Les mentions de chevaux et de cavaliers vont désormais se multiplier. Sous 
Samir YuhaUis I (Ry 535 4 ) = Ja 576), qui fut contemporain de Yarïm 
Ayman, corégent de Karibhl; sous Yada°il de Hadramawt, de la même époque 
(J a 956); sous c Alhan régnant avec son fils £a c r Awtar (RES 4149), et sous le 
règne de ce demier (Ja 635); sous Ilsarah Yahdub II, et son frère Ya’zil Bayyin 
(J a 574» Ry 535=J a 57 6 » J a 577» 57 8 » 5 8 4)» contemporains de Sa c r Awtar et de 
Samir I, un peu plus tard sous Samir II (Ja 649) 5 ), et sous divers rois portant 
la titulature longue: Yasir YuhaiUim régnant avec Dara 5> amar Ayman (Ja 
665), et Karibhl Yuhanhm (Ja 666), ainsi qu'a Tépoque monothéiste. 

Ces données indiquent une généralisation trés rapide — et d'ailleurs trés 
explicable, vu leur usage dans les opérations militaires — du cheval et de la 
cavalerie, vers Fépoque de Karibhl Watar Yuhanhm, et peu avant la fin de 
Qataban. La datation basse assignée au Périple par J. Pirenne, trouve ici 
une nette confirmation: il serait invraisemblable que le cheval, s’il faisait 
déja 1 'objet dhmportations en Arabie du Sud dès le premier siècle de notre 
ère — époque que Ton assignait au Périple — ne s'y soit répandu que plus d'un 
siècle plus tard. 

Des autres textes ou reliefs datables par la paléographie, seule Tinscription 
CIH 306 semble être légèrement antérieure a Tépoque de Karibhl Watar 
Yuhanhm. Tous les autres documents datables sont contemporains du même 
roi, ou postérieurs. CIH 350 est de Tépoque de Karibhl, ou légèrement posté¬ 
rieur 6 ). Divers monuments: reliefs représentant des cavaliers, et accompagnés 
d’inscriptions (CIH 445 et 705), statue de cheval portant une inscription (CIH 
504 bis), texte mentionnant un mulet (RES 4146), ne sont pas antérieurs a 
Tépoque de Karib’il, d'après la paléographie. Une statuette de cavalier est 
nettement plus récente, d'après ce qu'on peut distinguer de son inscription 


x ) A. Grohmann, Arabien (Handbuch der Altertumswissenschaft, 3.1.3.3.4.3.4), p. 236. 

2 ) Pour 1 'identification de ces lieux, cf. notre recension de C. Rathjens, Sabaeica, 1, 
Hamburg 1953, dans BiOr 12 (1955), p. 208. 

3 ) La chronologie, p. 23-4 (dans Tarticle Chronologie, nous n’avions pas encore pu établir 
cette date). 

4 ) Publiée par G. Ryckmans, Inscriptions sud-arabes, i3 e série, dans Le Muséon, 69 
(1956), p. 139-163. 

5 ) Au sujet de ce personnage, voir déja notre article Zuidarabische Kolonizatie, dans 
JEOL 15 (I957-Ï958), p. 246, n. 48. Voir également Chronologie et La chronologie. 

6 ) D’après 1 'usage du mot hmr, « accorder » qui ne se présente dans les dédicaces qu'a 
partir du règne de Karib’il Watar (Ja 563), cf. La chronologie, p. 9-10. 




















214 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


encore inédite 4 ). Le texte Ja 752 date de Fépoque des rois a titulature longue, 
d'après un indice stylistique 2 ), de même CIH 929, d’après la graphie trés 
récente. D’autres monuments relatifs au cheval ne sont pas datables, faute de 
contenir des textes: il s’agit d’une statuette anépigraphe de cheval du musée de 
Vienne 3 ), d’une gemme portant notamment une tête de cheval 4 ), d'une frise 
d'albatre du British Museum qui représenterait des têtes de chevaux 5 ), d’une 
silhouette de cheval dessinée sur les moellons, peut-être réemployés dés Fanti- 
quité, d’un batiment du site ancien d’al-Uhdüd au Nagran 6 ). En raison de la 
date récente de Fapparition du cheval, il est peu probable que des ornements 
de bronze sud-arabes, dans lesquels on a vu des influences ou même une 
provenance du Luristan, aient appartenu a des harnachements de chevaux 7 ). 

On connait aussi une grande statue de cheval en bronze, coulée en Arabie 
du Sud 8 ). Cette statue, d’une hauteur d’environ 1 m., est conservée au Musée 
de Dumbarton Oaks. Fort endommagée, quoique Fanimal soit pratiquement 
entier (seule la queue manque), elle n’a malheureusement pas encore fait Fob jet 
d’une description muséographique détaillée. Ce cheval se présente, selon J. 
Pirenne, dans la position du galop « pattes parallèles ». II porte plusieurs 
inscriptions sud-arabes d’époques diverses: une inscription archaïque de 
quelques lettres (Ja 489 B) ; une assez longue inscription de dédicace (Ja 489 . 4 ), 
beaucoup plus récente, et un nom de personne gravé a une époque encore plus 
tardive (Ja 489 C). J. Pirenne 9 ) a rapproché Finscription archaïque du style 

1 ) Istanbul 7620, reproduite dans Th. Bossert, Altsyrien, Tübingen 1957, n °- I 349- 

2 ) II s’agit de Lemploi du mot mr*h(m)w, « son (ou leur) seigneur », après le verbe de 
dédicace, qui apparait a la fin du règne de Nasa’karib Yahnin Yuharhib (Ja 616), et a 
Tépoque des rois qui ont porté la titulature longue (Ja 646 sqq.), cf. La chronologie 
p. 9 n. 15. 

3 ) Hofmus. 132, reproduite dans A. Grohmann, Göttersymbole und Symboltiere auf 
südarabischen Denkmdlern (Denkschr. Akad. Wiss. Wien, Phil.-Hist. KL, 58, 1), Wien 
1914, fig. 183. 

4 ) Gemme Berlin 2631, reproduite ibid., fig. 92. 

5 ) Cf. British Museum Quarterly, 5 (1930-31), p. 49. 

6 ) Cf. H. St. J. B. Philby, Avabian Highlands, Ithaca 1952, fig. 24, p. 257. Le style de 
ce dessin n'a rien d’arabe; il rappelle les statues équestres d'époque impériale, dont 
peut-être il reproduisait un exemplaire existant au Nagran. 

7 ) Cf. Sidney Smith, Two Luristan Br onzes from South Arabia dans Archaeologica 
Orientalia in Memoriam Ernst Herzfeld, New York 1952, p. 204 et fig. p. 205. 

8 ) Cf. J. Pirenne, La Grèce et Saba (Académie des Inscriptions et Belles-Lettres, 
Extraits des mémoires présentés par divers savants, 15), Paris 1955 (communication a 
1 ’Académie en 1954), P- 63-66 et PI. VIII; A. Jamme, Inscriptions on the Sabaean Bronze 
Horse of the Dumbarton Oaks Collection , dans Dumbarton Oaks Papers, 8 (1954), P- 3 I 7 _ 33 0 
[Ja 489 A a C] et PI.; J. Pirenne, Paléographie des Inscriptions sud-arabes, 1 (Verhande¬ 
lingen van de Koninklijke Vlaamse Academie voor Wetenschappen, Letteren en Schone 
Kunsten van België, KL der Letteren, 26), Bruxelles 1956, p. 114-115, 268-272; G. M. A. 
Richter, Catalogue of Gr eek and Roman Antiquities in the Dumbarton Oaks Collection, 
Cambridge, Mass., 1956, p. 26-28; A. Jamme, Note on the Dating of the Bronze Horse of the 
Dumbarton Oaks Collection, Washington 1957, 11 P- (ronéotypé). 

9 ) La Grèce et Saba, p. 63; Paléographie, 1, p. 112. 


l’apparition du cheval en arabie ancienne 


215 


des textes monumentaux sud-arabes les plus anciens, qu’elle situe au V e siècle 
avant J.-C. Comme le texte est coulé en relief dans la masse du bronze, elle 
estime que la statue fut coulée en Arabie avec son inscription B, a Fépoque 
ancienne. Pour préciser la date de la pièce, elle se base sur la pose de Fanimal. 
Le galop «pattes parallèles» des reliefs anciens grecs, est définitivement 
remplacé, sur des représentations de vases et de monnaies, a partir de 450, par 
un galop oü les pattes s’étagent a des hauteurs différentes 4 ). La statue et son 
texte dateraient donc de 460 environ, datation que confirmeraient encore divers 
indices stylistiques, notamment le motif typiquement grec des « postes », qui 
orne le hamachement de Fanimal. 

Cette datation haute de la statue ne résiste pas a Fexamen, pour de multiples 
raisons. L’argument tiré de représentations de chevaux sur des monnaies, des 
vases et même des reliefs, nous parait inadéquat. Sauf dans le cas oü elles 
reproduiraient des monuments réels exécutés en ronde bosse, des représenta¬ 
tions de ce genre n’impliquent nullement qu’a la même époque on ait effective- 
ment pu exécuter des statues de bronze de la dimension et de la perfection 
technique de celle de Dumbarton Oaks, ni surtout présentant un mouvement 
aussi délié et hardi que celui de cette statue 2 ). La représentation d’un galop 
aux pattes parallèles posait d’ailleurs un problème de perspective et d’esthé- 
tique particulier aux monuments tels que des monnaies, oü ce mouvement 
était représenté de profil. Que ce problème propre aux monuments a faible 
relief ou a deux dimensions ait été résolu par un mouvement différent des 
pattes, ne signifie pas pour autant qu’on ait donné a d’éventuelles grandes 
statues de bronze de la même époque la même solution a ce problème, qui 
concernait beaucoup moins la sculpture en ronde bosse. En fait, on ne sait 
même pas exactement comment se présentaient les pattes du cheval de Dum¬ 
barton Oaks. Le plat des sabots de devant n’est pas parallèle, comme il devrait 
Fêtre si les pattes se trouvaient primitivement a la même hauteur. Elles étaient 
donc cabrées a une hauteur différente, a moins que la pose d’un des sabots n’ait 
été déformée. La statue a en effet été retrouvée brisée en de nombreux mor- 
ceaux 3 ), et fut mal restaurée 4 ); le train arrière est comme écrasé, et les sabots 
de derrière ne sont pas d’aplomb. II est donc prématuré de tirer des conclusions 
de la position actuelle des pattes, tant qu’un examen approfondi de la pièce 
n’aura pas établi dans quelle mesure la pose initiale a été modifiée par les 
dommages et la restauration qu’elle a subis. 

D’autres éléments s’opposent au rapprochement avec la Grèce du V e siècle. 

4 ) La Grèce et Saba, p. 64-65; Paléographie, 1, p. 115 et 269. 

2 ) Ces observations sont inspirées par certaines remarques que nous a faites il y a 
plusieurs années le Dr. K. Kern, du Rijksmuseum van Oudheden a Leiden. 

3 ) A. Jamme, Inscriptions, p. 317. 

4 ) J. Pirenne, Paléographie 1, p. 271 et n. 3, souligne un décalage dans Fajustement des 
pièces, admis par A. Jamme, Note on the Dating, p. 9. 


















2 IÓ 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


L’endroit de la selle est occupé par un large trou. Le texte de dédicace, A, 
mentionne d’ailleurs 1 ’offrande du cheval avec son rkb, mot que A. Jamme x ) 
traduit « selle », mais qui signifie aussi « cavalier ». Cependant, on ne voit pas 
pourquoi, dans une statue réalisée avec une telle maitrise technique, la selle 
aurait du être rapportée, ni d’ailleurs pourquoi l’animal aurait été représenté 
avec une selle, s’il n’était pas monté. Le rictus de la gueule tendue par la pres- 
sion du mors, contribue aussi a établir qu’il s’agissait d’une statue équestre 2 ). Le 
premier exemple connu de ce genre de monument remonte a la Grèce du VI e 
siècle 3 ). A ce titre il est légitime, et c’est le mérite de 1 ’étude de J. Pirenne, 
de rattacher cette statue a Tart grec. Mais toute la question est de savoir a 
quelle époque, et par quels détours, cette statue se rattache a Tart grec, 
puisqu’il s’agit d’un type de monument qui resta en vogue en oriënt presque 
jusqu’a Tépoque arabe. N’est-il pas surprenant que la Grèce attique ne nous 
ait laissé pour le V e siècle, et même le IV e , aucun représentant du type de 
monument qui aurait inspiré celui de Dumbarton Oaks ? En réalité ce dernier 
n’a pas pu être inspiré d’une statue équestre de la Grèce du V e siècle: ce type 
de statue, réservé aux tyrans en Grèce archaïque, y a disparu pour cette raison 
dès le début du V e siècle, pour n’y reparaitre qu’avec la période hellénistique 4 ). 

L’attitude générale de la statue de Dumbarton Oaks, dont la tête est rame- 
née en arrière par les rênes disparues, n’est d’ailleurs pas le « galop volant », oü 
la tête serait tendue en avant, mais bien une position cabrée, les deux pattes 
de derrière reposant sur le sol, ou encore une représentation conventionnelle 
du galop cabré. Cette position, comme d’ailleurs celle du galop volant, est 
étrangère a celle des statues de chevaux de la Grèce du V e siècle, et même du 
IV e , qui représentent le cheval au pas, flanqué de son cavalier a pied 5 ). Le 
premier exemple d’une statue équestre dans une position aussi pleine de mouve¬ 
ment que celle du cheval de Dumbarton Oaks, se retrouve — mais en Grèce 
asiatique — dans une statue mutilée de la première moitié du IV e siècle, 
provenant du Mausolée d’Halicarnasse, et dont le mouvement vigoureux 
annonce déja la période hellénistique 6 ). Les exemples ultérieurs sont fournis 
par des statuettes de bronze qui représenteraient Alexandre. L’une d’elles, 
provenant d’Herculaneum, et conservée au musée de Naples, a la moitié des 
dimensions de celle de Dumbarton Oaks 7 ). Les pattes sont entièrement 

x ) Inscriptions, p. 318 et 319. Voir au contraire M. Höfner, Südarabien, dans Wörter- 
buch der Mythologie , hrsg. von H. W. Haussig, 1962, p. 523; M. Höfner, dans AfO 17 
(1956), p. 468. 

2 ) Cf. M. Höfner, ibid. ; H. von Roques de Maumont, Antike Reiterstandbilder, Berlin 
1958 , p. 72 - 73 » et fig. 39. 

3 ) H. von Roques de Maumont, op. cit., p. 7. 

4 ) Ibid., p. 12-14. 

5 ) Ibid., p. 14-18. 

6 ) Ibid., p. 19-21 et fig. 9. 

7 ) Ibid., p. 24-25 et fig. 11. 


l’apparition du cheval en arabie ancienne 


217 


restaurées, mais 1 ’attitude du cheval rappelle fort celle de la pièce de Dum¬ 
barton Oaks, abstraction faite de la facture curieusement stylisée de cette 
dernière. 

Les motifs stylistiques invoqués pour appuyer la datation ancienne n’ont 
pas de valeur intrinsèque. En particulier, le motif des « postes », s’il est attesté en 
Grèce archaïque, fait ensuite partie intégrante du décor des époques hellénis¬ 
tique et impériale. Le harnachement, d’ailleurs anachronique pour la Grèce du 
V e siècle avant J.-C., porte un décor de rinceaux encore inédit, dont 1 ’étude 
pourrait — peut-être, car il s’agit encore d’un motif recopié indéfiniment, et 
donc difficile a dater d’une faqon précise — aider a situer la pièce. 

L’inscription archaïque, B, comporte unH ouverture rectangulaire, étran- 
ger a la paléographie sud-arabe au moins jusqu’au II e siècle avant J.-C. x ). 
Cette inscription apparait d’ailleurs comme curieusement mutilée 2 ). Une 
explication décisive de cette particularité a été donnée par A. Jamme 3 ), après 
un nou vel et encore insuf fisant examen de la statue. La surf ace portant 1 ’in- 
scription est d’un grain différent de celui du reste de la statue, et est simple- 
ment un «rapiégage»: morceau de bronze provenant d’un autre monument, 
et soudé a la statue a une époque postérieure, pour obturer un trou qui s’y 
trouvait. On a d’ailleurs donné a ce trou une forme régulière, pour faciliter 
1’opération. 

Quant a la dédicace, A, elle aurait été coulée en même temps que la statue, 
selon A. Jamme 4 ) après réexamen de la pièce. J. Pirenne datait cette inscrip¬ 
tion — a son avis ajoutée lors d’un réemploi ultérieur de la statue — posté- 
rieurement a la fin du royaume qatabanite, qu’elle situait alors au premier 
siècle après J.-C., et qu’elle place maintenant au milieu du IIP 5 ). Mais ce 
texte mentionne 1’offrande d’une paire de chevaux et de leur cavalier respectif. 
La pose, légèrement inclinée d’un coté, de la statue, la disposition des inscrip¬ 
tions, qui laisse intentionnellement libre ce même cöté, confirment que le 
cheval faisait partie d’une paire 6 ). II est peu vraisemblable qu’une paire de ces 
dimensions soit restée intacte au point de pouvoir être réemployée pour une 
dédicace, avec ses cavaliers, sept siècles après sa confection 7 ). 

x ) Cf. J. Pirenne, Paléographie, 1, Tableaux 2-4 encartés en fin de volume; A. Jamme, 
Note on the Dating, p. 3 rejette la date ancienne du fait que les deux traits de la fourche 
du h seraient trop rapprochés . . . 

2 ) A. Jamme, Inscriptions, p. 322; le fait est implicitement reconnu par J. Pirenne, 
Paléographie 1, p. 269, n. 3. 

3 ) Note on the Dating, p. 6. 

4 ) Note on the Dating, p. 6. Ce qui mine une hypothèse de H. von Roques de Maumont, 
op. cit., p. 75, selon laquelle la statue serait celle d’un empereur romain d’Orient, et 
proviendrait du pillage d’une ville syrienne. 

5 ) Respectivement dans Paléographie, 1, p. 268 et dans Le royaume de Qatabdn et sa 
datation, tableau chronologique en fin de volume. 

6 ) A. Jamme, Inscriptions, p. 323; Note on the Dating, p. 5. 

7 ) Cf. R. de Vaux, dans Revue Biblique, 64(1957), p. 310. 

















2l8 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


De son cóté A. Jamme *), restituant d'une fagon absolument inadmissible 2 ) 
des formules monothéistes — d’ailleurs non attestées jusqu'ici — dans 1'in- 
scription de dédicace dont un fiers a disparu, date celle-ci de la même époque 
que rinscription C-que Ton s’accorde a considérer comme tardive-en suppo- 
sant que le nom qu’elle porte serait celui du sculpteur. II place donc la con- 
fection de la statue a la fin du V e ou au début du VI e siècle de notre ère 3 ). Le 
terminus a quo de la fin du IV e siècle de notre ère, imposé par la restitution 
abusive de la dédicace dans un sens monothéiste, et la date manifestement 
trés tardive de la prétendue signature du sculpteur, ont évidemment influencé 
d’une fagon décisive ceux qui, a la suite de A. Jamme, se sont prononcés pour 
une date récente du même ordre 4 ). 

Les deux datations extrêmes nous paraissent également insoutenables. 
L'inscription archaïque est de toute évidence solidaire d'une pièce de bronze 
soudée bien après la fonte de la statue, et ne peut fournir absolument aucune 
indication sur la date du monument. Le sujet et la pose de la statue n'autori- 
sent en tout cas pas une date antérieure au IV e siècle avant J.-C. Mais il n’y 
a pas de raison de douter que la dédicace est contemporaine de la confection 
de la paire qu’elle mentionne; tandis que rien ne permet d’affirmer que cette 
dédicace est de Tépoque monothéiste. J. Pirenne, on Ta vu plus haut, date 
cette dédicace, d’après des critères paléographiques, de Tépoque de la fin du 
royaume de Qataban. Des arguments nouveaux nous permettent d’arriver 
sensiblement a la même époque relative, pour la dédicace, mais aussi par le 
fait même pour la statue qui en est contemporaine. Le style paléographique 
de rinscription est difficile a préciser, faute de parallèles sur bronze relevant 
de la même technique. Nous avons cependant le moyen de raccorder ce texte 
a une époque paléographique précise. En effet, Tauteur de rinscription se dit 
fils de Rahhl Aswa c de dü-Ma’din. Le RatPil ainsi désigné est mentionné 
dans CIH 57, dont on possède un fac-similé et une photo 5 ). Dans ce texte, la 
forme du s au dos encore courbé, mais qui occupe déja toute la hauteur de la 

x ) Inscriptions, p. 322-324. 

2 ) Cf. J. Pirenne, Paléographie, 1, p. 271 et n. 3; J.-M. Sola Solé, La inscripción Gl. 
389 y los comienzos del monoteismo en Sudarabia, dans Le Muséon, 72 (1959), P- 201, 
n. 14; Jacques Ryckmans, Le christianisme en Arabie du Sud préislamique (Atti del 
convegno sul cristianesimo neiroriente antico, Accademia dei Lincei), 1964, p. 27 n. 132. 

3 ) Inscriptions, p. 329-330; Note on the Dating, p. 2. 

4 ) En dehors de W. F. Albright (cf. A. Jamme, Note on the Dating, p. 10), notons 
G. M. A. Richter, loc. cit .; M. Höfner, dans AfO 17 (1956), p. 468; H. von Roques de 
Maumont, op. cit., p. 74-76 et n. 41, p. 98, qui mentionne, malheureusement sans réfé- 
rences, des datatations au Ile siècle de notre ère, donc en parfaite conformité avec celle 
que nous obtenons; A. Grohmann, Arabien (supra cit.), p. 236. 

5 ) Cf. C. Rathjens, Sabaeica, 1 (Mitteilungen aus dem Museum für Völkerkunde in 
Hamburg, 24), Hamburg 1953, fig. 45, 49, p. 64. La lecture [t)hH du fac-similé fig. 45 est 
démentie par une photo inédite de F. Geukens, oü les extrémités de la première lettre 
apparaissent nettement comme celles d’un r. 


l'apparition DU CHEVAL EN ARABIE ANCIENNE 


219 


ligne d’écriture, forme la transition entre le s a dos courbe, mais dont les seules 
pointes touchent la ligne, et le s a dos brisé, dont les segments terminaux 
reposent sur la ligne. Cet indice nous permet de situer Rah’il Aswa c de CIH 57 
vers 1 ’époque de Karibhl Watar Yuhan c im. La dédicace, et la statue de son 
fils, remonteraient donc au règne de c Alhan Nahfan (nommé avec Karib’il dans 
CIH 326 déja cité), qui régna immédiatement après la fin de Qataban, que 
nous plagons vers la fin du II e siècle de notre ère. La date de la dédicace — et 
donc de la statue — pourrait être encore légèrement abaissée, si on considère 
que la forme encore courbe du s dans CIH 57 est due a la facture trés empatée 
de cette inscription en relief. Les noms de tribus Madrah et Ma 5 din qui inter- 
viennent dans la dédicace, n’apparaissent que rarement dans les textes. Les 
inscriptions oü elles figurent, et qui peuvent être datées par la mention de 
souverains, se situent entre Fépoque de Wahab’il Yahüz, père de KaribÜl 
Watar, et celle de Sa c r Awtar, petit-fils du corégent de KaribÜl 1 ). 

Ainsi donc, loin de se situer au V e siècle avant ou après J.-C., la statue de 
cheval de Dumbarton Oaks se place vers la fin du II e siècle de notre ère, a 
Tépoque oü le cheval se généralisait en Arabie du Sud, et vers Fépoque oü, 
suivant le Périple (§ 24, 28), F Arabie du Sud recevait par mer non seulement 
des chevaux, mais encore des statues de bronze, et probablement aussi des 
moules de gypse d’Alexandrie 2 ). Ces oeuvres ont dü inspirer la statue de 
Dumbarton Oaks, dont la facture trés stylisée accuse F origine locale. A cette 
époque, a Rome, la statue équestre était réservée a Fempereur, tandis qu’en 
province, elle était le privilège de la classe des chevaliers 3 ). Sans vouloir 
pousser trop loin F analogie, on remarquera cependant que F auteur de la dédi¬ 
cace de la statue, que celle-ci représentait sans doute, était chef de tribu (qwl ), 
et appartenait donc a une classe privilégiée. 

La date relativement tardive de Fapparition du cheval explique que cet 
animal ne figure pas dans les textes minéens, qui sont en tout cas antérieurs 
au II e siècle de notre ère. La coïncidence de F événement avec la fin du royau¬ 
me qatabanite est peut-être significative: Fécroulement de ce royaume a 
peut-être été précipité grace a Femploi inédit, par ses adversaires, de la cava¬ 
lerie. Cependant, bien que le cheval ne soit pas mentionné dans les textes 
qatabanites jusqu’ici publiés, il est possible que le royaume de Qataban Fait 

x ) M'dnm: sous Karibdl Watar Yuhan c im de Saba (Ja 564), sous Ilsarah II (Nami 
NAG 5), sous Ilsarah et son frère Ya’zil (Fakhry 93 et 95); Mdrhm: sous Yasir Yuhasdiq, 
probablement contemporain de Wahabhl Yahüz, père de Karibhl Watar (CIH 41), sous 
KaribÜl Watar Yuhan c im (Ja 564), sous Li c azz Yahnüf Yuhasdiq, probablement contem¬ 
porain de Sa c r Awtar (CIH 40, cf. Ja 631), sous Ilsarah II et Ya 5 zil (Ry 535 = Ja 576), et 
enfin sous Samir II (Ja 651). 

2 ) Cf. B. Segall, Sculpture from Arabia Felix : The Hellenistic Period, dans AJA 
59 ( I 955)> P- 210-212; A. Grohmann, Arabien [supra cit.), p. 231, 234. 

3 ) H. von Roques de Maumont, op. cit., p. 47. 















220 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


encore connu tout a la fin de son existence. Un estampage de la collection 
Glaser (Gl. 1427=RES 3646), exécuté par des bédouins sur le site qatabanite 
de Henü ez-Zireir, contient un nom écrit en relief qui, selon une note de Glaser, 
était accompagné d’un dessin de cheval. Mais comme celui-ci n'est pas repro¬ 
duit par Testampage, on peut se demander s’il ne s’agissait pas d’un graffite 
arabe postérieur, incisé dans la mince pellicule de patine de la pierre. 

* 

Ceci nous amène a élargir notre enquête a la partie méridionale de 1 'Arabie 
centrale nomade. Uexamen des textes de Philby copiés dans cette région, et 
déja publiés 1 ), et un examen superficiel des textes encore inédits de 1'expé- 
dition Philby-Ryckmans-Lippens, n'ont pas fait apparaitre de mentions 
certaines de chevaux. Par contre, on trouve dans la région des dessins de 
chevaux, qu'on peut classer en trois catégories. 

Une première série comporte des chevaux ou des cavaliers au galop ou 
cabrés, et accompagnés d’inscriptions préislamiques. Nous n’avons retrouvé 
ce genre de représentation que dans le voisinage du puits de Muraigan. Les 
textes sont soit en caractères himyarites, soit en «thamoudéen » fortement 
influencé par rhimyarite. Ce type de dessin ne nous paraït pas antérieur au 
IIP siècle de notre ère, époque oü commence a se manifester Texpansion him- 
yarite en Arabie centrale, qui débute, semble-t-il, par une campagne de Sa c r 
Awtar en direction de Bïsa (Ja 635, 37) 2 ). 

Une seconde catégorie de dessins n’est pas accompagnée de textes sud-arabes 
ou «thamoudéens». Le cheval et son cavalier y sont représentés d’une fagon 
schématique par quelques batonnets. Ce type de dessin est notamment attesté 
avec des graffites arabes coufiques de même patine 3 ). On pourrait le situer 
au début de la période arabe. A ce type se rattache une représentation plus 
réaliste, mais encore trés raide, que Ton rencontre également sans inscription. 
Un de ces dessins est publié; il voisine avec une inscription arabe de patine 
plus ancienne 4 ). Ce type remonte donc également a Tépoque islamique; il 

1 ) A. van den Branden, Les textes thamoudéens de Philby , 1, Inscriptions du sud 
(Bibliothèque du Muséon, vol. 39), Louvain 1956. A la p. 80 1 ’interprétation du mot frs 
comme nom commun dans Ph. 166 u 11 (« cheval de . . . »), nous parait douteuse en 1’ab- 
sence de dessin. 

2 ) Cf. le commentaire de cette inscription dans H. von Wissmann, Sammlung E. Glaser 
III, ouvrage a paraitre dans les Sitzungsberichte de 1 *Académie de Vienne, cf. supra 
p. 212, n. 4. 

3 ) Cf. A. Grohmann, Arabic Inscriptions (Expédition Philby-Ryckmans-Lippens 
en Arabie, II e partie, Bibliothèque du Muséon, 50), Louvain 1962, pi. 15, 3. Se rattachent 
a ce type les dessins des pl. I et III de M. Höfner, Magische Zeichen aus Südarabien, dans 
AfO 16 ( 1955 ), P- 273 » 275. 

4 ) Cf. A. Grohmann, op. cit. pl. 20, 3 (a cöté du n° Z 267). 


l'apparition du cheval en arabie ancienne 


221 


rappelle d’ailleurs curieusement un dessin de cavalier exécuté par Témir 
Magïd de Ha’il pour Euting en 1883 1 ). 

Enfin un troisième type, plus récent encore que les précédents, d'après sa 
patine toujours récente, est également dépourvu ddnscriptions, mais parfois 
accompagné de palmiers. Le dessin est plus détaillé, mais aussi assez nettement 
stylisé: le cheval est représenté dans une sorte de «galop volant»; les pattes 
de devant, le ventre et les pattes de derrière, forment un are de cercle ouvert 
vers le bas. La ligne du dos est droite ou concave, de sorte que la silhouette 
générale évoque la forme d’un « diabolo », de deux triangles opposés cöte-a-cóte, 
se rejoignant par la pointe a Tendroit de la selle. La queue est traitée en mèches 
parallèles partant, comme les éléments d'une demi-palme ou les dents d’un 
peigne, d’un même cóté d’une ligne principale. Une fagon analogue de repré- 
senter la queue par des mèches, se retrouve dans le dessin de 1’émir 
Magïd. C’est a ce type arabe qu’appartient visiblement le dessin Philby 
160 f 2 ). 

Les représentations de chevaux dans les dessins du sud de 1 ’Arabie centrale 
ne paraissent donc pas antérieures a 1 ’apparition du cheval en Arabie du Sud 
sédentaire; elles ne deviennent relativement fréquentes qu’a 1’époque arabe. 

* 

Comment le cheval est-il parvenu, ou s’est-il répandu, en Arabie méridionale 
dans la deuxième moitié du II e siècle de notre ère ? II n’est pas probable qu’il 
ait été introduit par les navigateurs gréco-romains. Les aléas du transport de 
chevaux dans la Mer Rouge sont tels, qu’on n’imagine pas que ces navigateurs 
aient assumé les risques de ce transport, attesté par le Périple , avant que le 
cheval ait été introduit et adopté dans le pays. L’origine bédouine, qu’indiquent 
également les mots arabes frs et bgl , désignant en sud-arabe le cheval et la 
mule, parait s’imposer. Le deuxième siècle de notre ère est précisément marqué 
par Tintervention croissante de bédouins en Arabie du Sud sédentaire. Environ 
deux générations avant Karibhl Watar de Saba, sous le roi Nasa’karib Yuha 5 - 
min, les 5 c rb , « bédouins », font leur apparition dans les textes 3 ). Leur utilisa- 
tion comme mercenaires ne fera que s’amplifier jusqu’a la fin de la civilisation 
himyarite. Cest sous le père de KariVil Watar qu’apparait pour la première 
fois la forme tlt pour la racine signifiant «trois », qui en deux générations va 
supplanter définitivement la forme ancienne slt. II ne parait pas douteux que 
cette forme, jusque la inconnue de tous les dialectes sud-arabes, soit d’origine 

1 ) J. Euting, Tagbuch einer Reise in Inner-Arabien, 2, Leiden 1914, p. 25. 

2 ) Publié dans A. van den Branden, op. cit., 1, pl. sub n° 160 f; Cf. Jacques Ryckmans, 
Graffites «thamoudéens » du Yémen septentrional, dans Le Muséon, 72 (1959), p. 179. 

3 ) Cf. notre Chronologie, p. 73 et La Chronologie, p. 8, ainsi que notre recension de 
René Dussaud, La pénétration des Arabes en Syrië avant VIslam, dans BiOr, 15(1958), 
p. 142. 

Jaarbericht 17 


i5 















222 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


bédouine 1 ). Enfin un peu plus tard, des rois bédouins apparaissent dans des 
textes mentionnant des combats a la frontière de h Arabie du Sud sédentaire 
(Ry 535 = Ja 576), et les rois sud-arabes eux-mêmes ouvrent, avec Sa c r Awtar, 
fils de ‘Alhan (Ja 635) une tradition de campagnes vers h Arabie centrale et du 
nord attestées jusqu’a la deuxième moitié du VI e siècle. Le texte Ja 635 men- 
tionne la capture de chevaux. II est trés vraisemblable que les campagnes 
de rois sabéens en dehors des frontières de h Arabie du Sud n’ont été rendues 
possibles qu’a partir du moment oü ils ont disposé d’une cavalerie. 

Ce réveil agressif de h Arabie bédouine, constaté en Arabie du Sud dès le 
II e siècle, s’observe d'ailleurs a la même époque sur les autres confins du désert 
arabe, jusqu’a Palmyre 2 ). W. Dostal 3 ) a donné a ce phénomène une excellente 
explication technique: Temprunt, a cette époque, aux cavaliers parthes, de la 
selle rigide a garrot d'argons, a donné aux méharistes arabes, qui Tont adaptée 
au chameau, une telle liberté de mouvement, et une telle autonomie (grace 
a la vitesse qu’elle permettait), qu’ils purent désormais passer au nomadisme 
d’élevage de grand troupeaux, au bédouinisme pur, tout en bénéficiant d’une 
supériorité tactique et militaire écrasante (par la mobilité et Teffet de surprise) 
sur les riches territoires sédentaires qui entouraient leur désert. Incidemment, 
la nouvelle organisation économique résultant de 1’élevage de grands troupeaux 
de chameaux devait entrainer la constitution de grandes confédérations de 
tribus 4 ). Cest précisément le phénomène qui se dessine a partir de cette 
époque en Arabie nomade, avec les conquêtes d’ImnP al-Qays de Hïra a la 
fin du III e siècle (RES 483), avec la formation du royaume de Kinda, de la 
confédération des Ma c add, etc. 

II ne peut faire de doute que Tintroduction du cheval en Arabie du Sud 
vers la deuxième moitié du II e siècle soit directement en rapport avec ces 
phénomènes qui, a la même époque, bouleversaient profondément Torgani- 
sation de la société bédouine d’Arabie. 

Mais pourquoi le cheval aurait-il dü attendre le II e siècle de notre ère et la 
diffusion de la selle a garrot d’argons pour pénétrer en Arabie du Sud, sil 
était connu en Arabie du Nord d une époque reculéel Formulée en ces termes, 
cette question nous parait sans réponse satisfaisante. L'absence de la selle 
rigide aurait peut-être pu freiner quelque peu la diffusion du cheval dans un 
pays accidenté comme le Yémen, a une époque oü Tétrier était inconnu. Mais 
il n’y a pas moyen d’expliquer comment eet animal ne serait pas passé de 

x ) Cf. notre Chronologie, p. 73 et La chronologie, p. 5, et BiOr 21 (1964), p. 93-94. 

2 ) Cf. René Dussaud, op. cit., p. 71-113, passim. 

3 ) Zur Frage der Entwicklung des Beduinismus, dans Archiv für Völkerkunde, 13 (1958), 
p. 1-14; Id. The Evolution of Bedouin Life, dans L’antica societd heduina, Studi raccolti 
da Francesco Gabrieli (Universita di Roma, Studi Semitici 2), Roma 1959, p. n-34. 

4 ) F. H ANC ar, Das Pferd in prahistorischer und früher historischer Zeit (Wiener Bei- 
trage zur Kulturgeschichte und Linguistik, 11) Wien-München, 1955, p. 556. 


l’apparition du cheval en arabie ancienne 


223 


rArabie du Nord a une région directement voisine et présentant les mêmes 
conditions de vie nomade: le sud de TArabie centrale — oü cependant on 
constaté son absence apparente jusqu’aux environs du III e siècle. Les obsta- 
cles naturels tels que les harra volcaniques du sud du Higaz ne peuvent entrer 
en ligne de compte, puisqu'ils n'ont pas empêché un peu plus tard le cheval 
arabe de pénétrer au Yémen. 

La seule hypothèse qui apparait comme plausible serait de supposer que, 
pour diverses raisons, faute notamment de pouvoir utiliser le charroi de combat 
— étape préalable au développement de la cavalerie montée a Tépoque an¬ 
cienne 4 ) —, et en vertu de la concurrence du chameau, TArabie du nord 
proprement dite n’a pas connu le cheval a une époque reculée, et V a adopté 
dans les mêmes conditions que 1 ’Arabie du Sud, mais évidemment un peu plus 
tót. 

A eet égard, la thèse de I. Guidi 2 ), reprise par H. Lammens 3 ), selon laquelle 
le cheval serait apparu en Arabie postérieurement au début de notre ère, nous 
parait, en dépit de 1 ’opposition de B. Moritz 4 ), toujours compatible avec les 
textes actuellement disponibles, du moins en ce qui concerne h Arabie au 
sens strict, c'est-a-dire les territoires situés dans la Péninsule proprement dite, 
au sud du parallèle de c Aqaba. 

Strabon ( Geogr . 16, 4, 26), se référant expressément aux données recueillies 
par Texpédition d’^Elius Gallus en 24 avant J.-C., affirme que le pays des 
Nabatéens (du moins évidemment sa partie arabe traversée par les troupes 
romaines) ne connaissait pas le cheval. Agatharchide de Cnide 5 ) mentionne 
parmi le «bétail » de h Arabie du Nord « un nombre infini de mulets (vjptovot) et 
de bovidés », information reprise par Strabon lui-même (Geogr., 16, 4, 18), 
citant Artémidore qui utilisa Agatharchide. I. Guidi 6 ) a déja souligné Tabsur- 
dité de cette affirmation, et il propose de lire Övol, « anes », au lieu de y^lovol 
O n pourrait aussi remarquer que le terme ne vise pas nécessairement des 
mulets, et peut aussi désigner soit Tonagre (Halbesel, Equus onager Pall.), soit 
le kulan ou hémione (Equus hemionus Pall.), équidés anciennement répandus 
dans toute TAsie antérieure et Hnde occidentale 7 ), et qui ont peuplé presque 
jusqu'a nos jours le désert arabe, puisque B. Moritz 8 ) a encore vu en 1885 
un onagre capturé aux environs de Palmyre. 

x ) Cf. F. Hancar, op. cit., p. 553-554* 

2 ) Della sede primitiva dei popoli Semitici (Estr. delle Memorie della R. Accademia dei 
Lincei, anno 276, 1878-1879), Roma 1879, p. 26. 

3 ) Le berceau de 1 ’Islam, Roma 1914, p. 139. 

4 ) B. Moritz, Arabien, p. 43-44. 

6 ) Ap. Photium, cf. C. Muller, Geogr aphi Graeci Minor es, Paris 1855-1881, 2, p. 179 
§89. 

6 ) Op. cit., p. 25. 

7 ) Cf. F. Hancar, op. cit., p. 399. 

8 ) Arabien, p. 42, n. 9. 

















224 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


l’apparition DU CHEVAL EN ARABIE ANCIENNE 


225 


Flavius Josèphe (Antiq. 12, 391), signale la participation de «milliers » de 
cavaliers d'Arabie a une opération, probablement de Rabbel de Nabatène, 
contre Antiochus XII de Syrië, en 84 avant J.-C. 1 ). De même César {De 
Bello Alexandrino, 1, 1) signale qu’il fit appel aux cavaliers de Malchus (Mali- 
chos I) de Nabatène au cours de la guerre alexandrine en 47 avant J.-C. 2 ). 
Tout en faisant la part de Fexagération dans le chiffre avancé par Josèphe, il 
ne semble pas qu'on puisse, dans ces contextes, retenir le sens de « méhariste » 
que peut prendre le mot « cavalier » dans les inscriptions grecques d’Arabie 3 ). 
Mais on peut relever avec I. Guidi 4 ) quil s’agit ici d'un territoire limitrophe 
de FArabie proprement dite. A cette époque en effet, la Nabatène avait son 
centre de gravité au nord de la Péninsule arabique, et elle s’était étendue par 
moments jusqu'a Damas 5 ), dans une région oü le cheval était connu depuis 
Fépoque de Salomon. 

Dans le cadre de sa description détaillée de FArabie, inspirée d'ailleurs par 
la tradition d’Agatharchide, Diodore (Bibl. Hist., 3, 42 sqq.), ne cite pas le 
cheval parmi les animaux du pays. Ailleurs cependant (2,50,5), il situe en 
« Arabie » la chasse a Fautruche au moyen de cavaliers. II y a tout lieu de 
croire que ce passage, qui ne se rattache pas a la grande description de FArabie, 
est directement inspiré de celui oü Xénophon {Anab., 1,5,2), raconte la chasse 
a Fautruche et a Fonagre par des cavaliers, en « Arabie ». Or il ressort du con- 
texte que cette «Arabie » de Xénophon se situe a Fest de FEuphrate, sur 
Fitinéraire des Dix-Mille a proximité de Fembouchure de FArax, et traduit 
le terme perse arabdya , « pays plat » 6 ). 

Une chasse du genre de celle décrite par Diodore est cependant évoquée 
par un dessin accompagné de deux graffites « thamoudéens », que Ch. Huber 7 ) 
a copiés a Fest de Ha 5 il, en Arabie du Nord. On y voit un cavalier poursuivant 
deux autruches. Dans un des textes accompagnant le dessin, le cavalier reven- 
dique la propriété de sa monture; il s’agirait, selon Finterprétation de A. van 
den Branden, d’une 5 tn , «anesse» 8 ). Ce terme est probablement employé 
dans une acception dérivée («jument»?), car Fonagre est physiquement 
impropre a être monté 9 ) et Fane ne peut Favoir emporté a la course sur Fau- 

1 ) Cf. J. Starcky, The Nabataeans: a Historical Sketch, dans The Biblical Archaeolo- 
gist, 18 (1955), p. 90-91. 

2 ) Id., ibid. 

3 ) Cf. Jaussen et Savignac, Journal Tune mission en Arabie, 2, Paris 1914, p. 646 
n° 10. Ce sens n’est pas repris dans le Greek-English Lexicon de Lyddell-Scott. 

4 ) Op. cit., p. 26. 

5 ) Cf. J. Starcky, op. cit., p. 90-92. 

6 ) Cf. W. Müller, Xénophon 's Cyropaedia, with English Translation, (Loeb Classical 
Library), London 1944, Index s.v. Arabia. 

7 ) Cf. Ch. Huber, Journal d'un voyage en Arabie, Paris 1891, p. 82, n° 29-30. 

8 ) Les inscriptions thamoudéennes (Bibliothèque du Muséon, 25), Louvain 1950, p. 80, 
n° 112. 

9 ) F. Hancar, op. cit., p. 472. 


truche. De toute faqon le dessin ne serait pas antérieur au III e siècle de notre 
ère, puisque les textes qui Faccompagnent appartiennent au « second courant 
d'évolution » de Fécriture thamoudéenne, selon A. van den Branden, qui en 
situe le développement a la suite du « i er courant », lequel se prolonge du V e 
siècle avant J.-C. au III e siècle de notre ère 1 ). D'ailleurs, les autres textes 
«thamoudéens » du nord de FArabie, accompagnés ou non de dessins de che- 
vaux, qui font allusion au cheval ou a des cavahers, appartiennent soit au 
« premier courant » 2 ), soit a F« écriture de Tabük », qui en est issue 3 ). Comme 
les textes du « premier courant » se prolongeraient jusqu’au III e siècle de notre 
ère, ces mentions ne peuvent servir a établir la présence du cheval en Arabie du 
Nord a une époque ancienne. Elles doivent au contraire remonter a F époque la 
plus récente de ce style paléographique, faute de quoi on devrait supposer que les 
nombreux textes thamoudéens, mêlés d’innombrables dessins de chameaux, 
nous auraient laissé moins d’une allusion par siècle a un animal, qui, une fois 
adopté, a joué un róle considérable dans la société et Féconomie de FArabie 
du Nord. Cette datation tardive des mentions de chevaux dans les textes 
«thamoudéens » du nord se vérifie d’autant mieux que le terminus a quo du 
V e siècle avant J.-C. proposé par A. van denBranden pour le début du « i er 
courant », se fonde en partie sur une chronologie dédanite qui parait devoir 
être notablement abaissée 4 ). 

Cette dernière remarque vaut également pour la chronologie lihyanite. En dé- 
pit de certaines objections de détail, la datation basse adoptée pour le lihyanite 
récent par W. Caskel 5 ), nous parait serrer de plus prés la réalité: le lihyanite 
récent serait postérieur a la proclamation de la province romaine d'Arabie 
(106 après J.-C.). Un texte lihyanite tardif, qui pourrait mentionner un cava¬ 
lier selon la lecture de W. Caskel 6 ), se situerait donc sans difficulté au II e 
ou même au III e siècle. 

Deux mentions certaines d’un « cheval» et de « cavaliers », se retrouvent 
dans les inscriptions nabatéennes d’Arabie. L'un de ces textes provient du 
Sinaï 7 ), Fautre de Hegra 8 ). On sait que les textes du Sinaï remontent aux 

9 Op. cit., p. 20 sq. 

2 ) Dans A. van den Branden, op. cit., aux pp. suivantes: Euting 441 et 446: p. 162 
et 163; Huber 265-266: p. 139-140; Huber 494: p. 251; Huber 531: p. 361; Huber 
727,2, p. 172. Divers dessins de Euting non datables faute de textes (sauf Eut. 441), 
dans A. van den Branden, Histoire de Thamoud, p. 47-49. 

3 ) Jaussen-Savignac n° 602, dans A. van den Branden, Les inscriptions thamou¬ 
déennes, p. 357. 

4 ) Cf. notre article Les « Hierodulenlisten » de MaHn et la chronologie minéenne, dans 
Scrinium Lovaniense, Mélanges E. van Cauwenbergh (Recueil de travaux d’histoire et de 
philologie, 4, 25), Louvain 1962, p. 58-59. 

5 ) Lihyan und Lihyanisch (Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein- 
Westfalen, 4), Köln-Opladen 1953, P- 4 2 - 

6 ) Op. cit., Index s.v. Jrs (=n° 195, p. 484, dans Jaussen et Savignac, op. cit.). 

7 ) Corpus Inscr. Semit., II, n° 890 (swsy°, «le cheval »). 

8 ) Jaussen et Savignac, op. cit., n° 246, p. 197 ( frsy 3 , «les cavaliers »). 








226 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


II e et III e siècles de notre ère 1 ), tandis que Foccupation nabatéenne de Hegra, 
qui débute avant 65 avant J.-C. 2 ), y est encore attestée, non seulement par 
quatre inscriptions remontant aux années 72 a 75 de notre ère 3 ), mais aussi 
par un texte de vingt ans postérieur a la proclamation de la Province romaine 

d’Arabie 4 ) et remontant donc au II e siècle. 

* 

Ainsi donc, aucun témoignage épigraphique ou historique ne parait de 
nature a établir la présence du cheval en Arabie proprement dite avant les 
premiers siècles de notre ère. La mention de chevaux apparait comme non 
seulement tardive, mais relativement rare dans Fépigraphie préislamique 
d'Arabie du Nord. Cette dernière observation contraste avec la fréquence 
considérable des mentions de chevaux dans les textes qui émanent d'une 
population nomade limitrophe de FArabie du nord: les inscriptions safaïti- 
ques 5 ). Ce contraste prend une signification particulière quand on le replace 
dans sa juste perspective chronologique. En effet, les textes safaïtiques sont 
dans F ensemble beaucoup plus récents que les textes d'Arabie du Nord, puis- 
qu'ils sont postérieurs au début de notre ère, et s’échelonnent jusqu’au VII e 
siècle 6 ). Si donc les mentions de chevaux y sont relativement trés fréquentes, 
c'est simplement paree que la grande majorité de ces textes doit appartenir a 
la période, postérieure aux premières décennies du deuxième siècle, oü le cheval 
qui venait d'être introduit dans le nord de FArabie proprement dite, avait 
dü aussi se répandre dans les territoires immédiatement voisins présentant des 
conditions physiques et économiques similaires 7 ). 

Les constatations auxquelles aboutit la présente étude permettent d'envi- 
sager un certain élargissement de la thèse, par ailleurs singulièrement féconde, 
de W. Dostal. II nous parait extrêmement probable que, loin de se contenter 
d'adapter au chameau la selle rigide des cavaliers parthes, c'est le cheval 
lui-même que les Arabes du Nord auraient emprunté et inclus dans leur éco¬ 
nomie (ce qui expliquerait a la fois la rapidité avec laquelle ils ont pu passer 
a une économie nomade pure, et le caractère décisif de leur supériorité mili- 
raire); ils auraient rapidement transmis leur nouvelle acquisition a FArabie 
méridionale sédentaire et nomade. 

Héverlé-Louvain, novembre 1963. Jacques Ryckmans 

9 Cf. J. Starcky, op. cit., p. 106. 

2 ) W. Caskel, op. cit., p. 42; J. Starcky, op. cit., p. 89. 3 ) J. Starcky, op. cit., p. 102. 

4 ) J. Cantineau, Le Nabatéen, Paris 1930-1932, 1, p. 21. II s’agit du texte Jaussen- 
Savignac n° 159. 

5 ) G. Ryckmans, op. cit. (supra, p. 211, n. 3), p. 55-56. 

6 ) O. Eissfeldt, Das alte Testament im Lichte der safatenischen Inschriften, dans 
ZDMG, 104 ( 1954 ), P- 95 - 

7 ) Palmyre semble avoir connu la cavalerie en tout cas dès le premier siècle de notre 
ère, cf. J. Starcky, Palmyre (L’ancien Oriënt illustré, 7), Paris 1952, p. 34-45. Mais nous 
sommes la précisément aux frontières de 1’empire parthe. 


THE NABATAEAN KINGDOM, PROVINCIA ARABIA, PETRA 
AND EN-GEDDI IN THE DOCUMENTS FROM NAHAL HEVER 


Several surprises were in store for us in the excavation of the “Cave of the 
Letters” in Nahal Hever, the first being the discovery of the letters of Bar 
Kochba. But this surprise was in some measure anticipated, since it was the 
hope of finding documents of the latter's period which impelled us to carry 
out the excavation in question. The second surprise was the discovery through- 
out the cave of intentionally hidden finds including inter alia large groups of 
perishable materials such as textiles, mats, baskets, wooden and leather 
utensils, of a sort scarcely found in excavations in this country hitherto. 
Special importance attachés to this discovery, since thanks to the written 
documents found here the objects can be precisely dated and attributed to a 
band of Jews, partisans of Bar Kokhba, that is, to the actual period of the 
Mishna. But the third discovery—the archives of Babatha, daughter of Sime c on, 
a Jewess resident in Mahoza near Zoar in the kingdom of Nabataea, and from 
106 C.E. in the Province of Arabia—was the biggest surprise of all. On our way 
to the caves the possibility did not even enter our minds that there might be 
found near En-Geddi a copious collection of documents which would shed new 
light on Nabataean culture, on Provincia Arabia, on Petra and on Jewish 
life in that region in the period bet ween the first and second Re volts. Now, 
for the first time there have fallen into our hands official Nabataean documents 
written on papyrus, as well as other documents in Greek and Aramaic, which 
not only contain many dozens of lines of writing and valuable details on the 
governors of the Province (most of whom are not known from another source), 
on the status of Petra and on important structures there, but also throw a 
completely new light on the position of Jews in that region; with them are 
associated documents such as a marriage contract and deeds of gift, prepared 
in local Jewish registries. We are, therefore, now able to make a reappraisal, 
from a historical and Halakhic point of view, of the matters alluded to in the 
Mishnah in connection with this region, as for instance, in the statement: 
‘Tf a man brought a bill of divorce from beyond the sea, he must say, Tt was 
written in my presence and it was signed in my presence'. Rabban Gamaliel 
says: Or even if he brought it from the Rekem or from the Heger”. (Gitt., 

T 1) 1 ). 

l ) On the Rekem and the Heger, see B. Maisler (Mazar) Tarbitz, XX, 1940 pp. 
3ÏÖ-3I9- 
























228 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


In order to convey 1 ) the full and essential contribution to historical research 
of the archives of Babatha and of some of the other documents found in the 
cave—it would be well first to survey the main points of the documents, which 
include special data on the subject under discussion. But first something must 
be said of Babatha and her family, in order to make clear the circumstances 
in which they came to be written. 

The story of Babatha's family, as reflected in the documents, begins with 
her father, Sime c on bar Menahem, who settled in Mahoza in the territory of 
Zoar at the end of the ist century, that is, between the destruction of the Tem- 
ple and the Bar Kokhba revolt. This Sime c on began to acquire, among other 
things, date-groves and other property from the Nabataeans living there. 
When purchasing the plantations he received from the proprietors several 
title-deeds written in Nabataean. In course of time he married Miriam daughter 
of Joseph, and a daughter was born to them who was named Babatha. At the 
beginning of the second century Babatha was married to a Jew called Yeshua 
bar Joseph, and bore a son called Yeshua. In the year no CE at the latest, 
Babatha lost her husband and their son Yeshua, 'Yeshua the Orphan', hence- 
forth figures as an important theme in her papers. In 120, Babatha's father, 
still living, makes over his entire property to his wife Miriam, and is not 
subsequently mentioned in the documents of the archive. In 124 approximately, 
Babatha was married again to a Jew named Judah bar Eleazar of the family 
of Khtusion, a propertied family at En-Geddi. This man was married at the 
time to a second wife at En-Geddi named Miriam, daughter of Beayan, whose 
brother several years afterwards headed Bar Kokhba's administration in the 
toparchy of En-Geddi. By this wife Judah had a daughter called Shlamzion, 
who in 128 wedded a Jew also living at En-Geddi, his name being Judah ben 
Hananiah, known as Kimber. In 130, at the latest, Babatha became a widow 
once again. Most of her documents discuss her handling of the appointment of 
guardians to her orphan son by her first husband, and law-suits which she had 
brought concerning everything relating to the property inherited from her 
mother, from her first and from her second husbands. From the point of view 
of our subject, worthy of special mention is the fact, that in most of the matters 
referred to in the documents, Babatha availed herself of the official state offices, 
whether in Petra or in its neighbourhood. As a result there appear in them the 
names of Roman governors unknown till now, the names of localities in Petra 
and its district, and more particularly, information on the status of Petra in 
the Province of Arabia down to the year 132—information which is such as 

1 ) The entire material of the documents found in the cave, with detailed references to 
the subjects under discussion, will be published by Professor H. J. Polotsky and the 
present writer in a separate volume. See meanwhile my article on the Nabataean, Aramaic 
and Hebrew documents and also Professor H. J. Polotsky’s article on the Greek docu¬ 
ments in IEJ, 12, 1962, pp. 227 ff. 


PETRA IN THE DOCUMENTS FROM NAHAL HEVER 


229 


to alter in considerable measure the picture till now extant on the subject. Let 
us therefore sketch some of the documents and try to extract from them the 
principal information germane to our subject. 

A very interesting group of documents—the oldest in the archives of Babatha 
—includes several Nabataean contracts, the only ones known so far 1 ), as the 
other Nabataean inscriptions available to us are almost all brief and engraved 
on stone in burial chambers and other structures. This group, written between 
the years 93-99 CE, contains rich material on Nabataean writing and on the 
Aramaic language spoken by the Nabataeans, as well as interesting topo- 
graphical information on the last days of the Nabataean kingdom. To them 
must be added a number of the brief Nabataean inscriptions inscribed at the 
bottom of the Greek contracts even af ter the year 106—when the Nabataean 
kingdom came to an end and Trajan set up the Province of Arabia —by the 
Nabataean witnesses or parties to the deed affected by the subjects of Baba- 
tha's contracts. In consequence we now also possess precisely dated Nabataean 
writings of the first half of the second century C.E. 

As all the Nabataean contracts—like those drafted in Greek and Aramaic— 
are of the type of 'tied deeds’ 2 ) we possess two types of Nabataean script then 
in use: the cursive—employed to record the interior portion of the contract, 
and the ‘chancellery’ script which is in the main identical with the writing 
found on the lapidary inscriptions and is employed to record its exterior 
portion. As stated, these documents furnish evidence both on the Nabataean 
kingdom as a whole and on the situation of the Jews within it. Here are some 
instructive details on these subjects, arranged in the chronological order of 
the documents. 

Document 1, written on a long papyrus (81 centimetres) and consisting of 
52 lines, is the oldest of the documents found in the cave. lts date is indicated 
by the regnal year of the Nabataean king Rabel: "On the 8th of Elul, in the 
23rd year of Rabel the king, king of the Nabataeans, who maintained life and 
brought deliverance to his people”: jbfc kd*?ö bKinb nbm pro ruw RïlöM 
HES? nrwi "rut 1 M 3 . From this title it may be deduced with confidence that 
Rabel II 3 ) is meant: hence the document’s date is the ioth of September of 
the year 93 C.E. 4 ). This document concerns matters of a dowry and the 
pledging of property connected with it; it was given to nn UM ma ‘’O'WtoK 

x ) To this group should be added the contract published by Starcky (J. Starcky, 
Un contrat nabatêen sur papyrus, RB, 61, 1954, PP- ïöi) found apparently in our cave. 
See also IEJ, loc. cit. pp. 228 f. 

2 ) IEJ, l.c., pp. 236 f. 

3 ) IEJ, l.c. pp. 238 ff. 

4 ) On the determination of Nabataean dates according to current calendar reckoning, 
— see H. Lietzmann and K. Aland, Zeitrechnung der römischen Kaiserzeit. usw. 3 , 
(Sammlung Göschen, 1085), Berlin, 1956, pp. 108 f. Here is also described the method of 
fixing the other Nabataean and Greek dates referred to below. 











230 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


■»ösmö» by her husband •’ïlbKDbn 22 Tlbam» in lö3pö. The guarantor is 7337 
T")üS 7 . The two men sign, adding the formula rwtl b*7, meaning that they 
themselves are issuing the deed *). The scribe also signs as one of the witnesses: 
mns K 7 D 0 ‘TH 57 22 lapltf 2 ). It is interesting to note that the document was 
issued in a city “which is in Moab”: 3 K 1 an *H. No Jews are mentioned, nor has 
it any direct hearing on Babatha’s family, and it transpires that it passed 
into the hands of Sime c on when he acquired the propery mentioned by it. 

Document 2 was written “on the 3rd of Kislev in the 28th year of Rabel the 
king, King of the Nabateans, who maintained life and brought deliverance to 
his people”, i.e. the igth November, 99 C.E. The date is additionally noted by 
the following sentence : m Tiö» 3WI "riK H 1M3 qba xaba bam 22 mas? "n bsn 
nöi? am qba nmn 22 ion3 qba aaba td ims naba nmn« ru 7 i nb »3 
i.e. “and in the lifetime of ‘Obdat the son of Rabel the king, king of the Na- 
bataeans who maintained life and brought deliverance to his people (and in the 
times) of GMLT and HGRW his sisters, queens of the Nabataeans, children of 
Maniku the king of the Nabataeans the son of Haretat, King of the Nabataens 
who loved his poeple.” We have here the genealogy of Rabel II son of Maniku 
II (or Maliku), son of Haretat IV—Philopatris, i.e. back to 40 C.E. 3 ), with 
the addition of interesting information on the Nabataean queens GMLT and 
HGRW, who cannot be discussed here. Especially noteworthy is the reference 
to c Obdat son of Rabel—a name unknown hitherto, as the view accepted by 
scholars till now has been that Rabel II was the last king if the Nabataeans 
prior to the foundation of Provincia Arabia in 106. Hence it may be deduced 
that this 'Obdat (the fourth, as it were) was the “heir apparent” when the 
document was written, but never acceeded 4 ). Characteristic also is the use of 
the term ”n btf, which is very common in the brief Nabataean inscriptions. 
Till now the term has been translated and interpreted as a dedication “for the 
life of' or “pour la vie de” 5 ), but the fact that in our contract the work appears 
as part of the date, proves definitely that in the inscriptions also it means 
“in the times of” as in nmn *W (in the years of Haretat) 6 ). The expression 
was used more especially (though not exclusively) in references not to the king, 
but mainly to members of the royal family, who could not of course be recorded 

q IEJ l.c. p. 237. 

2 ) The witnesses, generally in Nabataean, but also in Aramaic documents, add the 
word mro (has written) beside their names; another version is: 7ntP (witness), in Hebrew 
documents: 737. 

3 ) On the Nabataean kings, see eg. A. Kammerer, Pétra et la Nabatène, I, Paris 1929 
pp. 171 ff. 

4 ) This is clear proof that Dussaud’s conjecture that after the death of Rabel II there 
reigned a Nabataean King called Malikhu (III) is erroneous. See Cantineau, Le Nabatêen, 
I, Paris, 1930 pp. 6-9. 

5 ) IEJ, l.c. p. 240. 

6 ) E.g. G. A. Cooke, A Text-Book of North Semitic Inscriptions, Oxford, 1903, p. 247. 


PETRA IN THE DOCUMENTS FROM NAHAL HEVER 23 1 

with regnal years. The contract in question was inscribed in: pblS 7 Tin». This 
geographical and administrative term appears also in the Nabataean documents 
and in one of the Hebrew documents of the time of Bar Kokhba discovered in 
the same cave 1 ), as an indication of the previous place of residence of two 
inhabitants of En-Geddi: “Both of them from Ha-Luhit in the (coastal) 
district of c Agaltain now resident in En-Geddi”. The reference to Ha-Luhit 
(Isaiah 15: 5; Jer. 48: 5) is clear evidence that pb3S7 Tirifc was somewhere in 
the south-east of the Dead Sea region. As the principal property of SinTeon 
is defined as being in Mahoza of the district of ‘Agaltain, which is, according 
to the Greek documents from Babatha's archives, in the territory of Zoar, 
its Southern boundaries can be determined. It is interesting to note that this 
term, which does not appear in the Greek documents, possesses a parallel in 
the words èv Maco^a 7T£pl Zoapav 2 ), hence it is to be concluded that pb357 nntt 
is the Nabataean and perhaps also the ancient Moabite administrative term, 
—later thus modified after the Roman conquest 3 ). This document treats the 
sale subsequently by Sime c on, father of Miriam. lts limits are defined as 
follows: «pp Kbiapbi hös ; iwi h raai qba aaba b«m aan» na «swbi 
(“To the south the grove of our lord Rabel the king, king of the Nabataeans, 
who maintained life and brought deliverance to his people, and to the north 
the swamp”). We learn from this, as from several other documents to be dis¬ 
cussed later—of the economie and social situation of the Jews in the neigh- 
bourhood of Zoar, and that they had succeeded, in the period between the two 
revolts, in acquiring excellent land bordering, in the case before us, on the 
gardens of the Nabataean king. The geographical position of Mahoza near the 
south end of the Dead Sea, between the lake-shore and the marsh — no doubt 
the famous Sabkha of the Southern Dead Sea — is thus also made clear. 

This deed is rich in legal terms connected with the transfer of lands and 
with the protection of the purchaser from every appellant and claimant, and 
grants him all rights: nb« man 7 n 37 ttbi jniöbi bmabi jmabi matbi «aaïöb 
nbx *7171 «n rrnanin ar p ♦ • ♦ «am ba”, i.e. the buyer has the right 
“to sell it, pledge, transfer, give it and to do with the subject of the transaction 
whatever he wishes to do . . . from the day in which the deed was written and 
in perpetuity” 4 ). 

Document 3, which also deals with the transfer of the above date-grove to 
the possession of Sime c on, was drawn up «nam pt&W mttf man pna 

pb 32 nnan nay awi "na h laai qba aaba “on the 2nd of Teveth in the 

q See IEJ. l.c. pp. 250 ff. 

2 ) Defined in another document as xcójry) Mocco^oc. See Polotsky, IEJ, l.c. p. 260. 

3 ) The problems of the meaning of the pbl» Tinö will be discussed in detail in the 
full publication of the documents. See IEJ, l.c. p. 250 ff., also B. Mazar, T. Dothan and 
I. Dunayevsky, En-Geddi, Jerusalem, 1963, p. 10. 

q See IEJ, l.c. p. 241. 


























232 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 1 7 


PETRA IN THE DOCUMENTS FROM NAHAL HEVER 


233 


28th year of Rabel” etc.) in the district of ‘Agaltain, i.e. a month after the 
previous document—on the i8th of December of the year 99 C.E. 

The boundaries of the grove which passed to Sime c on evidence that all his 
neighbours at the time were Nabataeans, for in addition to the garden of 
Rabel there were in his vicinity ‘To the west, the houses of Habibah, daughter 
of . . . Tllahi and the houses of Taha daughter of c Abdobdat”. This document 
too possesses a wealth of legal formulae which enrich our knowledge of the 
Aramaic-Nabatean vocabulary and part of which is repeated in the Aramaic 
documents. The seller frees the purchaser from every possible claim ()*H tfb 
nbD Kbi kVi) and also from “every man far or near” (p^m ttfUK bD 

mpl) and transfers the garden to his possession “from the day of the writing 
of this contract and for ever”. Particularly interesting is the fact that the 
garden is purchased together with water rights, which are defined with precision, 
in accordance with the hours and days of the week: om mn nrttf * ♦ • lp»'’!»! 
MttD TH 4 ) (“and its watering periods . . . one hour on the first day of the week”). 
Similar formulae appear not only in Babatha’s contracts, (as for example, in 
the “deed of gift”, see below), but also in a document of the first year of Bar 
Kokhba which deals with the leasing of lands, including irrigation-rights: 
)inb K?n nwasn 2 ) . From the above we learn of the well developed agri- 
cultural administrative arrangements existent both within the territory of the 
Nabataean kingdom and at En-Geddi in Judea. 

Many important details are to be found in the Nabataean inscriptions, 
which appear on the Greek documents; we shall speak of part of them below. 
No less important is the material on the Nabataeans of Provincia Arabia 
included in the numerous Greek and Aramaic documents, some of which we 
shall discuss here in their chronological order 3 ). 

Document 6 is one of the most interesting documents in Babatha's archives 
and relates directly to her and to her family. It is a “tied deed” written in 
Aramaic, found nicely wrapped in a linen cloth, no doubt because of its great 
importance to its owners, as it is a deed of gift according to which Babatha's 
father makes over to her mother, Miriam daughter of Joseph, son of Menahem, 
all his property in his own lifetime. This is not the place to dweil on all the 
important legal problems connected with this document; it is sufficiënt to note 
the fact that we have bef ore us the oldest surviving Jewish deed of gift, whose 
clear date (see below) assigns it to the time of Rabbi Aqiva himself 4 ). 

The beginning of the document is noteworthy, since its date is simply an 
exact translation of the version in the Greek documents: D^lb niDDH bü 

b On water rights (Q^Ö " , 3 S 7 ) see IEJ, l.c. p. 243, n. 23. 

2 ) Ibid, p. 249. 

3 ) The numbers of the documents given below are those to be assigned to them in the 
full publication. 

4 ) See on some of these problems: IEJ, ibid, pp. 241 ff. 


o mn omo ntpp TitnpitnKb nbn nm 5 orïitwx o^bniK opiöi Kmrin tnio o*»b njp 
•pnbüJ nnan wam nwu naw nann roanKi pwsn kt manan pa» ba?i ,000:10 

(“In the consulship (êm uttoctcov) of Lucius Catillius Severus for the second time 
and Marcus Aurelius Antoninus; in the 3rd year of the Imperator Caesar 
Traianus Hadrianus Augustus, and according to the era of this Province, on 
the 24th of Tammuz, year 15, in the district of c Agaltain”. In other words, the 
dates of the document are given according to three indications; 1) by consul¬ 
ship; 2) by the regnal year of Hadrian; 3) by the provincial era, i.e. that of 
Provincia Arabia 1 ). It is superfluous to remark that the three correspond to 
one another, and the date of the document is therefore I3th of July, 120. 

This date, which is written in Aramaic, gives information on the existence of 
experienced Jewish clerks and local Jewish “registries”. It may already be 
stated that a considerable number of the Greek documents were also written 
by Jewish clerks (who are termed Xi( 3 Xapio<;) as recorded in the text of the 
contract: ó §è ypaipocs touto 0 ££va<; Stpioovo*; i.e. Tehinnah son of Sime c on, clerk, 
wrote this 2 ), or 'EpydhpT) Sta Tcppiavou i.e. Germanus son of Judah. 

The contract is concerned in the main—apart from the legal formulae— 
with the definition and listing of the property of Sime c on. This list evidences 
not only the great wealth—particularly in everything concerning date-growing, 
in which Zoar excelled—that had been accumulated by the Jewish inhabitants 
who had migrated to the territory of the Nabataean kingdom, but also that 
they had acquired lands next to one another and that they had mingled in 
every way with the Nabataean inhabitants. Here are some instructive examples: 
The boundaries of one of the groves are defined as follows: To the east—the 
desert 3 ); to the west—the heirs of Joseph bar DRMNS, to the north—the 
heirs of Menahem and others; and to the south—the heirs of Joseph bar Babba. 
The bounds of another plot, on the other hand, are defined as follows: To the 
east—GaranTallah bar ‘Arhyz; to the west—the great river and the heirs of 
Joseph bar Babba; to the north and to the south—Menelaus bar c Auth 5 allah. 
Furthermore, in these documents, as in the above mentioned Nabataean 
documents, water-rights are carefully defined and sometimes the neighbours 
of a plantation, both Nabataeans and Jews, enjoy them 4 ). Here is the defi¬ 
nition of the water-rights of one of the plantations: HtfW mVö Mwn in irwi» 
♦inn ‘TH*’ or *TTl 'a p (“lts watering periods are on the first day of the week, 

x ) The versions in the Greek documents are very similar. The provincial era is noted 
in Greek documents as follows: xoctoc tov apiOpióv ttjs vèa^ £7rocpxta<; ’Apapta<;. See Polotsky, 
IEJ, l.c. p. 257. 

2 ) This name also appears in Hebrew in one of the documents of the time of Bar Kokhba, 
as the name of a man who lived at Ha-Luhit in uuuuu uuu before coming to En-Geddi. 
See ibid. p. 251. 

3 ) Doubtless the “Wilnerness of Zoar” which appears also in other sources. See the 
Madaba Map. 

4 ) Cf. again IEJ, p. 243, n. 23. 




234 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


half an hour from the waters of the Wadi together with the heirs of HBGD”). 
Here, by the way, appears the oldest mention, to the best of my knowledge, 
of the Arab word ‘wadi'. 

As stated, we have before us a ‘tied deed' written on the model of the Naba- 
taean tied deeds, i.e. the beginning of its inner portion is written on the verso , 
and then continues in such a way that the contract must be turned over face 
downward. This method prevents the conversion of the inner portion into 
a simple contract, as the lines of the text are written on both sides 1 ). 

Document 7, which is Babatha’s marriage contract, is worthy of attention 
from many points of view 2 ), but two points should be emphasized in connection 
with our subject. On the one hand we have here an example of a contract of 
personal status, written within Nabataean inhabited territory. This contract 
no doubt belongs to the type mentioned at the beginning of the paper as coming 
from the Rekem and the Heger 3 ); on the other hand it can be deduced clearly 
from one of the sentences that occurs in it : “jmro *»ö"t "[V jnaüV TIT ]*nüp H ]öï "ts? 
("till such time as my heirs shall choose to pay you your ketubah- money”), 
that Jews who lived in this region folio wed the customs of the inhabitants of 
Judea. Ket. IV, 11-12, says: . . . thus used the people of Jerusalem to write; 
and the people of Galilee used to write after the same fashion as the people of 
Jerusalem. But the people of Judah used to write: ". . . until such time as the 
heirs are minded to give you your Ketubah”. Nor is this surprising, since the 
Jewish inhabitants of Zoar and its neighbourhood were for the most part, as 
we now know, refugees from Judea itself, their chief family connections being 
with the population of En-Geddi. (see below). 

Document 10 is of the year 124. It is written in Greek and treats of the 
appointment of guardians to the orphan Yeshu c a, son of Babatha by her first 
husband. Special importance attachés to several matters discussed here 4 ) 
and mainly to the status of Petra and its archaeological problems. The docu¬ 
ment is an official copy of the "records” of the city council of Petra, "city and 
mother” (a7ro ócxtcov PouA% 7t£Tpaimv ty ]c, |ry)Tpo7róAs6x;). This title is also known 
from other sources, including our own documents; but the accepted view is 
that from the time of Hadrian the provincial Capital and the seat of the legate 
(the governor) were transferred for practical purposes to Bosra 5 ). It can be 
deduced from other documents at our disposal that this supposition is erroneous 
—at least in part—as the legate continued to reside at Petra, at any rate till 
the year 131 (as is proved by document 24, see below). It is noted explicitly in 
the document that it was issued èv Ilérpa (jLY)Tpo7róXei ty)<; 'Apa^ta*;. It also States 

x ) See IEJ, Lc. p. 237. 

2 ) On some of these, see IEJ, l.c. pp. 244-245. 

3 ) See above p. 227, n. 1. 

4 ) See Polotsky, IEJ, l.c. p. 260. 

5 ) See eg. M. Avi-Yonah, Hist . Geog. of Eretz Yisrael (Heb.) Jerusalem, 1949, p. 62. 


PETRA IN THE DOCUMENTS FROM NAHAL HEVER 


235 


that the council of Petra is appointing two guardians of an orphan here termed 
„Yeshua the Jew (!) son of Yeshua from the village of Mahoza”; one being a Jew 
named Yohanan ben ‘Egla (who is known to us also from the Aramaic docu¬ 
ments), the other a Nabataean (also known from his signature in Nabataean) 
named 'Abdobdat son of Tlluta: xod Taaaouou TouSouou utoü Tacrcioóou xg)(jly)<; 
Maco^oc 'ApSopSa^ TXAou 0 a xod Tcoavy)^ 'EyXa^. 

The matter of these two guardians, and particularly of the Jewish guardian, 
occupied Babatha a great deal, and part of her papers is concerned with it. 
But from the point of view of our subject, importance attachés chiefly to one 
detail recorded in the document, to wit, that it was issued in the Temple of 
Aphrodite at Petra: èv tw èv nérpa ^AppoSsuncp . . . The use of temples for the 
issue and safeguarding of documents is well known to us from other localities 1 ), 
but here we have a unique dated reference to a temple in Petra itself. And the 
question arises: can this aphrodiseion be identified among the remains of the 
structures discovered at Petra? A solution of the question is likely to solve 
several problems of principle bound up with the dating of the structures of the 
city, and our task is to look among them for a central shrine with the character- 
istics of a temple of Aphrodite, whose architectural style is appropriate to the 
period concerned as a whole. With such an approach the temple alluded to in 
the document can, I think, be identified with one of the few almost completely 
preserved structures at Petra, namely the temple known to local Arabs as 
"Qasr Bint Farhin” (PI. . . . A) .This building is in the city itself—i.e. in the 
open area bounded by rocky cliffs south of Wadi Musa, which cuts the city 
into a northern and a Southern portion. The surroundings of the temple, which 
is connected by a paved road to a "triumphal arch” and a temenos wall, have 
been recently partly excavated 2 ) and thanks to this, the magnificent building 
has been studied afresh 3 ). The structure of the temple, which is extremely 
interesting technically and architecturally, has been studied thoroughly by 
Wright, who has defined it as "the commanding monument in the Capital 
city of the Nabataeans” 4 ). Wright has described its plan — which is in a 
certain sense almost unique—thus: 

"At close range the worshipper was confronted by a marble-revetted stepped 

x ) Cf. for instance, the Nabataean inscription from el-Hejrah (CIS, II 209): “And this 
text shall be in the House (=Temple) of Kisha”; see also eg. G. A. Cooke, op. cit., p. 325, 
no. 90. 

2 ) P. J. Parr, Excavations at Petra, 1958-1959, PEQ, July-Dec., 1960, pp. 124, with 
additional literature. See also below. 

3 ) Especially by the architect G. R. H. Wright, Structure of the Qasr Bint Far c oun t A 
preliminary Review, PEQ, Jan., June, 1961, pp. 8 ff. Here will also be found listed detailed 
previous literature on this building and on the various views expressed on its date. See 
now also Wright’s article in Annual of the Department of Antiquities of Jordan, 
VI-VII, 1962, pp. 30 ff., where additional material on the subject is cited. 

4 ) Tbid., p. 33. 













236 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


podium . . . Ascending this podium he passed through a facade (tetrastyle in 
antis, columns 2 m. in lower diameter) and entered a broad forecourt (pronaos). 
High up in the wall on the west face of this was a flat niche which presumably 
bore some decoration or inscription. . . On passing through the door he entered 
a cella, again broader than long and like the forecourt roofed over very high 
with a flat roof supported on wooden beams running north-south. . . The 
worshipper now faced the triapsidal sanctuary (or adyton)—the two lateral 
compartments having a balcony floor to which access was given by stairs 
concealed on the bounding cavity walls. . . This sanctuary presented an im- 
pressive colonnaded fagade. The central apse formed the Holy of Holies, 
doubtless with a cult statue and was approached again by further steps” x ) 
(see PI. V B). 

It emerges that the spectator standing and looking towards the adyton 
actually saw before him a very lofty central recess (see PI. V B, east-west section, 
towards the adyton), containing the divine image, while on each side of it 
were low flanking cells. Furthermore the building, and particularly its front, is 
surrounded by a wall which bounds the entire temple. 

Wright, who did not attempt to determine the identity of the divinity of the 
temple, and who ascribed its building to the Antonine period, i.e. to the second 
half of the 2nd century C.E.—endeavoured to cite parallels to its plan, especially 
among the plans of the Nabataean and Roman temples in Transjordan and 
Syria, relying inter alia on the study of R. Amy 2 ). But this study, important 
as it is, makes no special contribution to the Identification of the divinity nor 
does it, in our view, enable an exact dating of the edifice. At best it contains 
an account of the general background of the period and —on the basis of 
excavations there 3 )—of its terminus ante quem. 

As there are grounds for entertaining as one possibility, at least, that this 
is the Temple of Aphrodite mentioned in our document, it would be proper to 
compare it to the most renowned aphrodiseion in the eastern part of the 
Mediterranean namely, the temple in the city of Paphos in Cyprus. Due to the 
latter’s great importance it is a central and permanent subject on the coins 
struck at Paphos in the Roman period 4 ). 

The fagade of the temple appears on coins and gems (see PI. V C) as a building 
surrounded by a fence, with a high central part containing the image of the 
divinity (a conical obelisk), at each side of which, to left and right respectively, 
are two lower cells containing columns or incense stands 5 ). 

Many discussions have been devoted to the interpretation of the temple\s 

*) Ibid., p. 10 ff. 

2 ) Robert Amy, Temples d escaliers , Syria, XXVII, 1950, pp. 82 ff. 

3 ) See above pp. 24-25. 

4 ) See G. F. Hill, Cat. Gr eek Coins of Cyprus, London, 1904, PI. xv-xvii. 

5 ) Ibid., pl. xxvii. 


JEOL 17 


PL. V 



A Petra, Qasr el Bint Far c un 










C The Paphian Aphrodiseion 


















































































JEOL 17 


PL. VI 



A Petra, tomb of Sex 
tius Florentinus 


B Petra, tomb of Sextius Florentinus 


PETRA IN THE DOCUMENTS FROM HAHAL HEVER 


237 


plan, but the foliowing explanation of the fagade on the coins seems to me the 
most logical. The cone must have stood in the innermost shrine, which there- 
fore is here presented with its adjacent chambers. Hence the view from the 
coin must be from inside the temple, facing the central shrine itself” 1 ). 

Although Gardiner rejects this opinion, folio wing his attempt to compare 
the fagade on the coins to remains of structures found in the excavations, there 
is no doubt that this is the significance of the structure, as was proved by 
A. Westholm in his comprehensive article 2 ). The latter was also wise enough 
to compare it with the plans of Nabataean and other shrines in Syria, Trans- 
jordan and even in Petra and its neighbourhood; but somewhat surprisingly 
does not mention Qasr Bint Far c un which is the most obvious example for 
his conception. 

On the basis of what has been said, I think Qasr Bint Far'un can be identified 
with the Aphrodiseion referred to in our document. The acceptance of this 
conclusion obliges us, of course, to raise the date of the edifice to the beginning 
of the 2nd century, or more precisely, to a time between 106, when Petra became 
the Capital of Provincia Arabia, and the year 124, the date of the present 
document. In other words: to the time of Trajan or to the beginning of Hadri- 
an's reign. The Temple of Aphrodite—as it was called in Greek—was doubtles 
one of the most important buildings in Petra. It was dedicated to Allat, the 
chief goddess of the Nabataeans, who was identified, inter alia with Aphrodite 3 ), 
and whose symbol, like that of Dusharra's was the conical obelisk. 

The confirmation of this conjecture would be additional proof of the import- 
ance of the present document for dating structures at Petra. We shall return 
to this in discussing document no. 14. 

Document 11 is of the I2th of October of the year 125. It is written in Greek, 
but several lines are recorded at its bottom in Aramaic, in the handwriting of 
Judah Khtusion, Babatha s second husband. The document treats of a suit 
brought by Babatha before the Roman legate against one of the guardians 
(Yohanan son of Joseph son of c Egla) of her orphan son, who had not paid the 
sum owed by him, as his Nabataean associate had done, and as noted in the 
document. Where our subject is concerned, importance attachés to the refer- 
ence to the name of a hitherto unknown governor of the province. Babatha 
summons the guardian to come to be judged before the legate at Petra, or, 
in the words of the document (in translation): “Therefore I summon you to 

1 ) E. A. Gardiner, The Temple of Aphrodite (in Excavations in Cyprus, 1887-1888), 
JHS, IX, p. 211. 

2 ) A. Westholm, The Paphian Temple of Aphrodite, Acta Archaeologica IV 1033 

pp. 210 ff. ö 

3 ) According to Herodotus; see Paully-Wissowa, Realenc., XIX, 1. 1937, col. 1166; 
A. B. W. Kennedy, Petra, London, 1925, p. 34; and see especially A. Kammerer, Petra 
et la Nabatène, Paris, 1929, pp. 415 ff. 

Jaarbericht 17 g 






238 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


PETRA IN THE DOCUMENTS FROM NAHAL HEVER 


239 


come and be judged before the judgment seat of the governor Julius Julianus 
at Petra, the metropolis of Arabia” 1 ). The documents inform us, as we shall 
see, of two other Roman governors of the province; the period of governorship 
of one of them was not known to us previously, while the name of the other 
was quite unknown. 

Document 14, of the 2nd December 127, is written in Greek and deals with 
a land census; in respect of the history of the Province of Arabia, especially 
in the sphere of the agriculture of the region and everything connected with 
date-growing, this is one of the most important documents in Babatha’s 
archives. We shall describe several principal points. 

The document’s date—the 2nd of December of the year 127—is fixed 
precisely by the record of the month and the consular year. The document 
further notes the date according to the provincial era and Hadrian’s tribunician 
powers. We have therefore a document of great importance for the solution 
of the problem of Hadrian’s years of tribunician power and principate—a 
problem which has never been properly solved and for which we hope to propose 
a new solution in the full report. This document 2 ) is a declaration of Babatha’s 
property in view of a land census held that year by the Roman governor of 
the province. The information on the census is itself an innovation, but its 
principal importance for our theme is the noting of the name of the provincial 
governor who decreed the census: T. Aninius Sextius Florentinus. Sextius 
Florentinus’ tomb was found long ago at Petra, being cut in the rocky cliff on 
the eastern fringe of the city (see PI. VI A, B). A Latin inscription on the tomb 
reading: “T. Aninius Sextius Florentinus” has been discovered; this tells us, 
inter alia, that the sepulchre was prepared by Florentinus’ son, and several 
of his titles, including that of leg(atus) leg(ionis) IX Hisp(anae), are recorded, 
and his full title as governor of Provincia Arabia (below). Von Rohden long 
ago proposed 3 ), for various reasons, to date the governorship of Florentinus 
under Hadrian, and the suggestion was accepted by Brünnow and Domac- 
zewski 4 ). Despite this, it was impossible to date the period precisely. Thus, 
for example, Kammerer notes that Florentinus was governing in the year 
117 5 ), whereas other scholars mention him in general terms as “a very im¬ 
portant Roman official” 6 ). “He would appear to have been a gentleman of 
some importance locally (our italics—Y.Y.) and the tomb is a very fine one, 

x ) See our observations above in connection with Document 10. 

2 ) See IEJ lc. p. 259. 

3 ) P. von Rohden, De Palaestina et Arabia Provinciis Romanis quaestiones selectae, 
Berlin, 1885, 49; see also Polotsky, IEJ, lc. p. 259, n. 3. 

4 ) R. E. Brünnow und A. von Domaszewski, Die Provincia Arabia, III, Strassburg, 
1905, p. 297. 

6 ) See above, n. 41, p. 296. 

6 ) M. A. Murray, Petra, London-Glasgow, 1939, p. 68. 


though not particularly large; the date is about 140” 1 ). The document before 
us enables his governorship to be dated precisely, since in 125 the governor 
of the province, as we saw above, was Julius Julianus, whereas in documents 
of 130 onward (see below) another governor, Haterius Nepos, is alluded to. 
The tomb therefore can be dated to about 130, hence we have the only exact 
absolute date for any tomb at Petra. This fact is also important for the fixing 
of relative and absolute dates of other structures in the neighbourhood. 

It is also an interesting fact that Babatha, who lived near Zoar, declared her 
property to the Roman District commander, whose seat was at Rabbat-Moab 
(modern Er-Rabbah), i.e. év paP( 3 a 0 pc!>poL<; tcóXsi. The very mention of this 
city and its special administrative status in the year concerned, is an important 
contribution to the history of the towns of the province of Arabia 2 ). 

Babatha appears before the census-official with her second husband, Judah 
son of Eleazar (who here acts as her “lord”, xópt.o<; i.e. her guardian 3 ); and 
although his residence at the time of the census was Mahoza—his place of 
origin, the village of En-Geddi in the Toparchy of Jericho, is also mentioned 
here. We therefore possess important information concerning the status of 
En-Geddi and Jericho in this period 4 ), and concerning the modes of registration 
usual in the provinces administered by Rome. 

With regard to Jewish Status in this period, it should be noted that Babatha 
confirms her declaration on oath in the name of the tu yr\ of the Lord Ceasar 5 ). 
Finally we must stress that this important document also contains rich material 
concerning the methods used in this region for assessing lands and on the 
output of each plot, the area and bounds of each being duly noted. 

Document 18, of the i8th of June, 130, concerns a renouncement of property. 
lts chief importance lies in that it clarifies the complicated family relations 
between Babatha and her second husband 6 ). It also renders information on 
the distribution of Jews in the Province and on certain problems associated 
with the topography of En-Geddi and its population. 

In this document a person named Besas son of Yeshu’a renounces in favour 
of Shlamzion (the daughter of Judah son of Eleazar, Babatha’s second husband, 
by his second wife, living in En-Geddi), part of the property of the orphans of 
his relative Judah. Among the other boundaries of the said property, which is 
at En-Geddi, is mentioned, for example, the public market of that place. 

x ) G. Lankester-Harding, The Antiquities of Jordan, London, 1959, pp. 130 ff. 

2 ) As can be learnt, for instance, from the following sentence: “Rabbath-Moab was added 
to the cities of Petra and Bosra in Arabia under Septimius Severus (!—Y.Y.)”, Avi- 
Yonah, op. cit., (above n. 29), p. 63. 

3 ) See Yadin lc. p. 246. 

4 ) See Yadin IEJ, l.c., p. 252, n. 42, on the problems of the toparchy of Jericho and 
En-Geddi. 

5 ) Polotsky, IEJ, l.c., p. 260. 

6 ) See Yadin, IEJ, l.c., pp. 247 ff. for Babatha’s family-tree. 



240 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


PETRA IN THE DOCUMENTS FROM NAHAL HEVER 


24I 


The place of origin of this Besas ben YeshiTa—here appearing as enfoponos 
of the orphans 1 ),—is according to the document, En-Geddi, but it states that 
he is now resident at Mazra c ah: Bvjaa^ Ttjotouou 7]vyaSv]vo^ oixcov sv Ma^paa... 
There is no doubt that the Mazra c ah in question is the one whose name has 
been preserved in exactly the same form near the Peninsula (Lisan) of the 
Dead Sea; the entire fertile area of Ghor el Mazra c ah is called after it. Here is 
situated a good harbour (minet el Mazra c ah) and the town lies on the important 
highway that led from Zoar N. eastward towards Qir Moab 2 ). Our document 
therefore contains the only reference to this town in ancient documents. It is 
further interesting to observe, that in this period preceeding Bar Kokhba, the 
inhabitants of En-Geddi were living throughout the entire Province of Arabia, 
whereas after the outbreak of the revolt as already stressed, they again con- 
centrated (voluntarily or, it would seem, under compulsion) at En-Geddi. 
This contrast is prominent in the documents. The one concerned says: “Besas 
of En-Geddi resident at Mazra c ah”, while those of Bar-Kokhba, for example, 
mention inhabitants from Ha-Luhit who “are living at En-Geddi”. 

Document 19, of the nth of September, 130, deals with the sale of dates, 
lts main importance for our paper lies in the information it furnishes not only 
on the vitality of the Nabataean language even after the foundation of the 
Province, but also of its common use among the Jews of the Locality. In the 
document Babatha after her husband's death sells the date harvest of the 
groves inherited from him to a Jew called Sime c on son of Yeshu c a. The docu¬ 
ment itself is written in Greek (by the same Jewish clerk Germanus son of 
Judah), but its contents are endorsed at the bottom in Nabataean, by Baba- 
tha’s guardian—a Jew named Yohanan—for the purposes of the present 
transaction. 

Document 23 belongs to the group of documents connected with claims 
made upon Babatha by orphans related to her second husband, that she cede 
them part of the property inherited by her from her husband. The claim is 
submitted by the same Besas son of Yeshu c a mentioned above. The document 
shows that at the time there was a new governor of the Province called Haterius 
Nepos. He had been, apparently, prefect of Egypt in the years 121-124, but 
it is only from this document that we learn that he (or his son, most probably) 
was subsequently governor of Provincia Arabia 3 ). The documents also evidence 
the status of Petra and the mode of Roman rule and justice. The document 
summons Babatha to come to be judged before Haterius Nepos at Petra or 
“at any other place whatsoever in his province”. 


Document 24, of the gth June (or July) 131, is also connected with the 
matter treated in the previous document. It too speaks of the case before the 
same legate Haterius Nepos, and of the place where it is being tried—at Petra; 
but here we encounter for the first time the town’s new title, bestowed upon 
it after Hadrian had visited it—“Hadrianë Petra”. This document contains 
confirmation of the conjecture—based on various data—that the visit feil in 
the year 131 1 ). Moreover it is now possible to state that it occurred at the 
beginning of the year. We have here then, the earliest documentary reference 
to this title. 

Document 27, of the 19Ü1 of August, 132, treats of matters connected with 
the orphan’s guardianship. It is the latest of all those found in Babatha's 
archives, and this is perhaps not by chance. The Bar Kokhba revolt broke out 
in the summer of the same year, and there are grounds for supposing with 
virtual certainty, that immediately after that date Babatha and her family 
were forced to escape to En-Geddi to the relations of her second husband. 

Babatha here confirms that she has received certain sums from the guardian 
of her orphan son for a period of three months. The document is written in 
Greek, but its contents are endorsed at the bottom in Aramaic by Babatha’s 
guardian for the purpose of the transaction, a Jew called “Babely son of Mena- 
hem”. This document is further interesting in the way it is written. The main 
subject is recorded in the document in Greek (by the same Germanus son of 
Judah, clerk of Mahoza), but the clerk has added in his own Greek hand after 
the Aramaic endorsement: “Translation”; then comes the verbal Greek trans- 
lation of the Aramaic text. 

It will be clear even from the foregoing brief sketch, how abundant is the 
information to be found in the documents from the Cave of the Letters, both 
on the Bar Kokhba revolt itself 2 ) and on the Nabataean kingdom, on the 
Province of Arabia, and on Roman and Jewish history in this region between 
the revolts. I hope that the day is not far off when the entire documentary 
material will be published in full, giving scholars of all branches the opportunity 
of becoming acquainted with it and of drawing final conclusions in all the 
above fields and in others. In this way new light will be shed on a still little 
known period of decisive importance to the Jewish history and of Palestine. 

The Hebrew University, Israël Yigael Yadin 


q POLOTSKY, IEJ, I.C., p. 261. 

2 ) See Yehuda Almog, and B.-Z. Eshel, Hevel Sedom, (Hebrew) 1949, pp. 329-240, *) See Kammerer, op. cit., (above n. 41), p. 279-80, on the problems of the date of 

for this place. ’ Hadrian's visit to Petra. 

3 ) Polotsky, IEJ p. 259. 2 ) This is not discussed in the present article. 




THE ‘PRIESTLY MESSIAH* OF THE ESSENES 


243 


THE SO-CALLED ‘PRIESTLY MESSIAH' OF THE ESSENES 

The members of the Qumran community believed that they were living in 
the last days. The belief that they were the elect, eschatological remnant of 
Israël affected every phase of their life. The separation from Jerusalem and 
the Temple, the selection of the site of Qumran on the shores of the Dead Sea, 
the ascetic life and the charismatic ideal of poverty, their cultic rites, the 
military character of the sect—all of these served to emphasize the eschatolo¬ 
gical nature of the community. The revelation that the New Covenanters were 
living in the last days had been especially granted by God to the möreh hassedeq, 
“to whom all the mysteries of the words of His servants the prophets” had 
been made known (iQpHab VII, 4-5). 

An important part of the community's eschatological thinking centered 
around the coming of the Messiah at the end of days to establish God's kingdom 
on earth. This is the Davidic, or kingly, Messiah, prophesied in the Old Testa¬ 
ment, as the Essenes frequently point out in their commentaries on the prophe- 
tical passages of Script ure. The many names by which this eschatological 
figure is mentioned reveal the rich messianic tradition of the Qumran sect. 

In the Damascus Document he is called the “Messiah of (from) Aaron and 
Israël” four times x ). We take this expression to mean that the Messiah is to 
come from the sect whose members sprang from Israël and Aaron 2 ). 

In the Rule of the Congregation one meets the term “Messiah of Israël” 
(iQSa II, 14, 20), designating one of the two eschatological figures who preside 
over the messianic banquet. This is an unique term, never found in the Old 
Testament and apparently not in later Judaism. The title refers most certainly 
to the Davidic Messiah. 

In one passage in this same document the title masïah is used alone. “This is 
the order of the session of the men of renown who are invited to the feast of the 
council of the community when God begets the Messiah” (iQSa II, 11-12). 
Although this key passage bristles with problems, it is quite clear that the 
term “Messiah” is used as a title, and refers to the lay Messiah in the traditional 
Jewish sense 3 ). 

x ) CD XIX, 10; XX, i (from); XII, 23 ff.; XIV, 19. We use the capitalized title 
“Messiah” to refer to the Davidic, kingly Messiah. 

2 ) As stated in CD I, 7 and VI, 2. In the War Scroll (iQM III, 13) we are told that 
“people of God” and the names “Israël” and “Aaron” are to be written on the great 
banner at the head of the whole people. Cf. also iQM V, 1. The expression, “until a Messiah 
shall arise from Aaron and from Israël” (CD XX, 1) would also seem to lend weight to 
this view. 

3 ) Cf. Yadin’s improbable reconstruction of this passage, A Crucial Passage in the Dead 
Sea Scrolls, JBL LXXVIII (1959) 238-41. 


In 4Q Patriarchal Blessings, 3, the term “Shiloh”, of Genesis 49: 10, is 
interpreted as masïah hassedeq , “the Messiah of righteousness”, or, “the legiti- 
mate Messiah”, another example of the use of the word masïah as a title refer- 
ring to the messianic King x ). 

In three Qumran documents dealing with the messianic expectations of the 
community the well-known Old Testament phrase, semah ddwïd , “the shoot of 
David”, is found, referring again to the Davidic Messiah 2 ). 

Finally, we note the term “Prince of the whole congregation”, which has 
messianic overtones stemming from its use in Ezekiel 34: 24, 37: 25; 46: 2, etc. 
In the Qumran documents the “Prince” refers to the Davidic Warrior Messiah 
who will soon come to crush the wicked nations and inaugurate the blessed 
messianic age 3 ). 

These titles clearly indicate that the Messiah of Qumran is directly connected 
with the messianic figure of the Old Testament. According to the sectarian 
teachings the Messiah who is soon to come fulfills the ancient prophecies of 
Israël (e.g., Genesis 49: 10; Numbers 24: 17); he is the scion of David, “a shoot 
from the stump of Jesse”; he is the royal Messiah, a lay figure; and finally, 
he is the Warrior Messiah who will bring in the messianic age by defeating 
the enemies of God's people. The main difference, of course, between Qumran 
and the Old Testament is the fact that the Essenes believed that the Messiah 
was coming very soon. They believed that they were living in the last days, 
and every phase of their life was affected by this imminent eschatological 
event. 

Now there are many scholars who believe that there were two messiahs who 
played leading roles in the eschatological drama of the Essenes. One was the 
“Messiah of Israël”, or the Davidic Messiah, whom we have just been describ- 
ing; the other was a priestly “Messiah”, or the “Messiah of Aaron” 4 ). 

A typical expression of this point of view is found in A. S. van der Woude's 
Die Messianischen Vorstellungen der Gemeinde von Qumran (Assen, 1957) P- 185: 

Die von Haus aus priesterliche Sekte vom Qumran hat ‘am Ende der 
Tage' zwei Messiasgestalten erwartet, d.h. einen Hohenpriester aus Levi, 
einen Aaroniden und einen König aus Juda, den endzeitlichen Davididen. 
Sie werden durchweg mit den Namen ‘Messias von Aaron' und ‘Messias 

x ) J. M. Allegro, Further Messianic References in Qumran Liter ature, JBL LXXV 
(1956) 174-176. 

2 ) Ibid., 4Q Patriarchal Blessings, 3-4; 4Q Florilegium, 2; 4QpIsa a Fragment D, 1. 
For the phrase itself, cf. Jer. 23: 5, 33: 15. 

3 ) CD VII, 20; iQSb V, 20; iQM V, 1; 4QpIsa a Fragment A, 2 (restored). 

4 ) The use of the capitalized title for both the Davidic Messiah and the eschatological 
priest by the advocates of this theory is confusing and inaccurate. Cf. S. Mowinckel, 
He That Cometh. (N.Y. n.d.) 168. 




244 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


von Israël' bezeichnet, freilich fast immer zusammen als 'die (beiden) 
Messias von Aaron und Israël'. 

Some scholars even go so far as to say that this view is no longer disputed x ). 
I, for one, am not so sure that the case for two messiahs has been indisputably 
settled. 

To be sure, there was an ideal priest, or chief priest, who figured prominently 
in the eschatology of the Essenes, but nowhere in the published documents 
from Qumran, so far as I know, is he ever called the "Messiah", or the "Messiah 
of Aaron". I therefore maintain that we have no right to call the eschatological 
priestly figure of the Essenes by these titles since they do not occur in the 
Qumran documents themselves 2 ). 

Then too some of the main arguments which have been set forth by scholars 
in favor of the two messiahs may be seriously questioned. It can no longer be 
held with K. G. Kuhn for example, that the singular expression, the "Messiah 
of Aaron and Israël", found four times in CD, is to be amended to read the 
"Messiahs of Aaron and Israël" on the basis of iQS IX, n, which reads, "until 
the coming of the Prophet and the anointed ones (messiahs?) of Aaron and 
Israël". This emendation of the CD passages to read the plural of mdsïah, 
which would lend some weight to the argument for the presence of two messiahs 
in the literature of Qumran, is now quite unacceptable since in CD XIV, 19, 
the singular expression, the "Messiah of Aaron and Israël" occurs in the oldest 
examplar (75-50 B.C.) of the document discovered in Cave 4-4QD b 3 ). 

The plural reading in iQS IX, 11 is a little more difficult to explain. Milik 
believes that the copyist was thinking of three persons here—the Prophet and 
two Messiahs. "Grammatically that is the only possible interpretation" 4 ). The 
copyist may have been thinking of three eschatological figures here, but this 
is certainly not the only possible interpretation grammatically. The attempts 
to get rid of the plural form by emending the text, or by grammatical and 

x ) Frank M. Cross, Jr. Qumran Cave I, JBL LXXV (1956) 124, n. 9: “This is not to 
dispute a two-Messiah doctrine among the sectarians or in this passage. This is now 
established beyond cavil by the definitive discussions of Milik (pp. 12 1 ff.), and K. G. 
Kuhn, Die beiden Messias Aarons und Israels, NTS I (1955) 168-179. Also ,J. T. Milik, 
Ten Years of Discovery in the Wilderness of Judaea. (Naperville, 1959) 126: “The writer 
was the first to point out that the reference was to two separate persons and not merely 
to one individu al who played two roles. This is no longer disputed now”. 

2 ) This view is held also by F. F. Hvidberg, Menigheden af den nye pagt i Damascus. 
(Copenhagen, 1928) 280; M. Black, The Scrolls and Christian Origins. (New York, 1961) 
145-148; W. S. Lasor, The Messianic Idea in Qumran , in Studies and Essays in Honor of 
Abraham H. Neuman. Ed. by Meir Ben-Horin, et al. (Philadelphia, 1962) 343-364. 

3 ) Milik, op. cit., 125; for Kuhn’s argument, see The Two Messiahs of Aaron and 
Israël , in The Scrolls and the New Testament , Ed. by K. Stendahl (New York, 1957) 
58-60. 

4 ) Op. cit. 124. 


THE 'PRIESTLY MESSIAH' OF THE ESSENES 


245 


syntactical maneuvering, have not proved convincing. If the plural form is 
correct in this passage, I suggest that it be translated the "anointed ones of 
Aaron and Israël," and that the "anointed ones" be interpreted to mean first, 
the anointed priest, hakköhën hammasïah , a perfectly good Old Testament 
phrase (Leviticus 4: 3, 5, 16, etc.), and evidently found in unpublished Qumran 
material 4 ), but certainly not the "Messiah", and second, the Davidic Anointed 
One, or Messiah, in the conventional Jewish sense of the term 2 ). 

In the passages in the Qumran documents where the priest figures most 
prominently he is never called, to my knowledge, a "Messiah", or the "Messiah 
of Aaron". In the Rule of the Congregation, where the messianic banquet is 
described, the priest enters at the head of the whole congregation of Israël, 
and after him comes the Messiah of Israël. Then we read: "Let no man (put 
forth) his hand to the first of the bread (and the wine) before the priest, (be- 
cause he) will bless the first of the bread and the wine and (then he will put 
forth) his hand before them. And (after him) the Messiah of Israël (will put 
forth) his hands to the bread" (iQSa II, 18-20). The regulations described here 
are clearly designed to give the priest precedence over the Messiah of Israël, 
and this would seem to be the natural order in an hieratic community like 
Qumran. But, as Matthew Black states, 

the claim that he (the priest) was also viewed as a 'Messiah' in the same 
sense (though with different functions) as 'the Messiah of Israël' must, I 
think, be viewed with reserve. The fact that the High Priest takes prece¬ 
dence of the Messiah of Israël may mean very little; presumably he would 
do so in any Temple rite or priestly function, but this does not mean 
that we are to regard the High Priest as in the strict sense a 'Messianic' 
figure 3 ). 

In the War Scroll, as we all know, the chief priest, köhën harö's, has important 
tasks to perform both in Temple and battle (Cols. II and XV). In this scroll 
appears also the "Prince of the whole congregation" (Col. V) who no doubt 
is the same figure as the "Prince of the congregation" in iQSb V, 20, and the 
"Prince of the whole congregation" in CD VII, 20. The Prince in these passages 
certainly is to be identified with the Messiah who will fight the last great 
battle and gain the victory over God's enemies. Both the priest and the 

q Milik, op. cit., 126. 

2 ) This interpretation can be defended, I believe, on the basis of Zech. 4: 14 where 
Zerubbabel and Joshua are both called “the sons of oil”, i.e., the anointed ones. Zerub- 
babel, according to the prophets Haggai and Zechariah, was to become the messianic 
ruler of the future; Joshua, the high priest, was to be at his right hand (Zech. 6:13 LXX). 
Cf. also L. H. Silberman, The Two ‘ Messiahs ’ of the Manual of Discipline, VT V (1955) 82. 

3 ) Black, op. cit. 147. 


✓ 




















246 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


THE ‘PRIESTLY MESSIAH’ OF THE ESSENES 


247 


Warrior Messiah are present at the last great battle of the eschatological drama, 
each with his own special function to perform. 

In the Benedictions (iQSb) there is a fragmentary section which the editors 
believe contains the blessing for the high priest, although the word ‘priest' 
does not actually occur in the text. Foliowing this passage are the blessings 
for the priests and the “Prince of the congregation”. Once again the priest and 
Prince are found together, the blessing for the priest coming bef ore that for 
the Prince. But the order of precedence is not necessarily significant as 
an argument for a priestly “Messiah”, especially in this case, since the 
identity of the person in the fragmentary section has not been definitely 
established. 

The presence of the priest and the Messiah in these documents is reminiscent 
of the priestly-kingly partnership represented by Joshua and Zerubbabel in 
the Old Testament (Zech. 4: 14), and by Eleazar and Bar-Kochba six hundred 
years later in the Second Jewish re volt. But in no case is the priestly figure the 
“Messiah” in the usual sense of the term. 

A number of scholars also believe that evidence for the belief in two messiahs 
among the Essenes at Qumran is to be found in the Testaments of the Twelve 
Patriarchs, especially in those passages which describe so vividly the ideal 
priest and his work in the messianic age 1 ). But this argument is not convincing 
for several reasons. In the first place, the composite nature of the documents 
makes the dating of the Testaments most uncertain; in the second place, we 
cannot be sure that the priestly figure of the Qumran scrolls is the same as 
that of the Testaments 2 ). All that we can definitely say in regard to the two 
messiahs in the Testaments is, first, that there are two eschatological figures 
in this work; one, a priest from Levi who is never actually called a “Messiah” 
so far as I can ascertain, and two, a king from Judah who is the Davidic 
Messiah; secondly, that there is no doctrine of the two messiahs inherent in 
those passages which give Levi the precedence over Judah (cf. Test. Jud. 
XXI, 2-4; Test. Naph. V, 4, etc.); and thirdly, that the separation of the 

x ) Cf. e.g.. Test. Levi, XVIII. See Van der Woude, op. cit. } 216; K. G. Kuhn, op. cit., 
57 - 58 . 

2 ) R. H. Charles was of the opinion that the original Testaments of the Twelve Patri¬ 
archs expressed only the expectation of the “Messiah” of Levi, reflecting the powerful 
influence of the priestly dynasty of the Hasmoneans. All references to the Messiah of 
Judah, he concluded, were additions to the original text of the work from the first century 
B.C. on ( Apocrypha and Pseudepigrapha of the Old Testament. Oxford, 1913, Vol. II, 294). 
A directly opposite view is taken by E. J. Bickermann who says, “the doctrine of the 
Messiah from| the tribe of Levi is a figment created by modern readers of the work” 
(The Date of the Testament of the Twelve Patriarchs, JBL LXIX [1950] 252.). G. R. Beasley- 
Murray comes to the more moderate conclusion that “the juxtaposition of the Messiah 
from Judah and the Messiah from Levi is too deeply rooted in the fabric of the book for 
either element to be discarded” ( The Two Messiahs in the Testaments of the Twelve 
Patriarchs, JTS XLVIII [1947] 1). 


eschatological, ideal priest and the Messiah in the Testaments is reminiscent of 
the situation which we have found to prevail normally in Judaism. 

As further evidence against the idea of a priestly “Messiah” in the Qumran 
literature I should like to call attention to a verse in Scripture which, so far as 
I know, has not been considered in connection with this problem. I am referring 
to the oracle of the “man of God” against the Elides, recorded in I Sam. 2, 
especially the verse which describes the ideal priest. After announcing the 
death of the two sons of Eli, Hophni and Phinehas, on the same day, thus 
predicting the tragic end of the house of Eli, the “man of God” goes on to 
say, “And I will raise up for myself a faithful priest who shall do according 
to what is in my heart and soul; and I will build for him a sure house, and he 
shall walk before my anointed all the days” (I Samuel 2: 35) 1 ). 

This verse is of particular interest to us for several reasons. First, it is a 
prophecy of the supersedence of the priesthood of Eli’s family by a faithful 
priest, who, from the context of the passage, is to be Samuel. According to 
I Kings 2: 27, however, where this passage is referred to, this faithful priest is 
Zadok, whose priesthood is to enjoy forever the favor of the royal dynasty. 
The Essenes, at a much later time, saw in these words of I Samuel 2: 37 the 
prophecy of the origin of their sect 2 ). They were the sons of Zadok whom 
God had built into a sure house in Israël. 

Secondly, in this passage, which the Qumran community looked upon as the 
prophecy of their sect, two distinct persons are mentioned—the anointed of 
Yahweh, or the king, and the faithful priest. Are these not the same two figures, 
eschatologized of course, who appear so often in the sectarian documents from 
Qumran? But in neither place—the Old Testament passage or the Qumran 
documents—does the priest have the title “Messiah” in the theological sense 
of the term 3 ). 

Thirdly, we note in this passage that the priest walks before, or in the pre¬ 
sence of, the anointed one of Yahweh, indicating the precedence of the spiritual 
head above the secular leader 4 ). This, as we have seen, is the usual order of 
the eschatological priest and the Messiah in the Essene writings. But in no 
case does the precedence of the priest make him a “Messiah”. 

x ) For a résumé of the theories regarding the origin of this passage (I Sam. 2: 27-36) 
see R. H. Pfeiffer, Introduction to the Old Testament. (New York, 1949) 368-370. 

2 ) “But God in his wonderful mysteries made conciliation for their trespass and pardon- 
ed their impiety, ‘and he built them a sure house’ in Israël, the like of which has not 
stood from ancient times even until now” (CD III, 18-19). 

3 ) We should note here the eschatological passage in Jeremiah where the two repre- 
sentatives of the secular and spiritual power are mentioned: “For thus says the Lord, 
David shall never lack a man to sit on the throne of the house of Israël, and the Levitical 
priests shall never lack a man in my presence to offer burnt offerings, to burn cereal 
offerings, and to make sacrificcs forever” (Jer. 33: 17-18). 

4 ) Cf. I Sam. 12: 2 for the similar idea of “walking before” in the sense of precedence. 










248 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


We therefore conclude that neither from the Old Testament nor from the 
sectarian documents of Qumran is there any evidence for a priestly “Messiah” 
or a “Messiah of Aaron” in Essene eschatology. The expectation of the one 
Messiah was the normative pattern in the Old Testament and in Qumran — 
and in the time of Jesus. 

Charles T. Fritsch 


THE SIGNIFICANCE OF THE RELIGIONS OF ANTIQUITY 


The students of the religions of the Ancient Near East are seldom fully 
aware of the significance of their studies. Yet the question is justified: why 
do scholars spend so much time, energy and cost in digging up the far past ? 
Several answers might be given, though not all of them prove to be satisfactory. 
One can hardly believe, that to satisfy their curiosity is the real motive which 
induces scholars to spare no trouble year in year out on the study of cultures 
and religions, of which one never gets a complete picture, because on approach- 
ing they gradually recede, like a ‘fata morgana'. It could rather be assumed, 
that these researches satisfy the desire for knowledge. However, neither is 
this function of the human mind strong enough to keep these studies perma- 
nently going. For the human brain can only contain a limited quantity of 
facts and, when oversatiated, it quickly loses its interest for further knowledge. 
The fascination which antiquity exerts, actually must be of another nature: 
it is the remarkable structure of the ancient cultures and especially the interest- 
ing character of the religions which animated those cultures. Therein a con- 
ception of life and of the world is revealed which the present generation has 
lost, to its cost, because it is an essential element of a sound cultural life. 

The religions of antiquity form a category of their own, differing in a typolo- 
gical respect both from the religions of the illiterate peoples and of the so-called 
higher religions. The difference with the last type of religions is generally 
acknowledged. It can in regard to a principal point, i.e. their origin, easily 
be formulated: the world-religions are founded by men of exceptional religious 
quality, who once for all put their stamp on the belief of their followers; the 
religions of antiquity have no date of origin: they represent the collective belief 
of a nation, which at a certain moment created a well organized community. 
The difference between the religions of antiquity and those of the illiterate 
peoples is often neglected. Yet it is highly typical. This will clearly appear, 
when presently the characteristics of the religions of antiquity are described. 
Provisionally the difference can be indicated by the disparity of the cultural 
level: the nations of antiquity possessed the art of writing, practised agri- 
culture and built well organized States; the illiterate peoples are partly stuck 
in the phase of food-fathering and pastoral nomads and have never created 
extensive governmental systems. 

The true significance of the religions of antiquity consists in their character- 
istic conception of life and world. The nations of antiquity did not possess 
holy scriptures in the ordinary sense of the word, i.e. documents of God's 








250 JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - I J 

revelation. They derived their knowledge of God from the cosmos. In the 
processes of nature, for instance in the course of the sun and in the yearly 
arising vegetation, divine forces appeared to them, which became the object 
of their worship. These divine cosmic forces had from time immemorial adopted 
personal shape. They were gods, who, so to speak, moved out of their element 
of nature and conducted an independent life, described by the respective 
myths. Yet their fate was intimately connected with certain cosmic processes. 
So the Egyptian sun-god Re did derive his character and his importance from 
the daily course of the sun, of which the descent, i.e. his death in the West, 
and the rising in the East, which meant his resurrection from the netherworld, 
were the critical points. Osiris and Tammuz, as well as Ishtar obviously show 
the character of gods of fertility: they prove their divine nature by their power 
to rise from the death. So the category of gods, typical for antiquity, came into 
existence, i.e. gods who die and revive. However, according to the religious 
phantasy of the peoples of antiquity this impressive happening did not occur 
in an arbitrary way but it took place within the context of a fixed and abso- 
lutely reliable cosmic order. The Egyptians have personified this order, which 
in their conviction was established at the creation of the world, into the god- 
dess Ma.a.t. 1 ). Similar notions were known to other peoples of antiquity 2 ). 
One might recall the Babylonian gods Kettu and Mesharu, the children of the 
sun-god Shamash, the god of the divine world-order, or the Greek figure of 
Themis, who in the capacity of goddess of the Oracle promulgates the wisdom 
which nobody can disdain without impairing his happiness and his life. 

All non-western cultures of the past and the present—the cultures of illiterate 
people, of antiquity and of the East—are characterized by the fact that religion 
wholly animates the life of society and of individual man. Yet the homogeneity 
of the cultures of antiquity shows a special feature: these cultures are rooted 
in a religious conception, which fuses nature and the different departments of 
cultural life—religion, art, Science, ethics and state—into a unity. Therefore 
these cultures have a strong inner coherence, which is usually thought to be 
founded on a mythical-ritual pattern. This pattern clearly manifests itself at 
the celebration of the great festivals kept in honour of the principal gods. 
Some scholars have elaborated the idea of the myth-ritual pattern so far, that 
in their opinion the same pattern should lie at the root of all cultures of the 
Ancient Near East 3 ). Though this thesis is contradicted by the facts, each 
student of the cultures of antiquity will readily accept the general idea of a 

1 ) C. J. Bleeker, De betekenis van de Egyptische godin Ma.a.t., 1929. 

2 ) B. A. van Proosdij, De eenheid van waarheid en recht als wortel ( usül ) der beschavingen 
van het Nabije Oosten, JEOL, Vol. I (1933-37) P- xxv sq. 

3 ) Proceedings of the 7th Congress of the History of Religions, 1951; H. Frankfort, 
The Problem of Similarity in Ancient Near Eastern Religions, 1951; C. J. Bleeker, Die 
Geburt eines Gottes, eine Studie über den dgyptischen Gott Min und sein Fest, 1956. 


THE SIGNIFICANCE OF THE RELIGIONS OF ANTIQUITY 251 

myth-ritual pattern, prevailing in these cultures, because he is time and again 
struck by the inner force and the pure style which they demonstrate each in 
their own way. This coherence is ultimately rooted in the belief in a cosmic 
order, which encompasses all that exists. It was the myths which offered this 
vision on the divine life, by narrating the vicissitudes of the gods. And the 
rites served to dramatize and to actualize the myths in such a way that they 
exerted a beneficial influence on community and individual. This principle 
determined, for instance the value and significance of the Babylonian New 
Year’s Festival, celebrated with a rich ceremonial, and of the colourful festivals, 
given in honour of Egyptian gods, such as Min, Osiris and Hathor. 

These great festivals obviously possessed paramount importance. In my 
opinion it is therefore curious, that too little attention has been paid to the 
cultic character of the religions of antiquity. Apparently modern Western 
scholars have a biased outlook on this type of religion. Being highly intellectual 
people they take for granted that the essence of all things, religion included, 
can be expressed in a clear-cut formula. They focussed their full attention on 
the myths. Actually the nature of the so called higher religions can best be 
understood from the doctrines which they preach. However the structure of 
the religions of antiquity is of a totally different nature. The very life of these 
religions is not so much present in the myth, but rather in the cult x ). This 
holds particularly true for ancient Egypt. The myths of famous gods such as 
Re and Osiris are only known by allusions in the texts: they are nowhere told 
as a whole. In the texts, in the pictures on the walls of the temples, in the 
structure of the many sacred buildings the cultic idea is fully predominant. 
From this enormous complex of rites the nature of the Egyptian religion should 
be gathered. The same rule is applicable to the other religions of antiquity. 
This type of religion was no subject of mythological or theological reflexion. It 
had its life in the cult and expressed itself most directly in rites. 

The conception of Science, which the nations of antiquity created, is fully 
in harmony with the character of their cultures and religions. This interesting 
theme has repeatedly been treated by W. B. Kristensen in an exhaustive 
way 2 ). It is evident, that the peoples of antiquity were able technicians. In 
their buildings they displayed a staggering capacity for solving the most diffi- 
cult architectural problems. But the scientific lust to explore in order to wrest 
from nature its secrets was alien to them. Science had another object in their 
opinion. This was the quest for true wisdom, as the condition for a happy and 
virtuous life. They were not vexed by scientific curiosity. Therefore no real 
cultural evolution can be traced in antiquity. It is true that manners and 

x ) In a forthcoming study on Egyptian Festivals I intend to expand this idea at length. 

2 ) W. B. Kristensen, The Meaning of Religion, 1960. 




252 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX - 17 


customs changed and were refined in the course of time. Ho we ver no spec- 
tacular discoveries were made. 

At this point the difference between the cultures of antiquity and the modern 
world is really striking. The people of antiquity had a static world conception. 
They were convinced that the cosmic order, established at the creation of the 
world, kept its unconditional validity, notwithstanding temporary disruptions. 
This conviction infused them with optimism, unbroken strength and spiritual 
liberty. Modern culture is dynamic: it moves on nervously and restlessly, in 
great speed. Nobody knows what the future will offer. Therefore that future 
is awaited with anxiety and solicitude. 

The reason why the religions of antiquity keep so many scholars under their 
spell seems therefore to be, that they gave their adherents confidence in the 
cosmic order, a trust which the present generation has lost. It may be asked 
whether this confidence is not an indispensable element of a sound cultural 
life. Elsewhere I have already hinted at this idea, which surely is worthwhile 
to be elaborated 1 ). However, that would exceed both the intention and the 
scope of this article. 

C. J. Bleeker 

x ) Numen XI (1964), p. 75 sq. 


VOORAZIATISCH-EGYPTISCH GENOOTSCHAP "EX ORIENTE LUX” 

SOCIÉTÉ ORIËNTALE “EX ORIENTE LUX”' 

Fondée a Leyde, le 22 Mai 1933 


Comité: Prof. Dr. M. A. Beek, président, Dr. A. A. Kampman, ier secrétaire-trésorier, 
K. R. Veenhof, 2me secrétaire-trésorier, Dr. W. F. Leemans, Prof. Dr. A. S. van der 
Woude, Mme C. F. L. van Heek-van Heek, Prof. Dr. P. Naster, Prof. Dr. J. P. M. 
van der Ploeg, Prof. Dr. J. Vergote, Dr. J. Zandee. 

Secrétariat et bibliothèque : Noordeindsplein 4a, Leiden. Tél. 01710 — 23682; C.C.P. 
(Postrekening) No. 229501; Banque: Amsterdam-Rotterdam Bank, N.V., Leiden. 


Publications 


JAARBERICHT EX ORIENTE LUX (ANNUAIRE) 

T. I (nos 1-5 avec supplément), 1933-1938. XXXII + 500 p., XL pl., 26 ill., 4 cartes, 8 
tabelles, in-4, relié êpuisé 

(Le no. 5 se vend séparément a ƒ 40) 

T. II (nos 6-8 avec supplément), 1939-1943. XLIV + 816 p., XL pl., 91 ill., 3 cartes, 
in-4, relié ƒ 120.— 

Les nos 6-8 se vendent séparément a / 35) 

T. III (nos 9-10 avec supplément), 1944-1948. XXIV + 576 p., XXXII pl., 97 ill., 3 
cartes, in-4, relié ƒ 80.— 

(Les nos 9 et 10 se vendent séparément a ƒ 35) 

T. IV-V (nos 11-15 avec suppléments), 1949-1958. XXIV + 822 p., CVII pl., 45 ill., 5 
cartes, in-4, relié ƒ 200.— 

(Les nos 11-15 se vendent séparément a f 25, / 25, ƒ 40, / 40 et / 50) 

No. 16 (1959 1962), 1964, 11+ 125 p., IV pl., 13 fig., in-4 / 3°*— 

No. 17 (1963), 1964, II + 128 p., III pl., in-4 ƒ 3°.— 

Prix d'ane série complete du Jdarbericht Ex Oriente Lux sous demande. 


MEDEDELINGEN EN VERHANDELINGEN (MÉMOIRES) 

No. 3 W. D. van Wijngaarden, Drie Honderd Jaren Egyptologie in Nederland. Van 
Heurnius tot Boeser , 1620-1935. 1935, 26 p.> 1 pk 4 ill., in-4, ƒ 5-— 

No. 7 Kernmomenten der antieke beschaving en haar moderne beleving. 1947, 2 7 8 P-> 
19 pl., 144 ill., avec contributions de B. A. van Proosdij, A. de Buck, Th. C. 
Vriezen, E. L. Seeligmann, A. A. Kampman, F. M. Th. de Liagre Böhl, P. van 
der Meer, J. H. Kramers, W. van Os et B. H. Stricker. In-4, ƒ 4°- — 

No. 8 E. Dhorme, Hommage d la mémoire de Véminent assyriologue Frangois Thureau 
Dangin (1872-1944). 1946, 35 p., 1 portrait, in-4, f 5-— 

No. 10 B. H. Stricker, De Grote Zeeslang. 1953, 27 p., 8 ill. in-4 / 5-— 

No. ii B. H. Stricker, Overstroming van de Nijl. 1956, 32 p., 1 carte in-4, / 5-— 

No. 12 J. M. A. Janssen, Egyptische Oudheden verzameld door W. A. van Leer. 

1957, 4° P-> 18 pk» in '4 f I2m 5° 

No. 13 T. Jansma, O o st-W estelijke verkenningen in de dertiende eeuw. De reizen van de 
Franciscaan Willem van Rubroek en de Nestoriaanse prelaat Barsauma. 1959* 69 p., 
in-4, . . f 12 -— 

No. 14 B. H. Stricker, De Geboorte van Horus I. 1963, 86 p., 13 ill., in-4, / 2 °-— 


UITGAVEN (PUBLICATIONS) 

No. i F. Thureau-Dangin, Textes mathématiques babyloniens transcrits et traduits. 
1939, 293 P-, in-4, / 35- 

BULLETIN PHOENIX 

Tomé I-VIII (1955-1962), XVI + 460 p., 266 ill., in-8, relié ƒ 40.— 

Tomé IX-X (1963-1964), 202 p., 91 ill., in-8 f*5 -— 

Prix d’abonnement pour les tomes XI-XII (1965-1966) ƒ 15*— 

On est prié d'adresser ses commandes d Ex Oriente Lux, Noordeindsplein 4 a, Leiden. 

















c 

t 

i